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Startups

Gründungsmonitor 2014: Juhu! In Deutschland wird wieder mehr gegründet!

    Gründungsmonitor 2014: Juhu! In Deutschland wird wieder mehr gegründet!

Juhu! Das Startup-Klima in Deutschland erholt sich. © MorganDDL - iStock.com

Seit 2000 fasst die KfW, Deutschlands größte Förderbank, das Gründergeschehen in Deutschland in einem jährlichen Report zusammen. Hier sind die wichtigsten Zahlen aus dem frisch erschienenen Gründungsmonitor 2014.

Der KfW-Gründungsmonitor ist ein wichtiger Gradmesser für das Gründungsklima in Deutschland. In den vergangenen Jahren fiel die Bilanz der Autoren nicht immer positiv aus. Das hat sich jetzt geändert: Der aktuelle Gründungsmonitor 2014 dürfte so manchen aufatmen lassen.

Gründungstätigkeit wiederbelebt: Der Gründungsmonitor zeigt endlich Erholung

Gründungsmonitor 2014: Die Gründungsquote ist seit 2012 wieder angestiegen. Grafik: KfW.
Gründungsmonitor 2014: Die Gründungsquote ist seit 2012 wieder angestiegen. Grafik: KfW.

Die Wiederbelebung des Gründungsgeschehens in Deutschland setzt nach Ansicht der Autoren einen erfreulichen Kontrapunkt zu der in den letzten Jahren allenfalls stagnierenden Gründertätigkeit – im letzten Jahr war der Gründungsmonitor noch mit „Gründungsgeschehen auf dem Tiefpunkt – kein Anstieg in Sicht“ betitelt.

Insgesamt haben sich im letzten Jahr 868.000 Menschen selbstständig gemacht – das sind 93.000 (oder auch zwölf Prozent) mehr als noch 2012. Bei diesen Zahlen lohnt es sich allerdings, genauer hinzuschauen: Denn die Zahl der hauptberuflichen Gründer ist auch 2013 weiter gesunken – von 315.000 auf 306.000 Personen. Demgegenüber steht ein deutliches Plus an nebenberuflichen Gründern: 562.000 Menschen haben diesen Schritt 2013 gewagt und damit 102.000 mehr als noch 2012.

Gründungsmonitor 2014: Immer mehr Gründer nehmen den Umweg über die Nebentätigkeit

Für diese Entwicklung ursächlich sieht der KfW-Gründungsmonitor 2014 eine verbesserte Inlandsnachfrage in Verbindung mit der Erholung auf dem Arbeitsmarkt. Wer in Lohn und Brot steht, sieht weniger Anreize, den Sprung ins kalte Startup-Wasser zu wagen – oder geht zumindest den Umweg über die nebenberufliche Gründung, um möglichst lange die Vorteile der finanziellen Sicherheit zu genießen.

Auch für 2014 prognostiziert der Gründungsmonitor einen Anstieg der Gründungen in Nebentätigkeit.

Weitere Erkenntnisse aus dem Gründungsmonitor 2014:

  • Auch im Gründungsmonitor 2014 ist Berlin Startup-Hauptstadt. Grafik: KfW.
    Auch im Gründungsmonitor 2014 ist Berlin Startup-Hauptstadt. Grafik: KfW.

    Die deutschen Gründer setzten 2013 zusammen genommen rund zehn Milliarden Euro Startkapital ein, wobei mit 52 Prozent knapp über die Hälfte dieser Summe aus externen Finanzmitteln bestand.

  • Insgesamt klagten im letzten Jahr nur 17 Prozent aller Gründer über Finanzierungsschwierigkeiten, gegenüber 20 Prozent im Jahr 2012.
  • Die gestiegene Gründertätigkeit hat positive Folgen für den Arbeitsmarkt: 2013 wurden fast 420.000 neue Stellen durch Startup-Gründungen geschaffen.
  • Vor allem im Nebenerwerb ziehen Frauen immer mehr mit den Männern gleich: Hier waren 2013 49 Prozent der Gründer weiblich. Unter den hauptberuflichen Gründern sind allerdings nur 33 Prozent Frauen, nur ein Prozent mehr als 2012.
  • Im Vergleich der Gründerquoten nach Region hat auch 2013 Berlin die Nase vorn. Der Abstand zum Zweitplatzierten Hamburg ist sogar noch deutlich größer geworden.

Hier findet ihr den kompletten Gründungsmonitor 2014 zum Download.

Mehr über die Erhebungsmethoden des Gründungsmonitors findet ihr hier.

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2 Reaktionen
Ausfallquote
Ausfallquote

10 Milliaren verteilt auf 424.000 neue Mitarbeiter macht
23.543 Euro pro Mitarbeiter was 1965 Euro pro Monat macht und etwa 12,30 Euro pro Stunde macht.
Andere Kennzahlen wären auch interessant. Früher gabs beispielsweise die Cashburn-Rate.
Wie Olaf schon anmerkt ist die Ausfallquote auch interessant.
google: nur wenige firmen überleben die ersten fünf jahre
hat Statistiken. Das macht ca. 9% Schliessung pro Jahr.
Da vieles Einmann-Unternehmen ("Ich-AGs") sind, ist auch anzunehmen das diese in die Zeitarbeit oder Festanstellung abwandern sobald sie ein Angebot bekommen.
Und ob die Zahlen für IT-Startups oder Hardware-Startups relevant sind, muss man auch mal überlegen.

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Olaf Barheine

Gründen ist nicht schwer. Aber welche Unternehmen existieren auch noch in fünf oder zehn Jahren? Manch Unternehmen (die Mehrzahl?) scheint ja schneller wieder in der Versenkung verschwunden zu sein, als es aufgetaucht ist.

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