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Von München nach Sylt: Der hitchBOT trampt jetzt durch Deutschland

Von München nach Sylt: Der hitchBOT trampt jetzt durch Deutschland

Das Roboter-Experiment hitchBOT kommt nach Deutschland. Die Galileo-Wissenssendung will wissen, wie die Deutschen auf einen Androiden im Alltag reagieren.

Von München nach Sylt: Der hitchBOT trampt jetzt durch Deutschland

Daumen raus, HitchBOT rein. (Bild: Instagram)

Der ein oder andere Leser wird im vergangenen Jahr von hitchBOT gelesen haben. Der kleine, etwas skurril aussehende ist per Anhalter durch Kanada gefahren. Dahinter stand jedoch weniger der Wunsch, mal ordentlich Urlaub zu machen, als vielmehr herauszufinden, wie Menschen auf eine derartige Maschine im Alltag reagieren.

In Kanada war das Experiment erfolgreich. Der ausgesetzte Roboter wurde tatsächlich von interessierten Fahrern eingesammelt. Der hitchBOT hat seine 4.500 Kilometer von Halifax nach Vancouver innerhalb von einem Monat hinter sich gebracht. Er ist Motorrad gefahren, wurde zum Camping eingeladen und durfte sogar an einer Hochzeit teilnehmen. Jetzt will er die Bundesrepublik bereisen und sehen, ob auch die Deutschen so freundlich sind und ob er ihnen auf seiner Reise vertrauen kann – denn darum geht es bei dem soziologischen Experiment.

hitchBOT-Roboter mit Pool-Nudel-Armen und KI durch Deutschland

Abgefahrenes Roboter-Projekt: hitchBOT fährt per Anhalter durch Deutschland. (Screenshot: Vimeo)
Abgefahrenes Roboter-Projekt: hitchBOT fährt per Anhalter durch Deutschland. (Screenshot: Vimeo)

Der hitchBOT ist so programmiert, dass er mit den Fahrern, die ihn am Straßenrand einsammeln, echte Gespräche führen kann. Um das zu bewerkstelligen, ist er mit einer Art künstlicher Intelligenz ausgestattet. Über eine Verbindung mit Wikipedia schöpft er sein Wissen ab und über eine Software zur Spracherkennung und -synthese soll er fähig sein, Konversationen zu führen beziehungsweise ihnen zu folgen. Insofern sollten Autofahrer sich nicht von den unkonventionellen Pool-Nudel-Armen, dem Eimer als Körper und den Handschuhen abschrecken lassen – in dem kleinen Kerlchen steckt echte Hightech.

„Sollte hitchBOT mal nicht wirklich alles verstehen, so plaudert er einfach bisschen vor sich hin.“

Für seine Reise hat der hitchBOT sogar extra die deutsche Sprache gelernt: „Damit ich mich in Übersee auch vernünftig unterhalten kann“, erfährt man auf der hitchBOT-Webseite. Die Macher haben über Monate an seiner Spracherkennung gearbeitet. Neben neuen Vokabeln wie „Currywurst“ und „Feierabend“ hat er auch einige Hobbys wie „Fußball“, „Hockey“, „Backen“ und „Reiten“ in seinen Wortschatz übernommen, die helfen sollen, ein Gespräch zu starten. „Sollte hitchBOT mal nicht wirklich alles verstehen, so plaudert er einfach bisschen vor sich hin“, sagt Frauke Zeller von der Ryerson-Universität in Toronto. Sie und David Harris Smith von der McMaster-Universität in Hamilton haben den kleinen Roboter entwickelt.

Der hitchBOT-Roadtrip beginnt am 13. Februar

Daumen raus, HitchBOT rein. Die Deutschland-Tour beginnt am 13. Februar. (Bild: Instagram)
Daumen raus, hitchBOT rein. Die Deutschland-Tour beginnt am 13. Februar. (Bild: Instagram)

Als Initialzünder dieser Reise gilt übrigens die Pro7-Wissenssendung Galileo, die die Verantwortlichen darum gebeten haben, den hitchBOT nach Deutschland zu bringen. Er soll hier jedoch nicht nur das Vertrauen der Menschen gewinnen, sondern auch einige kleine Aufgaben erledigen: Schloss Neuschwanstein, Berlin und Sylt soll er bereisen, zudem soll er auf einem Karnevalszug mitfahren und ein Selfie mit einem Weltmeister knipsen.

Wie auch schon während der Kanada-Reise, können Interessierte seine Tour in sozialen Netzwerken verfolgen. Er postet beispielsweise regelmäßig Bilder auf Facebook, Twitter und Instagram. Am 13. Februar beginnt seine Deutschland-Tournee. Worauf Fans sich dann einstellen können, haben wir vergleichsweise in den 10 schönsten Momenten des kanadischen hitchBOT-Roadtrips gesammelt.

via www.heise.de

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2 Antworten
  1. von m. am 09.02.2015 (11:48 Uhr)

    „Sollte hitchBOT mal nicht wirklich alles verstehen, so plaudert er einfach bisschen vor sich hin“ – na, jetzt müssen wir aber nicht so tun, als ob das bei Menschen anders wäre ;-)

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  2. von Christoph am 09.02.2015 (17:28 Uhr)

    Als das Stichwort "Pro7-Wissenssendung Galileo" fiel musste ich fast Kotzen!

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