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Startups

Indoor-Navigation für große Immobilien: So leicht ist es möglich

    Indoor-Navigation für große Immobilien: So leicht ist es möglich

NavVis M3-Trolley. (Foto: NavVis GmbH)

Verwinkelte Museen, Lagerhallen oder Logistik-Zentren: In größeren Gebäuden fällt Orientierung oft schwer. Indoor-Navigation macht es nun Mitarbeitern oder Besucher leichter sich zurechtzufinden. Das 2013 gegründete Unternehmen NavVis aus München bietet eine Indoor-Kartographierung an und zeigt auf der CeBIT 2016 ihren Trolley NavVis M3.

Die Gründer um ihren Mapping-Trolley M3. Foto: NaVvis GmbH
Die Gründer um ihren Mapping-Trolley M3. (Foto: NaVvis GmbH)

Eine 25-prozentige Effizienzsteigerung von Lagerarbeitern wird bereits durch Augmented Reality bei DHL realisiert. Durch 3D- & 360-Grad-Kartographierung des gesamten Gebäudes könnte diese eventuell sogar noch optimiert werden. Das Unternehmen NavVis aus München hat sich auf sogenanntes Indoor-Mapping spezialisiert und bietet ihren Dienst bereits für Kunden wie BMW, Siemens oder das Deutsche Museum in München an.

Mit Projekten wie Google Tango oder dem 2014 gegründeten Startup Telocate ist der M3-Trolley von NavVis jedoch nicht vergleichbar. Die Lösung der Münchener schafft sogenannte Hemisphärenfotos ähnlich wie in Google Streetview und ermöglicht durch den M3-Trolley sogenannte Punkt-Wolken mit 5-Millimeter-Auflösung. Diese können nachträglich im Polygon-File-Format-Format (.ply) als digital begehbare Raummodelle zusammengerechnet werden.

Colorierte Punkt-Wolke der Musikausstellung des Deutschen Museum München. Foto: NavVis
Colorierte Punkt-Wolke der Musikausstellung des Deutschen Museum München. Foto: NavVis

Während Google Tango eher für kleine Räume oder den Privatgebrauch konzipiert ist, setzt NavVis auf Unternehmen ab einer Räumlichkeitsgröße von 5.000 Quadratmetern. Darüber hinaus lassen sich Komplett-Ansichten der gesamten Räumlichkeiten zu einem 3D-Modell anzeigen.

Doch nicht nur Logistik ist ein praktischer Anwendungsfall. Auch Museen wie beispielsweise das Deutsche Museum in München setzen bereits auf eine Indoor-Karte für Besucher. So kann man sich beispielsweise zum gewünschten Lieblingsgemälde navigieren lassen oder den kürzesten Weg zum nächsten Objekt finden.

Der Trolley ist mit insgesamt drei hochauflösenden Laser-Scannern ausgestattet, welche einen Raum mit bis zu 30 Metern Tiefe vom Standpunkt aus abscannen können. Sechs hochauflösende Kameras erfassen den gesamten Raum in 360-Grad und rechnen die Bilder automatisch zusammen. Das Gerät wird über die abzufahrenden Korridore gefahren und signalisiert je nach gewünschter Einstellung, wann ein nächstes Foto geschossen werden soll. Steht der Trolley wieder still, löst dieser automatisch die Kameras aus.

NavVis-Stand auf der CeBIT 2016. Foto: t3n
NavVis-Stand auf der CeBIT 2016. (Foto: t3n)

Welche interaktiven und ortsbezogenen Dienste damit alles realisierbar wären, sind den Gründern um NavVis selbst noch nicht bewusst. „Die meisten Anwendungsfälle entstehen mit dem Kunden im Gespräch zusammen“, meint Simon Walter, Business Development der NavVis GmbH.

Versicherungsfirmen zeigen sich ebenfalls interessiert. Ermöglicht die Kartographierung zum Beispiel die chronologische Bestandsaufnahme von Baumängeln oder Schäden für Versicherungsfälle von großen Immobilien. Auch eine durch die Daten gegebene Kooperation mit Augmented- oder Virtual-Reality-Anbietern wäre denkbar.

Bis zum 18. März 2016 kann der M3-Trolley der Firma NavVis noch beim Startup Stage in der Halle 11, Stand A40/1 auf der CeBIT 2016 besichtigt werden.

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