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Marketing

Wie man einen Internet-Hype fernsteuert

    Wie man einen Internet-Hype fernsteuert
(Foto: Kecko / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Internet-Hypes wie das schielende Opossum Heidi, „Axel E. Fischer fordert...“ oder auch der Blumenkübel-Hype gibt es immer wieder. Sie passieren plötzlich und ungeplant, aber sorgen dann innerhalb kürzester Zeit für sehr viel Aufmerksamkeit. Für Marketing-Experten wäre es sicher ein Traum solch einen Internet-Hype selbst kontrolliert auslösen zu können. Doch das geht ja nicht. Oder etwa doch? US-Programmierer wollen eine Methode entwickelt haben einen Internet-Hype fernzusteuern.

US-Sicherheitsfirma entwickelt „Fernsteuerung“ für Internet-Hypes

Für die Öffentlichkeit gedacht war der interne Mailverkehr der US-Sicherheitsfirma HBGary Federal ganz sicher nicht. Die von der Hackergruppe Anonymous geleakten Dokumente enthalten einige brisante Details über sogenannte „Personas“, mit denen sich ganz gezielt Internet-Hypes auslösen lassen sollen. Dabei handelt es sich um eine ganze Armee künstlicher Identitäten, die sich über vordefinierte virtuelle Maschinen steuern lassen.

Internet-Hypes wie mit einer Fernsteuerung auslösen - dafür wollen US-Programmierer eine Methode gefunden haben. (Foto: Kecko / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Für die Praxis bedeutet das, dass eine einzelne Person im Internet wie eine Hundertschaft auftreten kann. Zu den künstlichen Identitäten zählen Profile bei Social Networks wie Twitter oder MySpace, in Blogs und zahlreichen Foren. Die Verbreitung von Informationen findet dann ganz automatisch durch RSS Feeds statt. Um die Glaubwürdigkeit noch zu steigern, können die Einträge auch noch mit lokalen Check-Ins angereichert werden.

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Nutzen US-Behörden die Fernsteuerung für Internet-Hypes?

Noch interessanter und weitreichender wird diese Enthüllung durch den vermeintlichen Kunden der US-Sicherheitsfirma HBGary Federal. Adressiert ist ein Angebot für einen Prototypen der „Personas“ an die Firma Mantech, unter deren Kunden sich wiederum auffällig viele regierungsnahe Organisationen oder gar staatliche Behörden befinden. So werden unter anderem aufgelistet: Defense Intelligence Agency, U.S. Navy, Air Force, Army, Marine Corps, FBI, NSA, Department of Homeland Security, Department of Justice, Department of State, NASA und sogar die NATO.

Allerdings scheinen die „Personas“ zum Zeitpunkt des Hackerangriffs auf HBGary, durch den Anonymous an den E-Mail-Verkehr gekommen ist, noch nicht entwickelt worden zu sein. Ein Programmierer weigerte sich mit den Worten „I'm not compiling that shit on my box!“ auch an der Entwicklung mitzuwirken. Dennoch braucht es nicht allzu viel Fantasie, um an eine solche Fernsteuerung für Internet-Hypes zu glauben. Die veranschlagten 100.000 US-Dollar für den Prototypen machen nur einen verschwindend geringen Bruchteil der PR-Budgets vieler Unternehmen aus. Die mit einem solchen System erzielbaren Effekte dürften in jedem Fall großes Interesse wecken.

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