Foursquare: Fokus liegt jetzt auf der "Explore"-Funktion
Foursquare braucht in Deutschland einen Image-Wandel, soviel steht fest. Das Einchecken zum Spaß fanden am Anfang viele witzig, mittlerweile hat der Spieltrieb aber stark nachgelassen. Dabei hat der Dienst längst einen anderen Fokus, wie Holger Lüdorf, Leiter Unternehmensentwicklung, erklärt. Nur sei das in Deutschland noch nicht so ganz im Bewusstsein der Menschen angekommen – im Gegensatz zu den USA. Hier werde nämlich schwerpunktmäßig die Funktion „Explore“ genutzt, bei der es um Empfehlungen von Orten und Gastronomien geht. Und das mit großem Erfolg.
„Explore“ biete wesentlich mehr als Yelp, Qype oder Google Places. Während Nutzer bei all diesen Diensten immer auf dieselben Bewertungen stoßen, wenn sie zum Beispiel „Sushi“ eingeben, liefert Explore andere Ergebnisse. Weil ganz andere Daten miteinfließen, ein Großteil davon basiert auf den Check-Ins. So erkennt der Dienst zum Beispiel, zu welchen Uhrzeiten ein Nutzer bevorzugt bei welchen Orten eincheckt, und liefert passgenauere Ergebnisse. Die starke Personalisierung macht die Besonderheit des Dienstes aus. Auch Facebook dringt aktuell stark in diesen Bereich vor und entwickelt sich spätestens seit der Einführung von Graph Search zu einem ernsthaften Konkurrenten.
Angst vor Facebook habe man aber nicht, im Gegenteil: „Dass Facebook in diesen Bereich vordringt, ist eher eine Validierung unseres Konzepts und zeigt auf, wie groß das Thema ist. Facebook wird sich letztlich aber nie so darauf fokussieren wie wir.“ Im kommenden Jahr will Foursquare seinen Fokus ganz auf sein Produkt „Explore“ legen und es auch in Europa stärker vorantreiben. „Wir wollen die App schlechthin sein, die dabei hilft, die eigene Umgebung besser zu verstehen.“
Spannend ist auch das soeben in den USA gestartete Produkt „Best Places“, eine „crowdsourced Best-of-Liste, alles nutzergeneriert und damit komplett demokratisch“. Es handelt sich dabei um ein Ranking der besten Check-Ins in 30 US-Städten, erstellt aus einem gigantischen Daten-Pool aus drei Milliarden Check-Ins. Auch wenn eine Best-of-Liste an sich nichts besonderes ist, zeigt das Projekt doch auf, dass Check-Ins eben doch mehr sind als Spielerei – sie zeigen, mit Lüdorfs Worten, die „Power des Crowdsourcing“ auf. So schnell wird Foursquare jedenfalls nicht von der Bildfläche verschwinden.
Bildergalerie
Alle 31 Bilder ►Weiterführende Links
- Foursquare macht mit neuer Bewertungs-Funktion Qype Konkurrenz - t3n.de
- “Graph Search”: Facebook präsentiert soziale Suchmaschine - t3n.de
- Your check-ins. Your tips. The best places across the U.S. ranked by the millions of you who actually went there.- Foursquare Blog
![foursquare „Wir haben keine Angst vor Facebooks Graph Search“ – Hausbesuch bei Foursquare [Bildergalerie]](http://t3n.de/news/wp-content/uploads/2013/02/2013-01-31-12.58.361-205x115.jpg)







































von Rico Weigand 01.02.2013 (18:13Uhr) 1.
Hallo Yvonne. Wie immer ein sehr gut geschriebener Artikel, wie wir es ja von T3N kennen. Nun habe ich mir die Bilder mal durgeschaut und muss sagen, dass einige doch recht verwackelt und unscharf sind, was eigentlich schade ist. Das soll natürlich keine Kritik, sondern nur ein kleiner Hinweis sein, da durch bessere Bilder der Artikel natürlich noch besser werden würde als er jetzt schon ist.
von Yvonne Ortmann 02.02.2013 (16:57Uhr) 2.
@Rico: Danke für die nett formulierte Kritik. Es ist vor allem ein Bild dabei, das verwackelt ist - da es zeigt, wie die Mitarbeiter eine Videokonferenz mit dem NY-Office abhalten, habe ich es trotzdem mit reingenommen.
von syncx. 03.02.2013 (10:59Uhr) 3.
Wer auch immer die Fotos gemacht hat, einige sind ziemlich verwackelt bzw. verschwommen.
Aber trotzdem gute Fotos :)
von Facebooks Social Graph Search getestet |… 03.02.2013 (14:44Uhr) 4.
[...] Damit ist klar: die Social Graph Search ist noch lange nicht fertig. Sie ist noch keine echte Hilfe,weil sie mir zu wenige Informationen zeigt. Die möglichen Suchen sind noch sehr starr, d.h. es gibt ein paar vorgefertigte Suchanfragen, aber freie Eingaben führen oft zu nichts. Da verweist Facebook dann auf die Web-Suche mit Bing, die angezeigt wird ohne Facebook zu verlassen. Es sieht nicht danach aus, dass die Suche Sätze versteht. Und die Menge an Daten, die Facebook hat, kann mit dieser Suche noch nicht ausreichend durchforstet werden. Die Suche steht am Anfang, mal sehen wie es weitergeht. Da verwundert es nicht, dass Foursquare keine Angst vor der Social Graph Search hat, wie t3n von ihrem Besuch im HQ im San Francisco berichtet. [...]
von Foursquare: Das sind die beliebtesten Lo… 25.03.2013 (09:30Uhr) 5.
[...] „Wir haben keine Angst vor Facebooks Graph Search“ – Hausbesuch bei Foursquare [Bildergalerie] – t3n News [...]