Hacker knacken Datenbank von Gawker und stellen sie ins Netz

Hacker knacken Datenbank von Gawker und stellen sie ins Netz
Das Medienunternehmen Gawker wurde von Hackern heimgesucht, die große Teile der Datenbank mit rund 1,3 Millionen Datensätzen kopiert und anschließend zum öffentlichen Download bereitgestellt haben. Unter den gestohlenen Daten befinden sich auch die Accountdaten von Websites wie Gizmodo, Lifehacker und Kotaku, die alle zu Gawker gehören. Gawker Media hat bereits darauf reagiert und die Nutzer der Websites dazu aufgefordert ihre Passwörter zu erneuern.

Hacker Gruppierung „Gnosis“ bekennt sich zum Angriff auf Gawker

Eine Gruppe von Hackern, die sich selbst als „Gnosis“ bezeichnet, soll für den Angriff auf Gawker Media verantwortlich sein. Der Hintergrund: Gawker-Gründer Nick Denton hatte über 4Chan - zu der Gruppierung seiner Meinung nach Gnosis gehört - gelästert und sie spöttisch als „Skript-Kiddies“ bezeichnet. Als Racheaktion hackten diese daraufhin das Passwort von Denton und gelangten darüber an die Daten. Gegenüber Mediaite erklärte Gnosis, man habe Gawker eins auswischen wollen, weil sie so arrogant waren. Außerdem sei es nicht richtig, dass Gnosis der 4Chan Gruppe zuzuordnen sei.

NickDenton
Wurde zum Ziel der Hacker - Gawker Media-Gründer Nick Denton (Foto: magerleagues, Flickr.com)

Hacker wollten Gawker-Gründer Nick Denton kompromitieren

Wie auch immer man die Aktion von Gnosis beurteilen mag, den Spott haben sie jedenfalls an Gawker Media und vor allem ihren Gründer Nick Denton weitergereicht. Es sei ganz einfach gewesen und man habe sogar die Zeit gehabt, mehr als 80 Prozent der gesamten Datenbank herunterzuladen. Nachdem Gnosis Mediaite exklusiv darüber informiert hatte, wurden die Daten auch noch als Torrent-File zum angeboten. Unter anderem war das 500 MByte große File auch bei The Pirate Bay zu finden, wurde dort aber mittlerweile wieder entfernt.

Scheinbar hatte Denton mit einer beliebten Bequemlichkeit für eine noch leichtere Arbeit der Hacker gesorgt. So soll er nach Angaben von Gnosis nur ein Passwort für alle Gawker-Blogs benutzt haben. Und mehr noch - auch für seine persönlichen Accounts bei Google und Twitter nutzte er das gleiche Passwort. Da wirkt es schon etwas wie Selbstironie, dass Gawker in einem Blogartikel zum Angriff der Hacker auf einen Artikel bei Lifehacker hinweist, der beschreibt, wie man sichere Passwörter erstellt.

Gawker hack
Gawker weist auf den Angriff der Hacker hin und rät den Nutzern dazu ihre Passwörter zu wechseln.

Nach dem Angriff der Hacker: Gawker ruft alle Account-Inhaber zum Passwort-Wechsel auf

Wer einen Account bei Gawker-Seiten wie Gizmodo, Lifehacker, Kotaku und weiteren hat, sollte unverzüglich sein Passwort austauschen. Dazu ruft Gawker Media sowohl auf der Website als auch via E-Mail auf. Zwar seien die etwa 1,3 Millionen Passwörter per DES verschlüsselt, doch dies sei heute auch kein hundertprozentiger Schutz mehr. Für Gawker selbst gibt es natürlich ungleich mehr Arbeit. Nick Denton und seine Mitarbeiter müssen versuchen den Schaden möglichst gering zu halten und alle wichtigen Zugänge zu ihren Servern mit neuen Passwörtern ausstatten.

Weiterführende Links:

Exclusive: ‘Gnosis’ Explains The Method And Reasoning Behind Gawker Media Hack - Mediaite

Bildnachweis: Foto von magerleagues auf Flickr. Lizenz: CC BY

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4 Antworten
  1. von Christian Baer 13.12.2010 (15:27Uhr) 1.

    Tja, da hat er sich wohl mit den Falschen angelegt...

    Don't mess with the dark side :)

  2. von Kevin Claus via facebook 13.12.2010 (17:31Uhr) 2.

    ... aber da geht doch noch mehr oder....... "Gnosis go"

  3. von Adriano Bowe via facebook 13.12.2010 (17:44Uhr) 3.

    Habe da auch schon ne Nachricht bekommen, gehöre wohl nun zu den Betroffenen, naja wer hat heutzutage nur eine Mail Adresse :D

  4. von Netzgezwitscher des Tages: Das “ha… 13.12.2010 (20:56Uhr) 4.

    [...] Hacker-Angriffe, auf nichtmal minder bekannte Unternehmen, am heutigen Montag. So wurden bspw. die Server des US-Unternehmens Gawker, unter dessen Dach sich (zumindest in der “Szene”) bekannte Websites/Blogs wie Gizmodo, [...]

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