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Edles Akkumonster: Das Huawei Mate 8 im Test

    Edles Akkumonster: Das Huawei Mate 8 im Test

Huawei Mate 8. (Foto: t3n)

Huawei hat mit dem Mate 8 einen direkten Nachfolger seines beliebten Dauerläufer-Phablets Mate 7 vorgestellt. Wir haben uns das neue Modell näher angesehen und ausführlich getestet.

Huawei Mate 8 – der direkte Nachfolger des Mate 7

Als Huawei im September letzten Jahres sein Mate S (Test) enthüllte, gingen wir davon aus, dass das 5,5-Zoll-Smartphone als der direkte Nachfolger des beliebten Mate 7 gehandelt wird. Für Fans des Sechs-Zoll-Phablets war das erst mal ernüchternd, denn auch wenn die allgemeinen Spezifikationen ansprechend sind, fehlte dem 5,5-Zoller zum einen das große Display, zum anderen aber auch der riesige 4.000-Milliamperestunden-Akku, mit dem selbst Heavy User locker über den Tag kommen, Normalnutzer können damit sogar zwei oder drei Tage ohne Nachladen auskommen.

Die Erlösung folgte dann im November als Huawei sein Mate 8 zuerst für den Heimatmarkt China ankündigte und ein paar Wochen später für Europa. Ob das Mate 8 so gut ist wie erwartet, klärt unser Test.

Huawei im Dpalepack 2: Mate 8 (links) und sein kleiner Bruder, das Mate 2. (Foto: t3n)
Huawei im Doppelpack 2: Mate 8 (links) und sein kleiner Bruder, das Mate S. (Foto: t3n)
Schon besser: Huawei Mate 8 mit Nova Launcher. (Foto: t3n)

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Huawei Mate 8: Design, Verarbeitung, Haptik

Wer Huaweis Oberklasse-Geräte kennt, weiß, was zu erwarten ist: Die Verarbeitung und gewählten Materialien sind top. Das Unternehmen muss sich in Sachen Verarbeitungsqualität nicht hinter Apple oder HTC verstecken – es gibt auch beim Mate 8 nichts zu beanstanden. Das Phablet ist erstklassig produziert und fühlt sich auch so an. Das Unibody-Gehäuse aus Metall ist außerdem nicht nur sauber verarbeitet, sondern auch noch verwindungssteif. Die gefasten Kanten rund um das Gerät erinnern an das Nexus 6P (Zum Test), das bekanntlich auch von Huawei stammt. Im direkten Vergleich mit dem Nexus 6P und dem iPhone 6s Plus, die mit einem 5,7-, respektive 5,5-Zoll-Display ausgestattet sind, macht der Sechs-Zöller trotz seiner Abmessungen keine schlechte Figur, denn Huawei hat es vollbracht, den großen Screen kompakt zu verpacken. Außerdem weiß das 2,5D-Glas auf der Vorderseite zu gefallen, da sich das Gerät dadurch „runder“ anfühlt und leichter bedienen lässt.

Trotz seines Sechs-Zoll-Displays nicht größer als das iPhone 6s Plus. (Foto: t3n)
Trotz seines Sechs-Zoll-Displays ist das Huawei Mate 8 nicht größer als das iPhone 6s Plus. (Foto: t3n)

Die Abmessungen der Modelle im Vergleich

  • iPhone 6s Plus: 158,1 x 77,8 x 7,1 Millimeter
  • Nexus 6P: 159,3 x 77,8 x 7,3 Millimeter
  • Huawei Mate 8: 157,1 x 80,7 x 7,9 Millimeter

Ja, das Mate 8 ist breiter und dicker als die beiden Phablets mit kleineren Displays, allerdings ist es mit seinen 157,1 Millimetern auch kürzer. Bei der Dicke des Mate 8 darf nicht außer Acht gelassen werden, dass das Gerät einen 4.000-Milliamperestunden-Akku verbaut hat, der seinen Raum einfordert.

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Die Kanten des Mate 8 sind angeschrägt, damit das Phablet angenehmen in der Hand liegt. (Foto: t3n)
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Powerbutton und Lautstärkewippe besitzen einen guten Druckpunkt und sitzen perfekt, ohne zu wackeln.(Foto: t3n)

Die Anordnung der Buttons und Anschlüsse ist Huawei-typisch: Auf der Oberseite ist die Audiobuchse, rechts der SIM-Kartenschacht, der auch eine microSD-Karte aufnehmen kann. Beim Dual-SIM-Modell (NXT-L29), das uns vorliegt, lässt sich optional entweder eine zweite SIM-Karte einlegen – oder aber eine Speicherweiterung. Auf der rechten Seite des Gehäuses hat Huawei die Lautstärkewippe und darunter den Powerbutton verbaut, der sich dank einer leichten Riffelung gut ertasten lässt. Unten sitzen der microUSB-Port – leider hat Huawei noch nicht auf den neuen USB-Typ-C-Standard gesetzt – und ein Monolautsprecher.

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Das Mate 8 ist wegen seiner Größe nur bedingt zur Einhandbedienung geeignet. (Foto: t3n)

Rückseitig befinden sich die 16-Megapixel-Hauptkamera, begleitet von einem Dual-LED-Blitz und dem für Huawei mittlerweile obligatorischen Fingerabdrucksensor. Dank der leicht abgerundeten Rückseite liegt es angenehm in der Hand und lässt sich bis zu einem gewissen Grad auch mit einer Hand bedienen – in die obersten Ecken des Displays kommt man aber nur, wenn man wirklich große Hände hat. Hat man aber gerade nur eine Hand zu Verfügung, aktiviert einfach den Einhandmodus, der die Anzeige auf dem Display verkleinert.

Kurzum: Das Mate 8 ist ein großes und schönes Phablet mit Premiumverarbeitung, das manch einem vielleicht zu groß sein mag, aber dennoch sehr gut in der Hand liegt.

Das Display das Huawei Mate 8

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(Foto: t3n)

Zurück zu Full-HD: Nach dem Ausflug in die WQHD-Welt – das Display des Nexus 6P, kommt mit 2.560 x 1.440 Pixeln daher – setzt der Hersteller weiterhin auf eine Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln, und das sogar bei einer Displaydiagonalen von sechs Zoll. Huawei-Chef Richard Yu postulierte vor geraumer Zeit, dass höhere Displayauflösungen jenseits der Full-HD-Auflösungen Unsinn seien – hier scheiden sich sicher die Geister, aber beim Mate 8 macht sich die geringere Pixeldichte nicht negativ bemerkbar.

Das im Mate 8 verbaute IPS-Neo-Display liefert satte, ausgeglichene Farben, die Blickwinkelstabilität ist ordentlich, wobei bei die Farbwiedergabe bei spitzem Winkel ein bisschen in Blaue abdriftet – bei IPS-Displays aber keine Seltenheit. An der Grundhelligkeit des Panels ist nichts zu beanstanden, auf höchster Helligkeitsstufe strahlt es bemerkenswert hell. Während des Tests hatte ich die Helligkeit auf etwa 50 Prozent und automatische Helligkeitsregulierung aktiviert.

(Foto: t3n)
Das Frontpanel mit 2,5D-Glas lässt sich Huawei Mate 8 angenehmen bedienen. (Foto: t3n)

Zugegeben: Bei einem Samsung Galaxy S6 oder einem High-End-Gerät mit WQHD-Display wirken die Farben knackiger und Bilder ein bisschen schärfer, in der Alltagsnutzung macht sich die niedrigere Auflösung aber nicht negativ bemerkbar – im Gegenteil: Grafikeinheit und Prozessor müssen weniger Pixel über das Display schieben, was bedeutet, dass weniger Energie verbraucht wird.

Performance und Ausstattung des Huawei Mate 8

Das Mate 8 ist das erste Modell von Huawei, das mit dem neuen hauseigenen Kirin-950-Chip ausgerüstet ist. Der Prozessor besitzt acht Kerne – vier davon sind rechenstarke und dank 16-Nanometer-Verfahren relativ energiesparende Cortex-A72-Kerne mit einer Maximaltaktung von 2,3 Gigahertz, bei den vier weiteren haben wir es mit 1,8-Gigahertz-Cortex-A53-Kernen zu tun, die für weniger anspruchsvolle Aufgaben verantwortlich sind. Darüber hinaus besitzt der Chip einen weiteren i5-Co-Prozessor, der die Steuerung der Sensoren übernimmt.

Das uns vorliegende Huawei Mate 8 mit der Modellnummer NXT-L29 besitzt einen Kirin 950-Prozessor, drei Gigabyte RAM und 32 Gigabyte interner Speicher. Foto: t3n)
Das uns vorliegende Huawei Mate 8 mit der Modellnummer NXT-L29 besitzt einen Kirin 950-Prozessor, drei Gigabyte RAM und 32 Gigabyte internen Speicher – und einen Dual-SIM-Slot. (Foto: t3n)

Begleitet wird der Prozessor von der leistungsfähigen Grafikeinheit ARM Mali-T880 und drei, beziehungsweise vier Gigabyte RAM, wobei in Europa nur die kleinere Variante angeboten wird. Das Modell mit dem kleineren Arbeitsspeicher gibt es zudem nur mit 32 Gigabyte internem Flash-Speicher, das 64-Gigabyte-Modell wird in Deutschland (noch) nicht angeboten.

Das SoC kann sich problemlos mit Samsungs Exynos 7420 messen, der beispielsweise im Galaxy S6 verbaut ist – der Snapdragon 810 von Qualcomm kommt im Benchmark-Vergleich nicht hinterher. Wie sich der Chip mit den 2016er-Prozessoren von Samsung und Qualcomm schlagen wird, bleibt abzuwarten, in Sachen Leistung muss man sich als Konsument aber keine Sorgen, machen, denn der Kirin 950 genügt nicht nur für die üblichen Alltagsaufgaben, auch leistungsintensive Dinge bewältigt der Chip, ohne „ins Schwitzen“ zu kommen.

Das bedeutet, dass beim Mate 8 weder Ruckler beim Scrollen durch den Homescreen, den App-Drawer oder Wartezeiten beim Starten einer App zu beobachten sind. Beim Zocken ressourcenintensiver Games mit anspruchsvoller Grafik wie „The Room Three“, „Riptide GP 2“ oder „Sky Foce HD“ fühlt sich das Mate 8 auch äußerst wohl – alles läuft wie Butter, von Wärmeentwicklung keine Spur.

Huawei Mate 8 im Benchmark: AnTuTu 6.0.1 (links), CF Bench. (Screenshot: t3n)
Huawei Mate 8 im Benchmark: AnTuTu 6.0.1 (links), CF Bench. (Screenshot: t3n)

Wer sich für Benchmarks interessiert: Im AnTuTu 6.0.1 erzielt das Mate 8 circa 90.000 Punkte, im CF-Bench schafft das Phablet im Overall-Score 79.213 Punkte (native 95.808, Java 68.150). Zwar halten wir solche synthetischen Benchmarkwerte für wenig aussagekräftig, dennoch seien sie an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erwähnt. Weitere Spezifikationen des Huawei Mate 8 gibt es beim Hersteller.

Huawei Mate 8 vs. Nexus 6P – Spezifikationen im Vergleich

 huawei-mate-8-smallHuawei_Nexus_6P_2
ModellHuawei Mate 8Nexus 6P
BetriebssystemAndroid 6.0 Marshmallow mit EMUI 4.0Android 6.0 Marshmallow
Display6 Zoll Full-HD-IPS (1.920 x 1.080 Pixel, 368 ppi)5,7 Zoll WQHD-AMOLED (2.560 x 1.440 Pixel, 518 ppi)
ProzessorKirin 950 Octa Core, 64-bit,16 nm FinFET, max. 2,3 GHzSnapdragon 810 Octa Core 64-bit, max. 2,0 GHz
Arbeitspeicher3 GB RAM LPDDR43 GB RAM LPDDR4
Interner Speicher32 GB (per microSD-Karte erweiterbar), Modell NXT-L0932 GB, 64 GB oder 128 GB
Hauptkamera16 MP, Sony IMX-298-Sensor, f/2.0-Blende; optischer Bildstabilisator12,3 MP, 1.55 μm; f/2.0, IR-Laser-Autofokus
Frontkamera8 MP, Sony IMX-179-Sensor. f/2,48 MP, 1,4 µm Pixel
Blende: f/2.4
Akkukapazität4.000 mAh3.450 mAh
KonnektivitätLTE Kat. 6, Dualband-WLAN (2,4 Ghz/5 Ghz) 802.11 ac, Bluetooth 4.2 LE, NFCLTE Kat. 6, Dualband-WLAN (2,4 Ghz/5 Ghz) 802.11 ac, Bluetooth 4.2, NFC
Abmessungen157,1 x 80,6 x 7.9 mm159,3 x 77,8 x 7,3 mm
Gewicht185 g178 g
FarbenMoonlight Silver
Space Gray
Aluminium, Grafit, Kristallweiß
SonstigesFingerabdrucksensor, kurze Ladezeiten, Fingerabdrucksensor, kurze Ladezeiten, USB Typ C, Stereo-Frontlautsprecher
Preis (UVP)599 Euro (32 GB)679 Euro (32 GB), 699 Euro (64 GB), 799 Euro (128 GB)

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