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iMessage im Terminal: So geht Messaging für echte Nerds

iMessage im Terminal: So geht Messaging für echte Nerds

Ein Node.js-basierter iMessage-Client erlaubt den Versand von Nachrichten aus dem Terminal heraus. Damit könnt ihr auch über SSH mit euren Freunden und Bekannten in Kontakt bleiben.

iMessage im Terminal: So geht Messaging für echte Nerds

iMessage im Terminal. (Foto: Daniel Dudek-Corrigan / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

iMessage im Terminal: Nicht elegant, aber funktional

iMessage ist ein praktischer Messaging-Dienst von Apple, der den Versand von Nachrichten zwischen Macs und iOS-Geräten ermöglicht. Der US-amerikanische Entwickler Cameron Henlin hat jetzt einen Terminal-Client für den Messenger geschrieben. Dank dem Node.js-basierte Tool müssen Terminal-Junkies nie wieder die Kommandozeile verlassen, um eine iMessage-Nachricht zu empfangen oder zu versenden. Außerdem könnt ihr damit auch per SSH auf eure Nachrichten zugreifen. Somit könntet ihr beispielsweise auch von einem Linux-Rechner den Funktionsumfang der iMessage-App nutzen.

Nie wieder den Terminal verlassen um iMessage-Nachrichten zu versenden. (Screenshot: GitHub)
Nie wieder den Terminal verlassen um iMessage-Nachrichten zu versenden. (Screenshot: GitHub)

Henlin selbst gibt in der Beschreibung seines iMessage-Clients für das Terminal zu, dass seine Lösung ein wenig schwerfällig ist. Statt sich mit der privaten API auseinanderzusetzen, verwendet seine Lösung letztlich AppleScript, um die notwendigen Funktionen zu ermöglichen. Daher muss die Nachrichten-App geöffnet sein, und wenn ihr eine Textnachricht per Terminal verschickt, blitzt die Nachrichten-App kurz auf. Davon abgesehen funktioniert sein iMessage-Client aber schon recht gut und Henlin schließt nicht aus, sich an eine etwas elegantere Lösung des Problems zu wagen. Dafür ruft er die Entwickler-Community zur Unterstützung auf. Wer daran Interesse hat, sollte die GitHub-Seite des iMessage-Clients besuchen.

iMessage im Terminal: So geht‘s

Neben einem iMessage-Account benötigt ihr . Außerdem müsst ihr der Terminal-App über Systemeinstellungen > Sicherheit die Steuerung eures Macs erlauben. Wie die entsprechende Einstellung aussieht, könnt ihr den unten stehenden Screenshot entnehmen. Alternativ dazu schlägt der Entwickler den Einsatz des alternativen Terminal-Emulators iTerm2 vor.

iMessage im Terminal: Letztlich greift die Lösung per AppleScript direkt auf die Nachrichten-App zu. (Screenshot: OS X)
iMessage im Terminal: Letztlich greift die Lösung per AppleScript direkt auf die Nachrichten-App zu. (Screenshot: OS X)

Jetzt installiert ihr den iMessage-Client über die folgenden Befehle:

git clone https://github.com/CamHenlin/imessageclient.git
cd imessageclient
npm install
node app

Jetzt solltet ihr eure bestehenden Konversationen auf der rechten Seite des Bildschirms sehen können. Mit den Pfeiltasten könnt ihr eine davon auswählen. Über die Tabulator-Taste könnt ihr in das Nachrichtenfeld springen, um eine Nachricht zu verfassen. Eine neue Konversation startet ihr mit der N-Taste. Habt ihr eure Kontakte ausgewählt, könnt ihr mit R außerdem zwischen anderen Diensten hin- und herwechseln, die ihr in aktiviert habt.

Bei Interesse solltet ihr auch unsere Artikel über Präsentationen, Filesharing, To-Do-Listen und Facebook im Terminal lesen.

via news.ycombinator.com

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4 Antworten
  1. von Gui vs. Cmd am 09.02.2015 (13:13 Uhr)

    Commandline ermöglicht immer bequem, GUI-Programme darauf aufzubauen z.b. mit Apple-Script oder wxPython, früher tcl/tk u.ä.

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  2. von Johannes Fritsch am 09.02.2015 (14:37 Uhr)

    Das klingt nach ner lustigen Architektur. Ein GUI-Programm, das per Konsolenprogramm auf ein geskriptetes GUI-Programm zugreift ;-)

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  3. von George99 am 09.02.2015 (17:14 Uhr)

    Eure Überschrift ist ein Widerspruch in sich. Jemand, der sich selbst als "echten Nerd" sieht, verwendet ja wohl kaum proprietäre Apple-Produkte/Protokolle.

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    • von andy.mustermann am 09.02.2015 (23:24 Uhr)

      Zeichnet sich ein Nerd nicht viel mehr dadurch aus, dass er aus gegebenen Möglichkeit so viel herauskitzelt wie er kann? Sonst gäbe es nur ganz wenige Nerds, da ja auch viele PC-Bauteile proprietär sind, angefangen bei der Intel-CPU. Oder sind deren CPUs Open Source?

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