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ICQ: Mit Videotelefonie und Gruppenchat gegen Skype und WhatsApp

Mit ICQ kannst du jetzt verschlüsselte Videoanrufe machen [Update]

Im März haben die ICQ-Macher eine aktualisierte Version des Messenger-Veteranen an den Start gebracht – inklusive Video- und Gruppenchat-Funktionen. Jetzt ermöglicht ICQ verschlüsselte Videoanrufe.

Mit ICQ kannst du jetzt verschlüsselte Videoanrufe machen [Update]

(Screenshot: ICQ.com)

Update vom 25. Mai 2016:

„Call is secured“, heißt es seit Neuem für Nutzer des Messenger-Veteranen ICQ. Dank einer neuen VoIP-Engine, die in den ICQ-Versionen für Android, iOS und Windows unterstützt wird, bietet ICQ jetzt verschlüsselte Videoanrufe an – als erster großer Anbieter eines Messaging-Dienstes. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist dabei voreingestellt, Nutzer müssen keine zusätzlichen Einstellungen vornehmen, wie es in einer Mitteilung der hinter ICQ stehenden Mail.Ru-Group heißt. Die Verschlüsselung basiert auf dem offenen ZRTP-Protokoll, weder ICQ noch der Server-Betreiber sollen den Angaben nach Zugriff auf die Gesprächsinhalte erhalten können.

Verschlüsselte Videoanrufe mit ICQ. (Bild: Mail.ru)
Verschlüsselte Videoanrufe mit ICQ. (Bild: Mail.ru)

ICQ: Comeback mit neuen Funktionen

Wer Ende der 1990er-Jahre einen ans Internet angeschlossenen Computer hatte, dürfte das Geräusch kennen, mit dem sich neue Nachrichten ankündigten: Das „Uh-oh“ hat damals genervt, heute fehlt es vielen. t3n-Kollege Moritz Stückler etwa war seit 1998 dabei, trennte sich aber im Jahr 2013 von seinem ICQ-Account. Vielleicht denken jetzt einige, die ICQ den Rücken gekehrt haben, noch einmal um. Denn ICQ ist mit neuen Funktionen zurück und will mit WhatsApp und Skype in den Ring um die Messenger-Krone steigen.

ICQ 10 im neuen Design. (Screenshot: ICQ.com)
ICQ 10 im neuen Design. (Screenshot: ICQ.com)

Dazu haben die Entwickler bei den Funktionen mächtig aufgerüstet – ICQ gehört übrigens mittlerweile zur russischen Mail.ru-Gruppe, in deren Besitz auch die Social-Media-Plattform VKontakte ist. In ICQ 10, so heißt die aktuelle Versionsnummer, können Nutzer jetzt Videotelefonie nutzen. Versprochen werden Video-Calls in hoher Qualität – insbesondere bei den Desktop-Versionen. Darüber hinaus können auch Gruppenchats gestartet und Dateien, etwa Fotos oder Videos, mit einer Größe von bis zu vier Gigabyte über den Dienst verschickt werden.

Angriff auf Skype und WhatsApp: ICQ im neuen Design

Der Dienst hat zudem ein neues Design verpasst bekommen, das neue ICQ erinnert ein wenig an Skype oder Google Hangouts. Eine große Anzahl an neuen Emojis und bunten Stickers soll die schnelle Kommunikation ohne Wörter ermöglichen. ICQ sorgt außerdem für eine Synchronisierung des Gesprächsverlaufs über alle genutzten Geräte hinweg und kann auch mit sozialen Netzwerken gekoppelt werden. ICQ 10 kann hier für Windows und Mac OS X sowie iOS, Android und Windows Phone heruntergeladen werden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist sicher der t3n-Artikel „Von ICQ über Skype bis WhatsApp: Der Aufstieg und Niedergang der Instant-Messenger [Infografik]“.

via derstandard.at

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5 Antworten
  1. von Stagnation durch Aufkauf am 21.03.2016 (09:53 Uhr)

    ICQ war hinter dem Telefon-netz das zweitgrößte Nummern-System um Personen zu erreichen.

    Skype ist doch nur so groß geworden weil ICQ nach dem Kauf durch AOL anscheinend unmotiviert wurden (wie die meisten Google-Käufe aber jetzt greift Google durch und verkauft solche Firmen wieder und das hoffentlich an sogenannte "Heuschrecken" oder Chinesen wo harte Arbeit ehrlich ist und das Konzept des Cashburn nicht mal existiert) und sich nicht mehr weiter-entwickelt haben.

    Whatsapp gibts doch nur weil Skype nach dem Kauf durch Ebay keine nennenswerten Features mehr dazubekam.

    Square oder Dwolla wurden nur groß weil Paypal nach dem Aufkauf durch Ebay vor sich hin stagnierte wie aktuell z.b. auch NEST und die meisten Google-Aufkäufe deren Disruption von dritten Firmen erbracht werden muss.

    Die Bewertungen von Firmen sind sehr problematisch. Man ist plötzlich nichts mehr wert und wird gnadenlos aufgekauft und muss nach jahrzehnten des Bonitums und Cashburnerei in 5 Jahren seine Aufkaufkosten für die Heuschrecken durch harte ehrliche Arbeit und Profite! mit Zins und Zinseszins zurückzahlen wie es viele Heuschrecken-Beispiele glorreich beweisen und Cashburnertum daher verbieten sollten: Zero-Profit=Zero-Boni sollte immer gelten.

    Wichtig ist also ob diese russische Firma Eigentümer-Streit oder an der Börse ist, und sich daher plötzlich anstrengen muss.
    Auch Skype hat plötzlich bei Android die Buttons für Rentner und Hausfrauen endlich (nach 15 Jahren !) beschriftet so das kleine User wissen was geht was vor 15 Jahren (oder wann die erste Version erschien) auch schon gegangen wäre.

    Tesla kündigt sehr frühzeitig den Tesla3 an oder vor kurzem Uber mit den autonomen Autos von Daimler für 2020. D.h. man muss sich anstrengen damit die Aktien bei Kälte nicht einen dicken Kursrutsch machen und man billig aus der Portokasse von harter sparsamer Hand aufgekauft und profitabel gemacht wird.

    In diesem Fall wäre Interoperabilität ganz nett. Aber wo ist der Staat wenn man ihn mal braucht ... :-(

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  2. von OldSchooler am 21.03.2016 (15:45 Uhr)

    Ich nutze ICQ seit 1998 etwa - und zwar ununterbrochen. Heute allerdings nur noch die Mobile Version auf dem IPhone, außer die Streikt mal.

    Ich nutze ICQ von Morgens bis Abends im Grunde ohne Unterbrechung (Nein, ich hab nicht zuviel Zeit). Manchmal mehrere 100 Nachrichten pro Tag, und das mit nur einer einzigen Person.

    Gerade letztends hab ich zu der Person gesagt ich komme mir vor als wenn wir die letzten Dinosaurier wären :-)

    Aber es stimmt, es hat sich viel getan bei ICQ (Allerdings schon lange) und im Grunde war ICQ schon früher das was heute Whatsapp ist. Meiner Meinung nach hat ICQ nur den Zug verpasst rechtzeitig das ganze Mobil zu bringen. Das ging erst richtig vorwärts als der Erfolg von Whatsapp schon besiegelt war, und damit zu spät.

    Ich hoffe dass ICQ uns noch lange erhalten bleibt - Ich bin gerne Retro ^^

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  3. von grep am 21.03.2016 (17:07 Uhr)

    Hallo ...,


    ICQ ist 1000-mal lieber als WhatsApp (ergo Facebook) und Skype (also MS).


    Ciao, Sascha.

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  4. von Thomas Turbo am 21.03.2016 (17:26 Uhr)

    Begrüsse ich aus Nostalgie-Gründen, aber gibt's Angaben darüber, ob die Chats Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden (wie bei Threema etc.)? Ansonsten ist's wohl nichts für mich.

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  5. von Dash am 22.03.2016 (14:51 Uhr)

    Mal ehrlich, ICQ war mal eine Zeitlang die größte Virenschleuder überhaupt. Man konnte das Teil niemandem mehr bedenkenlos empfehlen.

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