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Instagram erzürnt Nutzer mit neuen AGBs

Instagram räumt sich mittels neuer Datenschutzbestimmungen und Geschäftsbedingungen weitreichende Rechte für die Nutzung von Fotos und Nutzerdaten ein. De facto wird das Unternehmen damit zum weltgrößten Stock-Image-Anbieter.

Instagram erzürnt Nutzer mit neuen AGBs

Acht Monate nach der Übernahme durch Facebook hat seine Datenschutzbedingungen (Privacy) und Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Terms of Service) umfassend überarbeitet. Im Blogbeitrag zur Überarbeitung betont das Unternehmen, die Aktualisierung diene vor allem einer besseren Integration des Dienstes in Facebook. Ausdrücklich wird betont, an Besitzerschaft und Sichtbarkeit von Fotos habe sich nichts verändert.

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Neu ist allerdings, dass sich Instagram umfassende Nutzungs- und Verwertungsrechte an den Nutzerbildern eingeräumt hat, vor allem an als öffentlich markierten Fotos. Diese kann Instagram gemäß der neuen AGBs ohne Rückfrage für beliebige eigene Zwecke einsetzen oder an Dritte veräußern. Von etwaigen Erlösen sehen die Fotografen – anders als bei „richtigen" Stock-Image-Portalen wie iStockphoto, Fotolia etc. – keinen Cent. Cnet spricht in dem Zusammenhang auch die mögliche Verletzung von Persönlichkeitsrechten an, wenn etwa Fotos von Personen für Werbezwecke lizensiert werden werden.

Nutzerschwund bei Instagram? Eher nein

Instagram-Nutzer haben keine Möglichkeit zum Opt-Out – wer mit den zum 16.01.2013 in Kraft tretenden Geschäftsbedingungen nicht einverstanden ist, muss seinen Account löschen. Beim Blick auf die Kommentare unter dem Instagram-Beitrag und im Social Web steht zu vermuten, dass davon auch einige Nutzer Gebrauch machen werden. Dass sich ein geregelter Protest formiert und dass andere Plattformen wie EyeEm vom gegenwärtigen Unmut profiteren können, ist allerdings doch eher zweifelhaft. Die Instagram-Mutter Facebook ist das beste Beispiel dafür, dass unpopuläre Anpassungen für kurzzeitige Aufregung sorgen, aber effektiv kaum Nutzer kosten – die Masse ist eben doch träge und der einzelne Nutzer bleibt im Zweifel eher in der Community, wo seine Freunde und in langer Zeit aufgebauten Kontakte sind.

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38 Antworten
  1. von dannywoot am 18.12.2012 (12:26Uhr)

    Da hilft nur eins: lasst uns möglichst viele besch****** Fotos hochladen

  2. von Amos Struck via facebook am 18.12.2012 (12:29Uhr)

    Vielleicht ist mein aktueller Beitrag dazu interessant: http://www.fotos-verkaufen.de/news/verkauft-instagram-bald-fotos.html

  3. von Sven Parnemann via facebook am 18.12.2012 (12:29Uhr)

    @Alex Birk: Stimmt, ist ja erst Di. das wäre zu lange...

  4. von Wonko am 18.12.2012 (12:31Uhr)

    Vielleicht liege ich da auch falsch, aber da steht nichts davon, dass Photos verkauft werden, sondern User-Photos für Pai und Sponsored Posts durch Dritte benutzt werden können und man von diesem Geld nichts sehen wird. Na und?

    "To help us deliver interesting paid or sponsored content or promotions, you agree that a business or other entity may pay us to display your username, likeness, photos (along with any associated metadata), and/or actions you take, in connection with paid or sponsored content or promotions, without any compensation to you."

  5. von Thomas Dudzak via facebook am 18.12.2012 (12:35Uhr)

    so überraschend wie die einführung von werbung im feed von twitter...

  6. von Michael Gußnig via facebook am 18.12.2012 (12:37Uhr)

    bin da bei daniel: einfach nicht mehr verwenden.

  7. von Michael am 18.12.2012 (12:45Uhr)

    @Wonko
    "... you agree that a business or other entity may pay us to display your ... photos..."
    Ist das nicht genau das? Instagram (Facebook) wird für das Ausstellen der Nutzerbilder an ganz anderer Stelle im Netz (irgendwo / auch ausserhalb von Instagram und Facebook) bezahlt.

  8. von Asche Nbecher via facebook am 18.12.2012 (12:45Uhr)

    die werden aus uninteressantheit eh nur 1 von 1.000.000 fotos jemals verwenden...

  9. von Andreas Naber via facebook am 18.12.2012 (12:54Uhr)

    Bevor hier jemand in Panik ausbricht oder aber Blog-Artikel verfasst, die hinten und vorne nicht stimmen. Hier der Absatz aus den AGB. Ich bezweifle, dass die Fotos der Nutzer ab dem 16.1. auf Milchtüten oder Kekspackungen gedruckt werden. Zumal ein fast identischer Passus auch in den AGB von Facebook zu finden ist. Und trotzdem sind wir alle hier.Some or all of the Service may be supported by advertising revenue. To help us deliver interesting paid or sponsored content or promotions, you agree that a business or other entity may pay us to display your username, likeness, photos (along with any associated metadata), and/or actions you take, in connection with paid or sponsored content or promotions, without any compensation to you. If you are under the age of eighteen (18), or under any other applicable age of majority, you represent that at least one of your parents or legal guardians has also agreed to this provision (and the use of your name, likeness, username, and/or photos (along with any associated metadata)) on your behalf.

  10. von Guenter Kraft via facebook am 18.12.2012 (12:59Uhr)

    Bye bye Instagramm

  11. von Henning am 18.12.2012 (13:14Uhr)

    Es wäre wünschenswert, hochgeladene Fotos selektiv löschen zu können. Eine Anpassung der Nutzungsbedingungen kann eine Anpassung der Bildbestände notwendig machen.

    Stumpfes Löschen a la "Alles oder Nichts" i hat was von Monopolistenverhalten.

  12. von Stephan Jäckel am 18.12.2012 (13:14Uhr)

    Es fehlt bei facebook klar an eigenen und neuen Konzepten, wie sie Geld verdienen können. Da muss man dann zu derartig dubiosen Mitteln greifen. Mangels Alternative zu facebook kann es sich das Unternehmen dort noch erlauben. Bei Instagram könnte das etwas anders aussehen.

    Ich für meinen Teil habe es mehr mit Fotos, die eine unverzerrte Realität wiedergeben, bin also nicht betroffen.

  13. von Joseph Hornykewycz via facebook am 18.12.2012 (13:15Uhr)

    Nachdem Instagram hauptsächlich von Apple-Hipstern verwendet wird, die glauben, dass ein iPhone +ein paar Filtereffekte eine anständige DSLR ersetzen könnte, halb so wild.

  14. von goran am 18.12.2012 (14:32Uhr)

    "De facto wird das Unternehmen damit zum weltgrößten Stock-Image-Anbieter". Ne ist klar.
    Was für ein … Artikel.

  15. von Instagram: Neue AGBs sorgen für Empöru… am 18.12.2012 (16:02Uhr)

    [...] des Nutzers zu einzuholen und ohne, dass der Nutzer dafür Geld sieht. Wie t3n schreibt, wird Instagram damit zum größten Stock-Foto-Anbieter weltweit. Anders jedoch als bei „echten“ Stock-Foto-Diensten wie iStockPhoto, Dreamstime oder [...]

  16. von Paul J. Hahn via facebook am 18.12.2012 (16:23Uhr)

    Ende Gelände. Out of area: Instagram.

  17. von Instagram Alternative: 5 Dienste für iO… am 18.12.2012 (16:38Uhr)

    [...] sondern unsere Daten – inklusive Fotos – zentral auf den eigenen Servern gesammelt wissen. Facebook hat jüngst die Instagram-AGBs geändert und neue Klauseln hinzugefügt, die auch auf Facebook in der Form zu finden sind. Somit nimmt der [...]

  18. von Gero Pürwitz via facebook am 18.12.2012 (20:12Uhr)

    Wen wundert das noch: Zuckerberg hat doch erst in der letzten Woche bewiesen, dass ihn Nutzerrechte nicht interessieren, Instagram gehört dazu. Ich freue mich, dass ich Instagram nicht einmal dem Namen nach kenne.

  19. von Marco Heumann am 18.12.2012 (21:08Uhr)

    Mich wundert es ehrlich gesagt nicht. Wenn wir ehrlich sind, hat doch keiner wirklich geglaubt, dass nach dem Kauf von Instagramm durch Facebook alles dort beim Alten bleibt oder? Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sie anfangen an den AGBs oder ähnlichem rumfuhrwerken. Aber wie Andreas Naber, denke ich, dass Facebook ja jetzt auch nicht alles von uns verkauft, sodass es es für andere Sichtbar ist. Nichts desto trotz warte ich noch auf den Tag, an dem wir ein soziales Netzwerk ohne Werbung für wenig Geld nutzen können! :)

  20. von Harald Kuske via facebook am 19.12.2012 (00:27Uhr)

    Auch instagram liest Facebook Kommentare: http://blog.instagram.com/post/38252135408/thank-you-and-were-listening

  21. von Ralf Powierski via facebook am 19.12.2012 (00:38Uhr)

    Stop Sharing! There...

  22. von Sebastian Preuschoff via facebook am 19.12.2012 (08:44Uhr)

    Vor was habt ihr eigentlich Angst? Das eure Katzen-, Essen-, Füße- oder Kaffeefotos, welche übersät sind mit Filtern, von Instagram für ne neue Coca Cola Kampagne oder den neuen Audi verwendet wird? Srsly? ..

  23. von Instagram streicht umstrittene AGB-Passa… am 19.12.2012 (12:02Uhr)

    [...] Instagram-Gründer Kevin Systrom erklärte in einem Blogbeitrag, das Unternehmen wolle weder Instagram-Fotos verkaufen noch Bilder für Werbeanzeigen einsetzen (etwa bei Facebook). „Deshalb werden wir auch die Formulierungen überarbeiten, die solche Fragen aufwarfen". Geplant sei bislang lediglich, Namen und Profilbilder in Werbung für Unternehmensprofile anzuzeigen, denen der Nutzer folgt – analog zu Facebook also. Auch eine Facebook-Sprecherin betonte am gestrigen Dienstag einmal ausdrücklich, „Instagram ist nicht in dem 'Fotoverkaufsbusiness'", und widersprach damit Spekulationen, der Dienst könnte sich zu einem Stock-Image-Anbieter wandeln. [...]

  24. von André Voigt via facebook am 19.12.2012 (19:36Uhr)

    finde ich trotzdem unglaublich, Frechheit! @Sebastian, verstehe dich schon aber das ein oder andere Bildchen läßt sich bestimmt schön zu Geld machen!!

  25. von Böser Dokter via facebook am 19.12.2012 (23:00Uhr)

    Deswegen wird dieser Schrott deinstalliert

  26. von Yoko TheDuke via facebook am 20.12.2012 (06:01Uhr)

    Fuck Qualitätsjournalismus. Gestern wurde die fleißig kopierte und unreflektierte Story bereits als banale Zeitungsente entlarvt.

  27. von Torsten Maue via facebook am 20.12.2012 (11:22Uhr)

    t3n ist doch eh schon lange auf BILD-Niveau gesunken, da geht es nur noch um möglichst viele Klicks, die Qualität der Beiträge wird dafür aber immer unterirdischer. 50 % weniger Beiträge, dafür aber auf einem wirklich hohen Niveau, das wäre doch mal was, oder?

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  29. von Andreas am 21.12.2012 (17:25Uhr)

    Etwas peinlich, wenn ein Redaktionsleiter AGB mit "s" am Ende schreibt...

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    [...] Nutzer!Der Grund war die Änderung der Nuzungsbedingungen/AGBs von Instagram. Unter anderem Heise ,t3n und c|net verbreiteten die Panik wie aus dem Lehrbuch. Backupdienste verbreiteten sich rasend [...]

  37. von Instagram bekommt Werbung – Nutzerzahl… am 09.09.2013 (11:12Uhr)

    […] große Abwanderungswelle hatten aktualisierte Datenschutzbedingungen im Dezember vergangenen Jahres nach sich gezogen. Darin räumte Facebook sich weitreichende Rechte für die Nutzung von Fotos und Nutzerdaten ein. […]

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