Wichtig für Web-Designer
Für die Web-Designer bringt der IE 8 einige wichtige Neuerungen mit. So wurde eine neue Rendering-Engine eingebaut und eine Unterstützung von CSS 2.1 integriert. Insgesamt unterstützt IE 8 nun deutlich mehr Webstandards, so dass Web-Designer auf geringere Anpassungsarbeiten bei der Browser-Optimierung von Websites hoffen dürfen. Ob die neue Version allerdings auch alle Erwartungen erfüllt und vor allem der hoffnungslos veralteten Version 6 den überfälligen Gnadenstoß geben kann, muss man noch abwarten. Gerade in Unternehmen wird noch heute häufig der IE 6 eingesetzt - ein Alptraum für jeden Web-Entwickler.
Der IE 8 verfügt über eine Kompatibilitätsliste, in der bekannte und häufig besuchte Websites enthalten sind, die nicht den aktuellen Webstandards entsprechen. Diese Websites werden dann automatisch in einem Modus angezeigt, der zu älteren Versionen kompatibel ist.
Wichtig für die Nutzer
Für die Nutzer bringt die neue Version einige interessante Funktionen mit. So zum Beispiel das "InPrivate Browsing", eine Funktion, die beim Surfen keine Spuren auf der Festplatte hinterlassen soll - bereits bekannt von Safari, Chrome und anderen. Der "SmartScreen-Filter" soll die Sicherheit durch neue Kontrollfunktionen verbessern, die auch bei bereits heruntergeladenen Dateien greifen soll. Auch soll der Browser weitgehend automatisch vor sicherheitsbedenklichen Seiten warnen und die Nutzer so vor Schadprogrammen schützen, was man aber wohl ebenfalls schlicht als den aktuellen Stand der Dinge bezeichnen muss.
Stimmen zum neuen IE
Insgesamt habe man die Effizienz und Geschwindigkeit verbessert, heißt es in einer Pressemitteilung von Microsoft. Wie ReadWriteWeb anmerkt wird zwar von Microsoft stolz auf das Bestehen des Acid2-Tests hingewiesen, nicht aber auf das Nichtbestehen des Acid3-Tests. WebmasterPro relativiert den Geschwindigkeitszuwachs, da Firefox und Safari in einem JavaScript-Benchmark noch schneller sind. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch cnet.
Der Internet Explorer 8 RC 1 steht für Windows XP und Vista in 32 Bit und 64 Bit zum Download bereit. Für die Beta-Version von Windows 7 gibt es dagegen keine kompatible Version.
Fazit
Die Browser-Entwicklung hat Microsoft nach dem IE 6 total verschlafen - man beherrschte schließlich den Markt. Es dauerte dann volle fünf Jahre bis zur nächsten Version. In dieser Zeit hat sich nicht nur das Internet enorm weiterentwickelt, sondern auch die Konkurrenz. Mit dem Mozilla Firefox, dem Opera und dem Apple-Browser Safari sind Browser zu einer Konkurrenz geworden, die technologisch schon weit vorne liegen und kontinuierlich Marktanteile dazu gewinnen.




6 Answers
von Michael 27.01.2009 (19:20Uhr) 1.
Warum nur versenken die überhaupt so viel geld in die Browser-Entwicklung? Mit welchem Zweck? Sie könnten doch ihr Betriebssystem einfach mit einem der open source Browser ausstatten und sich dem ganzen Ärger entziehen? Was nutzt es denen denn überhaupt, wenn Leute einen IE benutzen? Ist doch völlig wuscht.
von Webstandard-Team 28.01.2009 (11:37Uhr) 2.
Der "Gnadenstoss" für den IE6, wird durch die neue Version des IE8 ausbleiben. Er unterstützt im übrigen nicht mehr Standards, sondern die bereits implementierten etwas besser, als noch in Version7. Auf jeden Fall dürfte es interessant werden, ob Microsoft damit den Abwärtstrend in Sachen Marktanteil aufhalten kann oder nicht.
von Alex Schestag 30.01.2009 (12:35Uhr) 3.
Ich denke auch, daß der Gnadenstoß für den IE6 ausbleibt. Der Grund ist ganz einfach: Viele Unternehmen benutzen nach wie vor Windows 2000. Und dafür gibt es nun mal nur den IE bis Version 6.02. Der IE7 ist darauf nicht installierbar, weil mit XP eingeführte Betriebssystemkomponenten fehlen. Dem IE8 wird es genauso gehen. Daß Microsoft sich erbarmt und eine Windows-2000-kompatible Version des IE8 herausbringt, ist nicht zu erwarten, denke ich. Das Problem wird sich nur dadurch lösen lassen, daß besagte Unternehmen auf ein neueres Windows umsteigen - oder auf Linux, was ich persönlich besser fände. ;-) Aber ich fürchte, darauf werden wir grade bei großen Unternehmen bis zum St. Nimmerleinstag warten und dürfen uns daher vermutlich noch sehr lange mit den Tücken des IE6 rumschlagen. Das ist nicht nur für Webautoren lästig, sondern auch für Kunden, weil natürlich die "Extrawürste", die der IE6 verlangt, einen zusätzlichen Zeitaufwand für den Webautor und somit höhere Kosten für den Kunden mit sich bringen. Eine bessere Lösung als den IE6 zähneknirschend weiter zu unterstützen, fällt mir jedoch auf absehbare Zeit auch nicht ein.
von Monika 30.01.2009 (13:27Uhr) 4.
Ich mag mich Alex Schestag anschließen und ergänzen, dass der IE6 in vielen anderen Erdteilen eine irr hohe Verbreitung hat und ich erkenne, dass viele nicht wechseln wollen, weil sie nicht wissen: nimmt der neue Browser meine Favoriten mit? wie funktioniert der--also die absoluten Basics. Dies zu erklären haben auch Firefox & Co versäumt, deren Fachsprache ist für diese Menschen unverständlichst
@t3n
Euer Captcha ist schier unleserlich - kaum Kontrast - das strengt sehr an
von indi 30.01.2009 (18:11Uhr) 5.
Die Überschrift des Artikels läßt sich mit einem Metatag beantworten:
Ansonsten ist der Artikel leider mehr oder weniger inhaltsloses ÍE 8-Gefasel, das wir schon auf 100.000 Sites gelesen haben.
von indi 30.01.2009 (18:13Uhr) 6.
Meine Güte, wurde rausgefiltert, hier ohne Klammern:
meta http-equiv="X-UA-Compatible" content="IE=EmulateIE7" /