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Intels Tomorrow Project: Mit Science-Fiction-Autoren Zukunftstechnologien entwickeln [IDF 2012]

Intels Tomorrow Project: Mit Science-Fiction-Autoren Zukunftstechnologien entwickeln [IDF 2012]

Am Tag 0 des Developers Forums hat Intel dem anwesenden Publikum im Laufe eines Panels interessante Einblicke in Teile innovativer Entwicklungsarbeit gewährt, mit der man versucht, Jahre in die Zukunft der Computertechnologie zu blicken.  Eine der zentralen Themen des sogenannten „Tomorrow Projects“ dreht sich um die Frage, wie sich Technologie verändern muss, um sie nahtlos nutzen zu können. Interessant ist auch das Team, das sich mit dieser Zielsetzung beschäftigt, denn es besteht unter anderem aus Psychologen, Analysten und Science-Fiction-Autoren. 

Intels Tomorrow Project: Mit Science-Fiction-Autoren Zukunftstechnologien entwickeln [IDF 2012]

Science Fiction Prototyping  in Intels Tomorrow Project 

Intel hat mit Brian David Johnson einen Futuristen an Bord, der derzeit die Aufgabe hat, sich in Kooperation mit einem Team vorzustellen, wie Technologie in 10 Jahren sein wird. Er geht sogar bis ins Jahr 2025 und prophezeit, dass Computerchips, bzw. Computer an sich, so klein sind, dass sie überall zu finden sein werden – Stichwort: „Ubiquitous Computing“. Das ist zwar im Grunde nichts Neues, doch diese Zukunftsmusik mit einem Datum zu versehen schon. Ob er mit diesem Zeitrahmen tatsächlich Recht hat, steht auf einem anderen Blatt. Die Vision, dass alles, was uns umgibt –  von Schreibtischen, über Uhren bis hin zum T-Shirt, das man am Körper trägt, mit einem „smarten“ Computerchip versehen ist und mit anderen Devices und dem Nutzer kommuniziert, ist einerseits vielversprechend, andererseits  für manche vermutlich beängstigend. Wie sich der Austausch zwischen Mensch und Maschine gestalten könnte, gehört zu den Dingen, die das Team um Johnson untersucht. Um ein breites Spektrum an Input zu erhalten und die Auswirkungen auf Technologie in unserem Leben umfassend zu analysieren, sind Wissenschaftler aus diversen Disziplinen involviert – beispielsweise Ethnologen, Anthropologen und klinische Psychologen, aber auch Science Fiction Autoren werden zu Rate gezogen. In diesem Kreise von Autoren und Wissenschaftler und Analysten werden Fragen zur Zukunft der Computer aufgeworfen und diskutiert. Wie lässt sich beispielsweise Computertechnologie gestalten, die sich nicht mehr als Computer anfühlt, wie lassen sich „natürliche“ Interfaces gestalten oder neue Ansätze zur Kommunikation und Interaktion mit Computern entwickeln, die das „Miteinander“ unter Umständen sogar auf eine emotionale Ebene hebt. Auch Fragen bezüglich Design und Erscheinung von Computern werden gestellt. So malt man sich beispielsweise aus, dass Computer weniger Raumgreifend bis „unsichtbar“ als jetzt sind und sogar Platz in einer Glühbirne finden könnten und so Bestandteil des Raumes werden.

Intels Tomorrow Project trägt erste Früchte

Für einige mag diese Herangehensweise an die Zukunft von Computern und Technologien im Allgemeinen etwas zu abstrakt erscheinen, allerdings gab es auch einen Showcase, in dem eine Handvoll Ideen präsentiert wurden. So hat Phil Muse, Forscher bei Intel, beim Day-0-Showroom die sogenannte „Situational Sensitive Communication“ vorgestellt. Diese Technologie soll mithilfe von Sensoren und diversen Algorithmen schlussfolgern können, welches der beste Weg ist, wie Menschen je nach Situation miteinander kommunizieren können. Intel-Forscher Rick Roberts stellte auf dem Day 0 das Projekt „Line of Sight Marketing“ vor. LEDs sollen Konsumenten dazu verhelfen Kaufentscheidungen zu treffen.

Sehr interessant war auch das Konzept, das Thomas Birch, Director of Micro Digital Signage, vorstellte. Der Idee nach sollen die Preisschilder in Supermarktregalen gegen Touch-Displays ausgetauscht werden. Über einen ATOM-Prozessor und diverse Sensoren (WiFi, Thermometer, Kamera, Ethernet, NFC, etc.) soll das Kauferlebnis interaktiver gestaltet werden. So sollen Käuferbewertungen direkt auf dem Screen zu sehen sein, wie auch Temperatur des Produkts und dergleichen. Alle präsentierten Projekte stecken noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen, doch konnte man erkennen, dass der Nutzer/Kunde im Zentrum steht.

Ob eins der demonstrierten Konzepte jemals irgendwann zum Einsatz kommt, ist fraglich. Nichtsdestotrotz ist der Weg, den Intel geht, aus verschiedenen Bereichen nach Input, Inspiration und Austausch zu suchen, sehr spannend, wenngleich auch andere große unternehmen wie IBM, Microsoft, Google und Apple etc. ähnliche Wege gehen.

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