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Merkel eröffnet Hannover Messe: „Apokalyptische Thesen“ zur Digitalisierung nicht erfüllt

    Merkel eröffnet Hannover Messe: „Apokalyptische Thesen“ zur Digitalisierung nicht erfüllt
Roboter-Autos für alle: Angela Merkel sieht Selbstfahren vor dem Aus. (Foto: dpa)

Im 70. Jahr ihres Bestehens sieht sich die Hannover Messe erfolgreich etabliert als Schaufenster für technische Fortschritte. Im Zentrum der Messe stehen Roboter.

Mit Appellen für einen freien und fairen Welthandel ist die Hannover Messe am Sonntag an den Start gegangen. Bei der Eröffnungsfeier am Abend plädierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eindringlich für offene Märkte. Abschottung und Protektionismus führten auf Dauer immer wieder zu Verlusten, warnte sie.

Die Messe gilt als weltgrößte Leistungsschau für industrielle Neuerungen. Erwartet werden rund 200.000 Besucher und 6500 Aussteller – 60 Prozent davon aus dem Ausland.

Leitthema der Hannover Messe ist erneut die vernetzten Industrie

Die fünftägige Veranstaltung ist im 70. Jahr ihres Bestehens erneut dem Leitthema der vernetzten Industrie gewidmet, bei der Roboter eine zunehmende Rolle spielen. Die „apokalyptischen Thesen“, die eine Verdrängung des Menschen durch die mechanischen Helfer vorhersagten, hätten sich laut Kanzlerin nicht erfüllt. Das Thema Weiterbildung sei aber ein wichtiges, zentrales Thema der Digitalisierung.

(Foto: Hannover Messe)

Parallel zur Suche nach neuen Geschäftsmodellen geht es angesichts der Risiken in vielen Exportländern bei zahlreichen Konferenzen auf der Messe auch um politische Orientierung für die Branche.

Auf der Eröffnungsfeier übergab Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) den diesjährigen Hermes-Award für einen intelligenten Greifarm an das in Baden-Württemberg ansässige Familienunternehmen Schunk GmbH. Eine besondere Ehrung gab es zudem für den Unternehmer Dietmar Harting, der seit 1947 jedes Jahr bei der Hannover Messe war.

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Roboter

Roboter sind diesmal DAS Trendthema der Messe. Vor allem die Industriehelfer ermöglichen, in immer neue Dimensionen vorzustoßen. Ob in der Fertigung, der Logistik oder im privaten Haushalt: die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter wird ausgefeilter. Der Hersteller Festo etwa zeigt einen pneumatischen Leichtroboter, der dem menschlichen Arm nachempfunden ist und feinfühlige Bewegungen ausführt. Von Franka Emika kommen dazu sogenannte Roboter-Apps, die das Programmieren dieser mechanischen Helfer mit ihren hochkomplexen Fähigkeiten zur Minuten-Sache machen.

Künstliche Intelligenz (KI)

KI geht einher mit dem Roboterthema und befähigt die mechanischen Helfer, selbst zu lernen, sich zu optimieren und auch dem Menschen anzupassen. Auf der Messe demonstriert das der Tischtennis spielende Roboter „Forpheus“ von Omron Electronics. Er kann eine Flut an Informationen so verarbeiten, dass er Ereignisse wie komplexe Bewegungen vorherzusehen vermag. Die Bahn des von seinem Gegenüber aufgeschlagenen Balls kann er mit 80 Berechnungen pro Sekunde präzise vorhersagen.

Smart Factory

Digital vernetzte Industrieanlagen wie sie etwa der Roboterhersteller Kuka zeigt, verkürzen nicht nur die Produktionszeit, sondern ermöglichen auch größtmögliche Flexibilität beim Herstellungsverfahren. Messebesucher etwa können sich vom Smartphone innerhalb von 15 Minuten ein komplettes Puzzle fertigen lassen. In der Praxis ermöglicht das etwa die schnelle Integration von Sondermodellen im laufenden Fertigungsprozess.

Energiesysteme

Den Energiesystemen der Zukunft spüren viele Aussteller auf der Messe nach. Dabei stehen neben Brennstoffzellen auch semi-transparente Solarmodule im Fokus, die sich in die Glasfassade integrieren lassen. Das Karlsruher Institut für Technologie zeigt etwa transparente Solarzellen, die sich in Brillengläser integrieren lassen und somit Strom erzeugen können.

Daten

Daten gelten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Kaum eine Firma, die nicht mit ihrer smarten Nutzung plant. Daten werden bei sich selbst optimierenden Industrierobotern ebenso verwendet wie bei vernetzten Bienenstöcken.

Autonomes Fahren

Volkswagen will künftig den Verkehrsfluss verbessern. Am Beispiel Peking – einer Stadt, die normalerweise permanent Stau-Probleme kennt – wird gezeigt, wie per Quantencomputer-Technologie Staus aufgelöst werden. Das geschieht, indem alle Autos in einem bestimmten Areal eine ganz eigene, optimierte Route erhalten. Das erfordert Berechnungen fast in Echtzeit - und auch autonom fahrende Autos brauchen Verkehrsplanung. VW-Digitalchef Martin Hofmann spricht von einer „Weltpremiere“.

Datensicherheit

Sicherheit gewinnt mit zunehmender Datennutzung enorm an Bedeutung. Viele Unternehmen zeigen, wie wichtig der Schutz sensibler Daten ist. dpa

 

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