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hitchBOT ist am Ziel: Die 10 schönsten Momente des Roboter-Road-Trips

hitchBOT ist am Ziel: Die 10 schönsten Momente des Roboter-Road-Trips

Der kanadische hitchBOT ist per Anhalter einmal quer durch das Land gereist. Was der kleine Kerl unterwegs erlebte, ist erzählenswert. Wir haben für euch die zehn schönsten hitchBOT-Momente zusammengefasst.

hitchBOT ist am Ziel: Die 10 schönsten Momente des Roboter-Road-Trips

Hier begann hitchBOTs Reise. (Bild: CBC News)

Der neueste Bewohner von Vancouver-Island ist am Sonntag per Anhalter eingetroffen: der erste kybernetische Anhalter Kanadas, der kleine Roboter „hitchBOT“. Vor etwa einem Monat, am 27. Juli, schickten seine „Eltern“ Frauke Zeller (Ryerson-Universität, Toronto) und David Harris Smith (McMaster-Universität, Hamilton) den kleinen Roboter als Experiment auf die Reise: „Können Roboter Menschen vertrauen“?

Jetzt ist hitchBOT angekommen und wird mit einer großen Welcome-Party in Victoria empfangen. Erlebt mit uns noch einmal die schönsten Momente aus hitchBOTs Reise quer durch Kanada.

Die erster Mitfahrgelegenheit

Der kleine Anhalter hitchBOT begann seine Reise am Sonntag, den 27. Juli, außerhalb der Stadt Halifax in Kanada. Direkt nach dem Start sammelten Anne and Brian Saulnier hitchBOT auf dem Weg zum Kouchibouguac National Park auf. „A lovely couple offered to help me out. Look out, New Brunswick. Here I come“, twitterte hitchBOT vergnügt.

(Bild: CBC News)
hitchBOT beginnt seine Reise vor den Toren von Halifax. (Foto: CBC News)

hitchBOT: Und täglich grüßt das Murmeltier ...

Im kanadischen Wiarton, Ontario, grüßt am sogenannten Groundhog Day das Murmeltier „Wiarton Willie“ seinen eigenen Schatten, um damit das Wetter vorherzusagen. Falls euch das jetzt irgendwoher bekannt vorkommt: Im Bill-Murray-Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erfüllt das Murmeltier Punxsutawney Phil die gleiche Funktion. Zum Glück durfte hitchBOT im Vergleich zum genervten Bill Murray am 2. Februar gleich weiterreisen.

(Bild: Twitter/@hitchbot)
Cuteness-Overkill: hitchBOT mit der kanadischen Murmeltier-Berühmtheit „Wiarton Willie“. (Foto: Twitter/@hitchbot)

Powwow First Nation

Ein besonderes Erlebnis dürfte die Teilnahme an einem traditionellen Powwow der Wikwemikong gewesen sein. Auf Manitoulin Island in Ontario bekam hitchBOT am Wochenende vom 2. bis 3. August für seine Teilnahme den Ehren-Namen „Biiaabkookwe“ verliehen. Die Übersetzung soll „Eiserne Frau“ lauten.

(Bild: Twitter/@hitchBOT)
Der Wikwemikong-Stamm beim Powwow – und hitchBOT ist dabei. (Foto: Twitter/@hitchBOT)

Rock it: hitchBOT tanzt einen Harlem-Shake

Der Trend ist zwar schon eine Weile vorüber, aber hitchBOT hat sich hier am 8. August einigen menschlichen Freunden angeschlossen, um einen Harlem-Shake in einem Feld nahe Saskatchewan zu tanzen.

(Bild: Twitter/@RoyhowellJR)
hichBOT beim Harlem Shake. (Foto: Twitter/@RoyhowellJR)

Zwei Menschen, ein Roboter und eine Hochzeit

Die Hochzeit von Kyle und Julie am 12. August bekommt mit hitchBOT einen unerwarteten Besucher. Matthew Berry, ein Freund des Bräutigams, bringt den kleinen Anhalter mit zum Kicking Horse Mountain in British Columbia. Nachdem hitchBOT während einer kleinen Rede auf das Brautpaar zufällig noch „I like to make friends“ beisteuert, dürfte er das Herz alle Gäste erobert haben. Nicht nur als Fotomotiv, auch als Tanzpartner wurde hitchBOT eingespannt: So tanzt das Bautpaar später noch wild mit hitchBOT auf der Tanzfläche.

@mjbberry matthew berry
hitchBOT auf der Tanzfläche. (Foto: Twitter @mjbberry/Matthew Berry)
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Braut und Bräutigam posieren mit hitchBOT. (Foto: CTV Vancouver)

hitchBOT springt für den Kapitän des „Victoria Clipper“ ein

Puuh: Mit 30 Knoten rauscht der Victoria Clipper IV hier über hitchBOTs letzten Streckenabschnitt hinweg. Aber irgendetwas ist anders als sonst. Vielleicht liegts an hitchBOT, der heute den Kapitän der Linienschifffahrtsgesellschaft abgelöst hat und den Katamaran über das Wasser steuert. Begleitet wurde der Anhalter-Roboter hier von Steve Sxwithul’txw, einem Angehörigen eines First-Nations-Tribes namens Penelakut, der hitchBOT für einige Tage auf seinem letzten Reiseabschnitt begleitet hat.

(Bild: Twitter/Clipper Vacation)
hitchBOT löst für eine Weile den Kapitän des Victoria Clippers ab. (Foto: Twitter/Clipper Vacation)

Rockband?

In Kelowna traf hitchBOT am 13. August auf die Rock-n-Roll-Band „The Wild“. Deren Bandmitglied Pistol Pete zeigt hitchBOT hier einen lokalen Spezialitätenladen mit extrem Scharfen Grill-Saucen. Hoffentlicht hat's dem Roboter da nicht etwas weggeätzt. Pistol Pete hat hitchBOT dann noch zu einem Auftritt mitgenommen.

(Bild: Twitter/@dirtman60)
„Spiel unser Lied“ flüsterte hitchBOT leise. Und die Rock-n-Roll-Band „The Wild“ spielte. Hier ist hitchBOT mit Pistol Pete (links) von „The Wild“ zusehen. (Foto: Twitter/@dirtman60)

hitchBOT interview

Die Radiostation Power 104 FM in Kelowna hat hitchBOT und seinen Begleiter Pistol Pete von der Band „The Wild“ zu einem Interview eingeladen, am 13. August stand der Roboter dann Sue Tyler Rede und Antwort.

(Bild: Twitter/@Power104)
htichBOT bei Power 104 FM in Kelowna. (Foto: Twitter/@Power104)

hitchBOT kommt in Victoria an

Begleitet von seinem Freund Steve Sxwithul’txw kommt hitchBOT am Montag, den 18. August, zusammen mit Angehörigen der Songhees Nation, einer Coast-Salish-First-Nation in einem traditionellen Zedern-Kanu in Victorias innerem Hafen an.

(Bild: Twitter/@GlobeBC)
Die Überfahrt ist trocken überstanden. Nach ein paar Fährfahrten nun auch eine Fahrt im Kanu. (Foto: Twitter/@GlobeBC)

hitchBOT in der Bar

Die berühmte Hillbillie-Bar „Big Bad John's“ in Victoria durfte hitchBOT am 19. August auch für kurze Zeit beherbergen. Der Lieblingscocktail von hitchBOT ist leider nicht genannt worden.

(Bild: Twitter/@2GuysandaPress)
hitchBOT ist begeistert: Kneipenatmosphäre. (Foto: Twitter/@2GuysandaPress)
(Bild: Twitter/@2GuysandaPress)
Die Big Bad John's Hillbillie-Bar ist eine Institution in Victoria. (Foto: Twitter/@2GuysandaPress)

hitchBOT: Mission geglückt, Menschen verzückt

Es ist verblüffend zu sehen, wie empathisch und geradezu euphorisch der kleine Roboter aufgenommen wurde. Klar, sicher werden das knuddelige Äußere, die Größe und die Tatsache, dass zumindest rudimentäre Kommunikation möglich ist, viel dazu beigetragen haben. Aber auch, wie stark Menschen in seinem Weg auf die Wünsche des Roboters eingegangen sind, ist verblüffend: Als er beispielsweise erklärte, er habe keine Haustiere, könne sich aber vorstellen, mal einen Hund zu haben, zogen seine aktuellen Begleiter mit dem Roboter los, um im örtlichen Walmart einen Stoffhund zu kaufen.

Der Roboter hat viele Freunde auf seinem Weg gefunden und eine der Fragen, die mit diesem Experiment beantwortet werden sollte, dürfte klar beantwortet sein: Roboter können Menschen eindeutig vertrauen. Seine für morgen geplante Willkommens-Party in der Open-Space-Gallerie in Victoria kann hitchBOT beruhigt genießen.

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3 Antworten
  1. von Christian am 20.08.2014 (15:48 Uhr)

    @ Jochen
    Lange Nacht gehabt?

    hitchBOT/hitchBot/hitchbot
    Kanada/Canada
    Glücl
    Murmeltiert-Berühmtheit
    Erlbenis
    Bautpaar
    Linienschaffahrtsgesellschaft

    Ist nicht böse gemeint ;)

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