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Gutscheinmarketing im E-Commerce – Mehr als nur Groupon und Co?

Gutscheinmarketing im E-Commerce – Mehr als nur Groupon und Co?

Der Begriff Gutscheinmarketing ist durch oder Mydealz groß geworden. bestätigen, dass sich über diese Plattformen viele Neukunden gewinnen lassen. Doch sind einmalige Rabattaktionen die einzige Möglichkeit um Gutscheine gezielt als Marketingtool einzusetzen?

Gutscheinmarketing im E-Commerce – Mehr als nur Groupon und Co?

(Foto: Manuel Carmona / fotolia.com)

Gutscheine sind eine Weiterempfehlung

Der Geschenkgutscheinverkauf gehört in den meisten Unternehmen zum Alltagsgeschäft. Viele Gedanken zur Optimierung machen sich dabei nur die wenigsten. Doch das Marketingpotential der klassischen Geschenkgutscheine wird unterschätzt. Wir sagen euch, worauf es ankommt.

Aus Marketingperspektive kommt ein Geschenkgutschein einer Weiterempfehlung gleich und ist somit kostenlose Werbung für das eigene Geschäft. Der Schenker gibt dem Beschenkten mit dem Gutschein eine Qualitätsgarantie. Schließlich möchte niemand eine mangelhafte Leistung verschenken. Wenn der Glückliche den Gutschein verwendet und ebenfalls von der Leistung überzeugt wird, ist hiermit ein neuer Kunde gewonnen. In dieser Hinsicht sind Geschenkgutscheine also eine Art Selbstläufer. Doch wie schafft man es, den Gutscheinverkauf zu maximieren und damit noch mehr potentielle Kunden zu erreichen?

... zum Beispiel mit einem Shop bei VersaCommerce. Dort ist bereits ein Gutscheinsystem für die Shop-Betreiber integriert.
... zum Beispiel mit einem Shop bei VersaCommerce. Dort ist schon ein Gutscheinsystem für die Shop-Betreiber integriert.

Schaffe die richtigen Voraussetzungen!

Zunächst solltest du dir überlegen, wie viel Zeit und Geld dein Unternehmen in den Gutscheinverkauf investieren will. Ohne ein professionelles Gutscheinsystem gehen mehr verkaufte Gutscheine meist mit einem höheren Arbeits- und Zeitaufwand einher. Gerade der für dein Marketing interessante Online-Verkauf von Gutscheinen kann ohne ein automatisiertes System richtig viel Zeit in Anspruch nehmen. Es ist also empfehlenswert in eine entsprechende Software zu investieren.

Weiterhin solltest du auf eine ansprechende Gestaltung deiner Gutscheine achten. Hochwertige Bildmotive und Individualisierungsoptionen für den Kunden – wie beispielsweise persönliche Widmungen – erhöhen die Attraktivität eines Gutscheinangebots. Selbst fotografierte, schlecht belichtete Bilder wirken unprofessionell und laden wenig zum Kauf eines Gutscheins ein. Deshalb solltest du auf einen professionellen Fotografen oder auf Lizenzen von Bilddatenbanken zurückgreifen. Doch Achtung: Lies dir unbedingt das Kleingedruckte durch! Bildmotive von Fotolia, Shutterstock und Co. sind nicht für den Weiterverkauf freigegeben. Nutzt du eine Standardlizenz für kann das zu hohen Bußgeldstrafen führen.

Der eigene Online-Gutscheinshop

Sind die richtigen Voraussetzungen geschaffen, kann mit dem eigentlichen Gutscheinmarketing begonnen werden. Besonders online gibt es hier viele Möglichkeiten, die über das klassische Couponing hinausgehen. Wichtig ist in erster Linie ein eigener Gutscheinshop als Verkaufsplattform. Schon die Tatsache, dass Gutscheine überhaupt online verfügbar sind, führt zu einer gesteigerten Nachfrage, da hierdurch eine breitere Kundengruppe angesprochen wird. Viele potentielle Kunden suchen über das Internet nach Gutscheinen und Angeboten in ihrer Stadt. Wer bei seinem Gutscheinshop auf SEO achtet, kann so leicht neue Kunden gewinnen.

Ein Fachhandel für Weine zum Beispiel hat so einen eigenen kleinen Gutscheinshop bei gurado.de eingerichtet. (Screenshot: gurado.de)
Ein Fachhandel für Weine zum Beispiel hat so einen eigenen kleinen Gutscheinshop bei gurado.de eingerichtet. (Screenshot: gurado.de)

Vom Self-Activator-Modell bis zu Social Media

Darüber hinaus lässt sich dein Gutscheinshop auch für weitere Marketing-Maßnahmen nutzen, die sowohl mit dem stationären Handel, als auch mit Social-Media-Auftritten verknüpfbar sind. Ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel zwischen und stationärem Handel ist das Self-Activator-Modell. Hierbei wird dem Kunden ein Blanko-Gutschein mitgegeben, den er online aktivieren kann. Das Unternehmen bleibt so länger beim Kunden präsent und der Gutschein wird im Idealfall bei der nächstpassenden Gelegenheit aktiviert und verschenkt.

Zum Gutscheinmarketing über Social-Media, wie Facebook und Co. lässt sich nicht nur ein repräsentatives Beispiel nennen, denn in diesem Bereich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um den Gutscheinverkauf anzukurbeln. Von Rabatten für Facebook-Fans bis hin zum Direktvertrieb der Gutscheine über die eigene Facebook-Seite. Ziel ist es, sich die große Reichweite der sozialen Medien zunutze zu machen, denn hier werden deine potentiellen Kunden auf interessante Angebote aufmerksam.

Die eigenen Ressourcen nutzen

Der entscheidende Punkt beim Marketing mit Geschenkgutscheinen ist es, offener zu denken und sie nicht länger nur als Papierkarte mit aufgedrucktem Geldwert zu verstehen. Geschenkgutschein-Marketing stellt eine innovative Möglichkeit dar, seine eigenen Ressourcen zu Marketingzwecken zu verwenden. Wer es kreativ und professionell betreibt, kann damit auch langfristig ohne hohe Werbebudgets neue Kunden gewinnen.

Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de

Von Johanna Böhnke

Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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4 Antworten
  1. von uwekeim am 07.06.2015 (17:05 Uhr)

    > "...Studien bestätigen, dass sich über diese Plattformen viele Neukunden gewinnen lassen..."

    Was sind denn diese "Studien"?

    Ich zweifle das eher an.

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  2. von Der Hainer am 07.06.2015 (18:28 Uhr)

    Gutscheine?
    Es besteht die Gefahr, dass man sich ausgesprochen anspruchsvolle und beschwerdefreudige Smartshopper ins Haus holt. Dreiste Einmal-Kunden, die einen Vorteil wittern, ein "Geschenk".
    Man sollte das nie ausser Acht lassen.

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  3. von Johanna.B. am 08.06.2015 (09:38 Uhr)

    Ich würde gerne auf die beiden Kommentare vor mir eingehen.

    Eine Studie finden Sie zum Beispiel hier:
    http://www.presseportal.de/pm/107460/2762318

    Allerdings geht es in dem Artikel nicht hauptsächlich um Gutscheinmarketing über Rabattplattformen wie eben Groupon oder Deals.de, sondern vielmehr um das Marketing mit klassischen Geschenkgutscheinen. Das Geschenk kommt hier also von einem Freund oder sonstigem Bekannten und nicht vom Geschäft selbst. Die Gefahr der "dreisten Einmal-Kunden" ist somit nicht gegeben. Schließlich zahlt der Endkunde für die Leistungen den Normalpreis, nur nutzt er dafür eben seinen Gutschein.

    Weitere Informatonen zum Gutscheinmarketing finden Sie unter http://site.gurado.de

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  4. von Martin E am 08.06.2015 (10:58 Uhr)

    Wir haben gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht, und zwar mit individulaisierten Print- und Onlinegutscheinen bei Erzgebirgskunst Drechsel. http://www.erzgebirgskunst-drechsel.de/specials/geschenke-gutscheine.html Es handelt sich hier um reine Geschenkgutscheine mit Individualisierungsoption. Das heißt, die Produkte werden über Magento CE ohne (besondere) Rabatte verkauft. Für die geneigte Leserschaft wäre es m.E. vorteilhaft, die verschiedenen Arten von Rabatten, Rabattcodes, Coupons und Gutscheinen mal sauber in einem Artikel auszudifferenzieren... Der Hainer meint wohl in seinem Kommentar "Kunden, die gezielt nach "Rabattcodes" und "Gutscheincodes" suchen, sind..." - das Verhalten hat aus unserer sicht aber nichts mit dem Typus des Verschenkers zu tun - der bezahlt gern den Preis und die Geschenkgutscheine werden sehr gern als Geburtstagsgeschenk genutzt. Schöne Grüße an alle E-Commercler...

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