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Intel investiert 100 Millionen, damit Computer bald hören, sehen und fühlen

Nachdem auf der in Taipeh eine Kinect-ähnliche Gestenkamera von Creative präsentiert hat, möchte der Chipgigant noch einen Schritt weiter gehen. Intel Capital, der Investmentarm des Unternehmens will in den nächsten zwei bis drei Jahren 100 Millionen US-Dollar in die Entwicklung von Computergeräten mit menschenähnlicher Sinneswahrnehmung investieren.

Intel investiert 100 Millionen, damit Computer bald hören, sehen und fühlen

Intel glaubt an Computer mit menschenähnlicher Sinneswahrnehmung

Bei Intels Perceptual Computing Challenge werden bis zu einer Millionen US-Dollar vergeben (Screenshot: Intel)
Bei der Intel Perceptual Computing Challenge werden bis zu einer Millionen US-Dollar vergeben. (Screenshots: Intel)

Arvind Sodhani, seines Zeichens Präsident von Intel Capital und Vizepräsident von Intel, glaubt, dass hörende, sehende und fühlende Computer nicht mehr nur in den Bereich der Science-Fiction gehören. Daher wurde eigens der sogenannte „Intel Capital Experiences and Perceptual Computing Fund“ gegründet. Ziel dieses Fonds ist es, in Start-Ups und andere Unternehmen zu investieren, die beim Fortschritt solcher Technologien behilflich sein können. Es stehen für diesen Zweck über die nächsten zwei bis drei Jahre 100 Millionen US-Dollar zu Verfügung. Außerdem will Intel den etwaigen Partnern mit wirtschaftlichem und technologischem Know-how zur Seite stehen.

Um Computerschnittstellen menschlicher zu gestalten, hat Intel bereits 2012 die Perceptual Computing SDK veröffentlicht. Außerdem wurde mit der Perceptual Computing Challenge ein Preis für die besten Anwendungen auf Basis der SDK ausgelobt. Der Gewinner kann dabei 100.000 US-Dollar in Form von Marketing und Entwicklungsberatung gewinnen.

Intel überzeugt OEM-Partner vom Einbau von 3D-Tiefen-Kameras

Erste Erfolge der Kampagne für eine menschlichere Interaktion mit einem Computer gibt es schon. Die eingangs erwähnte Senz3D-Kamera von Creative ist Microsofts Kinect nicht unähnlich, soll sich bereits in den Händen der ersten Entwickler befinden und wird im dritten Quartal des Jahres auch für Endkunden zu haben sein. Laut Intel sollen ab dem zweiten Quartal 2014 mehrere OEM-Partner 3D-Tiefen-Kameras ab Werk in ihren Rechner verbauen. Außerdem sollen Hardware-Hersteller Gesichtserkennungssoftware mit ihren Computern ausliefern – sie soll zum Anmelden am Computer dienen.

Intel scheint eine Zukunft vorzuschweben, in der unsere Geräte uns erkennen, unsere Handbewegungen verstehen und wir mit ihnen reden können. Ob sich das in der Form auch beim Endverbraucher durchsetzt, hängt nicht zuletzt von der eingesetzten Technologie ab. Genau hier scheint Intel mit der 100-Millionen-Dollar Investition ansetzen zu wollen.

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