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Der intelligente Nahverkehr kommt: Helsinkis Kutsuplus-Projekt experimentiert mit flexiblen Busrouten

    Der intelligente Nahverkehr kommt: Helsinkis Kutsuplus-Projekt experimentiert mit flexiblen Busrouten

Das Kutsuplus-System. (Screenshot: kutusplus.fi)

Mit einer so einfachen wie genialen Idee will die Stadt Helsinki den Nahverkehr revolutionieren. Kutsuplus bietet Busfahrten ohne feste Routen und Haltestellen an – gebucht wird per App, bezahlt per Wallet.

Kutsuplus: Keine festen Routen mehr

Das Kutsuplus-System will den Nahverkehr flexibler machen. (Screenshot: kutsuplus.fi)
Das Kutsuplus-System will den Nahverkehr flexibler machen. (Screenshot: kutsuplus.fi)

Helsinki gehört zu den modernsten und fortschrittlichsten Städten der Welt. Mit einem neuen Projekt will die finnische Hauptstadt das einmal mehr unter Beweis stellen und den Nahverkehr endlich ins 21. Jahrhundert bringen. Zu antiquiert erscheint das System mit festen Haltestellen und starren Fahrplänen, das dem Kunden so gut wie keine Flexibilität erlaubt. Wer komfortabel von A nach B kommen will, ohne zu laufen, muss auch in Helsinki das Taxi nehmen – und entsprechend viel zahlen.

Kutsuplus – wörtlich übersetzt „Einladung Plus“ – will das ändern. Das neue Nahverkehrskonzept des Verkehrsverbunds der Region Helsinki (HSL/HRT) setzt dabei auf ein einfaches Prinzip: die Crowd. Teilnehmer an dem Pilotprojekt legen sich einen Account auf kutsuplus.fi an und laden die dazugehörige App auf ihr Smartphone. Der Account beinhaltet ein Wallet, das per Kreditkarte oder Überweisung aufgeladen werden kann. Will der Nutzer nun innerhalb der Stadt einen der Busse nutzen, gibt er seinen Standort und sein Ziel an, das System sammelt alle Anfragen mit ähnlichen Routen und schickt alle Mitfahrenden an den nächsten passenden Punkt auf der errechneten Busroute – der nicht selten näher liegen dürfte als die nächste Bushaltestelle.

Kutsuplus: So funktioniert das finnische Bus-System
Schritt 1: Account anlegen und App runterladen. (Screenshot: kutsuplus.fi)

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Helsinki plant bis zu 35 Kutsuplus-Busse

Auf den ersten Blick erinnert Kutsuplus an die türkischen Dolmuş, Sammeltaxis, die zwar noch auf festgelegten Routen fahren, die Fahrgäste aber an jedem beliebigen Punkt ein- und aussteigen lassen. Kutsuplus geht jedoch noch einen Schritt weiter, indem das System automatisch auch die Routen anhand der Kundenanfragen berechnet – Big Data im Kleinen sozusagen.

Bislang läuft das Projekt auf zehn Buslinien im Zentrum der 600.000-Einwohner-Stadt – südlich der Ringstraße 1. Während der Pilotphase fahren die Busse von Montag bis Freitag von 6 Uhr morgens bis 11 Uhr abends. Preislich liegen die Kutsuplus-Busse ein wenig über dem Bus-Standard, aber immer noch deutlich unter den regulären Taxipreisen: Eine Fahrt mit Kutsuplus kostet 3,50 Euro plus 45 Cent pro Kilometer – dazu gibt es Gruppenrabatte ab zwei Personen. Wann das System ausgebaut werden soll, ist bislang noch offen – geplant sind laut der Stadt Helsinki aber bis zu 35 Busse dieser Art. Wir können gespannt sein, ob ein solches Projekt auch in diesen Größenordnungen noch funktioniert.

via grist.org

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Eine Reaktion
Endlich
Endlich

Dinge und Personen routen ist big-local-data. Leider macht es noch keiner.
Die Idee gibts schon seit Jahren. Aber nicht überall kann man frei Nützliches programmieren.
Sonst gäbe es das längst und auch für Mitnahme-Systeme in PKW mit automatischer Versicherung im Preis als Pay- und Tausch-System. Je mehr mitfahren desdo mehr teilen sich die Kosten auf die Mitfahrer auf.
Oder wenn man jemanden 5 km mitnimmt "schuldet" er einem 5 km in seinem eigenen Auto und über computerbasierte vollautomatische Ringtausch-Systeme kann man dann woanders 5km mitfahren. Alles per App auch in der unbekannten Stadt. Wer Pendler kennt, kennt auch die Sammel-Parkplätze wo die gemeinsam zum Arbeitgeber fahren und die E-Autos sich laden könnten.

Diese Volks-Bus-Systeme gibts ja auch. Wenn man deren Statistiken im Sparkassen-Kurier (oder wie der dort dann heisst) liest, erkennt man das gigantische Potential. Die haben bis zu 50 Fahrer bei den Schulungen obwohl sie nur einen Bus haben und z.B. gemeinsam Brennholz/Kohle kaufen oder Blumenerde für die Siedlung hätte gigantisch Kunden. Sammelkauf-Systeme.
Länder mit freier Programmierung müssten das dann also erbringen und Jahre später gibts das dann vielleicht weltweit.
Optimierungen bei den Sammeltaxis gibts ja insoweit das man das Ziel angibt und dann dementsprechend die Leute und Taxis routet das möglichst viel Auslastung und so belegen und Passagiere an Stop-Punkten (hier gibts z.b. überall Bushalte-Stellen) austauschen das früher oder später alle Insassen zum selben Zielort wollen so das das Taxi nicht mehr stoppen muss. Mit Aufzügen oder Eisenbahnen gibts das so eher nicht.
Wenn ich weiss das jemand irgendwo hin fährt, kann man ihm auch was mitgeben und an der Bushalte kriegt der Schwiegervater dann das Ersatzteil oder bevorzugte Gardinenwaschmittel. Schweden macht das ja wohl als DHL-Projekt.

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