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Software & Infrastruktur

Grüne Welle für Radfahrer: Diese Siemens-App macht’s bald möglich

    Grüne Welle für Radfahrer: Diese Siemens-App macht's bald möglich

Fahrrad-Ampel. (Foto: _bianconero  / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA )

Wer morgens mit dem Rad ins Büro fährt, kennt das Problem: Ständig muss man an roten Ampeln warten. Die von Siemens entwickelte Smartphone-App SiBike verspricht Radfahrern jetzt eine grüne Welle. Wir sagen euch, wie das funktioniert.

Radfahrer-Traum: Smartphone-App sagt roten Ampeln den Kampf an

Mit dem Fahrrad ins Büro, in die Uni oder zur Schule fahren ist gesund und schont die Umwelt. Aber das Radfahren im morgendlichen oder abendlichen Verkehr kann auch nerven. Nicht nur, dass einen Autos schneiden, Fußgänger auf dem Radweg spazieren gehen oder andere Radfahrer an einem vorbeirasen – der größte Nervfaktor sind die vielen roten Ampeln, an denen man massig Zeit verliert. Das will Siemens jetzt mit der Smartphone-App SiBike ändern.

SiBike-App macht Ampeln für Radfahrer grün. (Screenshot: YouTube/Siemens)
SiBike-App macht Ampeln für Radfahrer grün. (Screenshot: YouTube/Siemens)

Das System soll so funktionieren: Fahrradfahrer laden sich die SiBike-App für ihr Fahrrad herunter und aktivieren sie. Fahren sie dann auf eine entsprechend ausgerüstete Ampel zu, wird etwa 60 Meter vor der Kreuzung ein sogenannter virtueller Anmelder kontaktiert. Die Verkehrsleitzentrale kommuniziert jetzt mit dem Smartphone des Radfahrers und erkennt anhand der GPS-Daten, wo dieser sich befindet. Die Ampel wird dann auf grün geschaltet beziehungsweise die Grünphase verlängert.

Wer eine grüne Welle haben will, muss allerdings mit einer bestimmten Geschwindigkeit fahren, die von der Stadt bestimmt werden kann – die Rede ist von 18 bis 20 Kilometern pro Stunde. Die Verkehrsverantwortlichen in den Städten sollen so auch steuern können, wo die Radfahrer eine grüne Welle bekommen und sie so von gefährlichen Strecken weglotsen.

Siemens-App: Test in der Fahrradstadt Bamberg

Noch ist das alles Zukunftsmusik. Die App gibt es noch nicht zum Download, und die Städte müssten ihre Ampelanlagen erst entsprechend nachrüsten. Das Projekt wird aber schon getestet – und zwar in Bamberg, wo es 13.000 Studierende gibt. Der Anteil der Radfahrer ist entsprechend hoch, er soll bei 30 Prozent liegen. In Dänemark wird an einem ähnlichen System gearbeitet. Dort funktioniert die Radfahrer-freundliche Ampelschaltung über in den Vorderrädern angebrachte RFID-Chips.

Für Fahrradfahrer sicher interessant ist der t3n-Artikel: „Mit dem Rad ins Büro – 5 smarte Gadgets für dein Bike“.

via futurezone.at

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13 Reaktionen
Nachrüsten kostet Gemeinden Geld
Nachrüsten kostet Gemeinden Geld

@StiNgray: Die großen Firmen warten gerne bis die Patente auslaufen.
Ich glaube die CMOS-Photo_Sensoren welche inzwischen in den Kameras drin sind stammten von hier, wurden möglicherweise aber erst nach Ablauf der Patente scharenweise realisiert.
Kleine Leute machen kleines Geld, große Leute machen großes Geld.

An den anderen Kommentator: Wenn man viel Geld hat, kann man triviale Ideen umsetzen. Wer mal eine Scheidung bezahlt hat, weiss wo die Gelder hinfliessen.
http://www.golem.de/news/patentstreitigkeiten-mit-uniloc-x-plane-entwickler-bittet-um-spenden-1209-94602.html
1.5 Millionen $ und gigantischer Arbeitszeitverlust.
Dafür muss man lange Apps als kleiner App-Entwicker verkaufen
http://t3n.de/news/mehrzahl-app-entwickler-verdient-558607/
um das bezahlen zu können.

Die Beispiele für sowas sind endlos.

Warum wurde
http://t3n.de/news/shopify-google-akquisition-uebernahme-691812/
nicht hier gegründet ? Na also.

Man sollte sich das McAffee-Interview bei CNBC nach seiner Rückkehr aus Südamerika ansehen. Da sagt er (wenn ich mich richtig erinnere) sinngemäß das man problemlos viel Geld verdienen kann. Es zu behalten wäre das Problem.

Andere Länder sind leider auch nicht besser. Zumindest habe ich bisher keines gefunden. Ich würde die Projekte ja an Gewerkschaften, FSF, EFF o.ä. verschenken, aber die denken oft wohl das man seine Meinung frei äußern darf.
Ein Google-Gründer kommt aus Russland. Bietet er Google-Code für Oppositionelle Oppositionellen-Software an ? Na also.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iran-die-app-gershad-warnt-vor-religionspolizei-14066861.html
Das man dafür schnell abgeholt wird und oft wohl nicht mehr wiederkommt sollte klar sein. Die US-Großkonzerne interessiert das nicht nennenswert obwohl die Sättigung in den Heimatmärkten Google endlich gezwungen hat, Sein logo für EDGE-Handies in Afrika zu minimieren und der MobilfunkAusbau von Zilliarden-Konzernen anscheinend so schlecht ist das Instant-Pages und AMP etabliert werden mussten.

Es gibt viele gute Ideen. Kennt jemand einen Ort wo man sie realisieren kann ohne (z.b. für Patente oder jahrelange Gerichts-Prozesse gegen Großkonzerne oder Gutverdiener deren Geschäftsmodell der Disruption zugute kommen soll) draufzuzahlen oder in Diktaturen sogar abgeholt zu werden ?
Hat Uber hier nicht viele Dienste beendet ? Und die haben richtig viel Geld und ich halte deren Geschäftsmodell (im Gegensatz zu Abofallen) nicht für verbietenswert.

An vielen Tagen und zu vielen Zeiten ist auf den Straßen kaum etwas los. Ampeln abschalten wird inzwischen auch praktiziert, geht aber vielleicht nicht überall, weil wegen Grün-Phasen dann immer 5-10 Autos direkt hintereinander kommen und dann wieder eine Weile keine. Die Rotphasen sammeln Autos und die Grünphasen geben sie schubweise wieder frei. So wie Wellen in diesen Simulatoren oder Spaß-Bädern.

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rexo3

Ich weiß zwar nicht wie es in anderen Städten zugeht, aber in Ulm gibt es höchstens eins, zwei Radfahrer die bei Rot an der Ampel warten. :-)

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Mannix
Mannix

Der Artikel wurde am 21.03. veröffentlicht. Bisher gab es solche Meldungen immer pünktlich am 1. April. Solche Technik gibt es ja schon für Busbeschleunigungsspuren. Wer hat dann künftig Vorrang, wenn sich Busse und Radfahrer einer Kreuzung nähern?

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Manni
Manni

Wir haben heute erst den 22.03. ... bisher wurden solche Meldungen immer pünktlich am 1. April veröffentlicht.

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Lars
Lars

Es ist der gleiche Unsinn in Grün. Das Problem liegt doch nicht im Fehlen einer App. (Manche Menschen denken wirklich, man kann jeden Fehler mit einer App korrigieren.) Das Problem liegt in der mangelhaften Straßenplanung. Die technischen Voraussetztungen (auch ohne App) um einen Radfahrer 30 Meter vor einer Ampel auf dem Radweg als solchen erkennen zu können existieren schon lange. Wozu soll die App da jetzt dienen?
Das Problem ist doch eher der fehlende Radweg. Zudem werden Ampeln nicht so geschaltet, dass man eine grüne Welle erwarten kann, sondern in 95% der Fälle gefühlt willkürlich.
Aber hey... mehr Daten sind mehr Daten.

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Max
Max

Ich stelle mir das an stark frequentierten Kreuzungen lustig vor, wenn in der Früh Fahrräder im Sekundentakt angerollt kommen.

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r2d2
r2d2

... Klar für genau die Verkehrsteilnehmer die die STVO eh ignorieren und sich immer im recht sehen...
Eine app die rücksichtslose und verkehrs/menschen gefährdende Verkehrsteilnehmer (Auto, rad). Anzählt fände ich viel sinnvoller um die Anarchie wieder von den stressen zu bekommen...

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René

1. Welchen Vorteil hat es, wenn nur diejenigen Radfahrer schneller vorankommen, die a) ein Handy mit GPS haben und mitführen, b) die Siemens-App installiert haben, c) deren Akku gut geladen ist (GPS kostet Strom), d) die überhaupt guten GPS-Empfang haben, e)...

2. Warum verbaut man, wenn man das möchte, nicht einfach Induktionsschleifen in den Boden? Die Lösung gibt es ja bereits.

3. An Ampeln kommen in der Regel Menschen aus verschiedenen Richtungen an, die diese passieren wollen. Wie soll sich die Ampel verhalten, wenn nun Signale aus verschiedenen Richtungen ankommen?

4. Wenn der GPS-Empfang sehr ungenau ist: melde ich mich dann an falschen Ampeln an?

5. Woher weiß mein Telefon, in welche Richtung ich eine Kreuzung verlassen möchte? (Selbst wenn ich ihm vorher das Ziel nenne, bin ich doch manchmal spontan in der Wahl der Wege)

6. Ist die Präzension schon so genau, dass ich nicht ein Autofahrer (mit Handy, Siemens-App, vollem Akku, GPS-Empfang, ca. 5 Meter Ungenauigkeit) bin?

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grep

Hallo ...,

die Welt aus Sicht eines Fahrradfahrers unterscheidet sich deutlich von der eines Autofahrers oder Fußgängers.
Ich ärgere mich nahezu täglich über rabiate, rücksichtslose Fahrradfahrer, als Fußgänger muss man fluchtartig (vor diesen) in den Graben springen, als Autofahrer ihnen hinterherschleichen.

Ist man selbst als Fahrradfahrer unterwegs muss man ständig fürchten dass einem das abgestellte Fahrrad beschädigt oder gestohlen wird.

Mal davon abgesehen macht die hier propagierte App natürlich Sinn und gleichzeitig bleibt davon unabhängig zu hoffen dass die Fahrradfahrer sich endlich mal an die StVO halten.

Ciao, Sascha.

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René

Könnt ihr auch mal erklären:

1. Welchen Vorteil hat es, wenn nur diejenigen Radfahrer schneller vorankommen sollen, die a) ein Handy mit GPS haben und mitführen, b) die Siemens-App installiert haben, c) deren Akku gut geladen ist (GPS kostet Strom), d) die überhaupt guten GPS-Empfang haben, e)...

2. Warum verbaut man, wenn man das möchte, nicht einfach Induktionsschleifen in den Boden? Die Lösung gibt es ja bereits.

3. An Ampeln kommen in der Regel Menschen aus verschiedenen Richtungen an, die diese passieren wollen. Wie soll sich die Ampel verhalten, wenn nun Signale aus verschiedenen Richtungen ankommen?

4. Wenn der GPS-Empfang sehr ungenau ist: melde ich mich dann an falschen Ampeln an?

5. Woher weiß mein Telefon, in welche Richtung ich eine Kreuzung verlassen möchte? (Selbst wenn ich ihm vorher das Ziel nenne, bin ich doch manchmal spontan in der Wahl der Wege)

6. Ist die Präzension schon so genau, dass ich nicht ein Autofahrer (mit Handy, Siemens-App, vollem Akku, GPS-Empfang, ca. 5 Meter Ungenauigkeit) bin?

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Nachrüsten kostet Gemeinden Geld
Nachrüsten kostet Gemeinden Geld

Das Handy weiss wo man ist und wenn man vorbeifährt kann man die Ehrlichkeit überprüfen. Ampel nhaben eh dicke Kästen und Fritzboxen oder besser openWRT-Router vom Elektroschrott erledigen die Mission.
Aber Nachrüsten usw. ist natürlich profitabler.

So wie ich QR-Codes und Überweisungs-URLs wollte aber GiroPay natürlich viel besser war und Geschäftsführerposten und viele Mitarbeiter brauchte...
ÜberweisungsURLs und Überweisungs-QR-Codes auf Rechnungen gäbe es durch mich ohne Abmahnungen und Softwarepatente schon seit 15 Jahren aber giropay war natürlich besser als ein Single-Man-Projekt und so erfolgreich wie bekannt...
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Banken-starten-neues-Bezahlverfahren-fuer-den-Internet-Einkauf-174826.html

Die Ampel meldet per TCP wann sie umschaltet (auch LKWs, Treckern und Android-Usern im Auto) und das Bike weiss wie schnell man fahren soll und vibriert mit der benötigten Tritt-Rate. Aber weil Softwarepatente, Abmahnungen und Rechtskosten zu teuer sind, programmiere ich das halt nicht und wir warten auf ein Zilliarden-Startup von USA für dieselbe Idee. Meine ähnliche Idee der Bezahlkontrolle per Handy-Kamera um Kreditkarten-Betrug zu verhindern hat Amazon sich ja so ähnlich letzte Woche patentieren lassen. So sieht wirksame Fortschritts-Förderung zugunsten USA aus...

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Hör endlich auf zu jammern...
Hör endlich auf zu jammern...

und mach einfach mal, statt nur herumzulabern, dass du alle Ideen schon einmal vor X Jahren hattest.

Unter (gefühlt) jedem dritten t3n-Artikel ist ein ellenlanger Kommentar von dir, in dem du dich darüber auslässt, dass du schon längst Wahnsinnsapps/-dienste/-tools entwickelt hättest, wenn da nicht die bösen "Softwarepatente, Abmahnungen und Rechtskosten" wären.

Komm von deinem vermeintlich hohen Ross runter und setz endlich eine deiner Hammerideen um, oder gestehe dir ein, dass du die Welt nur als Vorwand benutzt, da es dir an Cojones und/oder Fähigkeiten mangelt.

Jetzt bist du an der Reihe, dich über meinen Kommentar zu empören. Oder lass es bleiben und frag dich, ob du dir ein Leben lang selbst etwas vormachen möchtest.

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StiNgray
StiNgray

Hi,
wenn du so geniale Ideen hast, und das glaub ich dir sogar, was hindert dich daran sie patentieren zu lassen und/oder selbst ein zilliarden schweres StartUp zu gründen?

Mir geht es auch immer so, ich hab geniale Ideen und Visionen nur bin ich nicht der "macher" Typ der einfach alles auf eine Karte setzt und durchzieht.

Mut und Risikobereitschaft sind die beiden wichtigsten Komponenten um heute Erfolgreich zu sein, abgesehen von guten Ideen natürlich. Ansonsten ist es doch ganz logisch, dass die großen Konzerne sich alles krallen und selbst machen, die können sich das leisten.

Zu dieser App idee hier hab ich aber ein ganz anderes "Verhältnis". Ich glaub jeder der schon mal in einer größeren Stadt unterwegs war (besonders mit dem Auto) der weiß, dass viele Radfahrer sich an keine Regeln halten (wurde ja schon von meinem Vorredner genannt). Ich wäre also dafür, dass Fahrräder auch Nummerntafeln bekommen und registriert werden, vielleicht haben sich die RadlerInnen künftig etwas besser unter Kontrolle. Die Aufschreie kommen dann eh wieder von denen die selbst ständig bei Rot und gegen die Einbahn fahren ...

Diese App löst keine Probleme, nur weil alle bei rot fahren, schalten wir ihnen eben die Ampel um... Welche hirnrissige Logik ist das nur? Dafür stehen dann alle anderen noch länger im Stau und noch mehr Abgase werden ausgestoßen, eine großartige Idee.

Also ganz ehrlich, selbst wenn sich eine Stadt so ein System überhaupt leisten will (und das werden eh nur die "grün geführten" Städte sein) so wird das zu einigen Aufregungen führen!

Wann kommt das für Autofahrer? Ich steh auch jeden Tag, teilweise 2-3 Minuten am Stück, an roten Ampeln, kostet mich unendlich viel Nerven und Zeit. Dann drück ich auf die Tube und riskiere noch ein Busgeld aber zum Glück gibt es ja ein App die mich vor Blitzern warnt ... schöne neue Welt.

LG

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