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Ratgeber

Homeoffice: 8 Tipps für mehr Produktivität

    Homeoffice: 8 Tipps für mehr Produktivität
(Bild: Shutterstock / Alexander Kirch)

Volle Konzentration oder organisierter Selbstbetrug? Acht Tipps, mit denen arbeiten im Homeoffice wirklich funktioniert.

Leander Wattig verrät seine Homeoffice-Tipps. (Foto: Sebastian Mayer)

„Werde ich einsam sein?“, das ist wohl die typische Sorge von Arbeitnehmern und angehenden Freiberuflern, die ins Homeoffice wollen. Die typische Sorge der Chefs: Wird die Produktivität leiden? Kurze Antwort: Wahrscheinlich nicht, denn auch in Büros wird kräftig Zeit verplempert. Doch ausgerechnet das Gefühl von Einsamkeit könnte Produktivität organisierten Selbstbetrug machen. Der Newsfeed ruft – und alle unsere Freunde sind schon da.

Zwölf Prozent der Arbeitnehmer sitzen ab und an im Homeoffice, schätzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Computer und Internetjobs machen es möglich, Familien und Jobmobilität machen es nötig. Gerade in den großen Firmen arbeiten immer mehr Menschen, die für Jobs in andere Städte gelockt wurden und nun ein oder zwei Tage in der Woche aus der Heimat arbeiten. Von Zuhause aus zu arbeiten bedeutet, das Arbeiten neu lernen zu müssen. Ratgeber gibt es zu Hauf, doch viele stecken die Idee des Homeoffices in ein Korsett, bei dem man auch gleich ins Büro gehen kann.

Wir haben uns für mehr Arbeit am Heim-Arbeitsplatz Rat bei Leander Wattig gesucht. Der Eventkonzepter und Gründer von Orbanism arbeitet seit zehn Jahren im Homeoffice. Als er nach Berlin zog, musste er ins Coworking Space – zuhause stand der Internet-Anschluss noch nicht. „Am Ende der Woche kannte ich die Lebensläufe der Anderen im Büro und hatte nichts geschafft.“

Diese 8 Tipps helfen:

1. Gut starten

Pünktlich sein, aufräumen, Ziele klären, Ablenkungen ausschalten, so kommen wir gut in den Home-Office Tag. Im Klartext heißt das: Eine gewisse Morgenroutine kann den Tag entscheidend verkürzen. Wer um 7.45 Uhr aufsteht, kann um 8 Uhr am Arbeitsplatz sitzen – komplett mit Kaffee, Wasserglas und aufgeräumten Tisch. Das sollen Büroarbeiter erst einmal nachmachen. Wattig startet mit Kaffee und Nachrichten, geht dann langsam über zu Emails und dann ist er auch schon mitten drin im Arbeitstag.

2. Nicht jeder braucht ein Arbeitszimmer

Da scheiden sich die Geister: Wattig pflegt seinen abgetrennten Arbeitsplatz mit Ordnern und Unterlagen – ein gut aufgeräumter Esstisch (siehe Punkt eins) tut es vielleicht auch. Wenn er wirklich morgens und abends leergeräumt wird. Der Vorteil unserer modernen Arbeit ist: Fast alles, was wir brauchen, können wir im Laptop transportieren. Entscheidend ist hier, dass jeder den idealen Arbeitsplatz für sich entdeckt. Klar ist es cool, in einem Café zu sitzen. Doch nur die wenigsten werden dafür bezahlt, bei der Arbeit gut auszusehen.

3. Dis-zi-plin

„Zuhause prokrastiniere ich auch mal“, sagt Wattig, „aber da gelingt es mir auch eher, weiter zu arbeiten“. Zwischendurch mal die Wäsche machen zu können ist auch ganz praktisch, dann ist aber auch wieder Zeit für die Arbeit. Wattig nennt es „sich von außen beobachten“. Es lohnt sich, aufmerksam für das eigene Verhalten zu bleiben, bewusst Pause zu machen und dann bewusst weiter zu arbeiten. „Und es hilft, etwas zu tun zu haben – wenn du Geld verdienen willst, dann kannst du nicht nur rumdaddeln.“

4. Im eigenen Bio-Rhythmus leben

Ob Frühaufsteher oder Nachteule ist im Homeoffice eigentlich egal, eine feste Arbeitszeit gibt es nicht. Dann macht es aber auch keinen Sinn, irgendwelchen Ratgebern zu folgen, und sich selbst Bürozeiten aufzuerlegen. Wer morgens um sieben die Kinder bereit für den Schulweg machen muss, der kann auch um 7.15 Uhr mit der eigenen Arbeit loslegen. Wer sein Produktivitätshoch erst abends um 9 erreicht, der sollte diese Zeit auch nutzen.

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4 Reaktionen
Thomas S.
Thomas S.

Ich kann dem nur 100%ig beipflichten. Manchmal habe ich schon ein schlechtes Gewissen, was vergessen zu haben, wenn ich schon ca. 2 Stunden vorher mit dem fertig bin, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte oder im Vergleich zu den Bürotagen schaffe. Und sollte man mal wirklich etwas wichtiges vergessen haben, der Rechner ist ja dann in einer Minute wieder hochgefahren ...

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Olaf Barheine

Angesichts der hohen Produktivität, die man als Freiberufler an den Tag legt, wenn man im stillen Kämmerlein vor sich hinwerkeln kann, dürfte man so gesehen eigentlich gar keine Stundensätze mehr anbieten, sondern nur noch Festpreise. Man schießt sich sonst nur ins eigene Knie.

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Kindergarten

Gerade Disziplin ist das A und O, ohne geregelten Zeitplan und Aufgabenliste wirds zuhause nie was mit dem produktiven Arbeiten

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Steve
Steve

Ich arbeite auch im Home Office und schaffe Zuhause einfach mehr und bin konzentrierter. Mein Chef weiß, dass er sich auf mich verlassen kann. Es wird auch nicht eng genommen wenn ich mal nicht ans Telefon gehe weil ich gerade die Waschmaschine anmache. Unnötiger Smalltalk mit den Kollegen oder andere Ablenkungen kommen erst gar nicht auf.

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