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Crowdfunding-Versicherung: Indiegogo will Backer besser schützen

Crowdfunding-Versicherung: Indiegogo will Backer besser schützen

Die Crowdfunding-Plattform testet derzeit eine optionale Versicherung für Backer. Wird ein Produkt nicht bis zu einem bestimmten Zeitraum ausgeliefert, erhalten Unterstützer ihr Geld zurück.

Crowdfunding-Versicherung: Indiegogo will Backer besser schützen

Crowdfunding-Versicherung. (Logo: Indiegogo)

Crowdfunding: Indiegogo will Backer mit einer Versicherung schützen

Immer wieder kommt es vor, dass Produkte, die über Crowdfunding-Seiten wie oder Kickstarter finanziert wurden, viel zu spät oder nie ausgeliefert werden. Für die Backer sind die damit einhergehenden finanziellen Verluste natürlich sehr ärgerlich. Indiegogo scheint das Problem erkannt zu haben und testet derzeit eine Möglichkeit, um sich als Backer gegen einen etwaigen Totalausfall versichern zu können.

Derzeit wird die Option allerdings nur bei einer einzigen Kampagne auf Indiegogo angeboten. Wer die 129 US-Dollar für das Anti-Stress-Wearable Olive investiert, kann sich optional für weitere 15 US-Dollar versichern. Sollte das Gerät auch drei Monate nach dem angesetzten Veröffentlichungstermin nicht beim Backer angekommen sein, bekommt er den Kaufpreis erstattet. Die Versicherungsgebühr ist dann aber natürlich trotzdem weg.

Crowdfunding: Indiegogo testet eine Versicherung für Backer. (Screenshot: Indiegogo)
Crowdfunding: Indiegogo testet eine Versicherung für Backer. (Screenshot: Indiegogo)

Crowdfunding-Versicherung auf Indiegogo: Immer wieder werden Produkte nicht geliefert

Darüber ob Indiegogo den Versicherungsschutz auch auf andere Crowdfunding-Kampagnen ausweiten wird, gibt es derzeit keine Angaben. Vor allem bei teureren Produkten könnte eine solche Absicherung aber auch zu mehr Vertrauen bei den Unterstützern führen und damit zu einem höheren Investment. Immerhin scheitern Crowdfunding-Projekte regelmäßig aus unterschiedlichen Gründen.

Allerdings könnte das für Indiegogo auch teuer werden. Für die Drohne Robot Dragonfly konnten beispielsweise mehr als eine Million US-Dollar eingesammelt werden und das fertige Produkt ist auch ein Jahr nach Beendigung der Kampagne noch nicht verfügbar. Auch deswegen wird es interessant zu sehen sein, wie Indiegogo aber auch Konkurrenten wie Kickstarter zukünftig mit solchen Problemen umgehen wollen.

Wer selbst eine Crowdfunding-Kampagne starten möchte, der sollte den Artikel „Geld vom Schwarm: 10 Tipps für eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne“ aus dem t3n Magazin Nr. 37 lesen.

via www.cnet.com

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3 Antworten
  1. von Peter P am 04.12.2014 (10:13 Uhr)

    Eine solche Maßnahme ist dringend notwendig, Crowdfunding-Plattformen haben ja in letzter Zeit verstärkt Vertrauensprobleme, nachdem einige Projekte kläglich gescheitert sind bzw. gerade dabei sind.

    Ich glaube allerdings nicht, dass das ganze mit 15EUR refinanzierbar ist.

    Viel wichtiger wären aus meiner Sicht Präzedenzfälle in der Rechtssprechung, die klarstellen, dass eine Crowdfunding-Kampagne trotz allem eine vertragliche Vereinbarung zwischen Backer und Creator ist, aber da scheint bisher noch nicht viel vor Gericht gelandet zu sein?

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  2. von kujulian am 04.12.2014 (11:44 Uhr)

    @Peter P.
    Nein so einen Fall gab es nicht vor Gericht. Der Grund ist relativ simpel: Crowdfunding ist kein klassisches Investment bzw. kein klassischer Investment-Vertrag. Es ist grau ob es tatsächlich eine vertragliche Vereinbarung ist, genau aus diesem Grund musste nun vermutlich so etwas wie eine Crowdfundig-Versicherung kommen.

    Ich finde das ganze aber auch bitterst notwendig, wenn man bedenkt wie einzelner Schaden ein Image zerstören kann und Crowdfunding unserer Nachwelt nicht verloren gehen sollte.

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  3. von Peter P am 04.12.2014 (13:36 Uhr)

    Kein klassisches Investment, soviel ist klar. Aber dennoch eine Art Kaufvertrag, oder nicht? Ich bin kein Anwalt, aber wenn die eine Seite Geld überweist, und die Gegenseite im Gegenzug die Lieferung eines Produkts verspricht, ist das aus meiner Sicht ein Vertrag, unabhängig von der Plattform, auf der das Geschäft geschlossen wird.
    Mir ist nicht ganz klar, warum das eine Grauzone sein soll.

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