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Heimarbeiter: Vier Tipps für mehr Produktivität im Home-Office

Heimarbeiter: Vier Tipps für mehr Produktivität im Home-Office

In einer zunehmend globalisierten Welt arbeiten immer mehr Menschen im Home-Office: Erst in dieser Woche hat die Büropflicht abgeschafft. Die Begründung: Gute Arbeit ist unabhängig von Ort und Zeit.

Heimarbeiter: Vier Tipps für mehr Produktivität im Home-Office
(Foto: © conejota – iStock.com)

Bereits 1998 hatte das Unternehmen feste Arbeitszeiten abgeschafft, nun auch die Anwesenheitspflicht im Büro. Auch bei SAP dürfen die Mitarbeiter zuhause arbeiten. Ob künftig auch andere Unternehmen nachziehen werden, bleibt fraglich. Home-Office muss nicht immer nur Vorteile haben: „Working from home should be considered dangerous and could be a disaster when you consider the potential impact on your quality of life,” warnt etwa der Motivationstrainer und Autor Grant Cardone. Deshalb sehen auch deutsche Gewerkschaften Gefahren in der zunehmenden Flexibiliät: Was auf den ersten Blick wie die absolute Freiheit im Arbeitsleben aussieht, kann auch zur Ausbeutung werden, wenn Mitarbeiter ständig erreichbar sind. Schließlich bedeutet das Arbeiten zuhause immer auch eine Verlagerung der Arbeit in den privaten Raum und um dort vernünftig arbeiten zu können, braucht es einige und Tricks, die der Ablenkung den Kampf ansagen, vor allem aber den Heimarbeiter vor Überlastung schützen sollen.

home-office
Home-Office hat Vor-und Nachteile © conejota - iStock.com

1. Strikte Trennung zwischen Arbeitsbereich und dem privaten Raum

Mittlerweile arbeitet jeder dritte Berufstätige in Deutschland von zuhause, wie eine  repräsentative Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom von 2013 ergeben hat. Menschen, die zuhause arbeiten, loben vor allem einen geringeren Zeitdruck und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Psychologen raten allerdings dazu, Wohn- und Arbeitsbereich strikt voneinander zu trennen, im Idealfall mit einem eigenen Arbeitszimmer. Darin sollte es möglichst wenige Ablenkungsfaktoren geben, besonders tödlich ist der Wohnzimmertisch vor dem Fernseher, der gleichzeitig als Arbeitsplatz dient. Das zu vermeiden, könnte etwa auch ein fest installierter Computer helfen, dann ist klar: Hier wird gearbeitet.

2. Klarer Zeitplan, um den Tag zu strukturieren

Christian Weilmeier, Motivationscoach in Berlin, rät in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa dazu, dass sich Freiberufler einen Zeitplan machen sollten, der schon am Abend vorher aufgestellt werden sollte. In dieser Zeit sollten dann alle störenden Dinge, wie der Hund, die Kinder oder anderes aus dem Raum 'verbannt' werden. Das ist dann Zeit, die nur für die Arbeit da ist. So wie man im Büro auch nicht ständig erreichbar sein kann für Dinge, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. In dieser Zeit sollte man dann wirklich diszipliniert arbeiten, um seinen Tagesplan zu schaffen. Dazu gehört es übrigens auch das Internet, oder insbesondere die sozialen Netzwerk auszuschalten, um nicht ständig abgelenkt zu werden.

3. Denkweise verändern

Die meisten Menschen arbeiten nicht zu Hause, weil die Wege ins Büro zu lang sind oder der Tagesablauf selbst bestimmt werden kann: “The main motivation of convenience or comfort, which most people who work from home have, is flawed,” sagt der amerikanische Motivationscoache Cardone. Der größte Fehler, den Heimarbeiter machen, ist, dass sie die Kommunikation mit den Kollegen im Büro vernachlässigen und dadurch den Anschluss an Dinge verlieren, die im Büro besprochen werden. Dabei kann gerade die Kommunikation eine "Geheimwaffe" sein, denn sobald man die Initiative ergreift, sich immer wieder zu informieren, ins Gespräch zu bringen, spielt man auch von zuhause aus eine herausragende Rolle.

4. Sich eingestehen, wenn es nicht funktioniert

Nicht jeder Menschen ist gleich gut für das Home-Office geeignet und manchmal funktioniert auch das flexibelste Arbeitsmodell nicht, nämlich dann, wenn man weder gut organisiert ist, noch diszipliniert ist - und dann sinken auch die Leistungen: Dann muss man sich eingestehen, dass es eben nicht funktioniert und seine Arbeitssituation überdenken. Dann kann es auch sein, dass man eben wieder sein Büro im Unternehmen oder in einer Gemeinschaft überziehen muss.

 

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4 Antworten
  1. von cephei am 13.10.2014 (18:53 Uhr)

    Totaler Blödsinn. Ich arbeite (fast) 100% im Homeoffice. Bin 5-6mal im Jahr im Büro.
    Strickte Trennung von Arbeit und Privatzeit? Niemals!
    Klare strukturierte Arbeitszeiten und Tagesabläufe? Never!

    Ich liebe es mal um 9 Uhr Abend noch 2h zu arbeiten. Um 3 Uhr nachmittags mal eben einkaufen zu gehen. Das ist doch der grosse Vorteil am freien Arbeiten. Wieso sollte ich das gleich machen wie im Büro. Ich arbeite genau dann wann es mir passt und genau so lange wie es mir passt. "Strukturierte Arbeitszeiten im Homeoffice" liesst man überall, ist aber total ineffizient.

    Man muss nicht "gut organisiert" und "diszipliniertes" sein. Man muss seine Arbeit verantwortungsvoll erledigen. Wie, wann und wo ist Nebensache.

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  2. von Stefan am 13.10.2014 (21:44 Uhr)

    Ich verstehe den Artikel nicht.

    Vor allem folgender Satz: »Die meisten Menschen arbeiten nicht zu Hause, weil die Wege ins Büro zu lang sind oder der Tagesablauf selbst bestimmt werden kann: “The main motivation of convenience or comfort, which most people who work from home have, is flawed,” [...]«

    Kann man den englischen Teil in etwa so übersetzen?:
    Der hauptsächliche Beweggrund für Bequemlichkeit und Komfort, welche die meisten von zuhause aus arbeitenden Menschen haben, ist mit Mängeln behaftet.

    Auch finde ich, dass man zumindest in Grenzen, sich den Tagesablauf auch im Büro einteilen kann. Gleitzeit macht's möglich :)

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  3. von Jedom am 27.10.2014 (19:09 Uhr)

    Das ist Typ- und Organisationssache. Man muss keine festen Zeiten haben im Home-Office, sondern eine Struktur. Wenn man Biorythmus-Typ Eule ist, arbeitet man nun mal abends besser als morgens. Man kann sich seine privaten und geschäftlichen Termine dann entsprechend legen.

    Was übrigens eine gute Hilfe ist für die "Unterteilung" nach Privat und Geschäftlich, ist die Bekleidung. Ruhig ein gutes Hemd anziehen fürs Home-Office und nach "Feierabend" umziehen. Dann sieht auch jeder: Arbeit ist vorbei. Auf jeden Fall aber sollte man nicht so verlottert zuhause herumlaufen, dass man sich nicht mehr an die Tür traut ;-)

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  4. von Philooo am 22.07.2015 (16:38 Uhr)

    Wenn ich zu Hause arbeite, läuft nebenbei auch mal gern Musik oder Abwechslung durch den Fernseher kann auch mal nicht schaden, sofern es nicht hinderlich für die Unternehmensziele ist. Aber auf eine Sache lege ich großen Wert: das Arbeitsumfeld sollte so beschaffen sein, dass man problemlos arbeiten kann, sich kreativ entfalten kann und sich körperlich wohlfühlt. Das fängt schon beim Stuhl an. Wenn stundenlange Arbeit am Rechner auf einem Klappstuhl schädlich für den Rücken ist, ist die Arbeitsmotivation nicht größer als im Büro im angenehmen Sessel. Auch die Bodenbeschaffenheit (Polster, Fliesen, Laminat) spielt eine wichtige Rolle für die Arbeitsatmosphäre! Bei der Filiale in Metzingen (vgl. http://www.fliesen-kemmler.de/ueber-uns/filialen/metzingen ) gibt es z.B. diese Catania Fliesen, die für rund 78 Euro pro Quadratmeter zwar nicht ganz billig sind, aber dem Raum den nötigen optischen Look verleihen.

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