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Influencer-Marketing: So kämpft Instagram um die Glaubwürdigkeit

Influencer auf Instagram können Sponsored Posts jetzt entsprechend kennzeichnen. (Foto: Worawee Meepian/Shutterstock.com)

Wie müssen Influencer Beiträge kennzeichnen, wenn es eine Kooperation mit Unternehmen gab? Instagram arbeitet jetzt an einer transparenten Lösung – doch die löst ein entscheidendes Problem im Influencer-Marketing nicht. 

Insbesondere im Influencer-Marketing wird die Frage der korrekten Kennzeichnung derzeit heiß diskutiert. So hat das Oberlandesgericht Celle vor Kurzem die Drogeriekette Rossmann verurteilt, weil diese über einen Influencer Schleichwerbung gemacht habe. Das Gericht urteilte, werbliche Instagram-Posts müssten auf den ersten Blick als solche erkennbar sein. Der Influencer hatte den Post lediglich über ein #ad als einen von insgesamt sechs Hashtags gekennzeichnet – zu wenig und zu unauffällig, fanden jetzt die Richter.

Glaubhaftes Influencer-Marketing ist mehr als auf bezahlte Partnerschaften hinzuweisen

Instagram hat nun nachgelegt und experimentiert mit der korrekten und gut erkennbaren Kennzeichnung, wie W&V berichtet. So sollen die Leser in Zukunft nicht nur an einer (geplanten) farblichen Kennzeichnung eines Beitrags erkennen, dass es sich um einen werblichen Beitrag eines Unternehmens handelt, sondern auch den Hinweis „bezahlte Partnerschaft mit …“ vorfinden. Darüber hinaus sollen beide Partner – sowohl der Contentproduzent als auch das beteiligte Unternehmen – einen Zugang zu den Zahlen rund um den jeweiligen Instagram-Post erhalten. Nachdem die Kennzeichnung bislang im Beta-Test einer Minderheit vorenthalten war, sollen diese Funktionen jetzt auch nach und nach für alle Nutzer freigeschaltet werden, wie das Unternehmen berichtet.

Influencer-Marketing: Bei näherem Hinsehen wird der Leser in Zukunft erkennen können, wenn für einen Beitrag Geld geflossen ist. (Foto: Instagram)

Der Fall wird nicht der einzige seiner Art bleiben: Obwohl auch bei Facebook eine klare Kennzeichnung Pflicht ist, halten sich insbesondere viele Prominente nicht daran, bei Influencer-Beiträgen und Empfehlungen klar zu kennzeichnen, wie eine solche zustande gekommen ist. Unklar ist dabei vor allem, wie Beiträge zu bewerten sind, die zur Abwechslung mal tatsächlich ohne das Zutun eines Unternehmens entstanden sind, aber eben einen empfehlenden Charakter haben. Hier spielen Influencer, seien es Prominente oder „nur“ Social-Stars, mit ihrer Glaubwürdigkeit.

Nicht geklärt ist damit auch die Frage, was eine „bezahlte Partnerschaft“ denn wirklich ist: Muss da Geld geflossen sein oder reicht es, wenn der Influencer den High-End-Fernseher behalten darf oder vom Kreuzfahrtveranstalter auf die Reise eingeladen wurde? Kein Zweifel: Das Geschäft mit Influencern wird auch in Zukunft spannend bleiben und zahlreiche Grauzonen bieten.

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Wenn der Influencer für seine Arbeit einen Gegenwert erhält ist es paid. Ob das nun in Form eines Fernsehers oder eine Reise oder auch nur einer Einladung zum Essen ist, ist dabei egal. Politikern werfen wir schließlich auch Korruption vor, wenn er sich für sein Engagement zum Essen einladen lässt.

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