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Infrastruktur

IBM im Kaufrausch: Big Blue wird zur weltweit größten Digitalagentur

    IBM im Kaufrausch: Big Blue wird zur weltweit größten Digitalagentur

IBM hat innerhalb von nur einer Woche gleich drei Agenturen übernommen, darunter auch zwei deutsche. Der IT-Dino wird damit zur weltweit größten Digitalagentur. Was der Konzern damit vorhat, erfahrt ihr im Artikel.

IBM übernimmt Ecx.io und Aperto

IBM hat innerhalb von nur einer Woche gleich drei Digitalagenturen übernommen, darunter auch zwei deutsche. Wie TechCrunch berichtet, wandern sowohl die in Düsseldorf angesiedelte Agentur Ecx.io als auch Aperto aus Berlin unter das Dach des US-amerikanischen IT-Dinos. Zuvor hatte IBM bereits die Übernahme der US-Agentur Resource/Ammirati vermeldet. Die Deals sollen nach Prüfung durch Kartellbehörden noch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Angaben zu den einzelnen Kaufmodalitäten machte der Konzern nicht.

Mit ecx.io, Aperto und Resource/Ammirati hat IBM in einer Woche gleich drei Digitalagenturen gekauft. (Foto: Ecx.io)
Mit ecx.io, Aperto und Resource/Ammirati hat IBM in einer Woche gleich drei Digitalagenturen gekauft. (Foto: Ecx.io)

Ecx.io wurde 1995 gegründet und unterhält unter anderem auch Büros in München, Wien und Zurich. Standortübergreifend beschäftigt Ecx.io rund 200 Mitarbeiter. Aperto hingegen – ebenfalls seit 1995 existent – kann auf 300 Mitarbeiter in Berlin, Basel und Peking verweisen. Zu den Kunden der Agenturen zählen zum Beispiel Siemens, Airbus, Austria Airlines und Klöckner.

„Größte Digitalgentur der Welt“

Mit den Zukäufen stärkt IBM insbesondere das eigene Agenturgeschäft, das schon länger unter der Dachmarke „IBM Interactive Experience (IBM iX)“ firmiert und Teil der neu aufgelegten Enterprise-Strategie ist. Nach Einschätzung des Fachmagazins Advertising Age darf sich IBM damit künftig den Titel der „weltweit größten Digitalagentur“ auf die Fahne schreiben. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von Lösungen für Marketing, E-Commerce und Online-Plattformen.

Das einstige Vorzeige-Geschäft von IBM – die Entwicklung von Hard- und Software – ist schon länger rückläufig. Im letzten Jahr schrumpfte der Umsatz um 12 Prozent auf 81,7 Milliarden Dollar. Der Wandel hin zum umfassenden Cloud-Computing-Konzern kommt trotz spannender Technologien wie beispielsweise IBM Watson nur schleppend voran. Die Fokussierung auf das vergleichsweise gewinnträchtige Beratungsgeschäft soll IBM nun zu alter Stärke verhelfen. Dazu plant der Konzern auch die Eröffnung drei neuer Büros in Prag, Warschau und Dubai. Insgesamt werden dann 10.000 Agenturmitarbeiter für IBM arbeiten.

via techcrunch.com

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