IBM zum 100. Geburtstag stark wie nie
„Sam hat uns vor allem beigebracht, niemals damit aufzuhören, IBM neu zu erfinden“, sagte Virginia Rometty. Palmisano war 2002 zum IBM-Chef aufgestiegen und drückte dem Unternehmen seinen Stempel auf: Er verkaufte nacheinander das angestammte Geschäft mit PCs, Druckern und Festplatten und steckte die Erlöse in den Zukauf von Softwarefirmen sowie in den Ausbau des Beratungs- und Servicegeschäfts.
Der Umbau war erfolgreich. Heute ist IBM ein Koloss mit einem Jahresumsatz von 100 Milliarden Dollar und einer Börsenbewertung von mehr als 250 Milliarden Dollar. Damit ist das Computer-Urgestein, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hat, mehr wert als Google oder Microsoft und wird unter den Technologiefirmen nur noch von Apple übertroffen.
IBM betreibt heute etwa die Rechenzentren für andere Firmen. Das ist wesentlich lukrativer, als einfache Hardware zu bauen. Von der alten IBM sind im Wesentlichen noch die leistungsstarken Firmenrechner übrig geblieben.
Rometty seit 1981 im Unternehmen
„Es gibt keine größere Ehre im Geschäftsleben, als gefragt zu werden, ob man IBM führen möchte“, sagte Rometty. Sie hatte 1981 als Systemtechnikerin angefangen und sich bis zur weltweiten Verkaufsleiterin hochgearbeitet. Damit gehört sie zum Führungszirkel des Konzerns. „Ginni Rometty hat in den vergangenen zehn Jahren eine ganze Reihe von IBMs wichtigsten Geschäftszweigen geleitet“, sagte Palmisano und lobte seine Nachfolgerin als „ideale Konzernchefin“.
Palmisano wird sich allerdings noch nicht komplett verabschieden, obwohl er das für IBM-Chefs typische Rentenalter von 60 Jahren erreicht hat. Er bleibt dem Konzern als Vorsitzender des Verwaltungsrats erhalten und ist in dieser Funktion der oberste Kontrolleur im Hause.
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Quelle: dpa




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