Haushaltsroboter mit Kamera durch Google+ Hangout steuern

Haushaltsroboter mit Kamera durch Google+ Hangout steuern
Ein Google-Mitarbeiter hat seine Freizeit sinnvoll genutzt und seinen defekten Staubsauger-Roboter umgebaut. Mit einem Tablet-Computer an Bord, inklusive Webcam und Monitor wurde der Roboter zum „Virtual Presence Device". Steuern lässt sich der Roboter durch einen Google+ Hangout.

Virtual Presence Device

Das Prinzip sämtlicher Videotelefonie nennt sich „Telepräsenz". Im Kern geht es darum, eine entfernte Person möglichst real an einem anderen Ort zu repräsentieren. Der erste Schritt dazu wäre ein klassisches Videotelefonat. Gibt man allerdings der entfernten Person auch noch die Möglichkeit, sich selbstständig zu bewegen, etwa durch einen Roboter, so wird die ganze Sache wesentlich spannender. Die Person kann plötzlich selbstständig agieren und sich zum Beispiel andere Gesprächspartner suchen. Ein solches "Virtual Presence Device" hat der Google+-Entwickler Gregory Class nun aus seinem alten Roomba-Staubsaugerroboter gebaut.

Defekter Roomba + Tablet-PC = Hangout-Roboter

Der defekte Roboter wurde zunächst wieder repariert und anschließend mit einem Tablet-PC (natürlich mit WLAN) ausgestattet. Der PC wird über einen seriellen Port mit dem Roboter verbunden. Auf dem PC läuft schließlich ein kleiner Webserver, der die Befehle für die Steuerung entgegennimmt und über die Kabelverbindung an den Roboter weitergibt. Die Besonderheit an diesem Roboter ist aber, dass er die Hangout-API verwendet um eine Benutzeroberfläche im Hangout zur Verfügung zu stellen. Über eine Hangout-Extension kann der Roboter dann bequem mit der Maus und einem Tastenkreuz gesteuert werden.

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Ansicht der Bedienoberfläche des Roboters

Nachholbedarf in Sachen Sicherheit

Class gibt zu bedenken, dass es sich um eine relativ schnelle Umsetzung handelt, und dass in Sachen Sicherheit einiges an Nachholbedarf bestünde. Nichtsdestotrotz handelt es sich dabei um eine tolle Möglichkeit für den Einsatz von Google-Hangouts. Um außerdem als nützliches und sinnvolles "Virtual Presence Device" engesetzt zu werden, müsste die Webcam und der Monitor sich auf Augenhöhe befinden, ansonsten fällt eine richtige Interaktion mit Mitmenschen sehr schwer. Ein solches Projekt zeigt auch, was für ein spannendes Thema die "Telepräsenz" trotz Skype, Facebook und Co. ist. Auch in den Medien wurde das Thema in der amerikanischen Fernsehserie „The Big Bang Theory" aufgegriffen. Einer der Protagonisten trat über eine Folge hinweg fast ausschließlich als Roboter auf.

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2 Antworten
  1. von Haushaltsroboter mit Kamera durch Google… 05.08.2012 (14:25Uhr) 1.

    [...] Ein Google-Mitarbeiter hat seine Freizeit sinnvoll genutzt und seinen defekten Staubsauger-Roboter umgebaut. Mit einem Tablet-Computer an Bord, inklusive Webcam und Monitor wurde der Roboter zum „Virtual Presence Device".  [...]

  2. von Haushaltsroboter mit Kamera durch Google… 05.08.2012 (19:36Uhr) 2.

    [...] t3n MagazinHaushaltsroboter mit Kamera durch Google+ Hangout steuernt3n MagazinEin Google-Mitarbeiter hat seine Freizeit sinnvoll genutzt und seinen defekten Staubsauger-Roboter umgebaut.  [...]

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