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Googles Teststrecke für selbstfahrende Autos hat die besten Straßennamen

Googles Teststrecke für selbstfahrende Autos hat die besten Straßennamen

Googles selbstfahrende Autos sind seit einigen Monaten auf Kaliforniens Straßen unterwegs – die eigentliche Forschung und Verbesserung der Technologie geschieht aber auf der „Castle“ Air Force Base. Techjournalist Steven Levy hat dem Testcenter einen Besuch abgestattet und berichtet umfassend darüber auf Medium.

Googles Teststrecke für selbstfahrende Autos hat die besten Straßennamen

Googles selbstfahrende Autos. (Bild: Google)

Googles Castle – selbstfahrende Autos kurven durch die KITT Road, die Bullit Ave und den McFly Way

(Foto: BACKCHANNEL)
So sieht es in der Garage der „Castle“ Air Force Base aus. (Foto: BACKCHANNEL)

Levy hat auf seinem Medium-Kanal „Backchannel“ einen 30.000 Zeichen starken Erfahrungsbericht über Googles schlicht „Castle“ genannte Teststrecke für die selbstfahrenden Autos veröffentlicht, der einen Blick auf das Gelände und die Testverfahren liefert. Das Testgelände auf dem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt umfasst insgesamt 40 Hektar und ist damit größer als Fords Teststrecke Mcity für selbstfahrende Autos in Ann Arbor, Michigan, die „nur“ 16 Hektar misst. Auf Googles Teststrecke können viele Verkehrssituationen und -Lagen nachstellen, selbst für Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer ist gesorgt, um möglichst realistische Szenarien zu erhalten.

Wie es sich für ein Google-Projekt gehört, besitzen die Namen Straßen der Teststrecke Namen aus der Film- und Musikwelt wie McFly Way, McQueen Lane oder auch die KITT und Fury Road – die „Autobahn“ darf natürlich nicht fehlen.

(Bild: Steven Levy; Google)
Mit den selbstfahrenden Autos kruven die Testfahrer unter anderem durch den Toretto Way und die Bullitt Avenue. (Bild: Steven Levy; Google)

„Castle“-Teststrecke – selbstfahrende Autos nie ohne Fahrer

Auf der Teststrecke sind nicht nur die kleinen runden Knutschkugeln unterwegs, die selbst entwickelt, sondern auch Lexus-Autos, mit dem Levy ein „Fahrtraining“ erhalten hat. Google bietet übrigens ein offizielles Trainingsprogramm an, das vier Wochen dauert – in Vollzeit. Levy durfte ausnahmsweise an einer Kurzfassung des Trainings teilnehmen. Die kleinen selbstentwickelten Autos dürfen nur von erfahrenen Testfahrern bedient werden, da die Steuerung etwas komplizierter ist – bei der Steuereinheit handelt es sich eher um eine Art Joystick.

Für den Fall der Fälle: Mit diesem Knopf kann das selbstfahrende Auto sofort gestoppt werden. (Foto: BACKCHANNEL)
Für den Fall der Fälle: Mit diesem Knopf kann das selbstfahrende Auto sofort gestoppt werden. (Foto: BACKCHANNEL)

Auch wenn die Autos eigentlich selbst fahren könnten, sitzt in jedem Fahrzeug ein Fahrer, damit im Falle, dass etwas schief gehen sollte, jemand die Kontrolle übernehmen kann. Laut Googles Unfallstatistik habe es noch keinen ernsthaften Unfall gegeben – in 13 von 13 brenzligen Situationen konnten die Fahrer einen möglichen Unfall vermeiden.

Die Fehlerquote sei schon jetzt bemerkenswert niedrig, Google gibt sich laut Levy damit aber noch nicht zufrieden. Man habe zwar schon 95 Prozent der Entwicklungsstrecke zurückgelegt, um die restlichen fünf Prozent zurückzulegen, brauche man noch ein paar Jahre Allerdings sei man zuversichtlich. Nach Aussage von Chris Urmson, verantwortlich für Googles Self-Driving-Car-Projekt, sei man 2020 soweit, die Autos ohne Bedenken auf die Straßen zu lassen.

(Bild: BACKCHANNEL)
Spätestens bis 2020 sollen sie straßenreif sein: Googles selbstfahrende Autos. (GIF: BACKCHANNEL)

Google sollte sich sputen, um nicht zu spät zu kommen, denn auch die großen Autohersteller arbeiten an autonom fahrenden Autos. Auch Elon Musks Tesla soll in wenigen Jahren ohne Fahrer durch die Straßen kreuzen – nach den letzten Informationen will man 2018 ein entsprechendes Produkt vorstellen.

Hier geht es zum kompletten Beitrag von Steven Levy auf Medium.

Passend zum Thema autonomes Fahren: Geohot is back: Ehemaliger iPhone-Hacker baut selbstfahrendes Auto

via www.googlewatchblog.de

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