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Infrastruktur

Das Internet der Dinge ist doch schon tot – oder nicht?

    Das Internet der Dinge ist doch schon tot – oder nicht?

(Foto: Shutterstock / Bobboz)

Das Internet der Dinge ist in aller Munde und auch ein Thema der CeBIT 2015. Aber sind wir bereit für eine neue Form des Internets? Oder fehlt es noch an den richtigen Konzepten und Anwendungsfällen? Oder liegt es schlicht an den Konzernen, dass mein Kühlschrank noch immer nicht selbstständig einkauft? Ein Kommentar von Mario Janschitz.

Das Internet der Dinge ist das Netzwerk zwischen einzelnen Geräten, sozusagen ein Internet 2.0, das uns mehr Nutzen für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen, verspricht. Das Internet of Things (IoT) soll den Menschen unmerklich bei seinen Tätigkeiten unterstützen und Hilfestellungen geben — ohne aufzufallen. Alltägliche Gebrauchsgegenstände tracken und optimieren sich selbst, sie tracken uns und optimieren unseren Lebensstil, sie kommunizieren miteinander und über uns, um unser Leben zu vereinfachen. Kurzum: Das Internet der Dinge ist die Kindergarten-Version von Skynet, der Intelligenz aus den Terminator-Filmen. Die  Wearables, Smart-Phones und generell: Unsere Smart-Whatever sind die Maschinen die uns die Arbeit erleichtern sollen.

Dabei ist die Idee gar nicht so neu: Schon 1988 formulierte Mark Weiser eine Vision, die er 1991 in „The Computer of the 21th Century“ über die Allgegenwärtigkeit von Computern in unserem Alltag, aufgeschrieben hat. Und der Fortschritt von damals bis ins jetzt ist unverkennbar. Vor 30 Jahren wurden Mainframes über Terminals bedient, danach kamen die Personal Computer und heute: die über mich gesammelte Datenflut optimiert mein ganz persönliches Leben …

Nicht.

Stehen wir vor einem Evolutionsschritt? Oder sogar vor einer Revolution?

Eine der beliebtesten Kategorien im Bereich Internet der Dinge sind mit Sicherheit smarte Beleuchtungen wie das Hue-System von Philips. (Foto: Philips)
Eine der beliebtesten Kategorien im Bereich Internet der Dinge sind smarte Beleuchtungen wie das Hue-System von Philips. (Foto: Philips)

Die Technologien zum Internet der Dinge gibt es schon — QR, Beacons, NFC, RFID, Smartphones, die leistungsfähiger sind als so mancher Laptop. Wearables, die unseren Körper messen und vermessen – und das bei jedem Schritt. Und trotzdem: Kann ich sagen, dass mein Leben dank dieser Geräte besser geworden ist? Oder ich produktiver? Nein. E-Mails können zwar unterwegs abgearbeitet werden, das wirkt sich aber negativ auf die Work-Life-Balance aus.

Kurzum: Wir nutzen zwar Geräte im Alltag, aber ob sie wirklich zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen, ist fraglich. Aber vielleicht liegt das genau daran, dass wir uns kurz vor dem nächsten Evolutionsschritt befinden, nämlich einem Internet, in dem nicht wir, sondern unsere Geräte interagieren – einem Internet der Dinge.

„cebit-banner“

Oder handelt es sich um eine Revolution der Datenschützer? Startups schießen aus dem Boden und verkünden: „Bei uns sind eure Daten sicher!!!11elf!“ Oder Bewegungen – sogar Parteien – formieren sich gegen die vermeintliche Ausbeutung unserer Daten. Oder, um im Startup-Jargon zu bleiben: „deiner Daten“. Jeder muss sich selbst entscheiden können, was mit seinen Daten passiert – keine Frage. Aber die #germanangst ist national begrenzt, daran kann es also auch nicht liegen.

Vielleicht liegt es aber daran, dass es noch keine wirklichen Anwendungsfälle gibt, bei denen der Einsatz des IoT einen quantifizierbaren Erfolg oder eine Erleichterung des täglichen Lebens bringt. Sind wir mal ehrlich: Bis jetzt hat das noch kein IoT-Startup wirklich geschafft – und da reden wir nicht von gescheiterten Finanzierungsrunden, sondern davon, dass es noch kein wirkliches Produkt gibt. Wie auch? Selbst Experten auf der CeBIT sagen: „Wir sind nur so schlau wie unsere Kunden – und die wissen selbst nicht, was sie wollen.“

Die innovative Totgeburt: „Das Internet der Dinge“

„Diese Lösungen sind nicht mal ‚smart‘.“

Kafeemaschinen, die mir einen Tweet schicken, wenn mein Espresso fertig ist, Heizungen, die sich per Annäherung selbstständig einschalten sollen, autonome Staubsauger, Hardware die mir eine SMS schreibt, wenn ich meine Blumen zu gießen habe oder Geräte, die meinen Stromverbrauch optimieren wollen. Zugegeben: Das sind nette Versuche, aber es werden immer nur einzelne „Probleme“ gelöst. Von einem umfassenden Netzwerk, über das meine Geräte miteinander kommunizieren können, ist all das noch weit entfernt. Schlimmer noch: Diese Lösungen sind nicht mal „smart“.

Die Nutzer sind es aber auch nicht – zumindest nicht alle, zumindest im Zusammenhang mit IT. Ist es zu früh, „The next big thing“ auszurufen, wenn es immer noch Menschen gibt, die „Office“ als Betriebssytem nutzen? Warum wird das IoT gerade jetzt gehyped, obwohl der Gedanke schon knapp 30 Jahre alt ist?

Das IoT? Nicht viel mehr als Workarounds und Bugfixes

Vielleicht deswegen, weil bis jetzt gutes Geld mit solchen „Smart Devices“ gemacht werden konnte, mit halbgaren Lösungen, anstatt an einem archetypischen Anwendungsfall für das Konzept des Internets der Dinge zu arbeiten. Tim Berners-Lee wußte genau, mit welchen Technologien er welches Problem lösen wollte. Als Antwort hat er aus einem Haufen Technologie das Web erschaffen, damit er mit anderen Akademikern sein Wissen austauschen konnte. Einzelne IoT-Anwendungsfälle zu lösen, bringt uns aber kein Internet der Dinge – diese spezifischen Lösungen sind nicht viel mehr als Workarounds und Bugfixes. Derzeit verdienen wohl mehr Unternehmen daran, dass wir seit Jahren kurz vor dem Internet of Things stehen, als daran, es in unser aller Leben zu bringen.

„Das Internet der Dinge: Die Antwort auf eine Frage, die nie gestellt wurde.“

Ein Internet der Dinge kann auch nicht von einem Konzern erschaffen werden, sehr wohl aber mit dessen Hilfe wachsen. Wie uns das Web von Tim Berners-Lee schon mal gezeigt hat: Etwas so revolutionäres muss von jemandem erschaffen werden, der keinen kommerziellen Nutzen daraus ziehen, sondern viel mehr eine Lösung für ein Problem bieten will.

Außerdem: Bis jetzt ist alles, was „smart“ ist, auch teuer. Smartphones, Smart TV oder so manche IoT-Produkte auf Kickstarter, nicht zu vergessen die Wearables und Geräte, die andere Geräte „smarter“ machen sollen – sie alle sind noch weit davon entfernt, dass sich jeder diese Geräte leisten könnte. Vom Smart Home ganz zu schweigen. Aber warum auch? Jetzt werden Smartwatches noch als innovative Produkte gehandelt, die sich gut verkaufen lassen – und solange die Konzerne samt Startups sich um Profit und Nutzerzahlen streiten, wird das Internet, wie wir es kennen, nicht verschwinden.

Warum gibt es bis jetzt kein „Internet der Dinge“?

Botnet: Auch ein Kühlschrank war Teil des Spam-Netzwerks. (Foto: Miguel Pires da Rosa / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)
Warum kann mein Kühlschrank heute noch nicht selbständig einkaufen? (Foto: Miguel Pires da Rosa / Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Es fehlt an Schnittstellen, und die Geräte sind teilweise proprietär. Die „Großen“ köcheln ihr eigenes Süppchen in der IoT-Küche und leisten technologisch kaum mehr, als ein Student an einem Wochenende mit einem Arduino lösen könnte. So auch der Tenor auf der CeBIT: „Wir können schon jetzt den Sauerstoffgehalt in Räumen messen und den Nutzern Bescheid geben, ein Fenster zu öffnen!“ Wow! Oder so. Und im nächsten Satz: „Derzeit versuchen wir, den Markt zu verbreitern und noch weiter zu wachsen.“ Hinter vorgehaltener Hand noch ein: „Das ist ein völlig unerschlossener Markt, der erobert werden will.“ Es fehlt nur noch ein „Fake it, till you make it“. Andererseits: Niemand wird zum Kauf einer Lampe gezwungen, die 500 Euro kostet, nur weil sie ihre Farbe ändern kann, oder?

So sind das wohl die Gründe, warum mein Kühlschrank noch nicht einkaufen kann. Der Kühlschrankhersteller bietet mangels standardisierter Schnittstellen diese Option nicht an, und die kleinen Nischen-Startups können die Lücke zwischen realer und digitaler Welt nicht schließen, weil sie dann vom Hersteller abhängig wären und keiner so richtig weiß, wie dieses Internet of Things konkret aussehen soll.

Fazit: Es fehlt eine Anforderungsanalyse

So banal es klingt: Es fehlt eine Anforderungsanalyse, die das große Ganze beschreibt. Ein gemeinsamer Konsens, der ein klares Bild vom abstrakten Internet der Dinge zeichnet. Ohne diesen Konsens ist die Vernetzung der Dinge eine Antwort auf eine vage Frage, die nie gestellt wurde.

Halbgare Startups, die jetzt aus dem Boden schießen, lösen winzige „Probleme“ und sind eine Beleidigung der technologischen Möglichkeiten, über die wir schon verfügen. Der Informatik-Begriff des „Internets der Dinge“ ist zu einem Begriff der Betriebswirtschaft verkommen. „Paradigm-Shift“, „Internet of Things“ und „Big-Data-Innovation“ – nicht mehr als leere Werbe-Worthülsen einer digitalen Wirtschaft. Tim Berners-Lee hatte eine konkrete Vorstellung von „seinem“ Web. Vom Internet der Dinge haben wir das nicht.

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Wie die Studenten... Mittagspause auf der CeBIT. (Foto: t3n)
Wie die Studenten... Mittagspause auf der CeBIT. (Foto: t3n)

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(Foto: t3n)
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4 Reaktionen
Jörg Hoewner
Jörg Hoewner

Ich glaube schon, dass sich IoT mittelfristig durchsetzt. Das Problem ist, dass die jetzt kolportierten Anwendungsfälle hanebüchen sind (als das Web neu war, haben viele auch erst mal nur Printinhalte online gestellt). Es wird einige Jahre dauern, bis sich Anwendungen mit Mehrwertpotential herauskristallisieren.

Im Industriebereich sind diese Anwendungsfälle schon da, Stichworte hierfür sind M2M, Industrie 4.0 usw. und das ist keine Spielerei mehr, sondern konkret greifbar und nicht aufzuhalten.

Antworten

asraelvudogel
asraelvudogel

"Es fehlt an Schnittstellen, und die Geräte sind teilweise proprietär. Die „Großen“ köcheln ihr eigenes Süppchen in der IoT-Küche und leisten technologisch kaum mehr, als ein Student an einem Wochenende mit einem Arduino lösen könnte."

Das sehe ich ganz genau so! Es gibt alle möglichen Arten von Geräten und Sensoren, nur versuch einmal zwei Hersteller zu kombinieren?! Das klappt bisher eben nur mit basteln! Es gibt kein fertiges Produkt, was zumindest zwei Sprachen fließend spricht. Das IoT ist daher immer noch ein Spielplatz der Bastler, nicht der Anwender, nicht der iPhone-Wischer. Ohne eigenen Gehirnschmalz, wie man die verschiedenen System zusammen bringt, geht es nicht. Ich hab mir hier eine Smart-Home-Zentrale gebaut, mit einen Raspberry Pi und viel Geduld. Aber so setzt sich eben das IoT beim Normalverbraucher nicht durch!

Und warum setzen alle auf immer neuere Standards? Wir haben so viel, was sich bereits bewährt hat, WLAN zu Beispiel. Hat jeder, nutzt jeder, kann jeder. Und selbst wenn man es nicht will, bekommt man bei jedem beliebigen Provider den WLAN-Router "gratis" dazu. Warum also nicht alles über WLAN vernetzen? Eine Frage der Stromversorgung kann es doch bei vielen Geräten nicht sein, wenn Sie doch sowieso am Stromnetz hängen. Die Waschmaschine, der Kühlschrank, die LED-Leuchte sind nicht "wireless" was den Strom betrifft.

Trotzdem können wir gespannt sein, was da noch kommt...

Antworten

Mario Janschitz

Hallo „Das setzt sich schon langsam durch“
Gerade beim Zeitpunkt sehe ich das anders. Ich denke nicht, dass es so sein wird, dass sich das IoT schleichend durchsetzt -- als heterogenes Netz von vielen kleinen Anbietern. Nein.

Ich denke, dass Google die dritte Ära einleiten wird, haben sie in den letzten Jahren doch alles aufgekauft was ein IoT ermöglicht bzw. steuern kann: Denn Sensoren haben wir schon seit Jahren, und die sind seit Jahren auch nicht merklich günstiger geworden. Ich erwarte also einen Sprung vorwärts, als Initialzündung -- genauso wie bei Tim Berners-Lee und dem Web.

Ich kann mich nur wiederholen: Es fehlt am großen Ganzen, und an einer günstigen Entität bzw. einer AI die das Big-Data-Aufkommen verarbeiten kann. Die Sensoren von denen du sprichst, das sind Spielerein, und wie du selbst sagst -- die gibt es seit Jahren. Das ist aber nicht das, was ich unter IoT verstehe und auch nicht das, was davon erwartet wird.

Antworten

Das setzt sich schon langsam durch
Das setzt sich schon langsam durch

Eine einheitliche Sprache fehlt.

Kann die Fritzbox Bluetooth ? Wie also soll sie Geräte steuern können ?

NMEA hat die GPS-Mäuse durchgesetzt.
Zigbee, ZWave und Bluetooth kämpfen um die Vorherrschaft oder wie damals M$-HD-DVD vs. BluRay oder wie heute HDMI/DVI/Display-Port während klar ist, das USB-C am Ende des Jahres der Standard bei neuen Geräten sein wird.

Appstores sind der Lebensraum in dem hunderttausende Apps gedeihen konnten. Geräte müssen kommunizieren: Das ist aktuell das Problem. Vielleicht werden die Zigbee-Patente langsam frei, so das es sich durchsetzt. Western-Digital wollte NAS-Geräte letzte Woche gemeldet mit Z-Wave ausstatten. So lange man nicht weiss was gewinnt, will man nicht fehl-investieren. Firewire, SCSI und Thunderbolt sind Beispiele für teure Standards die es als USB-3-Version oft viel günstiger gibt.

Der Artikel ist wie wenn man rausguckt und sich beklagt das der Rasen nicht wächst und die Wälder nicht grün sind. Das Unkraut lauert schon und ab April ist alles ratz fatz zugewachsen und die Autofahrer und Rad-Wege-Benutzer beschweren sich beim Grünflächen-Amt über zugewachsene Wege, Schilder und Straßen.

"kaum mehr, als ein Student an einem Wochenende mit einem Arduino lösen könnte. " Solche Wochenend-Projekte würde ich gerne realisieren. Die Rechtskosten sind leider zu teuer. Ich glaube ein Engländer hat sogar einen Selbstbau-Segway gebaut und die Pläne freigegeben. Gibt es hier Fair Use ?

Wer Schnäppchenticker abonniert sieht schnell, wie ultrakrass schnell beispielsweise UHD1(4k)-TVs im Preis verfallen. Oder wie schnell 300-Euro-Tabletts von 1024x800 auf FullHD und aktuell auf 2.5k verfügbar wurden.

Bei den Uhren warteten alle auf Apple. Jetzt ist es klar und Pebble marschiert durch. In China gibts schon iWatch-Imitate die sogar Android können. Bei den Videobrillen wartet jeder auf den anderen und keiner liefert endlich :-( Bei Data-Brillen hat Google Glass aufgegeben. Ich wünsche also Glass Up alles Gute.

Der Artikel beklagt sich vielleicht auch über hohe Preise von Routenplanern in S-Klasse-Limousinen obwohl jeder weiss das es inzwischen Routenplaner kostenlos auf jedem Handy gibt.

Die Kritik an den Establishment-Playern ist völlig berechtigt.
ICQ ? Durch Skype ersetzt.
Skype ? Durch Whatsapp teilweise ersetzt.
Paypal ? Auch Stagnation 10-15 Jahre lang. Von Dwolla(?) und Square vorgeführt.
Ebay ? Stagniert(e). Von Craigslist teilweise ersetzt.
Nest ? Wohl wenig Ausbreitung obwohl in USA wohl die Heizungen einheitlich gesteuert werden.
Hier hingegen beklagte die ct vermutlich schon vor 20 Jahren das die Hausbus-Systeme alle inkompatibel sind.
Und wenn große Firmen was kaufen wird es oft genug nicht mehr so schnell weiterentwickelt wie vor dem Kauf: ICQ; Skype, Paypal, Nest, Oculus Rift,... .

Bluetooth-Garten-Boden-Thermometer kosten teilweise 99 Euro oder mehr.
Aber bei den Discountern liegen für 10-30 Euro Heizungs-Steuer-Systeme die mit USB ausgelesen und programmiert werden können.
Es wäre also nicht unerwartet wenn Medion, Silvercrest, Gardenline usw. bald ihre Geräte beim Discounter auch mit Bluetooth anbieten. Vielleicht aber auch sind die Lizenzen noch zu teuer. Schaut mal wie extrem Stecker bei Geräten eingespart werden. Vielleicht sind die teuer weil es elektro-mechanische Teile sind. Oder sie sorgen für Reklamationen und Probleme. Also herrscht durchaus Interesse, die durch Funk zu ersetzen wodurch sie für InetOfThings zugänglich sind.

Ein weiterer Nachteil sind halt die DSL-Router ohne Bluetooth und evtl kann Bluetooth auch keine Meshes bilden. Security kommt auch noch dazu. Man will ja nicht das jemand das Thermometer in der Garage nachmacht welches Feuer meldet und die Steuerung dann automatisch die Garage öffnet damit Diebe alles mitnehmen können.

Trotzdem kann man durch geschickte Fenster-Öffnung clever lüften. Oder im Frühjahr (z.B. heute) alle Räume aufwärmen und nachts viel später oder besser gar nicht heizen und somit den Einsatz der Heizung massiv mindern und sogar ein besseres Raumklima erzielen. Nur leider nicht mit Google Nest weil die ja aufgekauft wurden und wie so häufig leider stagnieren :-(
Nest zeigt aber worum es geht: Möglichst automatisch z.B. die Fenster zu öffnen. Garagentoröffner gehen auch per Fernbedienung vom Auto aus. Elektrische Rolladen sind normal. Es fehlen halt Nachrüstungen für Fenster-Öffnungen und die entsprechenden Steuerungs-Apps

Schau mal mit System-Profilern die CPU-Nutzung deiner Multicore-CPU im Handy oder Tablett an. Da wird ständig abgeschaltet. Sowas ginge ansatzweise auch im Heim. Z.b. Licht abschalten und nicht mehr heizen wenn man den Raum verlässt. Autos schalten auch Zylinder aus wenn es geht.

Teletext war Videotext weil die alten Fernseher es noch nicht konnten und es daher in die Sat-Receiver und VHS-Recorder eingebaut wurde. D.h. vor den Smart-Schaltern in den Geräten kommen Bluetooth-Funksteckdosen. Die liegen ohne Bluetooth bei 18 Euro für 3 Stück. Strom-Messgeräte um z.B. Standby-Schmarotzer zu entdecken kosten 9,99 beim Discounter. Wenn man beides mischt hat man Bluetooth-Funksteckdosen die mitteilen wenn die Waschmaschine kaum noch Strom zieht. Du brauchst es ja nicht kaufen.
Aber es ist technologisch so einfach realisierbar das es bald kommen könnte.

Für 1,70 Euro gibts bei Ebay USB-Messgeräte und daran sieht man wie viel das Handy aktuell zieht und wenn es bei 90% ist, werden die Ampere weniger. Klingt doof aber ist mir lieber als die Geräte in die Hand zu nehmen und aufzuwecken um zu sehen wie viel Prozent geladen sind. Eigentlich kauft man es natürlich um zu sehen welches Netzteil die meiste Power liefert um nur 1-2 davon auf Reisen mitzunehmen und im Hotel anzuschliessen.

Schrittzähler sind vielleicht wirksamere Gesundheitshilfe als Ernährungs-Umstellung. Weil es so einfach ist und man kein Informatik-Studium braucht. 200 Euro SuperHealth-Tracker sind dann eher für ambitionierte Sportler. Aber Blut-Messgeräte mit 14-Tage-Sensoren liegen bei 60 Euro fürs Auslese-Gerät. Die Sensoren machen das Geschäft, kosten aber wohl auch nur 60 Euro glaube ich. Solche Sachen kommen. Leider langsam aber doch stetig. Blutdruck-Messegeräte und Pulsmesser gibts schon seit Jahren bei den Discountern. Bald kommen die also vielleicht auch mit Bluetooth und vielleicht ohne (teures) extragroßes Display um bequem abgelesen werden zu können.

Wenn Du mal Handwerker bezahlst schau mal in die Rechnungen. Simple Dinge wie "Blei" (Bitumen-Band zur Abdichtung) bei Dachdeckernsind z.b. nicht grade billig. Gleiches dürfte für Verkabelung gelten. Bald wird der Strom zu den Lampen gelegt und die Hälfte der Kabel spart man sich weil die Schalter nicht mehr verlegt werden sondern aufgeklebt und per Bluetooth/ZWave/ZigBee die Lampe steuern. Das spart krass Kosten. Jeder Bauherr will sowas sofort haben. Sowas ist ein Alleinstellungsmerkmal/USP welches sich schnell durchsetzen könnte.

Die ersten Tabletts lagen bei 2500 Euro mit ich glaube speziellen Windows-Versionen zur Schrift-Erkennung. Dann kam das 600(?)Euro IPAD-1. Bluray-Player begannen bei 2000-4000 Euro und waren nach 2-3 Jahren bei 200-300 Euro. Heute kann jede Video-Kamera FullHD (2Megapixel) und h.264. h.265 ist 6-12 Monate noch teuer weil neu.
Diese Phillips-Lampen werden also auch vermutlich schnell günstiger. Wieso erinnere nur ich mich an schnellen Preis-Verfall ?

Und weil man das Handy ständig in der Hand hat oder eine Smart-Watch will man damit das Licht steuern oder die Lautstärke. Oder läufst Du immer zum Fernseher um den Kanal zu wechseln ?

Convenience findet ihren Weg. Es ist für Analysten und Reporter halt schwer, vorauszusagen was sich durchsetzt. ISDN hat wohl auch jahrelang herumgekrebst. Dann wurde es teurer und man bekam 2 Leitungen und 3 Telefon-Nummern. Damit wurde es in Firmen normal. Der Newton hat sich nicht durchgesetzt, das Ipad und Iphone schon.

Unter deinem Artikel ist ein Artikel über das papierlose Büro. Das wurde von Fortschritts-Verhinderern und Internet-Ausdruckern systematisch abgelehnt.

IT-Projekte scheitern oft und sind häufig auch noch teuer. Daher sind die etablierten Player nicht besonders aktiv. Denn dann geht man schnell pleite und wird billig aufgekauft. Wenn die Kunden scharenweise Messgeräte zurückgeben oder die Hotline teure Überstunden machen muss weil die Temperatur in Fahrenheit oder Kelvin angezeigt wird oder die App auf den meisten Handies abstürzt, lässt man sowas lieber. Technisch gesehen ist die Zeit aber ziemlich reif dafür.

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