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Internet 2011 in Zahlen plus Ausblick 2012

Das Webanalyse-Unternehmen Pingdom hat sich die Mühe gemacht, alle erdenklichen Daten über die Entwicklung des Internets im Jahr 2011 zusammenzustellen. Angefangen von der Anzahl existierender E-Mail-Accounts und die Art ihrer Nutzung, über Daten der Internetnutzung weltweit, bis hin zu Informationen über die Verwendung von Social Networks und Browsern. Auch die mobile Nutzung wurde untersucht und Pingdom hat nicht zuletzte viele Informationen über Videos und Bilder zusammengetragen. Hier eine kleine Auswahl.

Internet 2011 in Zahlen plus Ausblick 2012

E-Mail 2011 in Zahlen

E-Mail ist noch nicht tot, wie mancher vielleicht denken könnte. Im letzten Jahr gab es laut Radicati global 3,146 Milliarden E-Mail-Konten. Im Vergleich zu den Daten aus 2010 hat diese Zahl noch zugenommen. Denn im Jahr zuvor gab es „nur“ 2,9 Milliarden Konten. Rückläufig ist zum Glück die Anzahl an Spam-Mails. Im Unterschied zu 2010 hat die Masse an Spam-Mails um beinahe 20 Prozent abgenommen - 2010 betrug der Prozentsatz am globalen E-Mail-Traffic noch 89,1 Prozent, 2011 lag er „nur noch“ bei 71 Prozent. 2011 konnte die E-Mail übrigens ihren 40. Geburtstag zelebrieren, denn 1971 wurde die erste E-Mail von Ray Tomlinson verschickt.

Internet-Nutzer 2011

Asien ist 2011 wie auch im Vorjahr Spitzenreiter in Bezug auf die Anzahl der Internetnutzer. Von 2,9 Milliarden Usern weltweit sitzen 922 Millionen allein in Asien vor dem Computer. Die absolute Nummer eins Asiens ist dabei China mit 485 Millionen Nutzern. Auf Platz zwei der Regionen-Rangliste liegt Europa mit 476,2 Millionen, gefolgt von Nord-Amerika mit 271,1 Millionen.

In Bezug auf die regionale Durchdringung liegt Asien trotz seines ersten Ranges bezüglich der Internetnutzung mit 24 Prozent auf dem vorletzten Platz. Dies bedeutet, dass eine Vielzahl der Einwohner Asiens aufgrund fehlender Infrastruktur immer noch keinen Zugang zum Internet hat. Nur Afrika ist mit 11 Prozent noch schlechter vernetzt. Ganz vorne liegen, wie nicht anders erwartet, Nordamerika mit 78,3 Prozent, gefolgt von Ozeanien/Australien (60,1 Prozent) und Europa (58,3 Prozent).

Weitere Platzierungen bei der Zahl der Nutzer nach Region:

  • 215,9 Millionen – Lateinamerika/Karibik
  • 118,6 Millionen – Afrika
  • 68,6 Millionen – Mittlerer Osten
  • 21,3 Millionen – Ozeanien/Australien
Internet Nutzer nach Region 2011
Internet Nutzer nach Region 2011 (Grafik: Royal Pingdom)

Social Media 2011 - Facebook und Twitter

Internet und Social Media können seit einigen Jahren nicht mehr getrennt gedacht werden. Facebook und Twitter sind große Player in der Vernetzung von Menschen weltweit. Das Wachstum von Facebook ist enorm. Das soziale Netzwerk konnte im vergangenen Jahr ganze 200 Millionen neue Mitglieder für sich gewinnen: Die Anzahl an Nutzern stieg zwischen 2010 und Ende 2011 von 600 auf über 800 Millionen an. Im Oktober 2011 war die Plattform in Bezug auf ihre Nutzer größer als die Einwohner Europas und Russlands zusammen - anders formuliert: Facebook war im vergangenen Oktober größer als das gesamte Internet im Jahr 2004. Von diesen über 800 Millionen Mitgliedern greifen viele über ihr Smartphone zu: 350 Millionen User nutzen die mobilen Clients für und iPhone.

Das zweite große soziale Netzwerk Twitter hat mit 225 Millionen Konten und 100 Millionen aktiven Nutzern bei weitem nicht so eine imposante Mitgliederzahl wie Facebook. Der Account mit den meisten Followern ist der des Popstars @ladygaga - sie versammelt 18,1 Millionen Twitterer hinter sich. Ashton Kutcher bringt es beispielsweise gerade einmal auf die Hälfte ;-)

Schaut man auf die Anzahl der abgesetzen täglichen Tweets kann man behaupten, dass die Twitter-Community sehr „redselig“ ist. Bis Oktober 2011 wurden täglich 250 Millionen Kurznachrichten versendet. Den absoluten Höhepunkt des Jahres konnte Twitter im August während der MTV Music Awards verzeichnen, denn zu diesem Event wurden bis zu 8.868 Tweets pro Sekunde verschickt.

Blickt man in die Zukunft, so kann angesichts der Entwicklung der Daten vom Jahr 2010 hin zum Jahr 2011 festgestellt werden, dass das Internet als Ganzes weiterhin rasant wachsen wird. In Bezug auf die Infrastruktur wird das mobile Internet stark zulegen. Was soziale Netze anbetrifft, ist bei Facebook noch kein Halt zu sehen. Laut einer Studie könnte das weltgrößte social Network im August dieses Jahres die Zahl von 1 Milliarde Nutzer knacken. Google+, der neue Player im Social Network Business, wird in diesem Jahr aber vermutlich auch massiv zulegen. Nach Schätzung von Paul Allen soll Google+ bis Ende 2012 auf über 290 Millionen User gewachsen sein, was für nur etwa 1,5 Jahre nach seinem Launch beachtlich wäre.

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4 Antworten
  1. von Rudi Gonzáles am 18.01.2012 (18:43 Uhr)

    Hallo liebes t3n-Team,

    als Zahlenmensch irritiert mich dieser Absatz ein wenig:

    Rückläufig ist zum Glück die Anzahl an Spam-Mails. Im Unterschied zu 2010 hat die Masse an Spam-Mails um beinahe 20 Prozent abgenommen - 2010 betrug der Prozentsatz am globalen E-Mail-Traffic noch 89,1 Prozent, 2011 lag er „nur noch“ bei 71 Prozent.

    Konnte in den Quellen leider nichts darüber finden. Nur weil der Anteil am globalen Traffic um 20% abgenommen hat, heißt es doch nicht das die "Anzahl an Spam-Mails" rückläufig ist. Ist es nicht sogar realistisch, dass durch den Zuwachs von 0,246 Millarden E-Mail-Konten zum Vorjahr der globale Traffic auch deutlich gestiegen ist und dadurch die 20% entstanden sind? Das heißt dann aber nicht, dass die Anzahl zurückgegangen ist...

    Jaaa ich weiß, ziemlich kleinkariert. Wollte es aber trotzdem mal als Anregung hier lassen.

    Lieben Gruß!

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  2. von Andreas Floemer am 18.01.2012 (20:52 Uhr)

    Sicherlich ist diese Aussage ein wenig unklar und in der Darstellung nicht ganz korrekt. Daher verweise ich auf eine Studie von Symantec (PDF), die den Rückgang von Spam bestätigt.

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  3. von Miranda am 20.01.2012 (16:24 Uhr)

    jaja, das Internet ist schon verblüffend ;-) Aber das die SPAM-Mails abnehmen ist sicherlich gut! Ich selbst bemerke es zwar nciht, aber zum Glück gibt es Junk-Filter. Dafür nimmt die Anzahl von Falschmeldungen in social networks stetig zu. Das eine Übel wird also imho durch das andere ersetzt. Belegen kann ich das freilich nicht, das sind nur eigene beobachtungen...

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  4. von Ray am 20.01.2012 (19:06 Uhr)

    Sind bei diesen ganzen Zahlen eigentlich irgendwelche dabei, die neutral ermittelt wurden, also nicht von denen, in deren Interesse hohe Zahlen liegen? Oder ihres Tochter- oder Mutter- oder Schwesterunternehmens oder einer von ihr beauftragten Firma, wie man halt seine Zahlen promotet?

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