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Startups

„Wir haben keine Angst vor Facebooks Graph Search“ – Hausbesuch bei Foursquare

    „Wir haben keine Angst vor Facebooks Graph Search“ - Hausbesuch bei Foursquare

Foursquare ein bloßer Check-In-Dienst? „Schon lange nicht mehr.“ Foursquare räumt auf mit dem Image eines netten aber nutzlosen Gamification-Startups. Leider habe man in Deutschland noch nicht ganz verstanden, was Foursquare wirklich ist. Foursquares eigentlicher Fokus liege nämlich längst auf dem Thema personalisierte Empfehlungen. Als solches biete man Nutzern wesentlich mehr als Yelp, Qype oder Google Places. Bei unserem Besuch im San Francisco-Office haben wir Einblicke in das Unternehmen bekommen und zeigen euch in einer Fotogalerie, wie es dort aussieht.

Foursquare: Fokus liegt jetzt auf der "Explore"-Funktion

Foursquare braucht in Deutschland einen Image-Wandel, soviel steht fest. Das Einchecken zum Spaß fanden am Anfang viele witzig, mittlerweile hat der Spieltrieb aber stark nachgelassen. Dabei hat der Dienst längst einen anderen Fokus, wie Holger Lüdorf, Leiter Unternehmensentwicklung, erklärt. Nur sei das in Deutschland noch nicht so ganz im Bewusstsein der Menschen angekommen – im Gegensatz zu den USA. Hier werde nämlich schwerpunktmäßig die Funktion „Explore“ genutzt, bei der es um Empfehlungen von Orten und Gastronomien geht. Und das mit großem Erfolg.

Gemütlich: Eine riesige Hängematte steht bei Foursquare im Großraumbüro.

Explore“ biete wesentlich mehr als Yelp, Qype oder Google Places. Während Nutzer bei all diesen Diensten immer auf dieselben Bewertungen stoßen, wenn sie zum Beispiel „Sushi“ eingeben, liefert Explore andere Ergebnisse. Weil ganz andere Daten miteinfließen, ein Großteil davon basiert auf den Check-Ins. So erkennt der Dienst zum Beispiel, zu welchen Uhrzeiten ein Nutzer bevorzugt bei welchen Orten eincheckt, und liefert passgenauere Ergebnisse. Die starke Personalisierung macht die Besonderheit des Dienstes aus. Auch Facebook dringt aktuell stark in diesen Bereich vor und entwickelt sich spätestens seit der Einführung von Graph Search zu einem ernsthaften Konkurrenten.

Angst vor Facebook habe man aber nicht, im Gegenteil: „Dass Facebook in diesen Bereich vordringt, ist eher eine Validierung unseres Konzepts und zeigt auf, wie groß das Thema ist. Facebook wird sich letztlich aber nie so darauf fokussieren wie wir.“ Im kommenden Jahr will Foursquare seinen Fokus ganz auf sein Produkt „Explore“ legen und es auch in Europa stärker vorantreiben. „Wir wollen die App schlechthin sein, die dabei hilft, die eigene Umgebung besser zu verstehen.“

Das Macbook von Holger Lüdorf, Leiter Unternehmensentwicklung, ist voller Statements.

Spannend ist auch das soeben in den USA gestartete Produkt „Best Places“, eine „crowdsourced Best-of-Liste, alles nutzergeneriert und damit komplett demokratisch“. Es handelt sich dabei um ein Ranking der besten Check-Ins in 30 US-Städten, erstellt aus einem gigantischen Daten-Pool aus drei Milliarden Check-Ins. Auch wenn eine Best-of-Liste an sich nichts besonderes ist, zeigt das Projekt doch auf, dass Check-Ins eben doch mehr sind als Spielerei – sie zeigen, mit Lüdorfs Worten, die „Power des Crowdsourcing“ auf. So schnell wird Foursquare jedenfalls nicht von der Bildfläche verschwinden.

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3 Reaktionen
tobiasreinhard
tobiasreinhard

Wer auch immer die Fotos gemacht hat, einige sind ziemlich verwackelt bzw. verschwommen.
Aber trotzdem gute Fotos :)

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Yvonne Ortmann

@Rico: Danke für die nett formulierte Kritik. Es ist vor allem ein Bild dabei, das verwackelt ist - da es zeigt, wie die Mitarbeiter eine Videokonferenz mit dem NY-Office abhalten, habe ich es trotzdem mit reingenommen.

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Rico Weigand
Rico Weigand

Hallo Yvonne. Wie immer ein sehr gut geschriebener Artikel, wie wir es ja von T3N kennen. Nun habe ich mir die Bilder mal durgeschaut und muss sagen, dass einige doch recht verwackelt und unscharf sind, was eigentlich schade ist. Das soll natürlich keine Kritik, sondern nur ein kleiner Hinweis sein, da durch bessere Bilder der Artikel natürlich noch besser werden würde als er jetzt schon ist.

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