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Googles Nexus-Tablet kommt zum Kampfpreis von 150 US-Dollar [Bericht]

Einem Bericht zufolge wird in Zusammenarbeit mit ein eigenes Tablet auf den Markt bringen. Das derzeit in Medienkreisen als Nexus Tablet bezeichnete Gerät soll demnach zu einem Kampfpreis von 150 US-Dollar auf den Markt kommen und dem in den USA äußerst beliebten Kindle Fire von Amazon Konkurrenz machen.

Googles Nexus-Tablet kommt zum Kampfpreis von 150 US-Dollar [Bericht]

Nexus Tablet mit 7 Zoll großem Display und Dual-Core-Prozessor

Taylor Wimberly berichtet auf seinem Blog Android and Me unter Berufung auf Herstellerkreise, Asus solle das Nexus Tablet produzieren. Angeblich habe Asus aus diesem Grund das auf der CES 2012 präsentierte 7-zollige Quad Core-Tablet Eee Pad MeMo 370T eingestampft, welches ursprünglich für ca. 250 Dollar auf den Markt kommen sollte. Darauf aufbauend soll nun das entstehen, das aus Kostengründen wohl nur mit einem Dual-Core-Prozessor ausgestattet sein soll. Denn anstelle eines 250-Dollar-Preisschildes wird davon ausgegangen, dass das Nexus Tablet für lediglich 150 Dollar in den Verkauf geht.

Welcher Hersteller für die Prozessoren verpflichtet wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor. Zwei werden allerdings heiß gehandelt. Einerseits wird spekuliert, dass Qualcomm den Auftrag für das Nexus Tablet bekommen kann, da Asus enge Bande hegt, andererseits könnte Texas Instruments den Zuschlag erhalten, da Google bereits beim Galaxy Nexus einen OMAP4-Prozessor verbaut hatte.

Weder von Asus noch von Google gibt es eine offizielle Stellungnahme zum Bau eines solchen , wobei Googles Vorstandsvorsitzender Eric Schmidt bereits im Dezember letzten Jahres grundsätzlich bestätigte, dass Google an einem eigenen Tablet arbeite.

Die Produktion des Eee Pad MeMo 370T von Asus soll für Googles Nexus-Tablet eingestellt worden sein (Bild: Asus)

Nexus Tablet von Google mit eigenem Inhalteangebot gegen Amazon

Android-Tablets sind zurzeit nicht die beliebtesten Geräte auf dem Markt. Zwar steigt der Marktanteil zusehends, doch die Verkaufszahlen sind für Hersteller weiterhin wenig zufriedenstellend. Als beliebtestes Tablet mit Android als Betriebssystem gilt das Kindle Fire von Amazon. Es besitzt eine stark angepasste Android-Version und keinen Zugriff auf den Android Market. Darüber hinaus kann es in erster Linie als Kaufportal für Amazon-Produkte inklusive Browser angesehen werden.

Mit einem Nexus Tablet von Google in der 150-Dollar-Preisklasse dürfte sich die Marktposition von Android schlagartig ändern. Zudem könnte ein solches Produkt nicht nur Marktanteile von Amazons Kindle Fire, sondern auch Apples iPad abgraben. Dass Konsumenten nicht ausschließlich iPads kaufen wollen, sondern allgemein an Tablets interessiert sind, zeigt sich nicht nur am Beispiel des Kindle Fire, sondern auch am TouchPad von HP. Ein relevanter Faktor ist jedoch der Preis.

Dass Google nicht nur an der Entwicklung von Hard- und Software interessiert ist, sondern auch weiteren Content liefern möchte, zeigt sich mit der Einführung von Google Play (ehemals Android Market). Hier bietet das Unternehmen einen vollwertigen Markt für Apps, Musik, E-Books und Filme, der in den kommenden Monaten auch in weiteren Ländern außerhalb der USA genutzt werden darf. Google entwickelt sich somit allmählich zu einem vollwertigen Content-Provider, der mit preislich ansprechender Hardware mit Apple und Amazon gleichziehen könnte.

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3 Antworten
  1. von René am 19.03.2012 (17:12 Uhr)

    Ich bin bei solchen Preisen immer skeptisch, denn auch wenn man schnell Geräte austauscht eine gewisse Wertigkeit sollten sie haben und das stelle ich mit mit 150 Dollar recht schwierig vor...

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  2. von Preis-Kampf am 19.03.2012 (17:46 Uhr)

    Heute gabs doch eine Meldung mit einer Tabelle wo das Ipad2 und Ipat3 zerlegt wurden und die Einzelteile preislich geschätzt wurden.

    So gesehen kann man problemlos ausrechnen was ein Google-Pad kosten würde.

    Und denkt immer dran: 10" sind fast doppelt so viel Fläche wie 7" also etwa doppelt so teuer ! Das Retina-Ipad-Display wird aktuell wohl mit $ 87 bewertet. Ein 7"-Retina-Display wären also "nur" $45.
    Und was auch gern vergessen wird: Man muss nicht das dünnste Pad aller Zeiten bauen. Magermodels sind auch viel teurer als welche mit normalem BMI. Wenn man das Pad also 1-2 mm dicker macht, kann man Laptop-Elektronik reintun die viel billiger ist als ultra-schlanke extrateure Phone-Elektronik. Die Akkulaufzeit sollte man dabei nicht vergessen aber von Google erwarte ich eher wenig :-(((

    Den Hugendubel-EReader für 60 Euro gibts ja auch. Da ist sehr viel Luft wenn man für einen $100 höheren Endpreis verbauen kann. Doppelt so lange Laufzeit, doppelt so groß, doppelt so schnell, doppelt so viele Anschlüsse sind bei einer simplen Verdoppelung für 2*60 Euro schon locker drin indem man zwei Stück kauft und nebeneinander legt.
    $99 kostet das Apple2TV bzw. Apple3TV. Für $50 mehr kriegt man kein (Touch)Display und keinen Akku aber die Rechenleistung ist in dieser Preis- und Größen-Klasse also auch schon vorhanden.
    Und das das India-Pad mit 2 USB-Master-Anschlüssen nur 40 Euro kostet, wird auch gern vergessen. Sheeva-Plugs oder RasberryPis wirken dagegen sogar "überteuert".
    Vor 2 Jahren erzählte PixelQi etwas von $100-Laptop. Leider ist PixelQi bis heute wohl kaum verfügbar :-(((
    Kurzum: $150 sind krass viel für ein großes Pad anstelle einem höchst-integrierten Smartphone das einem nicht die Finger wegbrutzeln soll. Vor 1-2 Jahren galt das noch nicht so stark.

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  3. von Timeeeeeeee am 19.03.2012 (23:47 Uhr)

    Ich finde so ein Pad sogar besser als ein Galaxy Nexus, das schon fast alles kann. Für Entwickler ist es dann toll, weil man dann nur ein Nexus Tablett braucht, aber alle anderen Tabletts dies mindestens kônnen sollten.

    Bei den Nexus Smartphones wäre es toll, wenn es eine hochauflösende und niedrig auflösende Variante geben würde. Und sie sollten möglichst alles können, aber fast alles nur mittelmäßig. Dann kann man als Entwickler voraussetzen, dass wenn die App mit gewissen Fähigkeiten auf dem Nexus läuft, dann sollte es auf allen anderen Telefonen laufen, die die notwendigen Funktionen haben. Jetzt kann man leider noch nicht leicht herausfinden, ob die App bei niedriger Auflösung auch bedienbar ist oder die CPU und der Arbeitsspeicher oft ausreichend sind. Dies ist leider ein Problem, obwohl es jetzt natürlich super ist, wenn man sehr schnell testen kann.

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