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Hannover Messe: Roboter machen ein freundliches Gesicht

Bundeskanzlerin Angela Merkel am Stand von Schunk auf der Hannover Messe. (Foto: dpa)

Roboter stehen auf der Hannover Messe in diesem Jahr unübersehbar im Mittelpunkt der Industriemesse. Viele Hersteller scheinen die gesellschaftliche Sprengkraft des Themas erkannt zu haben.

„Auch die Industrie 4.0 wird nicht dazu führen, dass wir menschenleere Fabriken haben“

Die Digitalisierung hat die klassische Industrie mit voller Wucht erreicht: Das Thema der über das Internet vernetzten Industrie, die sogenannte Industrie 4.0, ist auf der diesjährigen Hannover Messe allgegenwärtig. Große IT-Unternehmen wie Cisco, Microsoft und IBM sind hier längst ebenso präsent wie deutscher Mittelstand und Roboterhersteller wie Kuka. Siemens wirbt für Mindsphere, eine Art Betriebssystem für das industrielle Internet, bei der jede physische Komponente einer Fabrik ein virtuelles Gegenstück hat – den „Digital Twin“.

Hannover Messe: Aussteller werben für Industrie 4.0

Die Aussteller werben mit kürzeren Leerlaufzeiten und weniger Energieverbrauch als Vorteile der vernetzten Industrie. Die verschiedenen Stufen der Fertigung sollen Daten miteinander austauschen und so Produktion über Logistik bis zum Handel in Gleichtakt bringen. Die Vorteile sind eine Produktion, die sich schneller und flexibler auf die Nachfrage einstellen kann und so günstiger und effizienter ist.

„Das Motto heißt: digitalisiere dich oder stirb“, sagte Benjamin Gallezot, Generaldirektor im Wirtschaftsministerium Frankreich, auf einem Panel der Messe am Montag. Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, erklärte, die Sicherheit der Daten stehe im Mittelpunkt der Sorgen von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Optisch aber dominieren vor allem Roboter weiterhin das Bild der Industriemesse – und die machen zunehmend ein freundliches Gesicht: Humanoide Roboter sind ein Trendthema der Messe.

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Kosten Roboter und Automatisierung Jobs?

Den Herstellern der Roboter scheint auch die gesellschaftliche Sprengkraft des Themas bewusst zu sein: Erst kürzlich warnte Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), vor den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch einen zu schnellen Wandel in Richtung Automatisierung. Zahlreiche Hersteller auf der Hannover Messe betonen daher die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter als Zukunftsmodell.

So stellte der Roboterhersteller Comau beispielsweise seinen Roboterarm Aura vor, der eine „echte Kollaboration zwischen Robotern mit hoher Nutzlast und Menschen“ erlaube. „Auch die Industrie 4.0 wird nicht dazu führen, dass wir menschenleere Fabriken haben“, sagte Michael ten Hompel, Professor am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML). „Die Digitalisierung lässt sich gestalten.“

Dazu sei es aber notwendig, stärker interdisziplinär auszubilden. „Der Begriff der Arbeit wird ein anderer werden“, sagte Hompel. Unter anderem stelle sich die Frage, wie Verantwortung zwischen Menschen und Maschinen aufgeteilt werde, wenn Maschinen autonomer werden. Im Mittelstand sei noch nicht angekommen, wie schnell der Wandel in Richtung sogenannter cyberphysischer Systeme – also der Vernetzung der Industrie – vonstatten ginge.

Der Umsatz mit Lösungen für die Industrie 4.0 werde allein in diesem Jahr um 21 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro steigen, teilte der Branchenverband Bitkom am Montag zum Start der Hannover Messe mit. Auch für 2018 erwarte man einen Zuwachs von mehr als 22 Prozent. Damit beschleunige sich das Wachstum trotz des bereits erreichten hohen Niveaus, hieß es.

„Die Digitalisierung der industriellen Produktion ist das Wachstumsthema schlechthin“, sagte Winfried Holz, Mitglied des Bitkom-Präsidiums. Bis kommenden Freitag steht auf der Hannover Messe das Thema Industrie 4.0 im Fokus. Auf der weltgrößten Industriemesse werden dieses Jahr rund 200.000 Besucher und 6.500 Aussteller erwartet.

Mit Material der dpa

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