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E-Commerce

Großteil der Online-Händler wollen Rücksendekosten ab 2014 nicht mehr übernehmen

    Großteil der Online-Händler wollen Rücksendekosten ab 2014 nicht mehr übernehmen
Geht der Widerruf ab 2014 mit einer Rechnung über Rücksendekosten einher? (©iStockphoto.com/skodonnell)

Online-Shops sind ab 2014 nicht länger verpflichtet, die Rücksendekosten bei Widerruf zu tragen. „Damit endet nach Jahren der deutsche Sonderweg“, heißt es im Shopbetreiber-Blog. Eine Umfrage ermittelte nun, wie Online-Händler auf die rechtliche Neujustierung reagieren wollen.

In Deutschland müssen Händler im Falle eines Widerrufs die Rücksendekosten tragen, wenn der entsprechende Warenwert über 40 Euro liegt. Doch das Ende der sogenannten 40-Euro-Klausel wurde schon im vergangenen Jahr im Rahmen einer länderübergreifenden Anpassung der EU-Richtlinien beschlossen. Demnach können Online-Shops in Deutschland die Rücksendekosten ab 2014 ihren Kunden in Rechnung stellen. Forscher der Universität Bamberg haben nun untersucht, wie Online-Händler auf diese Neuerung reagieren wollen, berichtet der Shopbetreiber-Blog.

Großverdiener wollen Rücksendekosten als Verkaufsvorteil nutzen

Im Rahmen einer Untersuchung der Forschungsgruppe Retourenmanagement wurden 302 Online-Händler zum Thema befragt. 81,8 Prozent erklärten, sie wollen die Rücksendekosten künftig auf den Kunden ablegen. Unter den Großverdienern des E-Commerce erklärten sich jedoch überraschend viele bereit, die anfallenden Kosten auch weiterhin zu tragen.

Geht der Widerruf ab 2014 mit einer Rechnung über Rücksendekosten einher? (©iStockphoto.com/skodonnell)

Umsatzstarke Online-Shops planen offenbar, die Übernahme der Rücksendekosten als Verkaufsvorteil zu nutzen. So haben sich 60 Prozent der Unternehmen mit einem Jahresumsatz oberhalb der Zehn-Millionen-Marke dafür ausgesprochen, die Kosten auch in Zukunft zu tragen. Ob diese Aussage letztendlich auch umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Bei einer Rücksendegebühr in Höhe von fünf bis sechs Euro könnte sich die finale Entscheidung aber tatsächlich auf Kundenzufriedenheit und Umsatz auswirken.

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6 Reaktionen
Sven
Sven

Der Artikel ist m.E. nach viel zu kurz gefasst. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn ein so wichtiges und vielschichtiges Thema derart knapp abzuhaken. Auf der anderen Seite ging es dem Autor scheinbar nur um das Anfeaturen der neuen Gesetzteslage ab 2014, was ja in Ordnung geht.

Dennoch hätte ich mir mehr zu dem Thema erhofft...das dies nicht nur mir so geht zeigen die vorherigen Kommentare und Meinungen.

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Biomasse
Biomasse

Wie ich das sehe ist die Sache relativ einfach: die Leute sind angefixt, weil so viele die Versandkosten nicht umgelegt haben. Auf der anderen Seite ist klar, dass die Bereitschaft, teure Sachen auszuprobieren sinkt, wenn es faktisch nicht mehr völlig kostenlos ist. Ich habe keine Sympathie für Leute, die dieses Sysem all zu sehr auszunutzen, denn am Ende müssen alle Kosten - sowohl Versand- als auch Rücksendekosten sowie die Kosten für Produkte, die wegen der Schäden nicht mehr in den Verkauft können, die Kosten werden umgeschlagen und verteuern alles für alle.

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Stefan
Stefan

Meine Erwartungshaltung gerade an die T3N Redaktion ist besonders hoch, bitte gut recherchieren und dann ein Beitrag veröffentlichen. Es kann doch nicht sein dass ein so wichtiges Thema so lasch und einseitig behandelt wird.

Ich kann den Kommentatoren nur beipflichten:

Lieber Lars, ich hab mal ein bisschen recherchiert, so einfach kann das sein.

http://zoom.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/ZDFzoom/2942346/23591516/e64b9a/Zalando-r%C3%A4umt-Vers%C3%A4umnisse-ein.html

http://orf.at/stories/2155974/2155980/

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Pooly
Pooly

Kann den letzten beiden Kommentatoren nur beipflichten +1

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Alex NATURE-SPORT
Alex NATURE-SPORT

Ja das ist in der Geschichte bis jetzt immer so. Gesetze werden beschlossen, die dann doch nur die Kleinen und Schwachen voll treffen. Als Konzern hast du schon die Möglichkeiten, entweder Gesetze auszuhebeln oder eben anderweitig die Situation für sich selbst zu verbessern. Es werden wie schon beschrieben, eben die Zulieferer noch mehr ausgequetscht!! Solange in dieser kapitalgetriebenen Marktwirtschaft den Konzernen nicht die Daumenschraube durch die Politik aller Länder angelegt und zugedreht wird, wird sich nichts ändern!!
Kleine Onlinestores können mit so einer destruktiven Unternehmenspolitikwie die Großen nicht mithalten. Natürlich läuft alles unter dem Deckmantel der Kundenzufriedenheit. Das wir aber alle den Preis zahlen (geringere Gehälter, weniger Arbeitspläze, Umweltzerstörung usw.)wissen dann die wenigsten Konsumenten, die bei den Konzernen auf Schnäppchenjagd gehen!!

Für eine naxhhaltige Produktion und einen fairen Handel!
Alex NATURE-SPORT

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Oliver
Oliver

Ich möchte dazu sagen, dass meiner Meinung nach die Mentalität "Rückversand kostenlos" bei den "Großverdienern" den Handel zerstört und dazuführt dass Arbeiter in deren Logistik Zentren ausgebeutet werden.

Es ist üblich dass ein signifikanter Anteil der Kunden sich mehrere Kleidungsstücke bei zB. Zalando bestellen und dann alle wieder zurück schicken ohne eines davon zu behalten. Dies führt dazu dass Kunden kein Gefühl für den Versand Aufwand und dessen Kosten entwickeln.

Da erscheint es dann " teuer" wenn ein kleiner Shop 6 Euro and Versandgebühr aufschlägt.

Die sogenannten "Großverdiener" wie Zalando oder Amazon üben großen Preisdruck auf die Mitarbeiter in den Logistikzeentren aus (Stundenlohn € 7,01 ) und Auslieferungs Firmen aus und könnten es sich deswegen leisten die Praktik beizubehalten.

Es hat deswegen meiner Meinung nach kein Sinn die Sonderregelung abzuschaffen ohne gleichzeitig faire Rahmenbedingungen bzw. gesetzliche Regelungen für diese boomende Branche zu schaffen. Freie Marktwirtschaft hin oder her, sie kann nicht auf Kosten der Arbeitnehmer (niedrige Löhne und in weiterer Folge niedrige Pensionen) und längerfristig auf Kosten des Staates (Pensionszuschüsse aufgrund niedriger Pensionen) , ausgetragen werden.

Eine Diskussion ist an dieser Stelle audrücklich erwünscht!

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