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Günstiger und handlicher: Neue Generation von Braille-Lesegeräten für Blinde vorgestellt

Günstiger und handlicher: Neue Generation von Braille-Lesegeräten für Blinde vorgestellt

Braille-Lesegeräte für Blinde sind teuer und nicht gerade handlich. Das soll sich mit einer neuen Generation von Geräten ändern, die Brailleschrift günstiger und endlich mehrzeilig darstellen sollen. Ein Prototyp ist jetzt auf der vorgestellt worden.

Günstiger und handlicher: Neue Generation von Braille-Lesegeräten für Blinde vorgestellt

Polymer Braille. (Bild: Twitter/Polymer Braille)

Braille-Lesegeräte sollen günstiger werden

In der Regel sind Braille-Lesegeräte ziemlich klobig und sehr teuer, womit sie für viele Blinde und Sehbehinderte oft nicht taugen. Den Zugang zu Informationen erschwert darüber hinaus, dass normalerweise nur jeweils eine Zeile dargestellt werden kann. Das alles will das US-Startup Polymer Braille ändern. Auf der CES 2016 hat das 2009 gegründete Unternehmen einen Prototypen seiner neuen Generation von Braille-Lesegeräten vorgestellt.

Braille-Lesegeräte der nächsten Generation können Texte mehrzeilig darstellen. (Bild: Polymer Braille)
Braille-Lesegeräte der nächsten Generation können Texte mehrzeilig darstellen. (Bild: Polymer Braille)

Ähnlich wie bei einem E-Book-Reader könnten damit künftig mehrere Zeilen inklusive Grafiken dargestellt werden. Dafür kommt ein Aktuator aus elektroaktivem Polymer zum Einsatz. Unter elektrischer Spannung verformen sich die Polymere und eine platzsparendere Darstellung von erhobenen Braille-Punkten ist möglich. Bei herkömmlichen Braille-Lesegeräten wird die Schrift mit kleinen Metallstiften dargestellt, die durch den piezoelektrischen Effekt angehoben und ertastet werden.

Weltweit Forschungen an neuen Braille-Lesegeräten

Ob und wann ein solches neues Braille-Lesegerät auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall sollen die Geräte günstiger sein als aktuelle Lesegeräte, wie Polymer Braille auf der CES versicherte.

Neben dem Konzept aus den USA versuchen sich schon seit Jahren verschiedene Forschergruppen und Startups an der Aufgabe, die nächste Generation von Braille-Lesegeräten zu entwickeln. Das Wiener Startup Blitab etwa hat im vergangenen Jahr eine Art iPad für Blinde vorgestellt.

via www.heise.de

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3 Antworten
  1. von Arbitrage-Gewinne am 12.01.2016 (17:04 Uhr)

    Wollte ich schon vor Jahren. Wie üblich wurde man gemobbed.
    Wichtig sind günstige Bauteile und das man es selber zusammenstecken kann um beliebige Größen zu erreichen. China produziert gut und günstig sogar Iphones oder Huawai die Mobilfunk-Sende-Masten-Elektronik...
    Die Browser-Algorithmen um es auf die Breite/Länge zu bringen kann man üpbrigens auch perfekt als Summly-Ersatz nehmen um auf Handy-Displays normale Webseiten anzuzeigen ohne das nervige Pinch-zoomen und hin-her-scrollen zu müssen. Auch PDF-Anzeiger mit "text reflow" gibts nicht grundlos.

    Wessen Brutto-Gehalt 14%-15% für Krankenkasse bezahlt der sollte vielleicht mal erkennen wie viel die älteren Bekannten jedes Quartal kosten und wieso Zilliarden für Medicare und Medicaid in den USA von STEUERN für Gesundheits-Versorgung bezahlt werden müssen.
    In USA muss man 10%-90% der Krankenkosten selber zahlen !!! Was meint Ihr wohl weshalb Pharmacy-Spam bei Google-Mail nicht so gut gefiltert wird wie der Rest: Vermutlich weil die Leute draufklicken weil das alles so teuer ist wie man an der Southpark-Folge mit den Medikamenten aus Kanada sieht. Southpark ist oft genug (so wie auch My Name is Earl, 2 Broke Girls und natürlich Shameless) die Realität von Amerika.

    Aber Kostenminimierung und Arbitrage-Einsparungen sind wohl weniger wichtig als TISA, TTIP, TISA, IPRED2 und natürlich ACTA, Softwarepatente, DMCA(?) und natürlich Gebühren, Zilliarden-Boni und Holdingketten-Förderung am besten mit Zilliarden und noch besser ewiger Steuer-Befreiung...

    Das kleine Volk bezahlt das täglich... Schaut Eure Lohnabrechnung und überlegt mal wo das Geld bleibt. Data-Wiki würde es Euch vorrechnen wie viel Prozent jeder EU-Staat von EUREN STEUERN für Militär ausgegeben wird während IS sich vermutlich immer weiter ausbreitet und wie viel Prozent von Afghanistan wieder von den Taliban kontrolliert werden ?

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  2. von grep am 12.01.2016 (18:57 Uhr)

    Hallo ...,


    es ist schon ziemlich traurig dass solche Projekte (scheinbar) nur umgesetzt werden wenn sie entsprechend profitabel sind; wenn man den Blinden und Sehbehinderten wirklich helfen wollte dann würde man als Unternehmen (zumindest 'weitestgehend') auf Gewinne verzichten um das Produkt so günstig wie möglich anbieten zu können.


    Ciao, Sascha.

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  3. von Arbitrage-Gewinne am 13.01.2016 (10:38 Uhr)

    @Grep: Ohne angeschlossene Rechtsabteilung mit vielen Vollzeit- also voll bezahlten Voll-Juristen kannst Du in vielen Ländern überhaupt nichts machen.
    In England ist man wenigstens cool wenn man ein Segway-Clone selber zusammenbastelt und das im Web dokumentiert. Woanders wird man existenzvernichtend abgemahnt und verklagt...

    Für USA usw. wo man vieles selber zahlen muss, wäre das der Renner. Hier zahlt die Krankenkasse und das Interesse hält sich in Grenzen...
    Und ob es ein offizielles oder inoffizielles Gerät ("Hilfsmittel") ist, ist vielleicht nicht so wichtig reguliert so das man an dem Milliarden-Markt teilnehmen kann und es sich die Blinden im Urlaub vom Touristen-Markt oder Zwischenflug-Stop oder aus Mexiko mitbringen weil es hier verboten wurde um teure Techniken zu erhalten. Leider sind Steuerspar-Holding-Ketten wohl wichtiger als Leuten preisgünstig zu helfen oder Fortschritt oder Ausbau von freien Wifis (z.b. am Kölner Hbf) zu ermöglichen (die Router gibts kostenlos beim Elektroschrott). Denn den Geldgebern gehts oft um andere Dinge und nicht wirklich um das Produkt. Siehe Interview bei Gründer-TV mit Aki-Aka/Steganos-Gründer oder (1). Manche würden oft wohl auch Katzen-Kaugummi oder rechtsdrehendes Klopapier finanzieren Hauptsache es schützt vor der Steuer oder wenn man die Gewinne, Einnahmen und Klein-Anleger-Millionen oder einfach nur 98% (2% kriegen vielleicht die Notare als Gebühr) der Finanzierungs-Runde dadurch seinen Verwandten und Bekannten und in ganz wenigen und nur ganz vereinzelten 10-stufigen-Holding-Ketten den 10 Geschäftsführern und Notaren und Juristen 10 mal die Gebühren und Gehälter zahlen kann und das Geld vielleicht und nur ganz selten und eigentlich fast nie versickert statt anteilig Steuern zu zahlen wie jeder kleine Arbeiter jeden Monat dem alles vom Lohn abgezogen wird... Aber das sind sicher nur Einzelfälle und die vorbildlichen Berliner Startups zahlen jedes Jahr 3% des Berliner Schuldenstandes ab und die Planungs-Software für den Berliner Flughafen wird weltweit von allen Erfolgsprojekten eingesetzt....
    Leider wird nie zwischen den ganz wenigen Pseudos und den vielen Kunden-Orientierten Startups unterschieden...
    Fast das einzige Startup das sich weiterentwickelt ist Netflix. Viele anderen Boni-Manager-Cashburner-Startups stagnieren oft genug vor sich herum. Oder sie entwickeln sich nicht weiter wie hier Berichte über Whatsapp oder Twitter immer wieder zeigen oder man seit der Übernahme von ICQ, Skype, Paypal, Summly... gesehen hat damit die Disruption doch nicht stattfindet und das Establishment weiter abkassieren kann. Amazon Italien und Spanien gibts erst seit kurzem ! Kindle gabs Jahrelang nicht in Deutschland und erst als Amazon schlechte Quartalszahlen melden musste, kam schlagartig Kindle auch in UK und Deutschland. Wie Schulkinder die nur das nötigste an Hausaufgaben machen statt wie Katzen die sich alles holen was bequem erreichbar ist und anscheinend verzögerungsfrei (technischer Optimierungs-Theorie-Begriff) ausbauen... Die Startup-Presse ignoriert das und lässt sich von Cashburner-Subventions-Forderungen und angeblichem Fachkräftemangel blenden. Keine Qualitäts-Presse wusste vom Netflix World-Strike und dem Ausbau auf alle Länder ausser China vor ein paar Wochen. Aber für die Wiederholung von Agentur- und PR-Meldungen soll man dann Leistungs-Schutz bezahlen... So sieht das Land und Qualität und Leistung aus. Die Schulden und Kosten steigen ständig.... Das Geld versickert überall. Die Armut wird kommen wie der Winter... Nur bei Game of Thrones oder bei den Eichhörnchen im Wald oder den Igeln auf den Wiesen ist fast jeder vorbereitet... Aber der Steuerzahler kann die "völlig überraschten"(TM)(R) DAX-Konzerne bald wieder mal mit Milliarden retten und die Bonis sichern...

    Ich habe vor Jahrzehnten Crowdfunding erfunden weil ich Geld einsammeln wollte um Linux/Windows-Treiber für Scanner und Drucker freizukaufen um sie auch mit Linux zu benutzen oder auch Schulbücher z.B. aus der DDR oder Russland oder Insolvente Verlage um damit kostenlose Bildungs-Systeme aufzubauen und Lehrer(und Zillionen-Pensionen) einzusparen. Wie üblich wurde man gemobbed und die Rechtskosten verhinderten es. Italiener machen jetzt das mit den Büchern... Aber mit Zuschauerspenden für 100.000 eine Schule aufzubauen die ständig bewacht werden muss ist sicher viel besser als von 100.000 Euros 1000 Tabletts zu kaufen und Bildung digital zu Hause für alle Geschlechter in allen Sprachen weltweit kostenlos anzubieten.

    Keiner wird gehindert eine Genossenschaft aufzubauen um Blinden die Geräte (zum selber zusammenstecken) aus China oder aus 3D-Drucker-Farmen (warte 5 Jahre dann gibts das als Zilliardenstartup weil ich sowas wohl hier nicht machen soll) zu organisieren. Wenn genug Leute Geld zusammentun klappt es ja vielleicht und in diesem Fall ziemlich vermutlich die 10-Euro-Raspi-Zero beweist und den Kostentreibern ins Gesicht lacht und er PC-Markt um ich glaube 10% Geschrumpft ist wie es sich gehört und heute gemeldet wurde. In USA haben sich Untertitel oder Audio-Description oder sowas (Zwangs-Funktion bei Fernsehern oder so) dank der Gehörlosen- oder Blinden-Organisationen durchgesetzt. Hier hingegen gehts vielleicht um Pöstchen und nicht um die Bürger. Rot-Grün hätte seit 2000 digitale Partizipations-Systeme benutzen und Hinterzimmer-Entscheidungen oder Klausur-Tagungen überflüssig machen können... Deutschland hat die Computer erfunden. Besser gehts uns davon nicht...
    Regierungsmitglieder und ihre Partei-Abgeordneten und alle höheren Beamten sollten immer Mitglied in der normalen Krankenkasse sein. Die Familienmitglieder können weiter in der Privatkasse sein. Ausser mir interessiert das keinen...

    Und die (vermeidbaren!!!) Zilliarden-Kosten bezahlt praktisch jeder...
    Wer kranke Verwandte betreut oder Monate auf einen Termin warten muss erkennt das tägliche Scheitern des Systems und die Ausbreitung von Leid und Armut.

    (1) http://wortvogel.de/2008/10/lost-city-raiders-coming-at-yahalloween-prosieben-2015-uhr/
    man suche "jetski".

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