Wie funktioniert Hashable?
Hashable ist immer noch in einer semi-privaten Betaphase, aber jeder, der die gratis iPhone-Applikation benutzt, kann sich auch ohne Einladung direkt anmelden. Ansonsten kannst du @hashable bei Twitter folgen und bekommst schnell eine Einladung von den Entwicklern. Einmal angemeldet kann man via Hashable alte Freunde und neue Bekannte über Twitter und E-Mail einander vorstellen. Natürlich kann man auch neue Bekanntschaften bei Hashable eintragen und dadurch virtuelle Vistenkarten austauschen. Wenn man will, kann man dank Hashable diese neuen Beziehungen und Vorstellungen wiederum über Twitter publik machen.
Um so mehr Verbindungen man auf diese Weise erstellt, um so mehr Hash-Creds (also Punkte bei Hashables Reputationssytem) bekommt man. Um das Spielerische bei dieser Punktejagd noch zu verstärken, gibt es bei Hashable ein Leaderboard, also eine Topliste.
Macht Hashable Sinn?
Wie sinnvoll ist das aber alles? Das Problem bei dem Dienst ist, dass er zu sehr auf Twitter ausgerichtet ist. Das ist zwar kein Problem, wenn man gerade auf einer Konferenz zum Thema Social Media ist, aber in der Realität ist es nun einmal so, dass die meisten Menschen nicht bei Twitter aktiv sind.
Statt Twitter kann man bei Hashable auch E-Mail-Adressen benutzen, um zwei Bekannte miteinander in Kontakt zu bringen. Aber da kann man gleich eine E-Mail an beide schreiben, anstatt sich erst bei Hashable einzuloggen oder die Applikation zu starten. Der einzige Grund, diesen Dienst via E-Mail zu benutzten, ist um Punkte bei Hashables Reputationssystem zu gewinnen.
Dieses System macht aber nur Sinn, wenn genug Leute die Applikation benutzen. Dann könnte man Hashable tatsächlich in der Zukunft als Empfehlungungssytem benutzten. Derzeit gibt es aber noch nicht einmal eine Suchfunktion. Dadurch ist Hashable aktuell für diese Funktion noch nicht benutzbar, aber die Idee steht sicher schon bei den Erfindern auf dem Strategieplan.
Zur Zeit ist Hashable also eher ein Spielzeug für Geeks. Es hat zwar viel Potenzial, aber man kann die Frage „Braucht das denn jemand?“ nur dann mit „Ja“ beantworten, wenn man seine Zeit hauptsächlich auf Tech- und Social-Media-Konferenzen verbringt.






5 Answers
von Kai Thrun 28.01.2011 (11:34Uhr) 1.
definitiv wird Hashable die Visitenkarten verdrägen. So wie es Poken bereits getan haben ;)
von torsten 28.01.2011 (11:36Uhr) 2.
Entscheider, Vorstände und Manager aus der mittleren Führungsebene und höher sind heute in vielen Fällen noch "Internetausdrucker". Das wird noch eine Weile dauern, bis die in der Lage sind, auf Ihre Pappkartons zu verzichten.
Die Idee finde ich aber gut und werde beobachten, wie es damit weitergeht.
von Marcel 30.01.2011 (00:15Uhr) 3.
hmm die Idee Visitenkarten zu verdrängen finde ich, schon der Umwelt zuliebe, sehr reizvoll. Jedoch sehe ich, zumindest laut Artikel, nicht wirklich wie das mit hashable funktionieren soll?! Jetzt mal ganz praktisch: wer stellt sich bei nem Meeting oder Treffen hin und tippt die Daten des Gegenüber ins iPhone? Das muss irgendwie schneller gehen, ansonsten bleibt die alte Papierkarte eben noch die beste Lösung..
von Visitenkarten scannen oder sogar ganz er… 01.02.2011 (08:16Uhr) 4.
[...] in einem Artikel erwähnte Jumpscan, das die Kontaktinfomrationen in QR-Codes verpackt oder das bei T3N ausführlich vorgestellte Hashable, das es ermöglicht andere Menschen miteinander bekannt zu [...]
von Link-Tipps der letzten Woche | Leander W… 02.02.2011 (07:01Uhr) 5.
[...] Hashable: Das Ende der Visitenkarte oder Spielzeug für Geeks? [...]