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Software

ICWatch: Mit diesem Tool überwachst du Geheimdienste [#rp15]

    ICWatch: Mit diesem Tool überwachst du Geheimdienste [#rp15]

Foto: : MAD-Magazin

Erstaunlich, dass man über Linkedin Geheimdienst-Mitarbeiter finden kann, aber es geht. Man muss nur wissen, wonach man suchen muss, und prompt kann man den Spieß umdrehen und die Überwacher selbst überwachen – zum Beispiel mit ICWatch – einem Tool, das jetzt auf der re:publica in Berlin vorgestellt wurde.

Mit ICWatch lassen sich die Lebensläufe und weitere Details von rund 27.000 für die NSA beschäftigter Menschen durchsuchen. Damit will der Programmierer M.C. McGrath der Überwachungsmaschinerie ein Gesicht geben und den Spieß umdrehen.

Mit simplen Suchanfragen lassen sich Geheimdienst-Mitarbeiter finden. ICWatch ist eine Suchmaschine, die entsprechende Informationen in einer Datenbank zur Verfügung stellt. (Screenshot: Google)
Mit simplen Suchanfragen lassen sich Geheimdienst-Mitarbeiter finden. ICWatch ist eine Suchmaschine, die entsprechende Informationen in einer Datenbank zur Verfügung stellt. (Screenshot: Google)

Die Überwacher überwachen

McGrath zeigte im Rahmen seines re:publica-Vortrages nicht nur Fotos einzelner NSA-Mitarbeiter, sondern setzte mit Fotos von deren Familien und Wohnorten noch einen drauf. Das Ganze nennt sich Open-Source-Intelligence und dürfte den Geheimdiensten mehr als nur ein Dorn im Auge sein. Doch wie konnte das dem jungen Programmierer gelingen? Mit Hilfe von simplen Google-Suchen und der Aufbereitung von Linkedin-Daten – also öffentlich zugänglichen Informationen. McGrath präsentierte einige seiner Suchanfragen auf der Bühne. Möchte man beispielsweise herausfinden, wer sich mit XKeyscore auskennt, googelt man schlicht: site:linkedin.com/pub xkeyscore SIGINT.

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ICWatch: Eine Suchmaschine für Geheimdienst-Mitarbeiter

Mit derartigen Suchanfragen konnte der Programmierer erstaunlich viel über NSA-Mitarbeiter und -Dienstleister erfahren. Seit geraumer Zeit bietet er mit dem Transparency Toolkit unterschiedliche Werkzeuge an, mit denen ihr Geheimdienste selbst ausschnüffeln könnt – völlig legal. Das neueste Werkzeug stellte McGrath im Rahmen der re:publica gestern vor. Bei ICWatch handelt es sich um eine Art Suchmaschine, die in erster Linie auf Daten von Linkedin basiert. Über das Tool lassen sich Geheimdienstmitarbeiter inklusive ihrer nicht alltäglichen Kenntnisse finden – welcher „normale“ Arbeitnehmer hat unter seinen Kenntnissen schon „XKeyscore“ direkt neben „Microsoft Word“ stehen?

ICWatch als Tool für Open-Source-Analysten

Die Datenbank von ICWatch beinhaltet aktuell rund 27.000 Einträge, die sich nach unterschiedlichen Aspekten filtern lassen. Das wird zwar nicht den politischen Druck auf Geheimdienste erhöhen, aber es ist in jedem Fall möglich, dass Open-Source-Analysten neue Informationen zur NSA und ihrer Arbeit aufdecken können. McGrath stieß bei seinen Suchen auf viele Keywords, die in der bisherigen Berichterstattung über die NSA noch nicht aufgetaucht waren.

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2 Reaktionen
Jürgen Schulze
Jürgen Schulze
09.05.2015, 09:15 Uhr

Da kann der gute Mann die Uhr nach stellen, wann die Schlapphüte vor seiner Tür stehen und ihm den Stecker ziehen wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit - egal, ob die Daten öffentlich zugänglich waren oder nicht.
Schon dämlich, dass sich die Mitarbeiter der Geheimdienste öffentlich als solche selbst outen; kann man mal sehen, was für Idioten dort arbeiten

Antworten

Jens Viisauksena
Jens Viisauksena
10.05.2015, 22:22 Uhr

na - mit Angst kommt man nicht weiter und offensichtlich arbeiten die nicht mehr in den Projekten sonst würden, oder müssten die das nicht selbst da rein stellen - oder sind so genannte sub-contractors .

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