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Welche Bedeutung Standards haben und was Microsoft damit zu tun hat, verraten wir Ihnen hier!

HTML5: Neue Aufgaben für die Elemente SMALL, B und I

Bevor man anfing, Inhalt und Gestaltung einer Website strikt voneinander zu trennen – und CSS die Aufgabe der Gestaltung zufiel –, wurden mit HTML-Elementen wie SMALL, B und I Texte ausgezeichnet, um sie klein, fett oder kursiv aussehen zu lassen. Mit CSS sind diese Elemente obsolet geworden; dank HTML5 feiern sie nun ein Comeback.

Eigentlich hätte man alle HTML-Elemente, die nicht der Semantik sondern der Gestaltung dienen, abschaffen können. Allerdings ist das W3C mit HTML5 bemüht, Inhalte semantisch auszuzeichnen, weshalb man auf viele neue Elemente stößt, die keine neue Funktion mit sich bringen, aber dafür einen semantischen Mehrwert  bieten – so zum Beispiel das NAV-Element, um eine Navigation auszuzeichnen, und das SECTION-Element, um einen Abschnitt auszuzeichnen.

Alte Elememte wie SMALL, B und I haben mit ebenfalls eine semantische Bedeutung bekommen, die teils mehr teils weniger ihrer ursprünglichen Funktion entspricht.

HTML5 und SMALL für Kleingedrucktes

Das SMALL-Element kann eingesetzt werden, um „Kleingedrucktes“ auszuzeichnen. So lassen sich zum Beispiel Hinweise zum Autor einer Website am Ende einer Seite mit diesem Element auszeichnen:

<p><small>Max Mustermann, 2011</small></p>

Wie das Kleingedruckte letztendlich dargestellt wird, ist Sache von . Semantisch bezeichnet das SMALL-Element lediglich einen Bereich, der nicht zum eigentlichen Inhalt der Seite gehört.

HTML5 und B, I und U

Vor HTML5 ließen sich mit den Elementen B, I und U Texte fett, kursiv beziehungsweise unterstrichen darstellen. Mit haben diese Elemente ebenfalls neue Bedeutungen bekommen.

Das B-Element zeichnet einen Abschnitt aus, der sich zwar vom Kontext absetzt, dem aber dadurch keine größere Bedeutung zukommt. Das B-Element lässt sich zum Beispiel verwenden, wenn man den ersten Satz eines jeden Absatzes anders gestalten möchte, dieser erste Satz ansonsten aber die gleiche Wichtigkeit hat wie alle anderen Sätze:

<p><b>Hier beginnt ein neuer Absatz.</b> Nur der ersze Satz dieses Absatzes wird hevorgehoben dargestellt, ist aber nicht wichtiger als andere.</p>

Anders verhält sich da beispielsweise das STRONG-Element, welches Inhalte auszeichnet, die besonders wichtig sind.

Das I-Element kann in HTML5 eingesetzt werden, um bestimmte Begriffe hervorzuheben, bei denen es sich zum Beispiel um Fremdwörter oder Redewendungen handelt. Auch hier wird dem Inhalt keine stärkere Gewichtigung zugeteilt:

<p>Max hat ein <i lang="fr">Rendezvous</i> und kein <i lang="en">Meeting</i>.</p>

Bei Fremdwörtern kan ergänzend die Sprache angegeben werden. Bei Redewendungen ließe sich die Bedeutung der Redewendung über die Angabe des Title-Attributes erläutern.

Mit dem U-Element lässt sich Text auszeichnen, der zum Beispiel absichtlich Rechtschreibfehler enthält oder andere Ausdrücke, die nicht sprachlich korrekt oder gängig sind:

<p>Er schrieb <u>Kuß</u> anstatt Kuss und dann entglitt ihm ein <u>Grrrrrhh</u>.</p>

Teilweise sind die semantischen Beschreibungen für die neuen Bedeutungen etwas schwammig formuliert. Sie geben alle eine grobe „Tendenz“, wie man sie zur Auszeichnung von Inhalten einsetzen kann. Standardmäßig werden Inhalte, die mit B, I oder U ausgezeichnet sind, so dargestellt, wie man es bereits von ihrem ursprünglichen Einsatz her kannte.

HTML5 und HR

Auch das HR-Element, das einst eine horizontale Linie darstellte, hat mit HTML5 eine semantische Bedeutung bekommen. Man setzt es ein, wenn innerhalb einer Seite ein thematischer Bruch folgt. Wann genau ein thematischer Bruch vorliegt, liegt natürlich im Ermessen des jeweiligen Autors.

Was haltet ihr von den neuen semantischen Bedeutungen alter HTML-Elemente? Braucht ihr sie oder haltet ihr sie für verzichtbar?

Weiterführende Links zum Thema HTML5:

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10 Answers

  1. von Norman 07.11.2011 (14:36Uhr) 1.

    Danke für den Artikel! Viele Leute denken immer, dass man die Elemente nicht mehr Benutzen *darf*, das ist natürlich Quatsch.. man muss nur die Bedeutung von dem, was man schreibt, hinterfragen und dann abschätzen, welches Tag das richtige für den Job ist.

  2. von neue aufgaben 07.11.2011 (16:21Uhr) 2.

    Semantisch ist zwischen "für Menschen" und "für Computer" zu unterscheiden. Wenn Suchmaschinen keine klaren Vorgaben für die Interpretation haben, sind die Elemente für Computer "egal" und eher "für Menschen".

    SMALL wird man z.B. eher nicht nutzen um Dinge zu markieren, welche die Google-Suche ignorieren soll.

  3. von Frisela 07.11.2011 (16:41Uhr) 3.

    Ich denke die Wiedereinführung wird zu viel überflüssigem Markup führen, da viele die Tags gewohnheitsbedingt und durch die nicht aussagekräftige Benennung wie früher nutzen werden.
    Das span Element ist für die genannten Aufgaben ebenso tauglich und wenn man nur ein Tag zur Markierung hat, welchem ids und classes zugeordnet werden müssen, merkt man auch schneller wann man es mit dem Markup übertreibt.

  4. von reraiseace 07.11.2011 (17:44Uhr) 4.

    Zwar eine interessante Spezifikation, aber sie ist sehr ungewohnt. Schön und gut, dass man b, i, u und hr weiter nutzen kann, aber sie werden vollkommen aus dem Sinn gerissen. Es wird sich zeigen, ob es sich durchsetzt oder nicht. Ich persönlich werde es wohl eher weniger nutzten. Die Auszeichnung ist für den Nutzer sowieso kaum ersichtlich.

    Small erscheint hier noch am sinnvollsten, aber ich frage mich gerade ernsthaft für wen man heute noch Webseiten schreibt? Den Nutzer oder die Bots? Dann kannst du auch gleich einen auf Sith SEO machen.

  5. von Tim Kraut 07.11.2011 (19:49Uhr) 5.

    Finde ich nicht gut, dass die eigentlich veralteten Elementen auf einmal wieder modern sind. Und dazu noch mit einer anderen Bedeutung. Das Aussehen (und das dürfte der entscheidende Punkte für alle die sein, die diese Elemente schon immer eingesetzt haben) bleibt dasselbe. Somit werden die Webdesigner, die sich "rechtzeitig" mit aktuellen Standards befasst haben doch etwas an der Nase herumgeführt, während die, die es eigentlich "falsch" gemacht haben, belohnt werden.
    Natürlich ist der Browser-Support dadurch automatisch auch in IE Uralt und Konsorten vorhanden. Aber wäre der bei so Elementen wirklich so wichtig?

    Mal ganz abgesehen davon, weiß ich nicht, ob man diese Elemente wirklich braucht... Insbesondere die Hervorhebungen lassen sich mit em und strong und zur Not näher definierenden Klassen problemlos realisieren. small erscheint mir da noch das sinnvollste. Wobei da wieder die Frage ist, ob jemand sein Kleingedrucktes wirklich mit small auszeichnet, sodass die Suchmaschinen das entsprechend berücksichtigen können. Dass die Möglichkeit gegeben wird, ist aber definitiv ein Anfang. Hr dagegen halte ich für komplett überflüssig. Wenn ein thematischer Umbruch in einer Webseite stattfindet, nimmt man schlicht und ergreifend eine neue Überschrift oder eine neue Unterseite.

  6. von Matthias 07.11.2011 (20:36Uhr) 6.

    Was für eine gequirlte K*acke. Als ob die Specs nicht schon so wischiwaschi genug und kaum noch eindeutig zu interpretieren wären …

  7. von Matthias 07.11.2011 (20:37Uhr) 7.

    Da wollte ich schön höflich sein und meine Schimpferei zensieren und dann so was. 'tschuldigung!

  8. von lineman 07.11.2011 (22:41Uhr) 8.

    jep stimmt... ich finde es einerseits gut, dass man diesen Elementen wieder eine Bedeutung zukommen lässt, andereseits ist es eigentlich überflüssig. Hingegen das HR-Element hat z.B. auf Übersichtsseiten durchaus einen Sinn, z.B. dann wenn ein Bruch des Inhaltes durch eine Trennlinie gekennzeichnet ist, wie es ja öfters der Fall ist. Dieser Linie kann man dann z.B. jetzt wieder ganz offiziell eine Bedeutung beimessen. Small empfinde ich auch als sinnvoll. Die anderen "ausdrücklich" bedeutungslosen Tags sind aber wiedersinnig. Hier hat man ja bereits das span-Element.

  9. von Linkhub – Woche 45-2011 14.11.2011 (00:40Uhr) 9.

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  10. von HTML5: Neue Formulartypen in der Praxis… 29.11.2011 (16:28Uhr) 10.

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