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Das „Internet of Things“ ist mehr als nur twitternde Kühlschränke [Interview & Verlosung]

Das „Internet of Things“ versucht die Informationslücke zwischen der realen und der digitalen Welt zu schließen, indem es physikalische Gegenstände mit dem Netz verknüpft. Erste Vorboten sind intelligente Heizungssysteme, Tracking-Armbänder und Staumeldesysteme. Wir haben mit Martin Spindler, Mitglied des Think-Tanks „Council“, über den Status Quo und die Zukunft des Internets der Dinge gesprochen.

Das „Internet of Things“ ist mehr als nur twitternde Kühlschränke [Interview & Verlosung]

Herr Spindler, viele vermuten hinter dem Begriff „Internet of Things“ twitternde Kühlschränke oder Einrichtungsgegenstände, die sich untereinander unterhalten. Was steckt wirklich hinter dem „Internet der Dinge“?

Internet of Things - Interview mit Martin Spindler
Martin Spindler ist Strategieberater für das Internet of Things und Smart Energy. Bild: Flickr, mjaysplanet

Unter dem „Internet der Dinge“ kann man all die Dinge verstehen, die mit Kommunikationstechnologie ausgestattet sind, aber nicht herkömmlicherweise Computer sind. Wir reden hier also von LED-Leuchten, die über Apps fern- und farbgesteuert werden können. Autos, Smart Metern, Körperwaagen und so weiter. Klar, der twitternde Kühlschrank ist ein schönes Bild für die Komplexität und die gefühlte Sinnlosigkeit von Computern, die immer weitere Bereiche des Lebens durchdringen. Und er wird uns noch eine Weile begleiten, aber die Personenwaage, die mein Gewicht mit meinen Trainingsdaten aus dem GPS auf einer Plattform zusammenführt, ist für die meisten schon viel sinnvoller.

Es geht meist nicht um die digitale Interaktion direkt am Objekt und deswegen funktionieren die „intelligenten Kühlschränke” auch nicht so recht. Es geht viel mehr darum, wie man Daten von Objekten in anderen Kontexten nutzen kann oder Objekte Daten nutzen lassen kann. Viele sehen das Internet der Dinge als gelöst an, wenn sie ein Display in einem Produkt verbauen und noch eine Smartphone-App dazu entwickeln. Es sollte aber eigentlich darum gehen, mit der Konnektivität und den Daten bessere Entscheidungen zu ermöglichen, oder das Leben einfacher zu machen.

Was benötigt man alles um solch ein „Internet of Things“ zu schaffen? Und sind die technischen Voraussetzungen da, um tatsächlich auch funktionierende Geschäftsmodelle darauf aufzubauen?

Die Minimalanforderungen für das „Internet der Dinge” sind eigentlich recht einfach: Man braucht einen Chip und eine Verbindung ins Netz. Computing und Connectivity. Das ist nicht besonders schwer. Und da Chips immer energiesparsamer, kleiner und günstiger werden, wird hier auch noch einiges passieren. Richtig interessant wird es aber bei der Frage nach den Standards: Wie schaffen wir es, dass die „WiFi LED-Lampen” zweier verschiedener Hersteller nicht nur miteinander kommunizieren können – und ich nicht für jede einzelne LED eine eigene App gebraucht wird – sondern diese Dinge sich auch ganz automatisch mit meinem Fernseher oder meinem Wecker synchronisieren? Im Bereich der Interoperabilität liegt noch sehr viel Arbeit vor uns, da jeder Hersteller erst einmal nur auf seine Produkte fokussiert ist. Im Bereich der Geschäftsmodelle werden wir zudem noch einige Experimente sehen, da „Das Geschäftsmodell” einfach noch nicht gefunden ist. Es wird in vielen Bereichen eine Umstellung von Produktverkauf auf Dienstleistungserbringung geben, so wie wir es im Bereich Car-Sharing teilweise schon sehen.

In welche Richtung gehen diese Geschäftsmodelle derzeit? Sind sie eher Verbraucher- oder Industrie-orientiert?

Von den großen Technologieführern wird derzeit ein sehr stark industrieorientiertes Programm gefahren. General Electric nennt es das „Industrial Internet” und bei IBM redet man seit Jahren vom „Smarter Planet”. Meine Vermutung ist, dass Industriekunden sich einfach leichter ansprechen lassen und der Nutzen von Kommunikationsfähigkeit in Objekten eingänglicher ist. Im Consumerbereich haben wir das Problem, dass es zwar einige Anbieter gibt, die jetzt schon mit integrierten Lösungen vorpreschen, aber die Kundenansprache so ausfällt, als würden sie mit Unternehmen sprechen. Da wird dann gerne mal von Infrastruktur und Rechtemanagement oder von Ressourcen-Deployment gesprochen, wo es doch eigentlich um Lichtschalter und Katzenklappen geht. Allerdings gibt es hier auch einige interessante Startups, die versuchen die neue Designsprache für „Connected Objects” voranzutreiben. Aber wie mittelfristig hier die Geschäftsmodelle ausfallen werden, bleibt abzuwarten. Geld ist vor allem in der Industrie vorhanden und deswegen fällt der Fokus vieler Technologieunternehmen fast zwangsläufig dahin.

Welche bereits existierenden Produkte finden Sie aktuell besonders spannend?

Zum einen gibt es die Good Night Lamp, die von einer in London ansässigen Industriedesignerin entwickelt wurde. Das Konzept ist recht einfach skizziert: Es gibt eine große Lampe, mit der sich kleine Lampen verbinden lassen. Wenn die große Lampe angeschaltet wird, schalten sich die entsprechenden kleinen Lampen an — wo auch immer in der Welt sie sich befinden, Hauptsache sie haben eine Internetverbindung. Für mich bedeutet das zum ersten mal ein Art intime Kommunikation über lange Distanzen, die es ermöglicht, auf sehr beiläufige, natürliche Art am Leben anderer teilzuhaben. Dann natürlich DriveNow, was für mich Mobilität klar verändert hat und auch tado ist gerade sehr spannend. tado ist eine „smarte Heizungssteuerung”, vergleichbar mit dem in den USA erhältlichen Nest Smart Thermostat. Aber der Trick bei tado ist unter anderem, dass sie die Wettervorhersagedaten in die Heizungssteuerung integrieren und das System damit deutlich effizienter machen.

In Deutschland ist ja gerade der Datenschutz oftmals im Weg, wenn es um digitalen Fortschritt geht. Wie sehr kollidieren die Geschäftsmodelle mit bestehendem Recht?

Wenn hier nur eine klare, eindeutige Antwort möglich wäre: Datenschutzrechtlich sind einige Bereiche des „Internet of Things” durchaus problematisch. Vor allem dann, wenn es um implizite Datenerfassung geht, von der ich keine Kenntnis haben kann, aber die über Verbindung mit anderen Datensätzen zu einer De-anonymisierung führt. Ein dezentrales Staumeldesystem, das Positionsdaten von Autos nutzt, hilft allen. Allerdings ist damit natürlich auch die Erstellung eines Bewegungsprofils möglich. Meine Sportdaten helfen mir, mich motiviert zu halten und meinen Leistungsfortschritt nachzuvollziehen. Deswegen möchte ich trotzdem nicht, dass meine Krankenkasse auf diese Daten Zugriff hat.

Ich weiß nicht, wie sich dieser Konflikt auflösen lässt. Eine Möglichkeit wäre vielleicht, für bestimmte Bereiche ein Verwertungsverbot zu verankern. Natürlich gibt es hier noch viel Diskussionsbedarf.

Viele warten bisher vergeblich auf den großen Coup, den ersten großen Schritt des „Internet of Things“ im Hausgebrauch. Wann werden denn die ersten großen, wirklich relevanten Entwicklungen für den Verbraucher eintreten?

Ich glaube nicht, dass das „Internet of Things” mit einem großen Coup bei den Verbrauchern landen wird, wie das beispielsweise mit Smartphones und dem iPad der Fall war. Vielmehr wird es sich um mehrere einzelne Produkte handeln, kleine Innovationen, die mit der Zeit vieles verändern. Wir sehen jetzt schon viel Bewegung im Fitness-Bereich, wo mit dem Internet verbundene Pulsmesser und Schrittzähler langsam zum Standard werden. Viele Anbieter wollen nach wie vor die Komplettlösung für den Kunden aus einer Hand verkaufen. Aber das wollen die wenigsten Kunden. Ich denke wir werden in naher Zukunft ein Umdenken auf Herstellerseite von integrierten Systemen hin zu interoperablen Produkten sehen. Das wird wahrscheinlich der „große Coup“.

Über Martin Spindler

Martin Spindler ist Strategieberater für das Internet of Things und Smart Energy, Mitgründer des Internet of People Beratungsnetzwerkes und Mitglied bei Council, einem Internationalen Internet of Things Think Tank. Er war Mitorganisator der Cognitive Cities Conference und Mitglied der Open Internet of Things Assembly.

NEXT 2013 Ticketverlosung

Martin Spindler - Internet of Things - NEXTNoch mehr zum „Internet of Things“ gibt es von Martin Spindler bei der NEXT-Konferenz in Berlin, wo er unter dem Titel „The Weird Is Yet To Come” eine Keynote zum Thema halten wird. Die Organisatoren der NEXT 2013 haben uns netterweise ein Ticket zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Alles was du tun musst um gewinnen zu können: Hinterlass unter diesem Beitrag einen Kommentar, in dem du uns schreibt, welches „Internet of Things“-Projekt du aktuell besonders spannend findest. Die Verlosung läuft bis Freitag den 5. April um 18 Uhr. Vergiss nicht deine Mailadresse zu hinterlegen, damit wir dich benachrichtigen können, wenn Du gewonnen hast.

Weiterführende Links

Titelbild: Flickr, mjaysplanet / All rights reserved

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37 Antworten
  1. von Kai-Christian am 03.04.2013 (08:46Uhr)

    Ich würde mich natürlich über das Next-Ticket sehr freuen.

    Ich freue mich auf Data-Liberalization, Internet-of-things, quantified-self im Zusammenhang mit der eigenen Gsundheit. Es wäre doch schön, wenn ich zentral elektronisch Zugriff auf alle Befunde, Diagnosen und Gesundheitswerte erhalten könnte, die es über mich gibt bzw. die von mir per Self-Tracking erstellt wurden.
    Kein konkretes Produkt aber eine Hoffnung, dass alle Informationen bald gebündelt zentral abruf- und auswertbar sein werden.

  2. von André am 03.04.2013 (08:49Uhr)

    Ich finde tado und alles rund um den Haushalt sehr spannend. Da kommt noch einiges auf uns zu.

  3. von Mac User am 03.04.2013 (08:49Uhr)

    Hii @ all,

    ich persönlich bin sehr gespannt, auf das „The Weird Is Yet To Come” Vortag, da ich mich auch privat mit den Entwicklungen beschäftige.

    Beste Grüße,

    Mac User

  4. von Jul Hahn am 03.04.2013 (08:59Uhr)

    Salut,

    mir gefällt der Mini-IoT-Drucker von Adafruit, weil kleine digitale Bits damit wieder eine haptische Gestalt bekommen ... zB für die persönliche Erinnerungskiste, Nachrichten von den Liebsten. Toll für alle Bastelfreunde.

    Bin gespannt auf die Next13!!

  5. von David Schmidt am 03.04.2013 (09:09Uhr)

    Ups: Fehler im ersten Satz.

  6. von Interview: “Internet der DingeR… am 03.04.2013 (09:15Uhr)

    [...] Thema „Inter­net der Dinge“ hat das T3N-Magazin ein inter­es­san­tes Inter­view mit Mar­tin Spind­ler, Mit­glied des Think-Tanks „Coun­cil“, gehal­ten. Er [...]

  7. von Thilo am 03.04.2013 (09:33Uhr)

    Die Frage, die man sich doch erst einmal stellen muss ist: Wie ist die Definition von "Internet of Things"?

    Ich, als Ingenieur im Bereich Automatisierungstechnik und Vernetzung von eingebetteten Netzwerken, sei es basierend auf Ethernet-Technologie oder anderer Basis, für alle Industriezweige, kenne im wesentlichen schon mal 2 Definitionen. Die eine Definition kommt aus dem Transportgewerbe, wo es darum geht, dass "Things", also Dinge, genauso intelligent geroutet werden wie Paket im Internet. Denn das Internet als solches ist nichts mehr als ein Zusammenschluss von Netzwerken und die Pakete in den Netzen haben die Information von wo sie kommen und wo sie hin müssen. Die Schnittstellen der Netzwerke routen nun diese Pakete auf mehr oder minder intelligente Weise. Das gleiche Prinzip soll nun auf reale Dinge angewandt werden. Damit ergibt sich das "Internet of Things".
    Die andere Definition ist, dass Dinge, Geräte, Systeme, Anlagen einfach nur auf irgendeine geartete Weise ans Internet angebunden werden sollen, um sie (hoffentlich) intelligenter steuern zu können.
    Es gibt sicherlich ein paar Überschneidungen dieser beiden Definitionen, aber das Grundprinzip und die Motivationen dahinter sind Grund verschieden.
    Eine neue Ebene kommt noch dazu, wenn man klassische industrielle Dinge von den Endkunden relevanten Dingen unterscheidet, weil die Anforderungen und Motivationen ebenso verschieden ist.

    Das Spannende ist also erst einmal ein sinnvolle Definition zu finden, damit man auch weiß worüber man redet.

  8. von kaffeeringe am 03.04.2013 (09:38Uhr)

    Ich hätte gerne einen Positionsmelder für meinen Schlüssel. Ich möchte auf meinem Telefon sehen können, wo das Ding liegt. Wie ich mein Smartphone finde, habe ich mir noch nicht überlegt.

  9. von Mediengestalt am 03.04.2013 (09:42Uhr)

    Ich finde die Lösung von Medria Technologies ziemlich spannend. Nach dem Internet der Dinge kann schließlich nur noch eins kommen: Das Internet der Kühe! Das Projekt ermöglicht Bauern die Gesundheitsdaten ihrer Herde zu überwachen.

  10. von Philipp M. am 03.04.2013 (09:57Uhr)

    Ich finde die sportliche Richtung für das Internet der Dinge sehr interessant. Endlich wie ein richtiger Profisportler Auswertungen über seine Leistungen bekommen. Bin gespannt was da noch so kommt.

  11. von AskJavis am 03.04.2013 (10:05Uhr)

    Hallo t3n-folks,

    guter Artikel btw. Ich beobachte das Thema Internet of Things sehr genau und denke das noch einige Herausforderungen auf uns zukommen werden. "Twittering Applicances" ist für mich insgesamt der spannendste Bereich . Also wie machen wir aus einem Alltagsgegenstand sinnvolle Nutzungsszenarien die auch in unsere Welt passen!

    Freue mich auf die Tickets ;)

  12. von Friedrich Kegel am 03.04.2013 (10:10Uhr)

    Twine ( http://supermechanical.com/ ) halte ich für ein sehr spannendes Projekt - es gibt unzählige einzelne Dinge die mittlerweile funken. Aber wer möchte über 20 verschiedene Apps sein Heim steuern ?!
    Twine ist in meinen Augen ein gelungener Ansatz mehrere Elemente auf einer Plattform zu verbinden. Leider sind die Wifi Chipsätze nach wie vor noch recht teuer, so dass die flächendeckende Verbreitung nur schleppend vorankommt.

  13. von Detlev Buschkamp am 03.04.2013 (10:27Uhr)

    Ich finde das Internet der Dinge immer dann besonders interessant wenn sie mir ermöglichen Informationen ohne viel dazutun zu bekommen. Z.b. ein Armband welches meine Vitalfunktionen automatisch aufzeichnet, synchronisiert und sich drahtlosaufladen läßt. Das ganze herstellerübergreifend, was heute leider noch nicht der Fall ist. Im Moment gibt es noch zu viele Herstellerinseln.

  14. von Kami am 03.04.2013 (10:35Uhr)

    Ich warte ja darauf dass sich eine Komission ähnlich des w3c bildet und die Kommunikationsprotokollstandards entwirft. Dann kann auch die App zur Steuerung komplett von der Hardware getrennt entwickelt werden.

  15. von Katharina Rosch am 03.04.2013 (10:46Uhr)

    Für mich oder uns als Unternehmen ist das Internet der Dinge in zweierlei Hinsicht besonders interessant: zum Energiesparen und für ambient assisted living. Gerade für die älter werdenden Menschen können kommunizierende Geräte aber auch Fußböden oder Möbel eine sehr große Hilfe im Alltag sein und das Quäntchen an Sicherheit bringen, nach dem sich gerade die ältere Generation häufig sehnt.
    Dass die Industrie offener (und finanziell besser ausgestattet) ist, liegt auf der Hand. Und in der Tat werden Verbraucher von Komplettlösungen zur Steuerung ihres Zuhauses eher abgeschreckt. Das liegt zum einen am Preis, zum anderen auch daran, dass der Verbraucher selten alles auf einmal haben möchte.

  16. von The Digital Guide am 03.04.2013 (11:07Uhr)

    Hi t3n, gefällt mir - euer Beitrag.
    Ebenfalls interessant finde ich das "Internet of things"-Projekt bzw. Produkt HUE von Philips. http://www.meethue.com/en-US . HUE ist eine Glühbirne, die mittels App gesteuert werden kann. Je nach Stimmung des Users lässt sich die Lichtumgebung einstellen.

  17. von Wencke am 03.04.2013 (11:59Uhr)

    Am spannendsten finde ich die Möglichkeit, sein Zuhause aus der Ferne steuern zu können. Sei es, dass man von unterwegs ein offen gelassenes Fenster schließen oder die Heizung im Bad für morgens oder einige Zeit vor dem Nachhausekommen vorprogrammieren kann. Das ist für viele noch Zukunftsmusik.

    Aktuell schon großartig ist das Carsharing-Netz (v. a. in Berlin), welches durch IoT möglich ist.

  18. von Ulf J. Froitzheim am 03.04.2013 (12:23Uhr)

    1. Wer von quantified self träumt, sollte mal Evgeny Morozov lesen, um wieder auf den Boden der Tatsachen zu krachen.
    2. AAL-Szenarien klingen immer toll, aber es wird nichts nützen, wenn das IoT weiß, dass die Oma gestürzt ist, wenn keiner in der Nähe ist, der ihr hilft. Dem Mangel an Pflegekräften oder den Kosten der Altenpflege hilft die Technik nicht ab.
    3. @ Thilo: Die Logistik-Anwendungen, wie sie das IML entwickelt, haben einen Vorteil: Sie sind realistisch und nützlich. Alles andere, was mit dem gleichen Schlagwort (IoT) gehypet wird, ist vorerst mal Spielerei, könnte sich natürlich zum Hobbyisten-Markt entwickeln. Ist cooler als Briefmarkensammeln.
    4. Ich möchte nie, nie, nie wieder etwas von "intelligenten" Kühlschränken lesen. Das ist sowas von 90er-Jahre. Will kein Mensch, braucht kein Mensch, nutzt niemandem. (Schreibe ich nur, falls hier ein Naivling mitliest, der glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Kühlschrank die Milch selbst bestellt: Erstens kennt der Kühlschrank den Füllstand von Tetrapaks nicht, zweitens gibt es keinen Milchmann mehr und drittens müsste ich für meinen Bedarf an Frischfleisch, Eiern oder offenem Käse immer noch einkaufen gehen. )

  19. von Sven am 03.04.2013 (12:40Uhr)

    Wie bei allen Technologien spielt das Militär eine Vorreiterrolle: http://techcrunch.com/2013/04/02/a-precision-guided-firearm-powered-by-linux/ Vermutlich werden einfache Handfeuerwaffen schneller vernetzt sein, als wir in Deutschland intelligente Stromzähler haben.

  20. von Olaf Barheine am 03.04.2013 (14:27Uhr)

    Nur leider interessieren sich die Konsumenten für IoT (noch) nicht wirklich, wie das Beispiel Smartmetering zeigt. Die Nachfrage nach intelligenten Stromzählern tendiert gegen Null, weil der eigene Stromverbrauch schlicht nicht interessiert. Ob die Nachfrage nach Haushaltsgeräten mit Internetanschluss größer sein wird, bleibt abzuwarten. Im industriellen Umfeld sehe ich dagegen großes Potential für vernetzte Produktionsanlagen. Ich bin gespannt, was es nächste Woche auf der Hannovermesse zu "Industrie 4.0" & Co. zu sehen gibt.

  21. von Ulf J. Froitzheim am 03.04.2013 (14:46Uhr)

    Intelligente Stromzähler sind zu teuer. Es fehlen Stromtarife, durch die sie sich amortisieren würde. Und viele Menschen haben schlichtweg keine Möglichkeit, Stromnutzung in Off-peak-Zeiten zu verlagern. Eine berufstätige Mutter kann sich nicht aussuchen, wann sie waschen, bügeln, kochen will. Rentner können es, aber für die lohnt es sich nicht.

  22. von mick am 03.04.2013 (15:31Uhr)

    Finde den Ansatz Leuchtmittel zu vernetzten und den Status eines einzelnen von anderen abhängig zu machen. Cool!

    Ein Ticket zur NEXT wäre super.

  23. von Lesenwert: Crowdinvesting, Collins, Otto… am 04.04.2013 (10:01Uhr)

    [...] Internet of Things Das „Internet of Things“ ist mehr als nur twitternde Kühlschränke Das „Internet of Things“ versucht die Informationslücke zwischen der realen und der digitalen Welt schließen, in dem es physikalische Gegenstände mit dem Netz verknüpft. Erste Vorboten sind intelligente Heizungssysteme, Tracking-Armbänder und Staumeldesysteme. Wir haben mit Martin Spindler, Mitglied des Think-Tanks „Council“, über den Status Quo und die Zukunft des Internets der Dinge gesprochen. t3n [...]

  24. von Thomas E.-E. am 04.04.2013 (13:55Uhr)

    neben den ganzen IoT Projekte sind vor allem auch Integrationsplattformen nötig die die unterschiedlichen "Sprachen" der "Dinge" verstehen, vermitteln und auswerten können. openHAB.org ist eine solche Integrationsplattform, die OpenSource zur Verfügung gestellt wird.

    Gruß,

    Thomas E.-E.

  25. von Felix am 04.04.2013 (14:13Uhr)

    Spannendes Thema. Wir haben auch eine Leuchte mit Smartphone Steuerung entwickelt und sind auf der Suche nach neuen Ideen. Gerade das Thema AAL für Senioren klingt spannend. Wurde gerne mit jemanden mich austauschen der aus der Branche kommt.

  26. von Markus am 04.04.2013 (18:20Uhr)

    Ich finde die Kombination aus Withings in Verbindung mit den bekannten Running Apps ganz interessant.

  27. von jan semler am 04.04.2013 (18:55Uhr)

    bestes open source projekt hierzu ninjablocks funktioniert clever und sehr einfach

  28. von Tim am 04.04.2013 (18:56Uhr)

    Naheliegend, aber trotzdem sehr gut! Vielleicht gibts sowas ja auch bald in Windeln oder in diesen Hundekot-Tüten, die am Straßenrand stehen. Könnte einige Leute animieren diese Dinger (zweiteres) auch mal zu benutzen :)

    http://www.kickstarter.com/projects/1387729422/plant-link-listen-to-your-plants?ref=card

  29. von Ludonaut am 04.04.2013 (19:48Uhr)

    Ninja Blocks finde ich, ist nach wie vor das interessanteste I-o-T Projekt

  30. von Tilmann am 04.04.2013 (23:31Uhr)

    Energiekosten sparen durch sinnvolle Steuerung von Geräten sehe ich als nachhaltige und sinnvollen Einsatz von I-o-T in den nächsten Jahren (Monaten).
    Ansonsten bin ich der Meinung, dass der Datenschutz für persönliche Informationen die I-o-T Anwendungen aufzeichnen/verbreiten immer im Blick behalten werden muss.

  31. von Luca am 05.04.2013 (01:27Uhr)

    Hallo und vielen Dank für das Gewinnspiel.

    Ich beschäftige mich zurzeit mit der Visualisierung von Big Data und finde den Ansatz von http://www.pentaho.de/big-data/ sehr gelungen.

    Ich kann mir vorstellen, dass die Konsolidierung von vorhandenen Informationen zu neuen Einsichten führt und dadurch neue Zusammenhänge geschaffen werden können. Zusammenhänge, die es ohne diese "Brille" nicht gegeben hätte.

  32. von JMIA am 05.04.2013 (10:07Uhr)

    Hello there. I'm personally interested to see what happens with the sleep-tracking devices.
    For now, they are technically not very appealing, which leads to people doubting their usefulness. However, if you tweak the technology, the thought in itself is more than relevant: People are more dependant on a good sleep than ever; a relaxing sleep that allows them walk through their day fully rested and therefore activated. Studies show that more and more people have trouble sleeping, there's too much running in people's mind constantly. So not only could they become more efficient, but also more happy because you are wide awake to grasp opportunities. I see a big market when it comes to learning about yourself, getting to rest; in a different way than nowadays with pills putting you to sleep! There must be a way of technology stimulating what's in you already instead of drugging your mind. There are several apps for that, but the true innovation that becomes useable is - as far as I know - still out to develop for the mass.

    PS: NEXT would be awesome! I'm up for learning more about this, exchange with people who know better, to add to my gut feeling.

  33. von JMIA am 05.04.2013 (10:13Uhr)

    One other thing I greatly enjoy!!
    http://www.talesofthings.com/
    It's been around for more than two years, but I'm intrigued by the thought where it could go:
    it's about adding memories to physical objects to share with others. Imagine what great gift this could be, collected over a lifetime, knowledge and experiences shared with the next generation within your family or simply work-related. Again, not there yet, but it really could connect people on an emotional level now and present to future.

  34. von Kay Märthesheimer am 05.04.2013 (17:15Uhr)

    Quantified-Self
    --> https://jawbone.com/up
    http://www.nznlabs.com/product.html
    http://www.fitbit.com/de
    http://www.withings.de/de/

    Quantified-Home (Licht, Luft und Wärme)
    --> http://cubesensors.com/
    http://www.nest.com/
    http://www.tado.com/en/this-is-tado.html
    http://lifx.co/
    http://www.meethue.com/de-DE

    Ausgabe (Drucker)
    http://bergcloud.com/littleprinter/
    http://themprinter.com/
    https://www.adafruit.com/products/717

    Ich versuche gerade mich selber daran zu erinnern, dass ich beim Lüften im Klo mal wieder das geöffnete Fenster vergessen habe. Mein TWINE schickt eine eMail an meine PEBBLE Armband-Uhr mit der Nachricht "Pinguine im Bad" - funktioniert prima ;)

  35. von Alexander Katona am 08.04.2013 (14:14Uhr)

    Danke an alle Teilnehmer!

    Der Gewinner wurde gezogen und wird zeitnah via Mail benachrichtigt.

    Viele Grüße aus der Redaktion,
    Alex

  36. von Internet of Things - Interviews | DEEyna… am 29.01.2014 (10:20Uhr)

    […]  t3n, Das “Internet of Things” ist mehr als nur twitternde Kühlschränke,  Interview mit Martin Spindler, Mitglied des Think-Tanks “Council” übe den Status Quo und die Zukunft des “Internet der Dinge”: In welche Richtung gehen diese Geschäftsmodelle derzeit? Sind sie eher Verbraucher- oder Industrie-orientiert? Von den großen Technologieführern wird derzeit ein sehr stark industrieorientiertes Programm gefahren. General Electric nennt es das „Industrial Internet” und bei IBM redet man seit Jahren vom „Smarter Planet”. Meine Vermutung ist, dass Industriekunden sich einfach leichter ansprechen lassen und der Nutzen von Kommunikationsfähigkeit in Objekten eingänglicher ist. Im Consumerbereich haben wir das Problem, dass es zwar einige Anbieter gibt, die jetzt schon mit integrierten Lösungen vorpreschen, aber die Kundenansprache so ausfällt, als würden sie mit Unternehmen sprechen. Da wird dann gerne mal von Infrastruktur und Rechtemanagement oder von Ressourcen-Deployment gesprochen, wo es doch eigentlich um Lichtschalter und Katzenklappen geht. Allerdings gibt es hier auch einige interessante Startups, die versuchen die neue Designsprache für „Connected Objects” voranzutreiben. Aber wie mittelfristig hier die Geschäftsmodelle ausfallen werden, bleibt abzuwarten. Geld ist vor allem in der Industrie vorhanden und deswegen fällt der Fokus vieler Technologieunternehmen fast zwangsläufig dahin. …. weiter zum kompletten Interview […]

  37. von Internet of Things: Wie Oracle eine Schl… am 13.02.2014 (07:55Uhr)

    […] gerade in seinem eigenen Haus installieren lassen. Doch wenn der gebürtige Schotte über das Internet of Things spricht, wirken all diese Consumer-Produkte wie Spielzeug. Und mit Spielzeug hält sich Sutherlands […]

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