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Groupon-Analyse: Die Zeichen stehen auf Fiasko

Groupon-Analyse: Die Zeichen stehen auf Fiasko

Groupon-Analyse: Die Zeichen stehen auf Fiasko

Groupon und der Börsengang

Nun also geht an die Börse und will mit dem ersten Angebot 750 Millionen Dollar einfahren. Das klingt ambitioniert, wird jedoch durchaus als realistisch eingeschätzt. Nur, wie weit kommt Groupon damit? Wir werfen unter anderem einen Blick auf die Unterlagen, die das Unternehmen selbst für das IPO eingereicht hat.

Schaut man sich die erstmals verfügbaren Finanzberichte des Unternehmens an, schrillen an mehreren Stellen die Alarmglocken. Die wesentlichen Punkte greife ich heraus.

Wieso entnehmen frühere Investoren, aber auch die Manager, allen voran Andrew Mason derartig viel Geld aus dem Unternehmen?

Innerhalb eines Jahres hat Groupon 930 Millionen Dollar an Angestellte und frühere Investoren ausgezahlt. Die dafür erforderlichen Gelder entnahm man aus Folgefinanzierungsrunden mit neuen Kapitalgebern. Zuletzt erfolgten zwei Nachfinanzierungen im Winter über insgesamt 946 Millionen Dollar. Davon verblieben lediglich 136 Millionen Dollar im Unternehmen, der Rest wurde ausgeschüttet. Sogar Dividenden zahlte das unprofitable Unternemen. Ergebnis: Die Manager des Unternehmens, allen voran Mason, verfügen bereits jetzt über derart erhebliche private Kapitalreserven aus Groupon-Zahlungen, dass ihnen der weitere Erfolg des Unternehmens nicht unbedingt nah am Herzen liegen muss. Die Frage ist erlaubt, warum sie das taten, wenn Groupon doch so einer stabilen Zukunft entgegenblickt.

Der Ausweis von Umsätzen ist irreführend.

Für das erste Quartal 2011 weist Groupon einen Gesamtumsatz von rund 645 Millionen Dollar aus. Direkt darunter werden 375 Millionen umsatzbezogene Kosten ausgewiesen, so dass am Ende 270 Millionen Dollar Rohertrag bleiben. Richtiger wäre es, direkt die 270 Millionen Dollar als Groupon-Umsatz auszuweisen, denn die sogenannten umsatzbezogenen Kosten sind die Anteile an den Groupons, die an die Kundenunternehmen für das eigentliche Erbringen der jeweiligen Leistung fließen. Diese „Kosten“ sind nicht variabel, sind eigentlich auch gar keine Kosten. Natürlich klingen 645 Millionen Dollar Umsatz aber wesentlich gewaltiger als 270 Millionen. Diesem bereinigten Umsatz von 270 Mio. stehen dann 387 Mio. Dollar Kosten aus Marketing und Personal, sowie Provisionen gegenüber. Schlussendlich steht unter dem Strich ein Quartalsverlust von 117 Millionen Dollar. Der kumulierte Verlust aus 2010 betrug übrigens rund 420 Millionen Dollar. Dieser würde sich in diesem Jahr bei gleichbleibendem Verlauf auf rund 480 Millionen Dollar erhöhen. Eine Kapitalspritze aus dem IPO von 750 Millionen Dollar würde im operativen Geschäft also für eineinhalb Jahre die Verluste decken. Was dann?

Groupon: Verluste, so weit das Auge reicht...

Groupon hat mehr Schulden als Vermögen

Betrachtet man die Positionen der Bilanz, so stellt man fest, dass einem Vermögen von 290 Millionen, davon 208 Millionen liquide Mittel, Verbindlichkeiten in Höhe von 520 Millionen Dollar gegenüberstehen. Die Schulden übersteigen das Vermögen um 230 Millionen. In den Verbindlichkeiten von 520 Millionen Dollar enthalten sind fällige Zahlungsansprüche ihrer Anbieterunternehmen in Höhe von 290 Millionen Dollar. Also wieder der Teil des Umsatzes, der denen zusteht, die die Leistungen letztlich erbringen. In den USA zahlt Groupon diese Gelder erst 60 Tage nach dem Erwerb der Groupons durch Endverbraucher aus. Das derzeit vorhandene Barkapital reicht demnach nicht aus, um die fälligen Umsatzanteile der Groupon-Kunden zu bezahlen (208 zu 290 Millionen).

In den meisten internatonalen Märkten zahlt Groupon nach eigenen Angabe erst dann, wenn die Groupons auch eingelöst wurden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Anbieter aus Groupon-Umsätzen, die zwar entstanden, aber nicht eingelöst sind, keinen Cent erhalten; eine sehr Groupon-freundliche Regelung, die die Kunden noch schneller wegtreiben wird.

Warum geht Groupon jetzt an die Börse?

Nach all dem eben genannten dürfte die Antwort auf der Hand liegen: Weil sie dringend das Geld brauchen. Sie hätten es allerdings bei weitem nicht so dringend gebraucht, wenn sie nicht eine knappe Milliarde für andere Zwecke als operative einfach verblasen hätten. Es ist nie schlecht, wenn ein Unternehmensgründer stets ein Stück Risiko mittragen muss. Dieses einfache Prinzip der Bindung des Unternehmers an sein Unternehmen, das in Deutschland jeder Banker zu Recht und aus guten Gründen erwartet, wurde im Falle Groupon offensichtlich völlig außer Acht gelassen.

Insbesondere der letzte Punkt ist für mich das sicherste Indiz, dass die Groupon-Macher in ihr eigenes Produkt kein perspektivisches Vertrauen setzen. Warum sollte es dann der künftige Anteilseigner tun?

Noch ein beliebtes Argument soll den Abschluss der Betrachtungen bilden. So wird gerne eine Parallele zu Amazon gezogen. Immerhin hätten die, obschon seit 1997 an der Börse gehandelt, erstmals in 2001 einen Reingewinn ausgewiesen. Auch hier hätten über Jahre hohe Verluste nur mit der Erwartung besserer Jahre gerechtfertigt werden können. Diejenigen, die so argumentieren, übersehen dabei zwei wesentliche Unterschiede. Erstens hat Amazon Gelder operativ verwendet und nicht an Gründer ausgezahlt. Zweitens hat Amazon mit den Finanzmitteln Infrastruktur in Form von Auslieferungszentren und Zentrallagern geschaffen. Bei Groupon werden überhaupt keine Werte geschaffen. Stark vereinfacht ausgedrückt: Ein Amazon kann man nicht mal eben nachbauen, einen Gutscheinblock kann man sich im Copyshop selbst drucken und stellt regional sofort einen Wettbewerber von Groupon dar.

Weiterführende Links:

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53 Antworten
  1. von dani am 06.06.2011 (10:45 Uhr)

    Es gibt aber immerhin Groupon-Gutscheine für Tagesfahrten im z.B. Portsche GT3 ;-)

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  2. von massl am 06.06.2011 (10:50 Uhr)

    Kompliment an Dieter Petereit! Sehr informativer und ausführlicher Bericht und ich muss sagen, gerade die ersten 1-2 Seiten sehe ich aus meiner subjektiven Meinung genauso. Mit Arbeit (mit der man sein Geld verdienen sollte), die man nur hat, weil man massig Rabatte anbietet, kann man auf Dauer nicht gewinnen sondern nur verlieren. Ich hoffe, dass irgendwann diese Geiz ist Geil "Mentalität" wieder geringer wird (wonach der Trend m.E. geht) und wieder auf Qualität und Anspruch gesetzt wird. Ich persönlich bin bereit für ein gutes Essen, den entsprechenden Service und die richtige Beratung etwas mehr zu zahlen.Die Groupon Idee war mir von Anfang sehr suspekt...

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  3. von Torsten am 06.06.2011 (11:13 Uhr)

    Schon bei der Ablehnung des Übernahmeangebots von Google hatte ich mich diesbezüglich geäußert und dabei auch mal Investorenlegende Warren Buffett als Vergleich herangezogen: http://www.suchmaschinenoptimierung-spezialist.de/der-geplatzte-groupondeal/

    Ich denke aber, der Börsencoup wird dennoch gelingen, auch wenn wir dann irgendwann das große Geschrei hören werden.

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  4. von Matthias Denkmaier @ lunchpin - Gastrono… am 06.06.2011 (11:33 Uhr)

    Sehr guter Artikel und absolut unsere Meinung! Die Gastronomie braucht keine einseitigen, einmaligen Lock-angebote (abgesehen von eventuellen punktuellen Überkapazitäten od. Events) sondern Kundenbindungsmassnahmen. Mit http://lunchpin.com versuchen wir genau das auf lange Sicht zu erreichen indem wir dem Gastronomen die Möglichkeit an die Hand geben seine ohnehin vorhandenen Mittagstisch & Tages- bzw. Wochenangebote mittels LBS & Mobile Marketing über Smartphones und durch Social Media Integration bei Facebook, Twitter & Co. bestmöglich zu vermarkten - und das zum attraktiven Fixpreis!
    Wir verbinden optimierte Gastronomie-Profile mit Smartphone & Social Media.

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  5. von Marc am 06.06.2011 (11:57 Uhr)

    Sehr sehr schöner Artikel.

    Bei den großen Multimediamärkten hat sich wohl, aus meiner Sicht, so eine Spirale schon entwickelt und diese machen dennoch viel Gewinn, weil aber auch viel Gewinn erzeugt werden kann durch riesige Einkaufsmengen (sage ich mal als Laie).

    Jedoch ist hier auch keine Qualität zu beobachten, wenn man sich mal nur das Notebookangebot anschaut- hier wird nur mit "schönen", aber nicht qulaitätiv hochwertigen Produkten gehandelt. Für Business- User findet man dort nichts.

    Bleiben wir mal beim Beispiel Notebooks: Ich habe mich letztens gegen den Kauf eines Notebbooks bei Dell entschieden. Da die derzeitigen Latitude- Modelle mit allen im Internet verfügbaren Gutscheinen von einem Originalpreis ca. 1650 € auf 1250 € gedrückt werden können.

    Genau an dieser Stelle frage ich mich, was das soll? Und stelle mir zudem Frage, ob ich sonst über den Tisch gezogen werde. Wir reden hier schliesslich von etwa 25% Preisnachlass, wenn man bescheid weiss. Was ist aber mit den Kunden, die diese Angebote nicht kennen.
    Diese undurchsichtige Preispolitik hatte mich einfach dazu bewogen NICHT bei DELL zu kaufen- und wer kann es mir verübeln!
    An dieser Stelle stelle ich also fest wie praxisnah dieser tolle Artikel ist. Die Zeit wird es zeigen, aber Service & Qualität hat sich bis jetzt immer durchgesetzt. Für Qualität bin ich auch bereit etwas mehr auszugeben.

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  6. von Thomas am 06.06.2011 (12:35 Uhr)

    Die Ursprungsidee von Groupon waren Gastronomen. Jetzt finden sich aber immer häufiger eCommerce Shops, die auf Groupon und DD werben?

    Meine Frage:

    Lohnt sich das für die?

    Macht es sinn reichweite dadurch zu schaffen?

    Wer kann hier erfahrungswerte einbringen?

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  7. von Dirk Wienecke am 06.06.2011 (13:03 Uhr)

    Kompliment an den Autor. Eine wirklich hervorragende Analyse des Hypes, der fehlenden Nachhaltigkeit und einer Blase, die unvermeidlich irgendwann platzen muss. Wäre gut, wenn jemand sich in gleicher Weise Facebook vornimmt, das inzwischen auf 60 Mrd. US-Dollar geschätzt wird und das mal auf die Fundamentals herunterbricht. Wenn man sich den Niedergang von MySpace anschaut, dann würde ich heute jedem abraten, in Facebook zu investieren.

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  8. von Sebastian Winkelmann am 06.06.2011 (13:50 Uhr)

    Ich glaube nicht an ein Ende von Groupon (oder anderen Anbietern), das Wachstum mag sich möglicherweise aber stetig verlangsamen. Natürlich bewegt sich die Preis-Spirale nach unten, gibt es immer weniger zu verdienen, aber auch Guenstiger.de oder andere listen mit Abschlägen, wobei die Anbieter nicht nur günstig sein, sondern auch noch die Clicks zahlen müssen.

    Letztlich finden sich dann – in der Gastronomie sind Schließungen und Neueröffnung ja Normalität – immer wieder neue Unternehmen, die vielleicht wenig verdienen, die es nicht lange gibt, die am Ende aber eben doch so handeln, eben weil es einfach ist kurzfristig an Kunden zu kommen (egal ob am Ende etwas übrig bleibt).

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  9. von Emanuel am 06.06.2011 (13:51 Uhr)

    Dickes Kompliment an den Autor.
    Was ich neben den schon genannten Punkte noch verwerflich finde ist, dass es ein paar Anzeichen dafür gibt, dass Rocket Internet und deren Ableger, Gewinne im Ausland versteuern. Ihr müsst mal die Unterlagen, die das Unternehmen selbst für das IPO eingereicht hat öffnen und dann nach "Samwer" suchen. Ein weiteres Anzeichen dafür findet sich im Impressum von fashion4home.de:
    "Verkauf und Lieferung der auf der Website angebotenen Waren erfolgt ausschließlich durch:
    Club of Style Hongkong Corporation Ltd.".

    Das finde ich nicht in Ordnung. Das Unternehmen hat von der Infrastruktur in Deutschland profitiert und als "Dank" werden die Gewinne im Ausland versteuert.

    Wie andere User schon geschrieben haben, muss und wird es sich mehr in Richtung Qualität bewegen.
    Beim Essen fing es vor ein paar Jahren mit Bio an. Was ist Bio eigentlich? Nicht mehr und nicht weniger wie die Nahrung vor dem Ganzen "Geiz ist Geil"-Wahn!

    Meine Äußerung bzgl. Rocket Internet und deren Ableger sind nur Vermutungen, und spiegeln meine eigene Meinung dazu wieder.

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  10. von Bi lanzen am 06.06.2011 (14:03 Uhr)

    Mark: Danke. Solche Preis-Ungerechtigkeiten verachte ich auch.
    Ich würde z.b. diese Fast-Food-Gutscheine verbieten.
    Stattdessen gibts dann Rabatte die man per Token wie Bluetooth-Handy-Mac-Adresse o.ä. bekommt, wenn man öfter dort isst. Diese Rabatte können weitergegeben werden und werden z.b. online über die (laut Umsatz-Steuer-Verordnung durchlaufende) Kassen-Bon-Nummer aktiviert.

    Ich gehe daher nicht bei "Ubahn" rein, weil jeder andere ausser mir die Sachen zum halben Preis bekommt, weil er die aktuellen Gutscheine hat.

    Die Groß-Elektrom-Märkte haben z.B. bei Kabeln u.ä. eher normale oder hohe Preise. Manche Dinge wie Skart-Kabel o.ä. kauft man besser im "Ausländer-Shop" oder viele kleine Sachen gibts auch günstig bei Amazon-Marketplace wenn man 2 Tage warten kann. Warensendung macht es billig.
    Ware die schlecht rotiert, ist in Elektromärkten oft auch nicht billiger als beim kleinen Elektro-Händler.
    Bei Sonder-Preisen und Aktions-Angeboten (USB-Sticks, SD-Karten,...) hingegen sind die Elektro-Märkte oft unschlagbar, so das man dann dort kaufen sollte. Schlaue TV-Elektriker würden nur noch Dienstleistungen anbieten und den Elektro-Markt-Fernseher oder Sat-Anlage einrichten o.ä.

    Im US-TV war mal ein Tausch-Betreiber. Die müssen inzwischen "Konten" und wie die US-Pensionsfonds u.ä. alle drei Monate Kontoauszüge schicken u.ä. und sind somit "seriös". Im Business-Bereich wäre das sehr gut und beliebt. Bei Dienstleistern wie Chiropraktikern (Aaron Harper SCNR), Hotels, Restaurants aber auch für Produkte die man zu viel hat.
    Im TV waren deutsche Handwerker, die meinten, er hätte zwischen zwei Baustellen ein paar Tage nichts zu tun und müsste ja trotzdem seine Leute zahlen. Wenn er (Halb-)Tages-Aufträge bei myhammer u.ä. übernimmt, wäre das schon sinnvoll um Auftragslücken zu verfüllen. Wenn man anständig arbeitet, kriegt man auch Folgeaufträge die mehr Deckungsbeitrag abwerfen.
    Kapital muss 24x7 laufen. Nachfrage-Glättungs-Systeme sind somit sofort profitabel wenn der Deckungsbeitrag >0 ist. Auch ist es eine (kostenlose) Werbung für die Firma und hält die Konkurrenz kleiner.
    Und Nachfrage-Schwankungen sind normal und sehr üblich. Bei Gaststätten vermutlich z.B. WochenTags-Basiert. Beim Einzelhandel ist Dienstag oft der schwächste Tag. Usw. Sa/Fr kaufen 'alle' ein. Da könnte man sogar Punishments wie 50 Cent Parkgebühr auf dem Parkplatz Samstags 7-17 Uhr und Freitags 12-22 Uhr einführen um flexiblere Kunden auf die anderen Zeiten zu verteilen.

    Interessant sind ja nicht die Anbieter, für die es nicht passt, sondern die, welche es sinnvoll nutzen könnten. Vi*gra braucht ja auch nicht jeder.
    Der schlaue BWLer nennt nicht 99% der Bevölkerung, die irgendetwas nicht braucht oder nicht nutzt (Twitter, Facebook, ÖR-TV, PrivatTV...) sondern findet diejenigen, die dort einen Nutzen ziehen können.
    Wer bei Metro die Käsetheke ansieht, erkennt die Preis-Ungleichheit vieler Produkte. 15 DM oder Euro gabs 10(?) KG gouda bzw. Emmentaler oder 3! kg 2-3 anderer Sorten gabs auch zu diesem Preis. Und halt die normalen Käsesorten in kleineren Mengen zu teureren kg-Preisen. Wenn also Vanille- und Schokoladen-Eis ultrabillig ist, kann man recht "problemlos" groupon-tickets für Vanille/Schoko-Eis maximal 2 Kugeln pro Kopf pro Tag nur Vormittags rausgeben. Das ein 3sterne-Restaurant mit so einer Coupon-Werbung falsch fährt, sollte klar sein und hat der Text auch gut belegt.

    In Deutschland ist preis-sensitivität möglicherweise auch stärker als in USA wo die Margen u.U. vielleicht oft höher sind.

    Der Text an sich ist ok und besser als was man oft sonst so wirtschaftlich zu lesen kriegt. Seit dem neuen Markt müsste man Börsengang-Geld-Herauszieher vs. "echte" Investoren klar erkennen müssen. Aber alle wetten bei Aktion auf den Kurs des Unternehmens. Das ist oft genug "leider" unabhängig von klassischer "seriöser" Bilanzbewertung. Und so lange es hoch geht oder nicht wirklich runter (also vielleicht noch 1 Jahr), gehen auch solche Aktien hoch. Und Ausland ist auch noch erober-bar. Dummerweise sind die meisten Firmen zu lokal-zentriert, um sich wie ein evolutionäres Kapitalismus-Tier an die lokalen Auslands-Märkte optimal anzupassen als nur die Währung umzustellen.
    Videos sind beliebt, zwingen einem aber (im Gegensatz zu Texten) die Geschwindigkeit der Rezeption auf. 1-2 Bilder wären für "so viele" trotzdem (vermutlich) klar strukturierbare Zahlen vielleicht ganz nett damit es jeder schneller nachvollziehen kann.
    XML-Bilanzen haben sich (vielleicht deswegen) ja leider nicht durchgesetzt. Dann wäre es viel einfacher per SVG-Grafiken die guten von den schlechten Firmen zu trennen.

    "...um die Schlussverluste abzufangen.": Er hat die Ware gekauft und was er nicht verkauft, kriegt er nicht los und kann nicht zurückgeben. D.h. jeder! Umsatz mit Kleidung zahlt die schon erbrachten Einkaufs-Kosten für die im Shop liegende und schon bezahlte Kleidung zurück. Wie am Flohmarkt wo Umsatz=Gewinn - sobald die Stellplatz-Kosten reingeholt sind. Wichtiger ist also "nur" das clevere Timing und Einschränkung der Rabatte auf Teile des Bestandes.
    Bücher und Zeitschriften werden zurückgeschickt bzw. gezählt und vernichtet und man bezahlt nur, was man verkauft. Manche Milch-Stationen in Supermärkten machen das ähnlich. Da muss der Händler halt nur Diebstahl verhindern. Dort wäre Verkauf unter Einstandspreis oft eher nicht schlau. In Verbindung mit anderen Einkäufen könnte aber auch sowas Sinn machen. Eine Familie kauft nicht 100l Milch oder 100 kg Bananen zum Dumping-Preis. Das Anlocken von Kunden kann bei Supermärkten oder Tedi/KikMarkt/McGeiz oder Thomas Phillips durchaus zu Zusatzkäufen führen. Allerdings sind Aktions-Angebote aus dem Katalog halt "dasselbe" wie Groupon-Coupons aber halt (gerecht) für jeden. Also ist das nicht notwendig eine Zielgruppe für Groupon. Allerdings 19:30 am Samstag oder vor Feiertagen schon damit der Supermarkt mehrere Tiefkühler abschalten kann und bestimmte Volumenprodukte leergekauft werden. Allerdings natürlich nicht zu 25% und nicht bei dichter Versorgung und dynamischer Nachbestellung per Scanner-Kassen.

    Es gibt auch noch Anti-Dumping-Regeln. Das müssten viele 25%-Angebote folglich vermutlich verhindern.

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  11. von Johannes Frühmann am 06.06.2011 (14:15 Uhr)

    Vielen Dank! Ein klarer und unmissverständlicher Blick, den ich gut teile. Wir brauchen Unternehmen, die nicht nur Werte für Kunden sondern auch spürbaren Mehrwert für die Gesellschaft erzielen. Da liegt Groupon leider doppelt daneben. Leider bleibt das für den Endkunden oft im Verborgenen und es liegt in der Hand des Unternehmers, hier Verantwortung zu übernehmen. Vielen Dank für deine Analyse! lg Johannes

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  12. von Frank am 06.06.2011 (15:09 Uhr)

    ich hatte mir eine fundierte Analyse erhofft und musste grad eine rein tendenziöse Meinung lesen.

    Das Versprechen an teilnehmende Unternehmen ist eine Marketingleistung und es macht absolut keinen Sinn die Marketingkosten von der Einzelleistung zu subtrahieren und dann Überlegungen anzustellen ob sich so das Geschäft noch lohnt. Es werden ja nicht ALLE Leistungen mit Rabatt verkauft.

    Und die nicht vorhandene Loyalität des sog. Kundentyps "Schnäppchenjäger" als alleiniger Nutzer der angebotenen Rabattleistung ist zweimal reinste Spekulation.

    Die These am sich ist hochspannend - aber so leider nicht fundiert erörtert, sorry!

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  13. von Olaf Dierich am 06.06.2011 (15:15 Uhr)

    Toller Bericht und super ausführlich. Vielleicht werden auch mal ein paar Leute wach, die bei diesen Deals noch mitmachen. Ich habe bereits im Februar etwas über Groupon geschrieben und da auch schon die These aufgestellt, dass Groupon irgendwann die Unternehmen ausgehen (siehe Link). Durch diese Bericht fühle ich mich sehr bestätigt.

    Ebenso bin ich der Meinung, dass man dem Kunden so keine Werte vermittelt (wie hier schon kommentiert) und um es mit den Worten von Bugatti zu sagen: "Viele Menschen kennen nur den Preis einer Sache, aber nicht seinen Wert.".

    Vielen Dank für diesen wirklich guten Bericht!

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  14. von Florian am 06.06.2011 (15:18 Uhr)

    Vielen Dank für den guten Artikel. Ich teile die Meinung größtenteils und glaube ebenfalls nicht an ein nachhaltiges Geschäftsmodell für die teilnehmenden Unternehmen. Letztlich kommt es aber sicherlich auch auf die Branche oder das eigene Geschäftsmodell an. Wenn es gelingt, Konsumenten durch Up-Selling schon in der Erstbestellung trotz hoher Rabattierung zu monetariseren, kann Groupon durchaus Sinn ergeben. Wichtig ist, mit Groupon keine Bedarfsdeckung der Schnäppchenjäger zu befriedigen, sondern eine echte Bedarfsweckung neuer Konsumentengruppen herbeizuführen. Ich hatte dazu mal ein paar Überlegungen angestellt: Pro und Cons von Groupon Deals.

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  15. von D1plo am 06.06.2011 (20:13 Uhr)

    Ich bin mit großen Teilen des Artikels nicht einverstanden.
    Der Autor hat das Prinzip von Groupon nicht verstanden und vergleicht es mit Gutscheinheften aus den 80ern.

    Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich.

    Groupon ist Social Shopping - der Bezug zu Facebook ist allgegenwärtig, Groupon Deals werden durch Power-User unter ihren Freunden verbreitet - unbezahlbar für jedes Unternehmen.

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  16. von Max Winkler am 06.06.2011 (21:03 Uhr)

    Auch wenn ich mit dem Ergebnis der Analyse - der fehlenden Nachhaltigkeit - übereinstimme (aus unterschiedlichen Gründen) so greift doch die vorgenommene betriebswirtschaftliche Analyse der Zahlen sowie der Ausschüttungen an Management etc. schlichtweg viel zu kurz. Wer sich wirklich mit der Finanzierung von Wachstumsunternehmen und Börsengängen auskennt, weiß, dass ein paar Millionen, die an Gründer etc. ausgeschüttet werden im Vergleich zu einem ausgeschlagenen Milliardengebot von Google überhaupt keine Aussagekraft über Vertrauen des Managements in die zukpnftige Ertragskraft haben......

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  17. von Berthold am 06.06.2011 (22:20 Uhr)

    Madoff ick hör Dir trapsen...

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  18. von Thomas am 07.06.2011 (09:24 Uhr)

    @ D1plo

    also wenn Du mal nicht ein Mitarbeiter von Groupon bist... ;-)

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  19. von CEEA am 07.06.2011 (12:13 Uhr)

    Vielen Dank für diese gelungene Analyse.
    Auch wenn der Artikel sehr Gastronomie-lastig ist, ist es richtig, dass sich diese Veränderung der Kaufens (und damit auch Verkaufens) auf lange Zeit ändert.
    Problem bei dieser Spirale, die nach unten zeigt, ist, dass ein Großteil der Kundschaft eindeutig dem "Geiz ist Geil" verfallen sind.
    Wie man auf lange Zeit mit der kompletten Kauf-Wirtschaft wieder in die andere Richtung drehen kann, darüber möchte ich mich erst gar nicht den Kopf zerbrechen.

    Hoffen wir, in den nächsten Monaten ändert sich bei Groupon und ebenso den ganzen anderen Couponing-Angeboten etwas und es werden nachhaltige Konzepte angeboten.
    Denn gehts den Käufern gut, geht's den Verkäufern auch gut. ;)

    Nochmal *thumbsup* für diesen Artikel!

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  20. von Andreas am 07.06.2011 (14:21 Uhr)

    Ein wirklich toll geschriebener und sehr informativer Artikel. Auch mein Kompliment an Dieter Petereit!

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  21. von teekay am 07.06.2011 (19:46 Uhr)

    Auch wenn ich die Rabattanalyse vor allem fuer den Gastronomiebereich interessant und sehr gut eroertert finde, ist meine Erfahrung in einer kanadischen Stadt etwas differenzierter. Ersteinmal verstehe ich das Groupon Modell so, dass es ganz viele interessante Daten von Nutzern sammelt und damit aehnlich attraktiv wie facebook wird. Kauf-, Internet- und Bewegungsprofile sind moeglich und in grossen, mobilen Staedten kann GroupOn ja quasi stundenaktuell deals anbieten: Kommt in den 60 Minuten in meinen Coffeeshop und es gibt einen Mufin umsonst! Bisher erreicht Groupon diese Dynamik noch nicht. Bisher liegen die Kaufschwellen fuer deals ja noch nicht sehr hoch, aber das kommt ja vielleicht noch. Auch wenn die Porsche-Aktion unwahrscheinlich ist, halte ich es fuer nicht ausgeschlossen, dass ein Hyundai oder Chrysler sagt 'Wenn wir 50 Kaeufer heute finden, gibt's den 2010 Cruze fuer 50% Rabatt' die Lager werden leer und ein 'uncooles' Auto faehrt ploetzlich im coolen NYC, London usw. Das funktioniert natuerlich nicht in kleineren Staedten. Hier in Kanada sehe ich weniger Gastronomie-deals und eher Fitness-Angebote. 10x Yoga fuer 50% Rabatt. Das ist ein umkaepfter Markt und die Idee ist wohl, dass viele nicht 10 Kurse in Anspruch nehmen, weil einmal aktiviert die Uhr tickt...dafuer bekommt ein neuer Laden neue Kunden und deren Freundinnen selbst wenn die nur fuer 7 Kurse bleiben. Generell finde ich das Potential etwas ueberbewertet und es muss sich zeigen, in welchen Branchen sich das lohnt, aber ist Groupon in Deutschland nicht eine Kooperation mit Bild eingegangen? Da kann man doch eine Menge 'Volks-Schnaeppchen' ausdenken. Fazit: Ich halte Groupon aus eigener nordamerikanischer Erfahrung fuer ein, ueberbewertes, nettes Marketingtool und es wird sich zeigen wo geographisch und fuer welche Branchen das sinnvoll ist. Fuer teure Restaurants vielleicht eher nicht...

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  22. von j am 07.06.2011 (19:53 Uhr)

    Dieser Artikel kommt mir sehr bekannt vor. Nur auf Englisch: http://shortlogic.tumblr.com/post/6142108636/groupon-ipo-pass-on-this-deal

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  23. von Ratz am 07.06.2011 (21:06 Uhr)

    Kein Wunder bei einer so grottenschlechten Webplattform wie Groupon sie verwendet. Etwas so schlechtes mit so wenig Möglichkeiten und Adds würde ich nicht mal für meinen Fußballverein nehmen. Deutlich wird hier die übergroße Seifenblase Internethype 2.0 für den Aktienmarkt!

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  24. von Chris am 07.06.2011 (22:07 Uhr)

    Wir haben heute in einem Münchner Sushi Restaurant unseren Groupon Gutschein eingelöst, der eigentlich zur Neukundengewinnung gedacht war. Als Stammkunden haben wir es uns dennoch nicht nehmen lassen 50% zu sparen. Dem Wirt hatte das verständlicherweise gar nicht gefallen. Bei der Groupon Aktion hatte er knapp 6.000 Gutscheine verkauft, die nun ein Jahr gültig sind. Lt. seiner Aussage macht er mit jedem Einlöser ca. 15 EUR Verlust. Die wenigsten kommen ein zweites Mal.

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  25. von Arno.Nyhm am 08.06.2011 (00:16 Uhr)

    was ich als kunde schlimmer finde ist, dass nicht eingelöste gutscheine groupon zufallen und nicht dem restaurant, welche eigentlich von diesen nicht eingelösten gutscheinen die gesamte aktion finanzieren könnten.

    ich hatte gedacht, dass es dem kleinen restaurant um die ecke zugute kommt, wenn ich es verpasst habe den gutschein einzulösen. stattdessen wird groupon damit gemästet.

    nie wieder groupon!

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  26. von Falk Hedemann am 08.06.2011 (01:18 Uhr)

    Groupon hat für mich nur eine langfristig erfolgsversprechende Chance - die Konzentration auf den Dienstleistungssektor. Überall da, wo es darum gehen kann, ansonsten brachliegende Kapazitäten oder Ressourcen besser auszuschöpfen, können auch die Anbieter selbst profitieren. Sie erhalten eine bessere Auslastung ihrer Angebote und erhalten zusätzlich eine reale Chance auf neue Kunden. Ein Frisör, der beispielsweise einen neues Geschäft aufmacht, könnte sich über Groupon-Deals bekannt machen und sich einen Kundenstamm aufbauen. Wer zufrieden ist, kommt wieder. Das Argument der geringeren Einnahmen (oder gar Verluste) kommt hier nicht zur Entfaltung, da ein Frisör ohne Kunden auch keinen Umsatz macht. Bekommt er über einen Groupon-Kunden 5 Euro, statt regulär 20, dann hat er nicht etwa 15 Euro weniger verdient, sondern 5 mehr - immer vorausgesetzt der Kunde wäre sonst nicht zu ihm gekommen. Beispiele gäbe es dafür noch viele.

    Wichtig ist aber auch die Feststellung, dass der Frisör Groupon nur als eine Marketingmaßnahme versteht und einsetzt. Ist das Ziel der Kampagne erreicht, ist auch das Geschäft für Groupon zu Ende. Denn eins ist bei dem Beispiel ja klar: Die Ressourcen des Frisörs sind limitiert, zwei Kunden kann er nicht gleichzeitig bedienen.

    Groupon ist für mich nichts weiter als eine Marketingmaßnahme und wie bei anderen Marketinginstrumenten auch, gibt es immer auch Vor- und Nachteile und letztlich auch Abnutzungserscheinungen. Irgendwann reicht es dem Frisör aus dem Beispiel vielleicht nicht mehr aus, seinen Kunden für 20 Euro die Haare zu schneiden. Will er aber Kunden akquirieren, die beispielsweise auch 50 Euro oder mehr für einen Haarschnitt ausgeben, wird er sich eine neue Marketingstrategie überlegen müssen...

    Ärgerlich für Groupon, aber hey, das ging auch anderen Marketinginstrumenten schon so ;-)

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  27. von Torsten am 08.06.2011 (08:53 Uhr)

    Sorry, aber der Beitrag ist ein Haufen Behauptungen und Milchmädchenrechnungen. Groupon vergibt ja nicht selbst Rabatte, also könnte das Geschäftsmodell durchaus von Ausnahmeaktionen anderer leben. Und es gibt haufenweise Anwendungsfälle wo Gutscheine und Nachlässe durchweg nicht zerstörerisch sind.

    Hier sollte sich der Autor die Arbeit machen, Groupon-Kunden nach ihrer Erfahrung zu fragen und die Bedingungen für Groupon-Aktionen genauer zu analysieren. Ich glaube zwar auch nicht, dass Groupon ein nachhaltiges Geschäftsmodell hat, weil die eigenen Kosten viel zu hoch sind -- aber außer dem Glauben hat Dieter Peterei leider nichts zu bieten.

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  28. von BWLer am 08.06.2011 (09:18 Uhr)

    @Torsten: Behauptungen und Milchmädchenrechnungen? Sorry Meister. Ich habe auch BWL studiert und kann alles, was hier steht bestätigen. Dein Kommentar wirkt auf mich eher wie "Hunde, die getroffen wurden, beißen"

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  29. von Walljet am 08.06.2011 (10:03 Uhr)

    Ich habe kürzlich schon auf Twitter die These angekratzt, dass sich das neue soziale Web eine weitere DotCom-Blase nicht gefallen lassen wird. Viele Typen, die denken sie könnten mit aufgeblasenem Handeln Luftnummern verbreiten, werden in unserer heutigen Zeit viel leichter enttarnt. Und bedenkt bitte alle, dass wenn es wieder zu einer platzenden Blase kommen wird, wir alle darunter leiden werden. Daher sollte man fragwürdige Geschäftsmodelle, überbewerte Apps, propritäre Portale genau im Auge behalten.

    Ein sehr guter Artikel, mit einfachstem BWL-Wissen und klarem Menschenverstand aufgebaut. Respekt.

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  30. von Torsten am 08.06.2011 (10:25 Uhr)

    BWLer: Du analysierst Geschäftsmodelle ohne einen Einblick in Kalkulationen zu erhalten? Solche BWLer liebe ich. Aber hätten sie Interesse an der Funktion von Wirtschaft, hätten sie ja auch VWL studiert :-)

    BTW: Wovon sollte ich getroffen sein? Ich halte Groupon für nervtötend und unattraktiv.

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  31. von Upondo am 08.06.2011 (10:54 Uhr)

    Sehr guter Beitrag!
    Zu Empfehlen ist hier auch noch "Get der Dot-Com-Wahnsinn wieder los", auf ZEIT.de:
    http://www.zeit.de/2011/22/Dotcom-Internet-Spekulation
    Grüße

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  32. von Harald am 08.06.2011 (15:40 Uhr)

    Auch wenn dieser Artikel gut die Zusammenhänge erklärt und aus betriebswirtschaftlicher Sicht auch sicherlich viel Wahrheit enthält, bin ich der Meinung, dass es - wie so oft - darauf ankommt:

    1) Wie ist der Deal konstruiert?
    Wenn wir als Beispiel die Gastronomie heranziehen:
    Sind z.B. die Getränke nicht im Deal enthalten, kann es bereits Sinn machen.
    Die meiste Marge steckt in den Getränken und nicht in einem ansprechenden Menü.

    2) Laufzeiten und Anzahl der Gutscheine
    Hier muss man dringend auf seine Kapazitäten achten und es eher als Neukundenakquise sehen und zur höheren Auslastung nutzen. Wenn man nur noch Groupon-Kunden bedient ....

    3) Hybrider Kunde
    Ich glaube schon, dass ein Porsche Fahrer, der gutes Essen gewohnt ist, sich auch von einem Schnäppchen hinreisen lässt und wenn es toll war auch ohne Discount wieder kommt.

    Ich zähle (denke ich) durchaus zu einer solventen Kundenschicht. Gehe mehrmals die Woche (meistens ohne Angebot) Essen. Wenn mich aber was bspw. auf Groupon reizt - weil mal was anderes - dann greifen wir zu. Und wir waren schon öfters wieder in Läden, die wir nur wegen einem Groupon-Deal entdeckt haben.

    Also Schwarz-Weiß-BWL ist schwierig. Es liegt wohl eher in der Ausgestaltung, also im Detail.
    Und ich bin wirklich kein großer Groupon-Fan. Trotzdem glaube ich an das Geschäftsmodell und ich glaube auch daran, dass man als Groupon-Geschäftskunde davon profitieren kann.

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  33. von kluelz am 09.06.2011 (10:02 Uhr)

    Der von Upondo verlinkte Beitrag in der Zeit meint allerdings, dass Groupon die berühmte Ausnahme einer Dotcomblase sei. Ich sehe das übrigens auch so.

    Dieser Artikel geht so ungefähr davon aus, als ob Unternehmen oder bleiben wir beim Beispiel Gastronomie künftig nur noch mit mindestens 50 % Rabatt verkaufen kann, weil es Groupon eben gebe und deshalb logischerweise sowohl die Gastronomie sowie Groupon zum Scheitern verurteilt sei. Diese Annahme ist genauso grotesk, wie das durch die Existenz eines neuen Anzeigenblättchens alle Anbieter nun für 1000 Euro Anzeigen schalten müßten, um Waren für 500 Euro verkaufen zu können.

    Wer Groupon als Kunde richtig zu nutzen weiss, wird natürlich darauf achten, dass er keine Verluste macht. Auch in der Gastronomie gibt es zuweilen Überkapazitäten: Der Laden ist neu oder derzeit nicht in, durch einen schlechten Koch in Verruf geraten etc.. Und wer geht schon gern in stets sehr leere Lokale?

    Mit Groupon kann man dem gut gegensteuern. Man nimmt halt pro Abend nur 10 Groupongäste an. Das Restaurant macht einen stets gut gefüllten Eindruck. Das angebotene 3-Gänge-Menue kann sogar die Küchenhilfe perfekt zubereiten. Die Groupongäste essen alle dasselbe. Das Personal muss eh vorgehalten werden, die Miete muss auch eh bezahlt werden. Am Essen wird zwar nichts verdient, aber an den Getränken. Zufriedene Gäste werden in ihrem Bekanntenkreis von der Lokalität erzählen und es gibt die Chance, dass 1 bis 5 % der Gäste auch ohne Gutschein wiederkommen.

    Und natürlich muss Groupon den Erlös aus nicht eingelösten Gutscheinen für sich behalten. Andernfalls wäre die Gefahr gross, dass die Geschäftskunden dafür sorgten, dass die Gutscheine nicht eingelöst werden können. Es ist halt nie ein Tisch frei.

    Ein Lokal, welches bei jedem Groupon 15 Euro Verlust macht, hat ein völlig falsches Angebot offeriert oder ist nicht in der Lage richtig zu kalkulieren.

    Im Übrigen kann man auch Mengenobergrenzen vorgeben oder z.B. einen 30-Euro-Wertgutschein zur Hälfte überlassen.

    Ich persönlich bin übrigens keine Schnäppchenjägerin, würde nie meine Freizeit investieren um ans andere Ende der Stadt zu fahren, um dort für die Hälfte essen zu können UND Volkswirt.

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  34. von KVP am 10.06.2011 (11:26 Uhr)

    Ich finde, das war ein hervorragender Artikel. Wahrscheinlich werden mit dem Börsengang viele Leute viel Geld verlieren. Nur mit einem bin ich nicht ganz einverstanden: Groupon schaffe "keine" Werte.

    Tatsächlich besitzt Groupon einen der größten Newsletter-Verteiler der Welt. Das ist meiner Meinung nach das zentrale Asset, das wohl die Marketingkosten langfristig in Schach halten soll. Allerdings bleiben die Vertriebskosten exorbitant hoch. Wenn sich jetzt herumspricht, dass das Groupon-Modell nur für Läden mit großen Überkapazitäten und wenig Konkurrenz geeignet ist (um es mal differenziert zu sagen), dann schrumpft mit der Zielgruppe auch die Bewertung. Wahrscheinlich beträchtlich, zumindest kann man es den Anlegern nur wünschen.

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  35. von Oliver am 10.06.2011 (13:51 Uhr)

    Bin offenbar kein typischer Groupon Kunde.
    Bisher 1x Angebot vom x-Sterne Restaurant um die Ecke angenommen, wir essen da schon seit 10 Jahren so ca. 1-2 mal im Jahr, weil eben teuer - weder hatten wir das Gefühl all die Jahre über den Tisch gezogen worden zu sein, noch finde ich es schlecht das sich jetzt auch mal Menschen aus unteren Einkommensschichten einen Besuch beim Sterne-Koch leisten können.
    Das zweite mal war ein Museumsgutschein mit anschliessender Verköstigung - auch hier werden wir wenn wir Essen gehen nun auch dieses Lokal das uns vorher nicht bekannt war in unsere Wahl mit einbeziehen.
    Der dritte Gutschein ist für ein Haushaltsgerät bei dem angeblich über Groupon 50% Kaufpreis gespart wird. Gegenüber dem Preis des eigentlichen Hersteller des Gerätes sparen wir gerade mal 5% mit Groupon - Es werden also auch Preise aufgeblasen um sie dann Werbewirksam um 50% senken zu können.

    Fazit: Das Geschäftsmodell mag seine Nachteile haben, aber der Artikel ist zu oberflächlich und einseitig

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  36. von severin am 11.06.2011 (08:34 Uhr)

    Excellenter Artikel!

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  37. von S I A N am 11.06.2011 (18:31 Uhr)

    Hi Dieter,

    sehr schön geschriebener Artikel!

    S I A N von glamya.com

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  38. von Upondo am 11.06.2011 (18:52 Uhr)

    Einen neuen, ebenfalls lesenswerten Artikel zu Groupon und der Samwer Connection gibts hier nochmal in der ZEIT (andere Ausgabe):
    http://www.zeit.de/2011/24/Groupon-Berlin

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  39. von Martin am 12.06.2011 (13:08 Uhr)

    Oliver hat einen sehr interessanten Punkt aufgegriffen: die "aufgeblasenen" Angebote.
    Ich habe mir mehrmals die Mühe gemacht und die Angebote überprüft. In einigen Fällen habe ich festgestellt, dass die Originalpreise, die bei Groupon angegeben wurden, nicht den tatsächlichen Preisen entsprechen, die auf den Webseiten der Anbieter zu finden waren.
    Aber viel häufiger waren die Angebote, die rabattiert wurden, gar nicht auf den Webseiten der Anbieter zu finden oder nur in abgewandelter Form.
    Die prozentuale Einsparung, die von Groupon angegeben wurde, war also nicht nachvollziehbar und führte bei mir eher zu Gedanken zum Thema "Abzocke".
    Ich will hier nicht Groupon die ganze Schuld in die Schuhe schieben, der Anbieter ist da durchaus auch mit zu betrachten, aber ich kenne diese Vertriebsstrukturen, die sicherlich gut darin geübt sind, den Anbieter in etwas "reinzureden".
    Ich habe meinen Zweifeln an der Nachhaltigkeit und würde nicht in Groupon investieren.

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  40. von Lea Weitekamp am 14.06.2011 (14:14 Uhr)

    Habe mich von dem Artikel inspirieren lassen und den Gedanken etwas weiter gesponnen, vielleicht ist es von Interesse: http://www.thenextwomen.com/2011/06/14/groupon-ipo-plus-new-business-strategy.

    Gruß
    Lea Weitekamp

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  41. von Peter am 15.06.2011 (15:00 Uhr)

    Super guter Artikel, mit genau dem richtigen Biss an Sarkasmus ! :) Weiter so!

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  42. von Olaf am 16.06.2011 (11:55 Uhr)

    Super Artikel, danke!
    Eine Anmerkung zu den angeblich so verlustreichen Gastronomie- Deals:
    Die Originalpreise der per Groupon beworbenen Menüs sind oft überteuert. Mehr noch: Es werden spezielle Menüs nur für Groupon- Nutzer angeboten, und Mondpreise als Originalpreise angeboten. Ich denke schon, daß der eine oder andere Gastronom mit Groupon verdient...

    Insgesamt gesehen:
    Wer Groupon- Anteile kauft, muß aufpassen, daß er noch einen Dummen findet, der sie ihm teurer wieder abkauft ;-).

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  43. von Natalie am 18.06.2011 (15:35 Uhr)

    Interessanter und ausführlicher Artikel!

    Zum Sparen im Internet gibts ja auch kostenlose Gutscheine... wer die nicht nutzt, zahlt definitiv zu viel.

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  44. von mitchiru am 22.06.2011 (11:13 Uhr)

    Den Artikel habe ich schon woanders auf englisch gelesen.

    Das ist er nicht, aber da handelt es sich um eine weitergehende Analyse, die zu einem anderen Schluss kommt.
    http://www.wired.com/magazine/2011/05/ff_endofauction/

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  45. von Groupon und DeinDeal am 27.06.2011 (12:12 Uhr)

    interessante analyse. gerade heute hat ringier (das grösste schweizer medien unternehmen) 60% an der führenden deal plattform deindeal gemacht. leider wurden -- wie so oft -- keine details über den preis gemacht....

    denke aber, dass langsam aber sicher auch sogenannte deal aggregatoren, welche die deals aller anbieter aggregieren, interessant werden.

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  46. von Peter am 22.07.2011 (23:44 Uhr)

    Der Wunsch einen "Guten Deal" zu machen, ist aus Kundensicht sicherlich nachzuvollziehen. Weshalb soll ich für Produkt X 100 Eur bezahlen, wenn ich das gleiche Produkt auch für 39 Eur bekommen kann ?

    Aus Sicht des anbietenden Geschäftsmannes oder Unternehmers sollte Groupon meiner Meinung nach als grossangelegte Werbekampagne gesehen und verstanden werden( wobei mindestens die entstandenen Kosten ausgeglichen werden sollten) . Wer als Unternehmer alleinig oder zu einem Grossteil auf Groupon setzt ist entweder sehr schnell bankrott oder hatte vorher eine irreale Preisgestaltung (und dann wahrscheinlich auch nur wenige oder keine Kunden). Sicherlich muss man, wenn man den Nutzen für den anbietenden Unternehmer betrachten will, stark zwischen den unterschiedlichen Branchen unterscheiden. Während ich im Bereich Gastronomie dem oben gesagten zustimmen kann, ist für viele andere (Service-)Dienstleister der Werbeeffekt deutlich spürbar. Innerhalb kurzer Zeit wird eine Vielzahl von potentiellen Neukunden auf die gebotene Dienstleistung aufmerksam gemacht (eine 10-mal höhre Klickrate auf der eigenen Webseite ist durchaus normal). Der zufriedene Groupon-Kunde wird sich an den Anbieter erinnern und wiederkommen (auch wenn dann der "normale Preis" zu bezahlen ist). Dies ist keine theoretische Überlegung sondern entspricht meiner Erfahrung.

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  47. von TESSA am 26.07.2011 (00:09 Uhr)

    Gruopon ist für mich als Unternehmer nicht korrekt mit dem was Dir versprochen wird 50% 50% und Auzahlung vom Erlös....... alles gelogen Betrug ,... in ein paar Stunden hat Groupon 5400€ kassiert auf unseren Namen .. wir müssen die Gutscheine ohne vorherige Leistung von G. einlösen und erst dann, wenn die Gutscheine wieder an Sie Faxen bekommen wir die Rechnung bezahlt 50% - 19% MWST dann noch 19% UMST was bleibt übrig für uns ??????? Die Summe von nicht eingelöste Gutscheine behält Gruopon . Also Gewinn nur für Groupon .

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  48. von No Names am 16.08.2011 (18:38 Uhr)

    Man hätte die Kommentare zum alten Artikel drunterhängen können.
    So muss man mehrmals argumentieren.

    Das Beispiel mit den "50% braucht doppelt viele Kunden" unterstellt keine variablen Kosten. Bei Freizeitparks ist das vermutlich ein Kalkulationsweg. Bei allen anderen Geschäften eher nicht. Speziell Onlineshopping sind fast völlständig klar zuzuordnende variable Kosten (Produkt+Porto+Arbeitszeit+Provision). Fixkosten sind halt Verwaltung+Halle+Onlineshop bzw. Warenwirtschafts-Pflege.

    Das Prinzip der Konsumentenrente kann auch in der Gastronomie gut funktionieren. Schaut bei Metro im Käseregal mal unten was die großen Packs kosten. Evtl ist Vanille-Eis und Schoko-Eis auch gigantisch günstig. Dann kann man Vormittags öffnen und Vanille+Schoko per Groupon anbieten um die Auslastung zu steigern. Warum macht man nicht 5 Stunden später auf ? Weil man im ECE-Center die Öffnungszeiten einhalten muss und die Mitarbeiter sonst nur rumstehen und der Strom auch kostet. Also sind auch geringe oder keine Deckungsbeiträge sinnig um weitere Kunden anzulocken. Frauen unter 30 kommen ja auch kostenlos in viele Discos rein. Das Konzept wirst Du ja auch nicht wirtschaftlich ablehnen.
    Und früher gabs Kinotage "Donnerstag ist Kinotag"(=billiger) oder die Vorstellungen um 15 Uhr waren deutlich günstiger.

    Wegen der anderen Postings:
    Als Kunde komme ich mir abgezockt vor wenn andere Gutscheine haben und ich der einzige Dumme bin, der voll bezahlt. Daher gehe ich nicht zu Subway. Und wieso Saturn mal eben 19% o.ä. bei Aktionstagen verzichten kann, lässt mich auch an der Preisgerechtigkeit zweifeln und schafft Aversionen, überteuert zu zahlen. Amazon, Ebay wenns sein muss und halt Schnäppchen oder Standard-Krams (USB-Sticks, Rohlinge,...) bei Saturn oder MediaMarkt wenn im Amazon-Einkaufskorb unter 20 Euro liegen.

    Das mit den erfundenen Fake/Spezial/GrouponOnly-Produkten und Groupon-50% war ja abzusehen und hätte man sich denken können.

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  49. von Alexander Moshe am 22.08.2011 (01:34 Uhr)

    Hallo zusammen, interessanter kritischer Artikel,
    Ich selber plane per 1.Oktober 2011 in der Region Zürich, Schweiz, einen kleinen, lokalen, Groupon-Konkurrenten aufzubauen. Nach Lektüre dieses Artikels werde ich wohl (wie schon vorher geplant) mich hauptsächlich auf Dinge wie Kampfkunst-, Yoga- und andere Trainings setzen , wo keine realen Mehrkosten durch mehr Kunden entstehen.
    Vielleicht könnte mir jemand ein paar Tipps geben: Denkt ihr zB dass auch Angebote mit nur 25-30 % Rabatt gut ankommen und Kunden anlocken?

    Gruss A. M. von Dealjagd Ltd.

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  50. von Torsten am 22.10.2011 (18:17 Uhr)

    Und wo ist jetzt das Problem...?

    Meiner Kenntnis nach wird NIEMAND gezwungen, Aktien eines Unternehmens zu kaufen. Insofern obliegt es - wie immer - einzig und alleine den Investoren, ob sie an die Unternehmensstory glauben oder nicht. Imho kommt es auch auf die immer wieder geprädigte "Langfristigkeit" eines Geschäfts in keinster Weise an. Für ein Investment ist IMMER nur der ROI entscheidend. Ob ich diesen nach wenigen Minuten, Tagen, Wochen, Jahren oder Jahrzehnten erreiche ist entscheidend; NICHT, ob ein Geschäftsmodell per se in einem Jahrhundert noch interessiert. Wäre dem so hätte zu Beginn der industriellen Revolution niemand in Eisenbahnen investiert, Pferdekutschenbauer wären ohne Fremdkapital geblieben und nahezu jedes andere Geschäftsmodell ist IMMER nur eines auf Zeit. Während jedoch in der Vergangenheit Produkt- und Unternehmenszyklen eher in Jahrzehnten existierten, so hat sich dies in den vergangenen Jahren dramatisch geändert. Heute werden so genannte "Cash Cows" hochgezogen, schnell Profit gemacht und dann entweder integriert oder sie verschwinden wieder vom Markt. Aber das stellt in keinster Weise ein Problem dar; lediglich - und das ist auch IMMER so - für denjenigen, der als LETZTE(R) investiert hat. Denn derjenige findet für sein Investment keinen Nachfolger mehr. So und jetzt dürft ihr wieder auf die bösen Herren schimpfen, die es einfach nur geschafft haben - unerhört, dass jemand Geld aus einem Unternehmen abzieht. So was aber auch *LMAO* - wer fragt eigentlich mal nach den Investoren, die das "durchgehen" lassen. DIE haben doch die Hoheit über ALLES. Würden sie ihr Geld nicht reinpumpen, dann gäbe es auch keine Entnahmen. So einfach ist das - auch wenn es niemand hören will. *TACH AUCH*

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  51. von matstr am 16.02.2013 (22:05 Uhr)

    Aktuell - also ca. 1 Jahr nach dieser Diskussion - schiessen zumindest in der Schweiz die Deal-Platformen weiter aus dem Boden. Die ersten, das stimmt, gehen aber auch wieder ein. Für die Konsumenten auf jeden Fall sind die Angebote super und ich prüfe diese täglich in der Übersicht auf http://daydeals.ch

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  52. von matstr am 16.02.2013 (22:21 Uhr)

    Super Artikel - und super Kommentare. Wir betreiben in der Schweiz eine Deal-Übersicht (http://daydeals.ch) und werden den Markt schon deshalb weiterhin genau beobachten.

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