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Software & Infrastruktur

IBM: „Jeder Mac, den wir kaufen, spart uns Geld“

(Bild: Apple)

Im Sommer dieses Jahres hatte IBM sich dazu entschieden, von Lenovo-Thinkpads auf Macs umzusatteln. Im Zuge einer Apple-IT-Admin-Konferenz berichtete Fletcher Previn, Vice-President of Workplace-as-a-Service bei IBM, ein halbes Jahr nach dem Plattformwechsel über die ersten Erfahrungen vom Umstieg von Windows auf OS X. Seinen Ausführungen zufolge machen sich die höheren Anschaffungskosten bezahlt.

Mac vs. PC: Bei IBM gewinnt Apple

Seit Juni dieses Jahres bietet IBM seinen Mitarbeitern die Option, anstelle eines Windows-Rechners einen Mac als Arbeitsgerät zu wählen. Seitdem werden 1.900 OS-X-Rechner pro Woche an IBM-Mitarbeiter ausgegeben, so erläutert Fletcher auf der JAMF Nation User Conference (JNUC) – mittlerweile seien 130.000 iOS- und Mac-Geräte im Unternehmen in Benutzung. Trotz der höheren Kosten, die bei dem Kauf der Geräte anfallen, so Previn, spare man langfristig dennoch Geld. Der Grund dafür sei der geringere Support-Aufwand, der bei IBM festgestellt werde.

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Laut IBM sind Macs langfristig günstiger als PCs. (Bild: AppleInsider)

„Every Mac that we buy is making and saving IBM money.“

 Der komplette Hardware-Fuhrpark wird rund um die Uhr von internen Supportmitarbeitern betreut. Die Support-Anfragen von Mitarbeitern werden festgehalten und in Statistiken ausgewertet – die von Fletcher veröffentlichten  Zahlen zeichnen hier ein deutliches Bild: Laut IBM brauchen nur 5 Prozent der Mitarbeiter mit Macs technische Unterstützung, wohingegen stattliche 40 Prozent Hilfe mit Windows-Rechnern benötigen. Fletcher zufolge seien lediglich 24 IT-Kräfte für Macs angestellt, die sich jeweils um 5.375 kümmern. Dies funktioniere selbstredend nur, weil der Supportaufwand möglichst gering sei. Zum Vergleich: Gartner empfiehlt ein IT-Support-zu-Mitarbeiter-Verhältnis von 1:70, während der Durchschnitt bei 1:242 liege.

Laut IBM könnte man dieses beeindruckende Support-zu-Mitarbeiter-Verhältnis erreichen, da jeder Angestellte seinen Mac selbst mit vorgegebenen Anwendungen einrichtet. Selbst wenn man Microsoft Office benötigt, klickt der Mitarbeiter einfach auf den Installations-Knopf, die IT erledigt die Lizenzierung im Hintergrund, ohne dass der User davon etwas mitbekommt. Darüber hinaus seien weitere Support-Prozesse automatisiert – es sei nicht einmal erforderlich für jeden einzelnen Rechner Systemabbilder zu erstellen.

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IBM ist nach Aussagen Fletchers sehr zufrieden mit dem Umstieg. (Bild: JAMF Software)

Abgesehen vom geringeren Kostenaufwand für den IT-Support seien Macs außerdem eine bessere Investition, da der Wertverlust selbst bei drei Jahre alten OS-X-Geräten noch vertretbar sei. Drei Jahre alte Windows-Rechner seien beim Weiterverkauf weit weniger wert.

via appleinsider.com

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17 Reaktionen
Michael
Michael

Zitat:"Selbst wenn man Microsoft Office benötigt, klickt der Mitarbeiter einfach auf den Installations-Knopf, die IT erledigt die Lizenzierung im Hintergrund, ohne dass der User davon etwas mitbekommt." - Selten so gelacht :-)

Das funktioniert natürlich nur beim Mac, is klar ...
Dann scheint ja IBM bei den Windows Maschinen Office manuell zu installieren, dann braucht man sich über den Supportaufwand nicht zu wundern.

Updates werden warscheinlich bei Windows auch manuell installiert ....

ERP Syteme sind allgemein dafür bekannt wie verbreitet diese auf MacOS sind :-), ... Auf einem Mac auf dem zum Beispiel kein ERP System läuft brauche ich deutlich weniger Support.

Genrell wäre erstmal zu klären welche Anwendungszweck das ausgebene MacBook derzeit erfüllt, dann reden wir über den Supportaufwand der hier dargestellt wird. Wird mit dem Gerät wirklich gearbeitet oder dient es zur reinen Selbstdarstellung ...

Michael
Michael

Ich stimme zu, daß die technikaffinen Mac User die ersten Umsteiger sind. Weniger technikaffine Mitarbeiter arbeiten weiterhin mit Windows. Daher ist die Aussage naheliegend und kann nicht verallgemeinert oder in die Zukunft extrapoliert werden.
130 000 Macbooks heißt ja nicht, daß Windows Rechner in der gleichen Zahl aussortiert wurden.
Vermutlich sind etliche der internen Geschäftsanwendungen in der Administration noch nicht auf OSX umgestellt, so daß die Administration weiterhin auf Windows Geräte angewiesen ist.

Martin
Martin

Interessant zu wissen wäre ja auch, ob die die jetzt einen MAC bei IBM nutzen, Zuhause auch einen MAC nutzen oder dann doch einen PC mit Windows!?

Denn ein MAC User, der bei IBM bislang einen PC benutzen musste, hatte bestimmt mehr Probleme mit Windows als ein Windows User der auch privat Windows nutzt, was dann den höheren Support-Aufwand erklären würde.

Investitions-Sicherheit in Software
Investitions-Sicherheit in Software

Das schreiben ich und andere hier schon ständig basierend auf Erfahrungen im privaten Umfeld. Einem Rentner kauft man ein iPad. Da hat er länger was davon. Früher zumindest.
Dummerweise ist Yosemites Sternchenverteilung im Appstore bezeichnend für Apple seit Tim Cook: Die schlechten Anteile nehmen zu.
Apple war mal gut. Inzwischen aber nur noch hmm...
Die reine Hardwarepower hilft ja nichts wenn die Software Probleme macht. Oder wenn die neuen MiniMacs nicht wirklich besser sind als die alten Modelle. Alle dicken Apple-Geräte (also keine iPads, keine Iphones und keine AirBooks, wohl aber MiniMacs, MacProBooks und vielleicht auch iMacs und kewlerweise vielleicht auch das AppleTV und vielleicht manche iPad-Pros) sollten z.b. RAM nachrüstbar und nicht verlötet haben wie es ewig Standard war.

http://t3n.de/news/mir-apple-tv-tag-klein-bisschen-632009/
Im Gegensatz zu anderen Diskussionen sind das ja Apple-User die besseres erwartet hatten und relativ neutral die Probleme (z.b. das inzwischen wieder wie ein Fußballtrainer gedroppte Bonjour) beschreiben.

Schon traurig das Wintel diese Probleme nicht löst und somit zu viel Arbeitszeit und zu viele Support-Mitarbeiter beschäftigen lässt...

M$ hat neulich teilweise die cooleren Produkte vorgestellt. 5k und echtes 4k (UHD1 mit 3840 war noch nie echtes 4k und wurde nur bei der Presse so platziert, denn FullHD 1920 war ja auch nie 2k. 4k und 2k wurden ewig lange vor HDMI und vermutlich auch USB-0.1-Alpha definiert um Kinofilme von Analogen Film-Rollen zu digitalisieren) sind schon gute Sachen von Apple die der Wintel-Branche klar die Rückständigkeit klar machen. Auch die Nutzung von USB-C für Thunderbolt3 um die mangelnde Verbreitung von FireWire nicht mit Thunderbolt zu imitieren ist eine geniale Idee von Apple.
Aber z.B. das Apple4TV mit NUR FullHD sollte gar nicht erst erscheinen weil die ähnlich bepreiste Amazon Fire2Box 4k/UHD-1 kann speziell weil man sogar selber 4k-Video-Aufnahmen mit dem Iphone bewirbt. wieso kann ich die mit AirPlay dann nicht am UHD-TV gucken ? Oder können die UHD1-TVs alle von sich aus AirPlay in echtem UHD-1(=3.8k="4k") und brauchen die Apple4TV-Box nicht dafür ?

Im Rahmen der mit dem iPadPro als Wintel-Firmen-Ersatz gedachten Rechner sind solche Bericht von IBM allerdings nicht überraschend.
Versicherungen, Behörden, Verwaltungen, Krankenkassen, Firmen,... haben hundertausende Rechner und die Quartalszahlen vieler Groß-Firmen sind auf den Neukauf nach der Abschreibungs-Frist ausgelegt.
AMD und Intel haben mit dem PC-Absatz aber wohl aktuell Probleme.
Vielleicht warten die bis Win10 stabil ist und in einem Jahr verdreifachen sich die Firmen-PC-Verkäufe aber das wird man dann sehen.
Business-Apps laufen auf IpadPro aber vermutlich dauerhafter als mit den zig verschiedenen Win10-Versionen. Speziell WinPhone hat 1-2 mal die Leute zurückgelassen und die Millionen-Investitionen in plötzlich auf der neuen Version inkompatiblen WinPhone-Apps waren weg. Alles musste neu programmiert und die Mitarbeiter teuer auf die neuen Apps geschult werden. Das erkt sich das Volk. Schon bei DOS-3 oder so gabs Inkompatibilität und Bill Gates soll sich die krasse Kritik sehr eingeprägt haben so das danach immer alles brav kompatibel war damit alte Investments nicht verloren gingen. Boni-Manager wissen wie stabil ihr App-Bestand auf dem iPad läuft und wollen das sicher auch für die Software mit der die Mitarbeiter täglich 24x7 ihre Arbeit machen sollen. Da ist Windows vielleicht nicht wirklich schlau und kostet ständig Nach-Investitionen. Die Gewerkschaft freut sich... Der Kleinaktionär nicht.

Peter P
Peter P

Das liegt vielleicht auch daran, dass der durchschnittliche Mac-User wohl technikaffiner und jünger ist als der durchschnittliche Windows-User? Und vermutlich auch bessere Suchmaschinen-Skills besitzt? Das ist mal wieder eine ziemlich nichtssagende Statistik.

nasumi
nasumi

"Seit Juni dieses Jahres bietet IBM seinen Mitarbeitern die Option, anstelle eines Windows-Rechners einen Mac als Arbeitsgerät zu wählen."
Die Mitarbeiter sind also dieselben geblieben, die Hardware wurde getauscht. Daher ist die Statistik ziemlich vielsagend.

guest
guest

Naja nicht wirklich. Ich denke es ist allgemein bekannt, dass es schwerer ist einen Mac zu beschädigen als ein Windows-System, weil man beim Mac eben viel schwerer an wichtige System-Dateien rankommt. In folge dessen muss auch seltener der Support kommen, weil es eben schwerer ist aus Unwissenheit das System zu zerstören.

Peter P
Peter P

Entscheidend ist das Wort "Option": wäre die Hardware gezwungenermaßen bei einer zufälligen Stichprobe der Mitarbeiter ausgetauscht worden, wäre die Statistik aussagekräftig. Wenn in erster Linie diejenigen umsteigen, die sich für technisch versiert genug halten und/oder offen für Neues sind, nicht mehr.
Bspw meine Eltern (benötigen regelmäßig Windows-Support) würden nie auf die Idee kommen, auf einen Mac umzusteigen. Ich bin (zur Not mit Hilfe des Internets) bisher mit jedem OS zurechtgekommen, da bin ich natürlich auch offener für neue Systeme.

nasumi
nasumi

@guest: Ja, genau das ist die Aussage der Statistik. Mac läuft stabiler und ist für die Mitarbeiter einfacher zu bedienen.

@Peter P: Wenn nur die umgestiegen wären, die technisch versierter sind, hätte sich nicht viel geändert, da die technisch versierten auch mit Windows zurecht kommen.

Peter P
Peter P

Das vermisse ich ja eben in der Statistik: Zahlen die zeigen, dass sich etwas *verändert* hat, das steht ja nirgendwo. Es wird nur der Ist-Zustand festgestellt, nämlich dass die Mac-User geringeren Support-Aufwand haben. Aber niemand sagt: "die Umsteiger auf Mac stellen x Supportanfragen pro Woche weniger als vorher" oder "Die Supportanfragen sind firmenweit um y Prozent gesunken".

Stattdessen werden einfach die 5% vs. 40% aufgeführt, was ich für höchst irreführend und statistisch relativ wertlos halte.

Philipp Blum

Stimme ist dir zu. Ist statistisch eine Null-Aussage. Die Stichprobe ist nicht zufällig. Das heißt, man kann, durch die Stichprobe, nicht ansatzweise auf die Grundgesamtheit schließen.

Dan
Dan

IBM wollte für uns aber auch keine ausführliche Statistik liefern, sondern sie haben kurz mal Mitteteilt, was der "IST-ZUSTAND" zu bieten hat.

Der Vergleich 5% und 40% ist doch aussagekräftig. Was interessiert mich die Veränderung eines Umsteigers? Was ist mit den Mitarbeitern die neu eingestellt werden und direkt einen Mac wählen?

co
co

Es gibt ja auch viel mehr PC User ... ;)

coco
coco

Öhm... du weißt schon, wie Prozentrechnung funktioniert, oder?

Andreas
Andreas

hahaha, zu gut!

Heiko
Heiko

großartig! :D

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