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Highlights der Adobe Max: Die Zukunft des Designs liegt in der künstlichen Intelligenz

Im zweiten Teil unseres Berichts von der Adobe MAX in Las Vegas gibt es einen Ausblick auf Design mit Adobe Sensei und Neuheiten in Adobe XD bis Premiere CC.

Seit der Einführung von Creative Cloud vor fünf Jahren hat Adobe zwar konsequent ein Ziel verfolgt – den Kreativen die Tools zu liefern, die sie brauchen – aber doch viel am Prinzip der Software verändert. Die Desktop-Programme wurden durch Online-Diensten wie Typekit mit den Möglichkeiten des Internets erweitert. Dazu kamen Marktplätze wie Adobe Stock, wo Kreative Assets kaufen und verkaufen können. Die Zusammenarbeit zwischen Programmen sollen Creative-Cloud-Bibliotheken vereinfachen, die sich automatisch im Hintergrund synchronisieren. Desktop-Programme ergänzten mobile Apps, die Design überall und zu jeder Zeit möglich machten.

Das nächste große Ding in diesem Jahr und in der nahen Zukunft wird künstliche Intelligenz mit der übergreifenden Technologie Adobe Sensei sein. Sensei half bisher hauptsächlich beim Verschlagworten und Suchen, wird aber bald die Werkzeuge selbst verändern. „Sensei wird da sein, wenn man es braucht, und aus dem Weg sein, wenn nicht,“ betont Bryan Lamkin, General-Manager Digital Media. „Künstliche Intelligenz ist der am meisten disruptive Paradigmenwechsel in Design,“ betonte Lamkin. Adobe gab auf der MAX einen Einblick, wie radikal Adobe Sensei Design erleichtern kann.

Zukunft des Designs mit Sensei

Mit Machine Learning kann die Technologie immer besser werden, da sie von den Adobe-Anwendern lernt, wie sie arbeiten. So ist es möglich, immer besser vorauszuahnen, welches Werkzeug und welcher Schritt der nächste sein könnte. Das folgende Demo unterstreicht die Aussage und zeigte wie Sensei die Arbeit in Phtoshop verändern könnte. David Nuescheler von Adobe zeigte, wie er ein Skribble für eine iPad-App in Photoshop lädt. Nach der Analyse hilft Sensei die passenden Bilder aus einem Fotoshooting plus einen Hintergrund aus Adobe Stock zu suchen und zu platzieren. Stundenlange Arbeit, die sonst ein Designer selbst machen muss. „Sensei kann mit Millionen Assets umgehen und versteht den Hintergrund,“ so Nuescheler. Bei Platzieren des Vordergrundbilds schlägt die künstliche Intelligenz gleiche eine Maske für die Freistellung vor. Wenn dann der Kunde oder das Team eine Änderung wünscht, etwa „Könnte das Model nach rechts schauen?“, würde das normalerweise das erneute Sichten tausender Bilder aus dem Fotoshooting bedeuten. Sensei erledigt die Änderung in Sekunden, direkt in Photoshop, und holt das passende Bild direkt aus den Assets. Bei weiteren Schritten hilft Design-Intelligence: Sensei hat aus dem bisherigen Verhalten gelernt, welche Stile und Farben der Designer wählt. Beim Ausarbeiten der Screens in XD schlägt Sensei den typischen Stil automatisch vor. Per Sprachbefehl „Erstelle iPhone 8 Bildschirmseiten“ kann Sensei so automatisch die Layouts erstellen. Zudem zeichnet Sensei jede Designentscheidung auf. Im Nachhinein kann jeder Schritt, zum Beispiel die Entscheidung für die Grundfarbe Blau, geändert werden – die sich dann auf jedes Design-Element und jede Bildschirmseite auswirkt. Es wäre auch möglich, mit einem Klick einen neuen Hauptcharacter – zum Beispiel Mann statt Frau in – das Design zu bringen. Das Demo zeigte nachhaltig, welch enormes Potenzial in der Technologie steckt und wie stark Sensei Design in den nächsten Jahren verändern wird.

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Adobe XD am Start

Adobe XD (kurz für „Experience Design“) wurde schon auf der letztjährigen MAX als Komplettlösung für Protoyping, Design und Testen von Apps und Websites vorgestellt. XD ist das Paradbeispiel für eine neue Softwaregeneration von Adobe, die konsequent auf Effizienz und Geschwindigkeit getrimmt ist. Im letzten Jahr wurde es als Betaversion zusammen mit der Community weiterentwickelt. Jetzt steht XD als finale Version für alle Creative-Cloud-Abonnenten bereit. Wie schnell sich interaktive Prototypen damit entwickeln lassen, zeigte das Live-Demo, in dem in Sekunden viele Bildschirmseiten einer Fitness-App fürs iPad mit Leben gefüllt wurden. Neu ist die Möglichkeit Platzhalter im Layout mit Bildern aus der CC-Bibliothek per Drag-and-Drop zu ersetzen. Das zeigt sich auch später bei Änderungen praktisch: So können ohne Aufwand hunderte Bildschirmseiten aktualisiert werden. Im Prototype-Modus geht es dann an die Verknüpfung der Seiten mit Interaktion, bis es direkt in der App oder auf dem Mobilgerät mit der XD-Mobile-App ans Testen geht. Dabei kann ein Link an Kollegen verschickt werden, die dann im Browser die App ausprobieren.

Video: Motion-Graphics und VR vereinfacht

Neben Foto ist gerade Video-Content stark am boomen. Auch hier bemüht sich Adobe seine Tools für ein breiteres Publikum zugänglicher zu machen. In Premiere Pro CC sollen Motion-Graphics-Templates aus Adobe Stock professionell gestaltete Videos wie Intros wiederverwendbar machen. Video-Profis können ihr gestaltetes Material als Template speichern und anderen zur Verfügung oder zum Verkauf stellen. Wer selbst ein guter Videoschnittkünstler, aber kein Designer ist, profitiert von stark gestalteten Vorlagen, die er verwenden kann, um seine Videos aufzuwerten. Zudem erleichtern die Templates die Zusammenarbeit im Team.

Stark im Kommen sind immersive VR-Videos, etwa für VR-Brillen wie Oculus Rift. Die Umsetzung bringt jedoch spezielle Herausforderungen mit. Wer zum Beispiel über ein 360-Grad-Video einen Text überlagert, stellt fest, dass es zu Verzerrungen kommt – allerdings erst bei der Vorschau im Viewer, die die Ansicht mit 3D-Brille simuliert. Eine neue „VR-Plane-to-sphere“-Funktion richtet den Text automatisch aus. Die Effekte dabei sind GPU-beschleunigt. Adobe zeigte ein Demo mit 6K-Material, bei dem der Effekt flüssig und ohne Verzögerung umgesetzt wurde.

Die Animation von 2D-Charakteren erleichtert Character Animator, der nach einer einjährigen Betaphase jetzt final verfügbar ist. In Photoshop oder Illustrator gezeichnete Figuren können mit dem Tool zum Leben erweckt werden. Zu den neuen Funktionen bei der MAX zählen das Pose-to-Pose-Blending, neue Körperbewegungen sowie eine visuelle Marionettenkontrolle. Adobe Sensei verbessert außerdem die Lippensynchronisation, indem es die Form des Mundes exakt an die gesprochenen Laute anpasst.

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Eine Reaktion
Tukar Alex
Tukar Alex

Da werden viele "Designer" arbeitslos werden

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