Websuche: Drei spannende Suchtechnologien, an denen Google derzeit arbeitet (und was sie uns bringen sollen)

Google arbeitet aktuell an drei neuen Suchtechnologien und scheint sich wieder mehr um das eigentliche Kerngeschäft der Suche kümmern zu wollen. Erst in der letzten Woche wurden mit der personalisierten Suche und den Features „Goggles“ und „Latest Results“ neue Entwicklungen veröffentlicht. Nun hat Google Vize-Präsidentin für die Suchtechnologie, Marissa Mayer, in einem Interview von drei weiteren neuen Suchtechnologien gesprochen, an denen Google momentan arbeitet.

Translated Search: Die Sprache ist die nächste große Aufgabe

„Stellen Sie sich vor, es gäbe ein Tool, integriert in eine Suchmaschine, das Suchanfragen in sämtliche Sprachen übersetzt und damit dann alle Webseiten dieser Welt durchsucht“, malt Mayer ein rosiges Bild für die Zukunft der Suchmaschinen. Damit nicht genug, sollen von diesem Tool dann auch die gefundenen Inhalte komplett in die eigene Sprache übersetzt werden, nachdem sie schon in den Suchergebnislisten übersetzt angezeigt wurden.

Zugegeben, bis es soweit ist, müssen noch viele Probleme beseitigt werden, die vor allem im Bereich der Übersetzungsqualität liegen. Doch die Vision an sich ist großartig, da sie die vielen sprachlichen Barrieren im Internet mit einem Streich beseitigen könnte. Und arbeitet heute schon an dieser Vision.

Social Search: Die Suche soll sozialer und persönlicher werden

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Googles Vizepräsidentin für Suchtechnologie, Marissa Mayer

„Wir wollen Google zu dem Such-Werkzeug machen, mit dem die Menschen möglichst exakte Abbilder ihrer individuellen Erfahrungen erhalten.“ Damit erklärt Marissa Mayer, dass die global eingeführte personalisierte Suche erst der Anfang einer Evolution war. Zukünftig dürfen (müssen?) wir noch weitere Maßnahmen erwarten, die die Suchergebnisse für jede Person individuell zuschneiden. Möglich sind dabei beispielsweise soziale Filter, die auf den Freundeskreisen verschiedener Social Networks basieren könnten.

Das Ziel ist klar: Google möchte möglichst genau festlegen können, welche Ergebnisse ein Nutzer bei konkreten Suchanfragen erwartet. Das Problem dabei: Die Informationen aus den Social Networks sind für Google zumeist nicht erreichbar und das steigende Datenschutz-Interesse der Nutzer könnte das auch für die Zukunft so bleiben lassen.

Intuitive Search: Google will schon vor dem Nutzer wissen, was er sucht

„Es könnten bereits einige Information auf Sie warten, wenn Sie Ihren Computer anschalten“, beschreibt Mayer eine weitere Zukunftsvision von Google. Gemeint ist damit eine intuitive Suche, die schon weiß was der Nutzer sucht, bevor dieser eine Suchanfrage eingegeben hat.

Diese Empfehlungen können wieder nur auf einer Vielzahl von persönlichen Informationen basieren, die die Nutzer allerdings erst einmal von sich preisgeben müssen. Schafft es Google nicht, dafür genügend Vertrauen aufzubauen, dürfte diese interessante, wenn auch nicht neue Idee, schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt sein.

Bildnachweis: Foto: earcos, flickr.com. Lizenz: CC BY

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