Hochsicherheitstrakt Cupertino: Wie Apple neue Geräte geheim hält

Nicht nur beim iPhone 5 - oder 4S - hat Apple mehr Erfahrung als so mancher Geheimdienst, wenn es um das Zurückhalten von Informationen geht. Jetzt hat ein Insider ausgepackt und berichtet von teilweise erstaunlichen Geheimhaltungsbemühungen vor der Veröffentlichung neuer Apple-Produkte. Die Auslieferung in Privatjets sowie die Lagerung in fensterlosen Räumen und in gestaltlosen Cases gehören ebenso zum Programm, wie das Gerät fest an einen Tisch zu ketten.

Es ist jedes Mal das gleiche Spiel, wenn absehbar ist, dass ein neues Produkt in der Pipeline hat: Cupertino wird zum Informations-Fort-Knox und das Internet dreht bei dem Versuch durch, zu orakeln welches Ass Apple im Ärmel haben könnte. Das ist durchaus so gewollt, denn je weniger im Vorfeld zu einem neuen Apple-Produkt bekannt ist, desto größer ist der Hype und damit das Interesse. Die Geheimniskrämerei des Konzerns zahlt sich aus - und zwar in kostenlosem Marketing. Um das zu erreichen, unternimmt Apple größte Anstrengungen, die teilweise schon fast abstrus anmuten. Fast Company hat diesbezüglich mit einem Insider gesprochen und einige interessante Anektdoten in Erfahrung gebracht.

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iPhone 5: Eine mögliche Optik, die im Vorfeld der offiziellen Präsentation durch das Internet geisterte.

Äpfel und Birnen: Geheimhaltung bei Apple und Amazon

Vergleicht man den anstehenden Release des mit der Ankündigung des Amazon-Tablets Kindle Fire, liegen die Unterschiede auf der Hand. Beim iPhone 5 weiß man vor der Vorstellung noch nicht einmal, ob Apple tatsächlich ein iPhone 5 oder doch eher ein iPhone 4S präsentieren wird. Die vernetzte Gerüchteküche kann sich lediglich auf Spekulationen, inoffizielle Quellen und Fotos der Einladung zum Event beziehen. Über das Amazon Kindle Fire hingegen bot das Internet eigentlich schon vor der Präsentation durch CEO Jeff Bezos alle wichtigen Eckdaten und Informationen.

Geheimniskrämerei resultiert in Gratis-Marketing

Dass sich Apple bezüglich neuer Produkte bedeckt hält, hat nicht nur damit zu tun, dass man der Konkurrenz so spät wie möglich sein Blatt zeigen möchte. Vielmehr resultiert die Geheimniskrämerei in einem riesigen Hype. Monate vor der tatsächlichen Ankündigung eines neuen Apple-Produkts läuft die Hype-Maschine an - es wird spekuliert, orakelt, vermutet und analysiert, was das Zeug hält. Das verschafft dem noch nicht angekündigten Produkt extrem viel Öffentlichkeit und weckt schon Wochen vor dem Release ungeheure Begehrlichkeiten. Je weniger Apple über ein neues Produkt durchsickern lässt, desto mehr kostenloses Marketing betreiben Fanboys, Analysten und Medien.

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iPhone 5: Die angeblich dafür gefertigten Cases führten zu diversen Spekulationen.

Privatjets, fensterlose Räume und Vorhängeschlösser

Welche Art von Anstrengungen Apple unternimmt, um ein Produkt geheim zu halten, hat Fast Company von einem hochrangigen Mitarbeiter eines nicht genannten Unternehmens erfahren, der als einer der ersten Zugang zu einem iPad hatte.

Demnach durfte dieser Mitarbeiter nicht mal dem CEO seines Unternehmens offenbaren, dass seine Firma ein iPad im Besitz hat. Nur einige ausgewählte Entwickler wussten davon, und Apple verlangte nicht nur deren Namen, sondern auch ihre Sozialversicherungsnummer. Natürlich durfte keiner der Eingeweihten in irgendeiner Form über das iPad sprechen.

Das iPad selbst erreichte das Unternehmen in einem Privatjet und wurde in einem gestaltlosen Case geliefert, das Apple per Vorhängeschloss an einem Tisch befestigte. Dieser Tisch befand sich in einem Raum des Unternehmens, der über keinerlei Fenster verfügt. Die Tür zu diesem Raum musste mit einem neuen Schloss ausgestattet werden und für dieses Schloss durften nur zwei Schlüssel angefertigt werden - einen behielt Apple, den anderen bekam der Mitarbeiter, mit dem Fast Company sprach.

Zu den Sicherheitsmaßnahmen von Apple gehörte auch, dass Mitarbeiter des Konzerns das an den Tisch gekettete Case fotografierten und dabei darauf achteten, die Maserung des Holzes ebenfalls im Bild festzuhalten. Auf diese Weise könne Apple eventuell an die Öffentlichkeit dringende Fotos nachverfolgen, so der Informant von Fast Company.

Weiterführende Links:

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  1. von Von Apple lernen: kostenloses Buch zur G… 27.10.2011 (08:15Uhr) 1.

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