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Hater: Gegenentwurf zur rosaroten Social-Media-Welt

Hater: Gegenentwurf zur rosaroten Social-Media-Welt

Im Social Web gibt es nur Dinge, die wir mögen. Nein, das stimmt eigentlich nicht, aber es gibt halt keinen Dislike-Button und auch kein -1. Da aber trotzdem nicht alles rosarot ist, gibt es jetzt Hater. Mit dieser App lassen sich Dinge teilen, die wir nicht mögen.

Hater: Gegenentwurf zur rosaroten Social-Media-Welt

Hater: Ein Gegenpol zum rosaroten Social Web

Der nicht vorhandene Dislike-Button bei Facebook war schon Gegenstand unzähliger Diskussionen und leider auch ebenso zahlreicher Versuche mit einem vermeintlichen Dislike-Button Nutzer zu täuschen. Das hat dann meist auch sehr gut geklappt, denn das Verlangen auch mal etwas negativ zu bewerten, ist eine natürliche Verhaltensweise der Menschen. Nur im Social Web sind solche negative Bewertungen nicht gerne gesehen, da sie die Wohlfühlatmosphäre beeinträchtigen und den Alptraum jeder Marketingabteilung darstellen. Ob die Fanseiten bei Facebook so populär geworden wären, wenn es einen Dislike-Button geben würde, darf mal ruhig bezweifeln.

Mit Hater kann man auch negative Erfahrungen mit seinen Freunden teilen.

Mit der App Hater soll nun also endlich die Möglichkeit geschaffen werden, auch mal Dinge nicht zu mögen, ja sogar zu hassen.

Hater - weil man im Stau stehen einfach nicht liken kann

Die am vergangenen Freitag in Austin auf der SXSW gestartete App Hater will ein Grundbedürfnis der Menschen befriedigen: Abneigung. Dabei geht es weniger darum ein Produkt oder einen Umstand zu verurteilen, sondern um die vielen kleinen alltäglichen Dinge, die man auch mit viel guten Willen nicht lieben kann. Der Montagmorgen dürfte für viele Menschen ein passendes Beispiel sein. Oder der Stau, in dem man gerade steht. Oder der verspätete Zug, den man nur genommen hat, um den ungeliebten Stau zu entkommen.

Hater funktioniert über Bilder, die die Nutzer hochladen und mit einer klaren Aussage versehen, wie zum Beispiel: „Im Stau stehen ist mist!“. Beides wird dann zusammen mit der Hater-Community geteilt, ganz wie man es von wie Instagram kennt. Um den Start zu vereinfachen, können Neunutzer sich mit ihren Facebook- und Twitter-Kontakten verbinden, die schon bei Hater angekommen sind. Natürlich funktioniert auch das Teilen bei Facebook und . Zudem gibt es unter „Popular“ eine Auswahl „beliebter“ Einträge.

Die Hater-App gibt es zum Start für iOS, eine Version für Android soll in den nächsten Monaten folgen.

Was sind denn für euch Dinge, für die ihr die Hater-App nutzen würdet?

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9 Antworten
  1. von Dirk am 11.03.2013 (12:50 Uhr)

    Es ist vollkommen verständlich, dass man etwas nicht disliken kann, wenn man sich es genauer überlegt.

    Facebook wollte den Benutzern ein Gefühl von Freiheit geben, indem sie jederzeit alles Mögliche liken können. Wenn disliken auch frei wäre, könnte es schnell zu einer Mobbingfunktion degradiert werden, was vor allem in Real Life unter Kindern gerne und oft gemacht wird (scheinbar ein tolles Gefühl für andere, wenn sie andere erniedrigen können und sie sich deshalb mächtiger fühlen).
    Facebook will und kann vermutlich nicht diese Unmengen an Geldern ausgeben, um in allen Sprachen bei jedem Dislike sicher zu gehen, dass es nicht als Mobbingfunktion benutzt wird (was heutzutage oft durch Shitstorms erzeugt wird, die allerdings durchaus gerechtfertigt sein können => daran merkt man eher, dass auch Erwachsene an Shistorms beteiligt sind und es abzuflachen versuchen, wenn es ungerechtfertigt ist).

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  2. von wowawebdesign am 11.03.2013 (13:05 Uhr)

    Die Bedienung der App ist völlig daneben, manche Buttons reagieren nur, wenn man sie punktgenau trifft. Gute Idee, grottig umgesetzt.

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  3. von Gnut am 11.03.2013 (14:19 Uhr)

    @wowawebdesign: Gute Idee? Was genau ist an dieser Idee gut? Die mangelnde Umsetzung ist nur die konsequente Fortführung der Unnötigkeit einer solchen App. Weder ist die Idee innovativ, noch durchdacht, noch hat sie irgendeinen Mehrwert, Spaßfaltor oder nutzen?

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  4. von wowawebdesign am 11.03.2013 (14:32 Uhr)

    @Gnut: das ist, wie so vieles, Geschmacksache. ;)

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  5. von Schleeh am 11.03.2013 (15:37 Uhr)

    Hallo Falk,

    ich halte diese App für überflüssig. Schon der Name "Hater" strahlt eine extrem negative Einstellung aus. Gerade in sozialen Netzwerken übe ich, wenn überhaupt nur konstruktive Kritik. Wenn mir etwas nicht gefällt, strafe ich es einfach durch Nichtbeachtung. Mit Apps wie Hater kommen wir zu den gleichen Problemen die wir in der Berichterstattung der Medien haben, es sind überwiegend negative Berichte zu finden.

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  6. von Gnut am 11.03.2013 (16:32 Uhr)

    @wowawebdesign: Das finde ich nicht ;-)

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  7. von Präferenzen verändern sich am 11.03.2013 (18:20 Uhr)

    Die Fehler des Like-Graphen werden bei Hate-Graphen schneller offensichtlich. Man müsste Faker und Modetrends ausblenden. Bei Hate-Graphen erkennt man das viel eher.
    Likes könnten beispielsweise ja nur 100 Tage halten und dann beispielsweise jeden Tag 1 Hunderstel kleiner werden. oder man wird regelmäßig gefragt ob bzw. warum man etwas hatet bzw. liked und wenn man "falsch" antwortet, wird der vor Wochen oder Monaten gegebene like/hate-"Punkt" abgezogen bzw. deaktiviert. Das würde Faker-Clickworkern die Arbeit massiv erhöhen und die Qualität des Like-Graphen durch Auffrischung (wie bei Bäumen) verbessern.

    Wenn man keine Raucher mag, lädt man die auch nicht ein. Man sollte also mitteilen können, das man Raucher bzw. deren Geruch nicht mag oder das man selber Raucher ist. Oder was sonst auch immer (Schalke-Fans, Bayern-Fans, Apple-Fanbois, Android-Fanbois, Win8Phone-Fanbois, Acta-Fans, LSR-Fans, Ehebrecher,...) . Dann können die Gruppen sich voneinander fernhalten oder der SmarTV zeigt einen anti-Smiley bei Politikern die man nicht mag und im TV erscheinen... .

    Interessant wäre beispielsweise, wenn man die Likes von "Der Minister"-TV-Sendung (morgen abend?) und Guttenberg vergleicht. Kann man wirklich beides liken ?

    Die Präferenzen ändern sich auch. Schon das normale Unliken ist evtl zu mühselig. Und Unliken will man vielleicht ständig weil Promis, Politiker oder Fußballer oder Vereins-Leute sich ungut verhalten und man die nicht mehr liken will.
    Wenn man ständig Dschungelcamp-Kandidaten oder DSDS-Kandidaten oder Super-Model-Kandidaten liked, wie viele davon kennt man nach 1-2 Jahren noch ? Der Like-Graph setzt sich zu und "vermüllt" wie Haare im Abfluss oder Staubmäuse unterm Bett oder Staub auf dem Schrank oder Erde auf längst untergegangenen Städten.

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  8. von Dirme am 12.03.2013 (10:17 Uhr)

    Hater-App? Dont like! Schließe mich da Schleeh völlig an. Aber vielleicht lässt sich so ja das Ausmaß an Shitstorms begrenzen - einfach ein klick statt ein unqualifizierter Kommentar. Dann wiederum würde ich es begrüßen. Dass der Hater sich durchsetzt ist gar keine Frage - aber er wird auch das Liker Lager stärken. Letzten Endes heben sich beide wohl gegenseitig auf.

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  9. von proentry am 12.03.2013 (11:59 Uhr)

    Ich glaube wenn man hier anfängt Dislike-Buttons in Sozialen Netzwerken einzubauen dann beginnt doch eine Schlammschlacht nach der anderen. Will nicht wissen wie Unternehmen dann loslegen würden um ihren Konkurrenten zu schaden.
    Es ist nicht ohne Grund, dass Zuckerberg das nie eingeführt hat, da sonst ein Shitstorm nach dem anderen gestartet werden würde...

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