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GrexIt: Warum dieses Startup echt Pech mit seinem Firmennamen hatte

GrexIt: Warum dieses Startup echt Pech mit seinem Firmennamen hatte

GrexIt schien den Machern eines E-Mail-Startups ein guter Name zu sein. Zumindest 2011. Jetzt suchen sie notgedrungen nach einem anderen.

GrexIt: Warum dieses Startup echt Pech mit seinem Firmennamen hatte

Grexit. (Grafik: Shutterstock / Zerbor)

GrexIt statt Grexit: Wieso ein Startup sich jetzt umbenennen muss

Zu einem Grexit, also dem Austritt Griechenlands aus der Eurozone, scheint es vorerst nicht zu kommen. Das GrexIt wird seinen Namen jedoch trotzdem ändern müssen. Das Unternehmen wurde im Juli 2011 gegründet, im selben Jahr fand zwar auch der Begriff Grexit zum ersten Mal seine Anwendung in der Fachliteratur, sonderlich bekannt war er damals allerdings noch nicht.

Erst vor etwa zwei Monaten, als ein Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion immer wahrscheinlicher wurde, übernahm die Presse großflächig die Wortneuschöpfung, wodurch sie sich auch im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen konnte.

Für GrexIt änderte sich damit einiges. Zwar sorgte das Interesse an dem Wort für unzählige neue Besucher über die Google-Suche, die waren aber nicht interessiert an der E-Mail-Lösung von GrexIt. Dementsprechend mies sah plötzlich auch ihre Konversionsrate aus. Und heute findet sich das Unternehmen mit dem unvorteilhaften Namen nur noch auf der dritten Seite der Google-Suchergebnisse zum Keyword „Grexit“.

GrexIt: Diese Seite wollten die meisten Google-Nutzer in den letzten Wochen wohl eher nicht finden. (Screenshot: GrexIt.com)
GrexIt: Diese Seite wollten die meisten Google-Nutzer in den letzten Wochen wohl eher nicht finden. (Screenshot: GrexIt.com)

GrexIt und Isis: Hier hilft wohl nur ein Rebranding

Selbst wenn es nie zu einem Grexit kommt, dürfte die Presse noch eine ganze Weile darüber spekulieren. Und letztlich bleibt der Begriff negativ konnotiert. Der GrexIt-Mitbegründer Niraj Ranjan Rout sagte gegenüber Mashable, dass sein Unternehmen wohl nicht um ein Rebranding herumkommen werde.

Ähnlich ging es dem Mobile-Payment-Anbieter Isis. Nachdem der sogenannte „Islamische Staat“ immer häufiger die Schlagzeilen dominierte, nannte sich das Unternehmen notgedrungen in Softcard um. Während ein Rebranding natürlich immer mit Kosten verbunden ist, dürfte ein Unternehmen in einer solchen Situation kaum eine andere Wahl haben. Für uns bleibt nur zu hoffen, dass die GrexIt-Macher mit ihrem nächsten Firmennamen etwas mehr Glück haben werden.

In diesem Zusammenhang könnte euch auch unser Artikel „Troika? Ach komm, wir machen das grad per Indiegogo! Wie ein Brite Griechenland retten will“ interessieren.

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