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Intel investiert Milliarden in Ultrabooks, Smartphones und Tablets

hat im Zuge der Toshiba World 2012, die vergangene Woche im ehemaligen deutschen Bundestag in Bonn stattgefunden hat, zur mobilen Initiative eingeläutet. In den vergangenen Jahren lag der Fokus Intels verstärkt auf Desktop-Computing und weniger auf der Entwicklung von mobiler Technologie. Dies wird sich nun ändern – zukünftig wird in der Entwicklung verstärkt auf , Smartphones und gesetzt.

Intel – mit Ultrabooks und mobilen Geräten an die Spitze

Während Intel in den vergangenen Jahren jährlich bisher überlicherweise 8 bis 12 Milliarden US-Dollar in Forschung und Technologie investierte, werde man diese Gelder von nun an auf 23 Milliarden pro Jahr erhöhen. Der US-amerikanische Chiphersteller tut gut daran, intensiv in den mobilen Sektor zu investieren, da der Trend eindeutig in Richtung mobiler Endgeräte geht. Intel hat bereits im vergangenen Jahr diesen Trend herbe zu spüren bekommen: Gemäß einer Studie des Marktforschungsinstitutus Canalysis wurden in 2011 erstmals mehr Smartphones als PCs verkauft.

Auf dem Computermarkt ereignet sich eine Verschiebung hin zu mehr Mobilität. Der Trend geht in Richtung Smartphones und Tablets sowie zu den ultraschlanken Notebooks – kaum jemand möchte einen schweren, hässlichen Tower in seiner Wohnung stehen haben, wenn es nicht unbedingt sein muss. Für viele Konsumenten reichen entweder ein (daher vermutlich auch der Trend zu großen Displays) oder ein Tablet für den alltäglichen Medienkonsum aus. Lediglich für die Arbeit und zum Schreiben längerer Texte sind Notebooks oder Desktoprechner nötig.

Das Problem Intels liegt auf der Hand, denn im Segment der Tablets und Smartphones hat der Chiphersteller noch keine Aktien. In dieser Kategorie ist die britische Chipschmiede ARM ganz vorn dabei. Das Unternehmen lizenziert seine Technologie an verschiedene Hersteller, um energieeffiziente Prozessoren für Tablets und Smartphones herzustellen, die in so ziemlich jedem Gerät verbaut sind.

Ultrabook
Ultrabooks – bis zu 75 verschiedene Modelle sollen im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen

Intel fährt mit Ultrabooks und Tablets sowie Smartphones zweigleisige Strategie

Damit Intel nicht weiter ins Hintertreffen gerät, bietet der Chiphersteller auf zwei Wegen dem rasant wachsenden Markt die Stirn. Einerseits wird der Konzern Herstellern unter die Arme greifen, die sich verpflichtet haben, die ultraschlanken und schnellen Utrabooks zu produzieren. Intel unterstützt Hersteller wie Asus, HP, Dell, Toshiba und Samsung mithilfe einer millionenschweren Marketingkampagne, für den  Intel eigens einen Fond der eigenen Investment-Gruppe Intel Capital angelegt hat, der 300 Millionen Dollar umfasst. Intel hat sich den Begriff Ultrabook übrigens markenrechtlich schützen lassen, sodass Hersteller bestimmte Richtlinien einhalten müssen, damit sie ihre schlanken Notebooks so bezeichnen können.

Damit Intel nicht nur den mobilen Markt mit Ultrabooks bevölkert, ist andererseits das zweite Standbein die Entwicklung von Prozessoren basierend auf der Medfield-Architektur. Im Laufe dieses Jahres werden laut Intel bereits erste Smartphones und Tablets mit diesen stromsparenden Prozessoren auf den Markt kommen, die entweder auf Googles Android laufen oder auf Microsofts Windows 8, das im Laufe der zweiten Jahreshälfte erhältlich sein wird. Für Intel dürfte Windows 8 besonders spannend werden, da nur auf der X86-Prozessorarchitekur alle Funktionen des neuen Betriebssystems nutzbar sind. Auf ARM-Produkten, die auch im Laufe dieses Jahres erscheinen werden, sollen nur über einen begrenzten Funktionsumfang verfügen. In Bezug auf Android hat ARM aufgrund umfangreicher Partnerschaften mit diversen Herstellern und seiner langjährigen Erfahrung noch die Nase vorn, allerdings haben erste Benchmarks gezeigt, dass Intel performancetechnisch auf dem richtigen Weg ist.

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4 Antworten
  1. von petbjo am 26.03.2012 (20:59 Uhr)

    Ausgemachter Blödsinn... Desktop-PCs gehen nicht unter, die größtenteils fehlende Möglichkeit Teile auszutauschen bringt die Hersteller dazu, Laptops, Tablets usw. zu pushen, aber Leute, die nicht nur zu Facebook gehen und ihre Mails abrufen, die wissen, warum sie noch ihren richtigen PC benötigen.
    Klar wird der Markt der mobilen Geräte größer, sicherlich nimmt er auch so einige Kunden dem Desktop-Markt, aber dieser Artikel ist schwach.

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  2. von Andreas Floemer am 27.03.2012 (09:32 Uhr)

    @petbjo: Ich kenne in meinem Umfeld nahezu niemanden mit einem Desktop-PC. Diese Rechner sind eine aussterbende Gattung, zumindest bei den Otto-Normal-Nutzern Bei Gamern und Moddern insbesondere sieht das vermutlich anders aus.
    Ich bin froh, dass ich so ein Teil nicht mehr unter meinem Schreibtisch stehen habe.

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  3. von Smarte phones am 27.03.2012 (12:33 Uhr)

    SmarTVs bzw. Settopboxen sind ein weiterer Computer im Normalo-Haushalt. Diese Leute brauchen immer weniger Desktop-PCs. Die Betriebssysteme sind leider nicht schlau genug, das das Tablett seine Backups auf die Fritzbox-Festplatte oder die Festplatte am SmarTV ablegt. Für FOSS-Android wäre das ja kein Problem. Die iCloud speichert nur 30 Tage soweit ich weiss und ist nicht auf Dauerpersistenz bzw. als Archiv gedacht.

    Bluetooth-Tastaturen machen auch ein Tablett oder SmarTV für Emails und Briefe tauglich.

    Nach den vielleicht wenig-profitablen Netbooks wollte Wintel eher wieder in der Preis- und Margen-Klasse der Airbooks mitspielen um seine teureren Chips verkauft zu bekommen vermute ich mal so. Und das die Ultrabooks bald nur noch 800 Euro kosten sollen, zeigt die Preisentwicklung in der IT mal wieder klar auf (und das beispielsweise das Geheule wegen SSD-Preisen oder Preisen für Thunderbolt in 2 Jahren auch vorbei ist weil die dann deutlich bezahlbarer sind). Interessant wären jetzt Non-Ultrabooks N-Ultrabooks 0trabooks (Null-Trabooks) als "fette" Alternative mit billigerer Hardware (500-600 Euro) aber dafür mit "klassischen" Laptop-Abmessungen und so "fett" das vielleicht noch ein BD-Laufwerk oder Festplatte reinpasst. Ein Supersportwagen (Airbook, Ultrabook) kostet auch viel mehr als ein Pickup oder VW-Bus oder Mittelklassewagen. Gezielt diese Mittelklasse anzusprechen macht wohl leider keiner. Ultrabooks für 800 Euro dürften leistungsmäßig für Hausfrauen, Omas, Lehrer, Schlipsträger usw. sein. Den Rest macht die Cloud wenn man will. Und bei 1300 Euro für mehr Speicher (RAM, SSD) oder Screensize oder Rechenleistung kaufe ich lieber ein Airbook wenn ich die jährlichen ct-Umfragen über Support und Ersatzteil-Abzocke bei Laptops erinnere.

    Die Airbooks werden auch immer dünner und fähiger, so das Intel nächstes Jahr nachlegen müsste. Und von Kühlschränken und Energiesparklassen (A+++++) hat Intel auch nicht gelernt. Was kommt nach Ultrabooks ? Wieso gibts keine Specs wie "Ultrabook2012" o.ä. wo man problemlos das Jahr erhöhen kann ?

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  4. von Thomas Quensen am 27.03.2012 (14:00 Uhr)

    Ich bin ja tatsächlich noch ein fan von Desktop-Rechnern.
    Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist noch immer unschlagbar, und zum produktiven Arbeiten brauche ich definitiv einen großen Monitor, unter 27" macht es echt keinen Spass. Und da solche Monitore in absehbarer Zeit wohl nicht "mobil" werden kann ich mir auch einen Rechner unter den Tisch stellen.
    Für unterwegs hab ich dann mein Tablet, was fürs Surfen, Youtube und kleine Spiele völlig ausreicht.
    Für einen Laptop oder Ultrabook habe ich somit überhaupt keine Verwendung.

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