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Digitales Leben

Selfie-Forschung: Warum Brasilianer so viel lachen und Russen so oft grimmig gucken

    Selfie-Forschung: Warum Brasilianer so viel lachen und Russen so oft grimmig gucken

Selfie-Forschung. (Screenshot: Selfiecity)

Je nachdem wo ein Selfie herkommt, lassen sich bedeutende Unterschiedene erkennen. Das ergab eine Studie, bei der mehr als 3.000 Selbstporträts aus Berlin, Bangkok, New York, Moskau und São Paulo ausgewertet wurden.

Die Selfie-Forscher fanden in ihrer Instagram-Stichprobe weniger Selbstporträts als erwartet. (Bild: Selfiecity)
Die Selfie-Forscher fanden in ihrer Instagram-Stichprobe weniger Selbstporträts als erwartet. (Bild: Selfiecity)

Selfie: Digitale Selbstporträts als Forschungsobjekt

Der Begriff „Selfie“ dürfte mittlerweile wohl so ziemlich jedem geläufig sein, der über einen Internet-Zugang verfügt. Ein Selfie ist ein zumeist mit einem Smartphone oder per Digitalkamera aufgenommenes Selbstporträt. Obwohl der Begriff etwa 2002 zum ersten Mal im Netz verwendet wurde, schaffte er es erst 2013 in das Oxford English Dictionary. Inwiefern geografische Faktoren eine Rolle bei der Ausgestaltung von Selfies spielen, wurde bisher kaum untersucht. Das Team von Selfiecity versucht, diesen Umstand jetzt zu ändern.

Das amerikanische Forscherteam, bestehend aus Datenanalysten, Entwicklern und Designern, hat zu diesem Zweck über 3.000 Selfies aus Berlin, Bangkok, New York, Moskau und São Paulo analysiert. Die Bilder stammen allesamt von Instagram und wurden mithilfe von Mitarbeitern, die das Team über Amazons Mechanical-Turk-Plattform verpflichten konnte, als Selfies erkannt und in verschiedene Altersgruppen unterteilt. Außerdem wurde mittel Computeranalyse festgehalten, ob und in welche Richtung die Köpfe gedreht waren und ob die Bildersteller lächeln oder nicht.

Selfie: Lächeln ist nicht überall gleich beliebt. (Bild: Selfiecity)
Selfie: Lächeln ist nicht überall gleich beliebt. (Bild: Selfiecity)

Selfie-Forschung: Die Bewohner Moskaus lächeln selten

Die Ergebnisse sind interessant, allerdings nicht in allen Fällen überraschend. Aus früheren Studien war bekannt, dass Frauen häufiger Selbstporträts anfertigen als Männer. Allerdings gibt es auch lokale Unterschiede. In Bangkok machen Frauen beispielsweise 1,3-mal so viele Selfies wie Männer. In Berlin sind es 1,9-mal so viele Bilder von Frauen und in Moskau entschieden sich Frauen sogar 4,6-mal öfter zu einem Selbstporträt als Männer.

Außerdem drehen Frauen ihren Kopf bei den Aufnahmen mit 12,3 Grad deutlich mehr als Männer mit 8,2 Grad. Die Frauen in São Paulo kommen sogar auf fast 17 Grad. Das geschätzte Durschnittsalter der Selfie-Ersteller war mit 21 Jahren in Bangkok am geringsten und mit 25,3 Jahren in New York am höchsten. Die meisten lächelnden Gesichter fanden die Forscher in Bangkok und São Paulo. Die Bewohner Moskaus hingegen ließen sich vergleichsweise selten zu einem Lächeln hinreißen.

Die Selfiecity-Seite bietet ein interaktives Tool mit der sich die Ergebnisse der Selfie-Analyse nach den verschiedensten Kriterien sortieren lassen. Wer also einen genaueren Blick auf die Datenbasis werfen möchte, kann das sehr einfach tun. Die Seite ist übersichtlich gestaltet und lädt zum Herumspielen mit den verschiedenen Filtern ein. Einen generellen Überblick über die Ergebnisse verschafft euch die folgende Bildergalerie.

Selfie: Lächeln ist nicht überall gleich beliebt. (Bild: Selfiecity)
Selfie: Lächeln ist nicht überall gleich beliebt. (Bild: Selfiecity)

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http://t3n.de/news/wp-content/uploads/2014/02/selfiecity_smiles_selfie_8-595x438.jpg

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http://t3n.de/news/wp-content/uploads/2014/02/selfiecity_chart-age_selfie_6-595x386.jpg

3 von 9

via www.fastcodesign.com

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1 Reaktionen
Paul
Paul
21.02.2014, 14:35 Uhr

Ja und "warum" lachen denn nun Brasilianer so viel und Russen nicht?

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