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IFA: Brandneue, andersartige Sony-Tablets vorgestellt

Zwei Sony-Tablets wurden im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung Berlin () der Presse vorgestellt, die für die Besucher vom 2. bis 7. September auf dem Stand des japanischen Elektronikriesen zu sehen sein werden. Die Android-Geräte Tablet S und Tablet P sind extravagant geformt und kommen bereits in diesem Herbst in den Handel. Wir konnten einen ersten Blick erhaschen und stellen euch die beiden Sony-Tablets vor.

IFA: Brandneue, andersartige Sony-Tablets vorgestellt

Sony-Tablet S: Ausgefallene Formgebung

Bisher hat sich bekanntlich aus dem Tablet-Geschäft dezent herausgehalten. Die Japaner haben lange gewartet, bis sie sich zum Einstieg in diese Geräte-Klasse entschieden haben. Nun hat man aber auf der IFA gleich zwei Android-Tablets präsentiert: das Tablet S und Tablet P.

Quelle: Sony Pressefoto
Sony ist mit dem Tablet S und dem Tablet P im Gepäck zur IFA gereist. Quelle: Sony Press

 

Für die Juristen unter den Lesern: Klagen sind zumindest beim Tablet S nicht zu befürchten. Ja, auch dieses Gerät ist rechteckig, das werden auch die Apple-Anwälte festgestellt haben. Von der Seite betrachtet geht das S aber einen anderen Weg: Es ist wie ein Tropfen beziehungsweise eine Flugzeugtragfläche geformt, sodass es hinten höher ist als vorne. Wenn es flach auf dem Tisch liegt, muss das Tablet S also nicht zusätzlich (leicht) aufgestellt werden, um den 9,4-Zoll-Bildschirm besser erkennen zu können.

Diese – schicke, aber auch gewöhnungsbedürftige – asymmetrische Bauweise hat einen weiteren Effekt zur Folge: Weil der Schwerpunkt eindeutig auf einer (Längs-)Seite liegt, lässt sich das Tablet S komfortabler mit einer Hand halten – praktisch etwa zum Buchlesen bei gleichzeitigem Festhalten in der U-Bahn. Das stimmt zwar, ob der Arm nicht dennoch nach einer Weile ermüdet, konnten wir nach der Sony-Pressekonferenz auf der IFA nicht herausfinden. Der Andrang war schlichtweg zu groß für einen „Langzeittest“. Es ist aber wahrscheinlich, dass es letztlich nicht leicht genug ist, um „Krieg und Frieden“ auf einen Rutsch zu lesen. Beim Gewicht liegt es nämlich auf Augenhöhe mit dem iPad 2: Das Tablet S wiegt 598 Gramm, das Apple-Gerät 601 Gramm.

Sony-Tablet S - ein Gerät in asymmetrischer Bauweise, das ebenso wie das Tablet P auf Android setzt.

Die bisher einzigartige Form des Tablet S (in der Abteilung für kreative Namen hatte man wohl frei...) hat aber auch einen Nachteil: Es ist deutlich dicker als iPad, Galaxy Tab und Co. und lässt sich nicht ganz so elegant in die Tasche schieben wie die flache Konkurrenz. Im Tablet S steckt übrigens ein Nvidia Tegra 2-Prozessor, der mit 1 GHz getaktet ist. Der Bildschirm bietet eine Auflösung von 1200x800 Pixel, weitere technische Details gibt es auf der in der Pressemitteilung zu den Sony-Tablets.

Über die Software lässt sich noch nicht viel sagen. Sony betonte, dass es sich bei dem IFA-Modell um keine finale Version handelt. Die Basis bildet aber Android: Das Wi-Fi-Modell wird mit Android 3.1 ausgeliefert (ein Upgrade auf 3.2 wurde aber gleich angekündigt), die Wi-Fi/3G-Variante kommt dagegen gleich mit Version 3.2 des Google-Betriebssystems. Dank den Sony-Technologien „Quick View“ und „Quick Touch“ soll das Tablet besonders schnell sein. Ersteres optimiert die Darstellung von Webseiten, letzteres die Reaktionszeit des Touchscreens. Mangels Vergleichswerten ließ sich die Geschwindigkeit nicht verifizieren, flüssig fühlt sich die Bedienung aber allemal an. Was die Android-Umgebung betrifft, hat Sony übrigens angekündigt, dem Market ein Empfehlungsportal vorzuschalten. Dort soll der User schneller (empfohlene) Apps finden, weil die Anzahl der Apps im Android Market inzwischen kaum noch überschaubar ist.

Sony-Tablet P: "Tablet" mit zwei Bildschirmen

Beim Sony Tablet P könnten ein paar Nintendo-Anwälte (ist ja derzeit so üblich) hellhörig werden: Das Tablet P bietet nämlich gleich zwei längliche Bildschirme, die auch unterschiedlich genutzt werden können. So kann man etwa auf dem oberen eine Webseite geöffnet haben, während auf dem unteren eine Tastatur erscheint. Ein ähnliches Konzept also, wie es Nintendos DS-Handheld-Konsolen schon länger verfolgen.

Sony-Tablet P: Das auf der IFA vorgestellte Gerät erinnert etwas an Nintendo Handhelds.

Sollte Nintendo anrufen, kann Sony auch beim Tablet P auf eine exzentrische Formgebung verweisen. Das Gehäuse auf der Rückseite der jeweiligen Bildschirme ist recht stark gekrümmt, klappt man das Gerät zu, erinnert es von der Seite betrachtet an eine bi-konvexe Linse. Auch das Tablet P sieht schick aus, hier ist aber eher schwer vorstellbar, dass es in Massen über die Ladentische geht. Webseiten können zwar auch auf beiden Schirmen dargestellt werden, als nahtlos kann man diese Art der Darstellung aber nicht bezeichnen. Angepriesen wurde das Tablet P auch als Reader für E-Books, immerhin ist es nur 372 Gramm schwer. Man kann es also bequem mit einer Hand halten – wie ein ganz normales Buch. Der Text erscheint dann aber auf den jeweiligen 1024x480-Pixel-Displays (5,5 Zoll) ungewohnt in die Länge gezogen.

Preise und geplante Veröffentlichung wurden auf der IFA ebenfalls genannt: Das Tablet S soll Ende September auf den Markt kommen, zunächst aber nur als Wi-Fi-Variante. Das Modell mit 16 GB Speicher wird dann 479 Euro kosten, jenes mit 32 GB 579 Euro. Im November soll dann auch die 3G-Version (16 GB, 599 Euro) folgen. Ebenfalls im November erscheint das Tablet P, zunächst nur als 16-GB-Variante für 599 Euro.

Weiterführende Links zu den Sony-Tablets:

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2 Antworten
  1. von René am 01.09.2011 (13:12 Uhr)

    Ich persönlich finde es gut, wenn auch mal wieder etwas neues Versucht wird :) Zudem finde ich, dass es auch nicht schlecht aussieht...

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  2. von Kai am 01.09.2011 (13:26 Uhr)

    Das Tablett P gibt es schon seit 1 Jahr von Toshiba, da heissts Libretto. Findet man bei eBay ziemlich günstig. Hat ne bessere Auflösung (1024x600), 64 GB SSD anstatt 16 GB, mit BlueTooth, USB (ja, der echte USB, kein Mini!), UMTS, MicroSD etc. Wundert mich das Sony damit erst 1 Jahr später kommt....

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