„iGlasses”: Apple-Patent für Wohlfühl-Datenbrille mit Ambilight

„iGlasses”: Apple-Patent für Wohlfühl-Datenbrille mit Ambilight
Bereits im Jahr 2006 reichte Apple einen Patentantrag ein, der eine Datenbrille beschreibt, welche sehr stark an Googles "Project Glass" erinnert. Apple geht aber noch weiter als Google und sieht in seinem Patent sogar zwei Displays vor, so dass auch dreidimensionale Bilder dargsestellt werden können. Um den Tragekomfort zu erhöhen und Unwohlsein (z.B. Übelkeit und Schwindel) zu verringern leuchtet Apple auch das periphere Seefeld passend zum Bildinhalt aus.

Googles Vorzeige-Projekt "Glass" steht seit Monaten im Fokus der Medien. Die kleine Brille soll das Alltagsleben um ein weiteres Stück digitalisieren, und viele Film-Szenarien wahr werden lassen. setzt dabei allerdings auf einen sehr vorsichtigen Ansatz. Um die Informationen im Display betrachten zu können muss der Träger bewusst an den Rand seines Sichtfelds blicken. Die Informationen drängen sich also nicht in den Vordergrund.

Aber auch die Ingenieure von arbeiten bereits seit einigen Jahren in diesem Bereich. 2006 reichten sie ein Patent ein, welches ironischerweise genau jetzt, während des Google-Hypes zugelassen wurde. Das Patent "US8212859" beschreibt auf 15 Seiten und mithilfe von diversen Skizzen den Aufbau eines sogenannten "Head Mounted Displays" (HMD), welches dem Google-Prototyp stark ähnelt. Auch bei Apple macht man sich das physikalische Phänomen der Totalreflexion zunutze um Bildschirminhalte von einem kleinen Display über Prismen auf das Auge des Trägers zu spiegeln.

Jedoch beschreibt Apple in dem Patentantrag auch die Nebenwirkungen bisheriger HMDs. Dadurch, dass solche Brillen bisher nur das zentrale Sehfeld nutzen, entsteht eine harte Abbruchkante zwischen dem projezierten Bildschirminhalt und dem Rest der Umgebung. Gerade Bewegungen und Farben werden nämlich großteils durch das am Rande liegende periphere Seefeld des Auges wahrgenommen. Harmonieren die Inhalte von zentralem und peripherem Seefeld nicht, so empfinden viele Menschen Schwindel oder Übelkeit.

Apple-Datenbrille mit Ambilight-Funktion?

Um diesem Effekt entgegenzuwirken, setzt Apple ein Verfahren ein, welches bereits aus dem Hifi-Bereich bekannt ist. Unter dem Namen Ambilight vertreibt der Hersteller Philips bereits viele Jahre eine Hintergrundbeleuchtung für seine Flachbildfernseher. Dort wird der Bildschirminhalt analysiert und die Farbe der Hintergrundbeleuchtung entsprechend angepasst. Genau so möchte es Apple auch bei den Datenbrillen durchsetzen. Eine zusätzliche Lichtquelle wirft entsprechend harmonische Farben auf die Randbereiche des Auges. So soll ein angenehmeres Tragegefühl entstehen.

3D-Fernseher bald schon wieder passè

Außerdem lässt das Apple-Patent Rückschlüsse darauf zu, dass zukünftig auch Brillen mit zwei Displays denkbar sind. Diese wären dann in der Lage ein stereoskopisches, also dreidimensionales Bild ins Auge zu projizieren, und dabei trotzdem noch transparent zu sein. Ob aus den Ideen im Patentantrag jemals ein konkretes Produkt werden wird, steht noch in den Sternen. Aber vielleicht läuten Apple und Google hier ja bereits das Ende der 3D-Fernseher ein?

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5 Antworten
  1. von Andreas Kempe via facebook 06.07.2012 (10:02Uhr) 1.

    die sollen lieber aufhören sich an so blöden brillen aufzuhalten und endlich kontaktlinsen bauen!

  2. von Serkan Sipahi 06.07.2012 (12:14Uhr) 2.

    @Andreas Kempe: so lange die Kontaktlinsen von den Geheimdiensten noch nicht *ausgelutscht* worden sind, werden wir noch einige Zeit darauf warten müssen :)

  3. von Dennis Stelloh via facebook 06.07.2012 (12:56Uhr) 3.

    Ich sehe schon die nächste Klagewelle kommen...

  4. von zuremag 07.07.2012 (18:05Uhr) 4.

    Das wird spannend mit den Brillen, wobei Kontaktlinsen echt praktischer wären.

  5. von So funktioniert die Google-Brille (bspw.… 24.11.2012 (01:01Uhr) 5.

    [...] die Vuzix Smart Glasses M100 auf dem Markt kommen. Nachdem Apple noch unter Steve Jobs bereits 2006 ein iGlass-Patent angemeldet hat (Details), zog jetzt aktuell auch Microsoft mit einem Patent [...]

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