Google60: Lochkarten-Großrechner aus den 60ern in HTML5 nachgebaut

Google60: Lochkarten-Großrechner aus den 60ern in HTML5 nachgebaut
In den 60er Jahren gab es zwar noch kein Internet, sehr wohl jedoch gab es Computer – damals allerdings meistens nur in der Form von Großrechnern. Ein österreichischer Designer hat nun mithilfe von HTML5 und Javascript ein Google-Interface nachgebaut, das einem IBM-Großrechner nachempfunden wurde. Dabei glänzt „Google60“ durch große Detailverliebtheit.

Google60: Webseite emuliert Großrechner IBM S/360

Der österreichische Designer Norbert Landsteiner hat mit Google60 ein sehr interessantes Projekt gestartet. Es handelt sich bei der Seite um eine Nachbildung eines IBM-Großrechners des Typs S/360 aus den 60er Jahren. Dabei wird sowohl die Daten-Ein- als auch -Ausgabe originalgetreu nachgestellt. Nicht nur in Sachen Optik, auch in Bezug auf die Geschwindigkeit. Lochkarten müssen geschrieben und Magnetbänder ausgelesen werden, bevor der User mit einem Ergebnis in Form eines Papier-Ausdrucks konfrontiert wird.

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Die Eingabe der Daten erfolgte damals per Lochkarte.

Realisiert mit HTML5, JavaScript und CSS

Das gesamte Interface ist mithilfe von , JavaScript und CSS realisiert worden. Durch den Grad der Detailverliebtheit wäre das Projekt soweit schon eine interessante Sache. Landsteiner geht aber weiter und hat den virtuellen Großrechner per API an Google angebunden. Das heißt, der User kann Suchanfragen starten und sich ein Bild davon machen, wie lange eine solche Anfrage in den 60er Jahren gedauert hätte, wenn sich das gesamte Internet auf einem lokal angeschlossenen Bandspeicher befunden hätte. Sogar originalgetreue Sounds und Geräusche hat Landsteiner integriert.

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Die Ergebnisse werden auf einem Papier-Ausdruck präsentiert.

API momentan überlastet

Aufgrund des großen Medien-Echos, welches die Seite hervorgerufen hat, ist die Google-API momentan überlastet, so dass die meisten Suchanfragen lediglich einen Fehler produzieren. Vermutlich sollte sich der große Ansturm aber bald wieder legen, so dass die Anfragen auch bis zum Ende ausgeführt werden können.

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In den 60er Jahren speicherte man große Datenmengen auf Magnetbändern.

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7 Antworten
  1. von Martin V 12.12.2012 (14:06Uhr) 1.

    Absolut genial, von der Idee bis zur Umsetzung. Von mir eine glatte 1 mit *.

  2. von Ronald Neumann via facebook 12.12.2012 (14:38Uhr) 2.

    Nicht auf Facebook, würde ich sagen.

  3. von Dagmar Schnappinger via facebook 12.12.2012 (14:39Uhr) 3.

    wow :) ... mein Vater hatte mir irgendwann Anfang der 70er Lochkarten mitgebracht, die in der Firma nicht mehr verwendet wurden bzw. zu Übungszwecken da waren ... meine Kinder heute sagen dazu höchstens "ähm, was ist denn das?" ;-)

  4. von Stephan Jäckel via facebook 12.12.2012 (15:13Uhr) 4.

    Ich gehe nur auf die 50 zu, da kann ich mit solchen Erfahrungen nicht mehr dienen. Aber 8inch Floppys habe ich noch in der Hand gehabt und meine Netzkommunikation mit Akustikkopplern abgewickelt :-D

  5. von Axel Hensen via facebook 12.12.2012 (20:47Uhr) 5.

    Ich bin 36 und hatte selber noch einen akustickoppler, wenn auch nur kurz. Dann kam das 36.600 Highspeed Modem. Mit Lochkarten, außer das ein (Unix) Kollege die in seinem Büro hatte, kann ich leider nicht dienen.

  6. von Sam Schneider via facebook 12.12.2012 (20:50Uhr) 6.

    Mein Opa hat die Lochkarten als Schmierzettel benutzt ;-)

  7. von Worüber man noch hätte bloggen können… 28.12.2012 (14:02Uhr) 7.

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