iCloud: Apples zweite Musikmarkt-Revolution steht vor der Tür

Apple scheint in Sachen iCloud und Cloud-Musik-Dienst ernst zu machen und steht kurz davor, weitere Major-Deals mit großen Musiklabels abzuschließen. Die iCloud könnte unter Umständen bereits auf der Worldwide Developers Conference am 6. Juni vorgestellt werden. Doch worum genau dreht es sich eigentlich?

Ob der Dienst wirklich iCloud heißen wird steht zwar noch in den Wolken, aber in Sachen Cloud-Musik-Dienst soll sich schon seit einigen Wochen mit der Warner Music Group einig sein. Nach Informationen von Cnet soll das Unternehmen aus Cupertino nun auch mit EMI einen Vertrag geschlossen haben. Verhandlungen über Lizenz-Deals mit Sony Music und Universal Music sollen ebenfalls weit fortgeschritten sein. Die direkte Kooperation mit den Labels könnte für Apples Cloud-Music-Dienst der entscheidende Vorteil gegenüber den bereits gestarteten Konkurrenten Google und Amazon sein.

iCloud itunes
Apple könnte die iCloud bereits Anfang Juni vorstellen. Für den Cloud-Musik-Dienst hat das Unternehmen Verträge mit einigen Major Musiklabels geschlossen.

iCloud mit der Lizenz zum Hören

Auch wenn Apple mit seinem Cloud-Musik-Dienst später an den Start geht als Google und Amazon, erscheint die Vorgehensweise der Firma erfolgversprechender. Das Angebot der Konkurrenz ist überschaubar, während die angesprochenen Lizenzvereinbarungen Apple ein wesentlich größeres Portfolio ermöglichen dürften. Der eingeschränkte Umfang von Music Beta by Google und Amazon Cloud Drive dürfte Nutzer vor diesem Hintergrund enttäuschen.

iCloud könnte echte Musik in den Wolken bieten

Der Vorteil der Deals mit den Major Labels liegt nicht nur im Umfang der Titel, die Apple anbieten könnte. Die Lizenzabkommen ermöglichen für die iCloud auch Funktionen und Features, die Google und Amazon nicht anbieten können. So könnte Apple seinen Kunden beispielsweise das langwierige Hochladen ihrer Songs auf die Server des Unternehmens ersparen. Sowohl Google als auch Amazon verfolgen diese Strategie.

Da Apple aber die entsprechenden Lizenzabkommen in der Tasche hat, könnte der Konzern einfach die Festplatten der Nutzer scannen und feststellen, welche Songs der jeweilige Anwender sein Eigen nennt. Darauf basierend könnte die iCloud auch das Streamen dieser Titel direkt von den hauseigenen Servern anbieten. Ein Abgleich der Sammlung des Nutzers mit dem lizensierten Katalog würde dem User so den Zugriff auf die auf den Apple-Servern gespeicherte Dateien ermöglichen. Dieser Prozess ist als „Scan and Match“ bekannt und wurde durch das Unternehmen Lala bekannt, das Apple Ende 2009 übernommen hat.

Die nächste Cashcow könnte iCloud heißen

„Scan and Match“ könnte also ein Hochladen der Titel in die Cloud sowie die iTunes-Synchronisation obsolet machen - sofern der Nutzer seine Musik mobil an Orten hören möchte, an denen er über WLAN oder UMTS verfügt. Geräte wie das iPhone, der iPod, das iPad, der Mac oder auch ein PC könnten die Musik direkt aus der iCloud streamen.

Wie genau die Kostenstruktur für diesen Dienst aussehen wird, lässt sich bisher nur erahnen. Klar ist, dass die Musik-Labels ordentlich Geld verdienen wollen. Eine Gebühr pro Titel ist daher naheliegend, Abomodelle nicht ausgeschlossen. Vielleicht wissen wir Anfang Juni nach der Worldwide Developers Conference schon mehr. Das Potenzial einer erneuten Musikmarkt-Revolution hat die iCloud in jedem Fall.

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Bildnachweis für die Newsübersicht: Foto: Apple Inc.

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13 Answers

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  3. von Timo Weiß via facebook 19.05.2011 (13:14Uhr) 3.

    ähh... nein :D

  4. von David Gampe via facebook 19.05.2011 (13:25Uhr) 4.

    gibt's das dann auch als Kassetten-Modul für den Walkman?

  5. von Axel Hörnke via facebook 19.05.2011 (13:37Uhr) 5.

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  7. von Michael Frey via facebook 19.05.2011 (14:54Uhr) 7.

    Die Frage ist: Würde ich überhaupt etwas von Apple kaufen?

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