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Das Internet of Things wächst in rasender Geschwindigkeit, 50 Milliarden Geräte bis 2020 erwartet

Das Internet of Things wächst in rasender Geschwindigkeit, 50 Milliarden Geräte bis 2020 erwartet

Als „Internet der Dinge“ bezeichnet man die Summe aller an das Internet angeschlossenen Gegenstände des täglichen Lebens. Das können Kaffeemaschinen, Autos, Gesundheitsmessgeräte, Wecker und vieles andere sein. Das ist der größte Wachstumsmarkt der vernetzten Technologien überhaupt. Cisco bringt einen interessanten Überblick.

Das Internet of Things wächst in rasender Geschwindigkeit, 50 Milliarden Geräte bis 2020 erwartet

Das Internet der Dinge ist der Wachstumsmotor für Unternehmen wie Cisco und andere Komponentenhersteller

Bereits im Verlauf des Jahres 2008 überschritt die Zahl der an das Internet angeschlossenen Geräte die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen. Bis zum Jahr 2020 wird diese Zahl, nach übereinstimmenden Prognosen verschiedener Technologieführer, auf mindestens 50 Milliarden Geräte anwachsen.

Dabei handelt es sich um isolierte, aber in immer stärkerem Maße um auch untereinander vernetzte Lösungen. In den Niederlanden werden beispielsweise Sensoren an Kühen dazu verwendet, den Bauern zu unterrichten, wie der gesundheitliche Status des jeweiligen Tieres ist. Jede Kuh sendet 200 MB Daten im Jahr. Ähnliche Lösungen für Menschen, zB zur Überwachung der Herztätigkeit, sind in Arbeit, teilweise schon verfügbar.

Noch interessanter wird das Internet der Dinge dann, wenn Geräte sich funktional miteinander vernetzen. Cisco bringt das Beispiel eines Arbeitstages. Das erste Meeting am Morgen wurde um 45 Minuten verschoben. Der Terminplaner kommunitziert das an die anderen Geräte im Umfeld des Teilnehmers, die dann miteinander neue Zeiten vereinbaren. Das Auto teilt mit, es müsse auf dem Weg zur Arbeit noch getankt werden, was 5 Minuten dauert. Das Navigationssystem teilt mit, dass es auf der Strecke zur Arbeit einen Unfall gab, was zu 15 Minuten Verspätung führt. Daraus errechnet der Wecker, der Teilnehmer könne 5 Minuten länger schlafen. Er teilt der Kaffeemaschine mit, diese könne ebenfalls 5 Minuten später anspringen und weist das Auto an, die Standheizung einzuschalten, weil laut Wettermonitor ein nächtlicher Schneesturm die Scheiben vereist hat.

Eine teilweise erschreckende Vision, deren Nützlichkeit jedoch nicht von der Hand zu weisen ist. Der Ausbau geht jedenfalls in so großen Schritten vonstatten, dass Ende 2011 20 typische Haushalte so viel Datentraffic erzeugen werden, wie 2008 das gesamte Internet. Like it or not. Das Internet der Dinge ist auf dem Vormarsch...

Internet der Dinge (Quelle: Cisco)

(Infografik via ReadWriteWeb)

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3 Antworten
  1. von Nick am 18.07.2011 (15:39 Uhr)

    Diese Nummern sind ziemlich beeindruckend und gleichzeitig auch irgendwie beängstigend.

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  2. von Musenrössle am 18.07.2011 (16:43 Uhr)

    20 durchschnittliche Haushalte sollen 2011 soviel Datentraffic erzeugen wie 2008 das gesamte damalige Internet?

    Also ich weiss ja nicht, was derjenige so einwirft, der diese gewagte These aufgestellt hat, aber was immer es ist, er sollte die Finger davon lassen. ;-)

    Auch 2008 waren schon hunderte von Millionen Menschen online.
    Und die Datenübertragungskapazitäten sind seither nicht um das Millionenfache gewachsen.

    Klar ist der Traffic pro Haushalt heute wesentlich höher, aber diese Behauptung ist ja wirklich offensichtlicher Unsinn.

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  3. von Alex Kahl @probefahrer am 21.07.2011 (09:06 Uhr)

    Hi zusammmen,

    werde am Freitag Rick Hutley, VP of Cisco Internet Business Solutions Group zu dem Thema in San Jose treffen.

    Wenn Euch etwas spezielles interessiert, nehme ich Eure Fragen gerne mit ins Interview

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